International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Putin stellt sein neues Atomwaffen-Arsenal vor



epa06572314 Russian President Vladimir Putin after delivering his annual address to the Federal Assembly at the Manezh Central Exhibition Hall in Moscow, Russia, 01 March 2018. Vladimir Putin gave his annual state of the nation address to the Federal Assembly made up members of Federation Council and State Duma.  EPA/ALEXEY NIKOLSKY / SPUTNIK / KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT

Bild: EPA/SPUTNIK POOL

Als Reaktion auf die jüngsten Spannungen mit den USA und der NATO baut Russland sein Atomwaffenarsenal aus. Präsident Wladimir Putin stellte bei einer Rede vor Abgeordneten in Moskau am Donnerstag gleich mehrere neue Waffensysteme vor, die zum Teil keinerlei Abwehr zulassen sollen.

Sein Land sei angesichts der Aufrüstung der USA gezwungen zu handeln, sagte Putin. Die Stärkung des russischen Militärs solle den Weltfrieden sichern, betonte er zugleich. Die USA hatten im Februar eine neue Atomwaffendoktrin vorgestellt und dabei ausdrücklich auf die Entwicklungen in Russland hingewiesen. Die Regierung in Moskau drohte daraufhin Konsequenzen an.

Ein (langer) Ausschnitt der Rede:

abspielen

Video: YouTube/RT Deutsch

In seiner Rede gut zwei Wochen vor der Präsidentenwahl sprach Putin unter anderem von einer neuen atomgetriebenen Rakete, die Ende 2017 getestet worden sei und jeden Punkt auf der Erde erreichen könne. Abwehrsysteme seien dagegen machtlos.

Zudem testet Russland nach seiner Darstellung neue Unterwasserdrohnen, die mit Kernwaffen bestückt werden könnten. Ein neuer, kleinerer Atomsprengkopf passe in Marschflugkörper, die ebenfalls nicht abgefangen werden könnten.

Die neuen Systeme machten die Aufrüstung der NATO an der Grenze Russlands und US-Raketenabwehrsysteme nutzlos, sagte Putin. Er warnte, dass ein Atomangriff gegen einen russischen Verbündeten wie ein Angriff auf Russland selbst behandelt werden würde: «Die Antwort würde sofort erfolgen.»

Keine Erhöhung der Verteidigungsausgaben

Russlands Finanzminister Anton Siluanow sagte laut der Nachrichtenagentur Tass, eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben sei nicht geplant. Industrieminister Denis Manturow verwies darauf, die von Putin vorgestellten Waffensysteme seien bereits im Militärprogramm für die Zeit bis 2027 enthalten, das im vergangenen Jahr verabschiedet worden war.

epa06572295 Russian President Vladimir Putin delivers his annual address to the Federal Assembly at the Manezh Central Exhibition Hall in Moscow, Russia, 01 March 2018. Vladimir Putin gave his annual state of the nation address to the Federal Assembly made up members of Federation Council and State Duma.  EPA/MAXIM SHIPENKOV

Bild: EPA/EPA

Die USA hatten Anfang Februar eine neue Atomstrategie bekanntgegeben. Diese war von Russland, aber auch China und Deutschland kritisiert worden. Das US-Verteidigungsministerium will demnach kleinere Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft entwickeln, um flexibler auf Angriffe reagieren zu können.

In einem Papier wurde darauf verwiesen, dass Russland eine grössere Zahl und Vielfalt von Atomwaffen als die USA besitze. Die Regierung in Moskau glaube, dass ein begrenzter atomarer Erstschlag dem Land in Krisen oder kleineren Kriegen einen Vorteil bringen könne. Die USA werfen Russland zudem seit 2014 vor, den INF-Atomwaffenvertrag mit der Entwicklung eines neuen, bodengestützten Marschflugkörpers gebrochen zu haben.

Als klein gelten heute Atomwaffen mit einer Sprengkraft von weniger als 20 Kilotonnen. Darunter fällt auch die Atombombe, die die USA 1945 über Hiroshima einsetzten. Durch die Explosion und die Spätfolgen der Strahlung wurden Schätzungen zufolge mehr als 100'000 Menschen getötet. (sda/reu)

Russisches It-Girl kandidiert gegen Putin

Video: srf/SDA SRF

Russland

Moskau empört: Russischen Diplomaten US-Visa verwehrt

Link zum Artikel

Wie Trump-Anwalt Giuliani den US-Präsidenten mit diesem Interview in Teufels Küche bringt

Link zum Artikel

Russland und China bei Militärmanöver mit Putin «Seite an Seite»

Link zum Artikel

Protestwelle in Russland wegen Justizwillkür gegen Demonstranten

Link zum Artikel

US-Regierung legt Klage gegen Snowden wegen Memoiren ein

Link zum Artikel

Snowden will zurück in die USA – und stellt nur eine Forderung an die Regierung

Link zum Artikel

Im Mittelmeer spielt sich gerade ein Thriller um einen iranischen Supertanker ab

Link zum Artikel

CIA zog Spion aus Russland ab – weil sie fürchtete, Trump würde ihn verraten

Link zum Artikel

Manipulierte Wahlen mit Politikern, die sich Putins Partei schämen

Link zum Artikel

Russland-Wahlen begonnen – Stimmungstest für Kremlchef Putin

Link zum Artikel

Jemand untermalt Filmchen von tanzenden Sowjet-Soldaten mit Hitparaden-Songs und es ist 😂

Link zum Artikel

Russland wählt – Stimmungstest für Kremlchef Putin in 85 Regionen

Link zum Artikel

Zar Putin der Korrupte – oder warum es Russland mies geht

Link zum Artikel

Russischer Oppositionspolitiker nach Haft wieder festgenommen

Link zum Artikel

Wenn du über ein Spiel berichten sollst – aber der Rasensprenger eine andere Idee hat

Link zum Artikel

Erdogan zu Syrien-Gespräch bei Putin – kein Plan für Idlib

Link zum Artikel

Drama, Baby! Wie der russische Tanzgott Nurejew floh, flog und verglühte

Link zum Artikel

Gestatten: Das ist Fedor. Der erste russische humanoide Roboter auf der ISS

Link zum Artikel

G7-Chefs einigen sich auf Hilfe für Amazonas-Brände und sprechen über den Handelsstreit

Link zum Artikel

Unbemannte Sojus-Rakete kann nicht an ISS andocken

Link zum Artikel

Erstes schwimmendes Atomkraftwerk legt von russischem Hafen ab

Link zum Artikel

Iran präsentiert eigenes Luftabwehrsystem – es soll das zweitbeste der Welt sein

Link zum Artikel

Putin: Wir reissen uns nicht um eine Mitgliedschaft im Europarat

Link zum Artikel

Trump spricht sich für Rückkehr zu G8 mit Russland aus

Link zum Artikel

«Entscheidender Sieg» – syrische Truppen dringen in Rebellenstadt ein

Link zum Artikel

Die grosse Vertuschung: Streng geheime Tschernobyl-Dokumente veröffentlicht

Link zum Artikel

Der Urner Metzgermeister, der in Russland mehr Einfluss hat als ein Bundesrat

Link zum Artikel

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

Link zum Artikel

Trump, Putin, Erdogan – die Machos sind auf dem Vormarsch: Ist es den Männern ganz einfach zu langweilig geworden?

Link zum Artikel

Garri Kasparow: «Putins Russland ist heute offenkundig die grösste Bedrohung für die Welt»

Link zum Artikel

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

Link zum Artikel

Syrien – ein Spielball der Mächte? Wie watson auf einen Putin-Troll hereingefallen ist 

Link zum Artikel

Bei euch, liebe zu Unrecht als Putin-Trolls Beschimpfte, möchte ich mich entschuldigen. Bei allen anderen nicht

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Armenien gibt mehr als 120 Orte in Karabach an Aserbaidschan ab

Im Konflikt mit Aserbaidschan um die Südkaukasusregion Berg-Karabach gibt Armenien die Kontrolle über mehr als 120 Ortschaften ab.

Die armenische Regierung veröffentlichte am Montag eine Liste mit insgesamt 121 Städten und Dörfern, die in die aserbaidschanische Kontrolle übergehen. Teils hatte Armenien die Kontrolle über die Orte zuletzt bei Kämpfen verloren, teils kommt es zu einer kampflosen Übergabe.

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan hatte in der Nacht zum 10. November unter …

Artikel lesen
Link zum Artikel