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David gegen Goliath: Wie ein kleiner Blog sich mit Netflix anlegt



Wer auf Netflix gerne Filme und Serien rezensiert hat, dürfte seit Ende Juli stinksauer sein. Denn zu diesem Zeitpunkt hat der Streaming-Gigant die Funktion komplett abgeschaltet. Bereits zuvor hatte Netflix das User-Rating immer mehr eingeschränkt. Zuerst konnte man schriftliche Bewertungen nur noch via Desktop-Computer verfassen, etwas später wurde auch die Fünf-Sterne-Bewertung abgeschafft.

Netflix

Sterne verteilen war einmal. Bild: Netflix

Aktuell kann man einen Film oder eine Serie zwar noch mit einem Daumen hoch oder runter bewerten, Einsicht, wie gut oder schlecht ein Titel bewertet wurde, bekommt man aber nicht.

Netflix hat diesen Schritt damit begründet, dass die schriftliche Bewertungsfunktion kaum noch verwendet wurde. Doch nun hält der amerikanische Streaming-Blog «Cordcutting» mit einer These dagegen, die dem Streaming-Anbieter puren Eigennutz vorwirft.

In seinem Artikel unterstellt der kleine Blog dem Streaming-Giganten, dass dieser die Bewertungsfunktion entfernt habe, weil die Eigenproduktionen immer schlechtere Wertungen erhalten hätten.

Tatsächlich musste das erfolgsverwöhnte Netflix in den letzten Monaten immer häufiger negative Kritik an seinen Originals über sich ergehen lassen. Das belegt «Cordcotting» mit einer Statistik:

So entwickelten sich die Bewertungen von Netflix Originals von 2011 bis 2018:

User-Rating Netflix

Bild: Cordcutting.com

Der Blog errechnete anhand von Netflix-Rating-Daten, dass die durchschnittlichen Bewertungen für Originals in den letzten sechs Jahren um 24 Prozent sanken. Gleichzeitig stiegen die Eigenproduktionen von Netflix markant an:

Anzahl der Netflix-Originale seit 2011:

Netflix-Statistik

Bild: Cordcutting.com

Bedenkt man, dass Netflix einen immer grösseren Output an Eigenproduktionen hat, während die Ratings sinken, legt das durchaus den Schluss nahe, dass der Konzern versucht, schlechten Bewertungen aus dem Weg zu gehen. Schliesslich investiert Netflix alleine in diesem Jahr rund 13 Milliarden US-Dollar in Eigenproduktionen.

Allerdings berücksichtigt die These nicht, dass bei einer immer grösseren Anzahl an Eigenproduktionen ein Kritikerschnitt von 4,2, wie er 2012 der Fall war, nur schwer zu halten ist. Immerhin umfasste das Original-Portfolio von Netflix 2012 nur eine handvoll Titel, während Netflix – nach eigener Aussage – bis Ende 2018 mindestens 1000 Eigenproduktionen anbieten wird.

Dennoch wurde die Thematik in den USA unterdessen auch von grösseren Newsseiten aufgegriffen und wird rege diskutiert. Und Netflix? Der Streaming-Gigant bleibt bei seinem bisherigen Statement. (pls)

Zum Thema Serien: 13 recht absurde «Game of Thrones»-Fanartikel:

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ratzupaltuff 13.09.2018 07:43
    Highlight Highlight Naja logisch wurden die Bewertungen schlechter umso mehr Eigenproduktionen es gab. Netflix nahm sich weniger Zeit für die einzelnen Produktionen Quantität statt Qualität ist nie gut!

    Anstatt dauernd neue Serien und Filme zu Produzieren sollten sie lieber die weiterführen die sie bereits haben.

    Allg nimmt die Qualität langsam ab bei Netflix. Bei Family Guy warte ich zum Beispiel bereits seit Monaten auf neue Folgen auch andere Filme habe ich halt schon bei der Konkurrenz geschaut.
  • amazonas queen 13.09.2018 04:26
    Highlight Highlight Die fünf Sterne Bewertung ist bis heute auf älteren Apple TV Geräten verfügbar.
  • Wenzel der Faule 12.09.2018 21:27
    Highlight Highlight Ich brauch die Bewertung eh nicht, hauptsache neues Futter wird geliefert.
    • Rasty 13.09.2018 06:47
      Highlight Highlight Ja, aber es wird dir entrissen... Ich habe mir ein paar Filme markiert, um sie später anzusehen und sie waren 2 Wochen später nicht mehr vorhanden...
    • Schluch 13.09.2018 08:30
      Highlight Highlight Die haben sich in die Piratenbucht zurückgezogen
    • Pascal Scherrer 13.09.2018 09:27
      Highlight Highlight @Rasty: Netflix hat viele Filme, die nur für eine gewisse Zeit auf der Plattform zur Verfügung stehen. Das hat vertragliche Gründe mit den Filmstudios.

      Darum versucht Netflix immer mehr eigenen Content anzubieten, damit sie von den Filmstudios unabhängiger werden.

      Such mal auf Google, es gibt unzählige Seiten, die jeweils auflisten, welche Filme wann wieder von Netflix verschwinden.
  • wendelsch 12.09.2018 21:19
    Highlight Highlight Hat doch alles bestens geklappt, es wird berichtet und geredet... abonniert und bezahlt...

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