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10 Schauspieler, die ihre grössten Rollen nicht mehr leiden können

Elisabeth Kochan / watson.de



Ob sie das Geld dringend brauchten oder einfach nicht weit genug mitdachten, ob die Rolle ihnen denn noch nach vielen Jahren gut stehen würde: Jeder Schauspieler hat irgendwelche filmischen Leichen im Keller. Einige gehen jedoch so weit, ihre Abneigung für alte Jobs öffentlich zu machen. Die folgenden 10 Schauspieler würden die Rollen, die ihnen zum Durchbruch verhalfen, am liebsten vergessen ...

Robert Pattinson – «Twilight»

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bild: imdb

Fangen wir mit jemandem an, der in dieser Liste keine Überraschung ist: Robert Pattinson, den wir in den 2000ern quasi nur als «Edward Cullen» kannten. Der wurde in Stephenie Meyers «Twilight»-Buchreihe quasi als das attraktivste Wesen unter der Sonne beschrieben – grosse Fussstapfen, die Pattinson da zu füllen hatte. Doch das hing ihm schnell zum Hals raus. Was er auch kundtat. In zahllosen Interviews.

Eine kleine Kollektion geballten «Twilight»-Hasses à la Robert Pattinson:

abspielen

Video: YouTube/Andrew Gauthier

Er setzte Edward mit einem Serienmörder gleich, der so aussehe, als sei er stoned und habe mit Verstopfung zu kämpfen. «Twilight» habe er bei seinem ersten Lesen für ein Buch befunden, das nicht hätte veröffentlicht werden sollen. Respekt, dass er dann doch alle fünf Filme durchgezogen hat...

Megan Fox – «Transformers»

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bild: imdb

Lang, lang ist's her, seit Megan Fox mit dem ersten «Transformers»-Film ihren grossen Kino-Durchbruch feierte. Der war ein riesiger Erfolg – die Filmreihe ist es nach wie vor –, was aber nicht heisst, dass Megan Fox ihre ersten Leinwand-Schritte in Ehren hält. Tatsächlich hat es gute Gründe, dass sie nach dem zweiten Teil nicht länger dabei war: In aller Öffentlichkeit hatte sie ihre Verachtung für «Transformers» kundgetan.

«Ich will den Leuten nichts vormachen. Die wissen genau, dass das kein Film ist, in dem es um Schauspielerei geht. Und sobald man das selbst begriffen hat, macht das Drehen schon fast Spass, weil man ganz im Hier und Jetzt sein und sich denken kann: 'Okay, ich weiss, dass ich entweder rennen oder schreien muss – oder beides –, sobald er Action! ruft'.» (Huffington Post)

Zac Efron – «High School Musical»

HIGH SCHOOL MUSICAL 2 - School's out for summer and now, the competition moves from the fields of high school to the lawns of high society -- also known as the Country Club, not coincidentally founded by Sharpay's grandfather.  When the other East High students get summer jobs there, before long, they face off over the country club's annual mid-summer's night musical production, on

Bild: DISNEY CHANNEL

Das waren noch Zeiten, als wir ins Kino rannten, um uns eine Horde singender und tanzender Schüler anzugucken, die musikalisch ihre Liebe zu den Sommerferien und einander verkündeten. Schmalzig-schön war's, und das lag zu einem grossen Teil am perfekten Sunnyboy Zac Efron, der uns als «Troy Bolton» die Herzen stahl. Die würde er heute aber am liebsten zurückgeben, denn für Troy hat Zac mittlerweile nicht mehr viel übrig.

In einem Interview stellte er klar, dass er sich bis heute darüber ärgert, dass er Troy wohl niemals abschütteln wird. «Ich schaue mich selbst an und will diesem Kerl immer noch in den Arsch treten. Scheiss auf ihn. Er hat ein paar coole Sachen mit coolen Leuten gemacht [...], aber er ist halt immer noch dieser verdammte Typ aus ‹High School Musical›.» Okay, dann legen wir mal unsere Träume von «High School Musical 4» auf Eis... (Independent)

Halle Berry – «Catwoman»

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bild: imdb

Keiner der hier genannten Filme kam wohl so schlecht an wie dieser: Nachdem «Catwoman» 2004 in die Kinos kam, kassierte er im folgenden Jahr sage und schreibe vier goldene Himbeeren – den Preis für die schlechtesten Filme des Jahres – in den Kategorien «Schlechteste Schauspielerin», «Schlechtester Film», «Schlechtestes Drehbuch» und «Schlechteste Regie». Und die Hauptdarstellerin, Halle Berry, stimmte alldem zu. Laut. Am Mikro. Bei der Preisverleihung.

«Ich möchte Warner Bros. dafür danken, dass sie mich für diesen beschissenen, extrem schlimmen Film gecastet haben. Ich würde ausserdem gern dem Rest des Casts danken. Um eine so enorm schlechte Performance abzuliefern wie ich, braucht es schon enorm schlechte Schauspieler.» (MTV)

Harrison Ford – «Star Wars»

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bild: imdb

Und Carrie Fisher ist nicht die einzige «Star Wars»-Veteranin der ersten Stunde, die irgendwann die Schnauze voll hatte: Harrison Ford machte im Gegensatz zu ihr jedoch nie einen Hehl daraus. Immer und immer wieder flehte er darum, seine Rolle des Han Solo doch bitte sterben zu lassen.

Sein Wunsch wurde erst 2015 im siebten Teil der Reihe erhört – für den er zurückgekehrt war, obwohl er nach dem Ende der ersten Trilogie erleichtert gesagt hatte: «Drei [Filme] sind genug für mich. Ich war froh, dieses Kostüm zum letzten Mal zu sehen.» Aber was hatte Han Solo verbrochen, dass Harrison Ford ihn so wenig leiden konnte? «Als Charakter war er für mich einfach nicht interessant», erzählte er 2010. Die Rolle hatte er nur angenommen, weil er vor dem ersten Film Schwierigkeiten gehabt hatte, Rollenangebote zu bekommen. (Huffington Post)

Sean Connery – «James Bond»

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Sean Connery in «Dr. No». bild: imgur

Bis heute gilt er als einer der ikonischsten James Bonds, die bisher in die Rolle des berühmtesten Spions schlüpfen durften. Sean Connery war der erste Bond, und der schnelle Erfolg der Filme garantierte ihm nicht nur weltweiten Ruhm, sondern auch finanzielle Sicherheit. Dankbar war er sicher – aber nicht für die Rolle selbst.

«Ich habe diesen verdammten James Bond immer gehasst. Ich würde ihn gern umbringen», erzählte er in einem Interview. Und nach sechs Filmen hatte er die Schnauze so voll, dass er aufhörte – und den Weg ebnete für zahlreiche andere Bonds, die seitdem immer wieder im Kino rumspuken. (The Guardian)

Kate Winslet – «Titanic»

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bild: imdb

Keine Sorge – Kate Winslet hat in dieser Liste nur bedingt eine Daseinsberechtigung, denn ihre Abneigung gegen «Titanic» richtet sich nicht an ihre Rolle der Rose, sondern an ihre Darstellung der Rose. Das verriet sie 2012, als «Titanic» in einer 3D-Version erneut in die Kinos kam.

«In jeder einzelnen Szene denke ich mir: 'Wirklich? Wirklich? Hast du das echt so gemacht? Oh mein Gott. Sogar meinen amerikanischen Akzent kann ich mir nicht anhören. Er ist schrecklich. Hoffentlich ist er inzwischen besser. Es klingt total selbstverliebt, aber Schauspieler sind meistens sehr selbstkritisch. Ich habe mit all meinen Filmen Probleme, aber wenn ich mir 'Titanic' ansehe, denke ich mir bloss: 'Oh Gott, das will ich nochmal drehen.'» (Hollywood.com)

Miley Cyrus – «Hannah Montana»

(l to r) BILLY RAY CYRUS, MILEY CYRUS

Bild: 681-00968

Wenn man bedenkt, dass Miley Cyrus heute zweifellos einer der grössten Stars weltweit ist – sowohl in der Musik wie auch im Film –, sollte man nicht meinen, dass sie Probleme damit haben könnte, derart im Rampenlicht zu stehen. Tatsächlich sorgte aber ihre erste grosse Rolle in «Hannah Montana» dafür, dass ihre Psyche einen Knacks abbekam – und das über Jahre hinweg.

In einer Serie, in der Hannah ein Doppelleben führte, fühlte sich auch die Schauspielerin dahinter zerrissen, und hatte Schwierigkeiten, zwischen ihr und ihrer Rolle zu unterscheiden – vor allem, weil Hannah Montana in Form von Konzerttouren auch in die Realität überschwappte. «Ich glaube, das ist etwas, das heute in mir nicht ganz stimmt. Das hat extreme Schäden in meiner erwachsenen Psyche hinterlassen.» (The Cut)

Will Smith – «Der Prinz von Bel-Air»

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bild: imdb

Wenn du dir alte Folgen von «Der Prinz von Bel-Air» ansiehst, wirst du dir vielleicht denken: «Ah, ja, das ist so typisch Will Smith.» Der möchte das allerdings nicht – denn wenn Will Smith seine Rolle als, naja, Will Smith, von seinem heutigen Standpunkt aus betrachtet, schämt er sich.

«Es war meine allererste Rolle, und ich war sehr, sehr darauf konzentriert, erfolgreich zu sein, also lernte ich das ganze Drehbuch auswendig, auch die Texte der anderen. Wenn man sich die ersten vier, fünf Folgen ansieht, erkennt man, dass ich die Dialoge der anderen stumm mitspreche. Es ist furchtbar und ich kann mir das nicht ansehen.» Ach, was soll's. Lustig ist's trotzdem! (The Wrap)

Angus T. Jones – «Two and a Half Men»

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bild: cbs via imdb

Und jetzt wird's nochmal richtig heftig – denn niemand aus dieser Liste rechnete so knallhart mit dem ab, was ihn oder sie berühmt machte, wie Angus T. Jones alias Jake Harper aus «Two and a Half Men».

Zugegeben: Er war erst 10 Jahre alt, als er die Rolle ergatterte, und hatte seine gesamte Pubertät Zeit, um sein Urteil über die Serie zu ändern. Dass das allerdings so kalt ausfallen würde, hatte wohl niemand kommen sehen. In einem Video, das er für eine christliche Vereinigung drehte, packte er aus: «Wenn ihr 'TaaHM' seht, hört bitte damit auf. Ich spiele in 'TaaHM' mit und will es gar nicht. Bitte hört auf, euch das anzuschauen und eure Köpfe mit Dreck zu füllen. [...] Man kann kein wirklich gottesfürchtiger Mensch sein und gleichzeitig in so einer Serie mitspielen. Ich kann es nicht.» Nach diesem Gefühlsausbruch war es nicht überraschend, dass er die Serie verliess. (Hollywood Reporter)

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