Leben
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«Der Tätowierer trug ein knappes Lederhöschen» – 11 Leute und ihre riskantesten Erlebnisse

Bild: shutterstock / watson

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Riskant zu leben, ist wie von einem Felsen zu springen und die Flügel erst im Fallen zu bauen. Na gut, so risikoreich muss es ja nicht gleich sein. Doch auch ein im jugendlichen Leichtsinn verübter Streich oder ein Bad mit giftigen Tieren lassen das Adrenalin durch die Adern schiessen. Elf Personen schildern uns, wann sie ihre persönliche Grenze überschritten haben.

Dani, 20

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«Ich kam an einem Winterabend nach Hause. Draussen war es nass und kalt, ich freute mich auf das warme Heim. Doch ausgerechnet an diesem Tag hatte ich meinen Schlüssel liegen gelassen und meine Eltern waren ausser Haus. Das Fenster im dritten Stock stand offen. Ich wollte nicht frieren und kletterte aufs Dach, um das Fenster zu erreichen. Obwohl es sehr rutschig war, habe ich das ziemlich gut hingekriegt. Jetzt denke ich aber immer an meinen Schlüssel.»  

Lisa, 36

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«Ich war mit meinem Mann in Paris in den Ferien. In einem Restaurant verabredeten wir uns mit einem befreundeten Pärchen. Das Essen war schrecklich. Statt Gnocchi bekam ich einen ‹Brei›. Ich bin nicht sonderlich heikel und esse im Restaurant aus Anstand meist alles auf. Aber ich brachte den ‹Brei› nicht herunter. Der Wein müffelte. Wir tauschten ihn aus. Doch der andere Tropfen hatte nur noch mehr Zapfen. Auch andere Gäste fingen an zu reklamieren und gaben ihre Teller zurück. Wir wollten gehen und bestellten die Rechnung. 30 Minuten vergingen, ohne dass etwas passierte. Also beschlossen wir, unauffällig raus zu laufen – ohne zu bezahlen. Uns ist zum Glück niemand gefolgt. Jedoch liess das Karma nicht lange auf sich warten – draussen habe ich mir dann den Fuss verknackt.» 

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Und nun zurück zur Story ...

Rochelle, 19

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«Mit elf Jahren verbrachte ich meine Ferien in Thailand. Obwohl die Flagge am Strand vor Quallen warnte, sah ich viele schwimmende Touristen im Meer. Also ging ich auch baden und wurde kurz darauf von einer Qualle gestreift. Schreiend rannte ich aus dem Wasser, da kamen auch schon die Einheimischen zu mir gerannt und kümmerten sich um meine Wunde. Es brannte und schmerzte sehr. Heute sieht man von der Narbe aber kaum noch was.» 

Jan und Nicolás, beide 18

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«Wir waren zusammen in der Sekundarschule. Im Klassenlager wollten wir eines Nachts heimlich rausschleichen. Damit der Lehrer uns nicht hört, sind wir durchs Fenster in ein anderes Zimmer geklettert. Die Distanz zum Boden war ziemlich gross, aber glücklicherweise hörte uns der Lehrer nicht, sonst hätten wir das Lager vermutlich verlassen müssen.» 

Bianca, 22

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«An der Europameisterschaft 2008 nahm ich beim Public Viewing an einem Gewinnspiel teil und gewann tatsächlich einen Gutschein zum Bungee-Jumping. Als ich dann aber auf dem Gerüst stand, hatte ich unglaublich Schiss. Ich brauchte drei Versuche, bis ich mich endlich traute, 80 Meter in die Tiefe zu springen. Während des Sprungs habe ich mich kaputt gelacht, die Zeit verging wie in Zeitlupe, es fühlte sich alles so gut an. Es war wirklich ein ganz einmaliges Gefühl von Freiheit.» 

Zino, 22

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«Die Jahresprüfungen meines Psychologiestudiums standen an. Ich musste alle meine 12 Prüfungen bestehen, also ging ich in die Berge, um zu lernen. Doch dort musste ich in der Skischule unterrichten und auch sonst war ich ‹schwer› beschäftigt. Als ich wieder daheim war, blieben mir noch zwei Monate. Ich büffelte Tag und Nacht und bestand dann auch all meine Prüfungen.»

Caroline, 31

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«Ich den Ferien in Thailand liess ich mir ein Bamboo-Tattoo stechen. Der Tätowierer sah einem Budda ähnlich. Er hatte eine Wampe und trug ein knappes Lederhöschen, das nur dazu diente, sein bestes Stück zu verstecken. Mit dem Resultat war ich zufrieden. Erst viel später erfuhr ich aber, dass dem Tätowierer ein Fehler unterlaufen ist. Statt ‹Caroline› verewigte er mir den Namen ‹Caloline›.»

Olivia, 18

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«An einem öffentlichen Strand in der Türkei schnorchelte ich mit meinem Vater zu einer Sandbank. Vermutlich über die Boje hinaus, ich weiss es nicht mehr so genau. Auf dem Weg sind wir auf Rochen gestossen. Für mich war es ein sehr schönes Erlebnis. Einen Tag später stellten wir jedoch fest, wie giftig Rochen sein können.»

Roxana, 28

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«An einem Samstagmorgen um circa 10 Uhr wurde ich von einem Geräusch geweckt. Ich lief ins Zimmer meines Vaters. Er war schon ausser Haus. Sein Zimmer zerwühlt. Ich hörte wieder ein Geräusch und stieg langsam die Treppe zum Eingang herunter. Dort angekommen rannte ein Einbrecher schnurstracks an mir vorbei nach draussen. Ich stand total unter Schock.»

Nikolaus, 19

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«In der Pfadi habe ich eine Gaskartusche ins Feuer gelegt. Als 12-Jähriger war das natürlich sehr aufregend. Die Leiter hatten auch Spass dabei.»

Regina, 53

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«Oh, ich bin ganz und gar kein gewagter Mensch. In ein Flugzeug steigen und irgendwo in die Ferien fliegen, ist für mich aber immer mit einem hohen Risiko verbunden.» 

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Video: watson/Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • slick 13.12.2017 08:11
    Highlight Highlight Ich bin schon mit 150 besoffen durch ein Dorf gerast. Dann bin ich besoffen zur Polizei gefahren um einen Diebstahl zu melden. Ich habe Handtaschen in Clubs geklaut, bin von Taxifahrern davongerannt, habe schon viele Drogen ausprobiert. Ich bin schon 10km auf den Gleisen nach Hause gelaufen mit Musik in den Ohren und betrunken. Ich hatte schon ungeschützten GV mit Prostituierten. Ich war früher an vielen Prüfungen komplett unvorbereitet am Gymi. (Hab unterdesssen trotzdem ein Master in Economics). Ich habe schon viele Polizisten, Anwälte, Lehrer und andere Vorgesetze angelogen. Das wärs etwa.
    • Dharma Bum(s) 13.12.2017 13:05
      Highlight Highlight Der typische kleinkriminelle Loser ...
    • Asmodeus 14.12.2017 01:14
      Highlight Highlight Oder us-präsident
    • slick 14.12.2017 06:14
      Highlight Highlight Naja, ich würde mich jetzt nicht nach diesen Aktionen definieren. War halt jung, risikolustig und oft betrunken. Bis aufs Handtasche klauen schäme ich mich eigentlich auch nicht dafür.
  • mein Lieber 11.12.2017 22:47
    Highlight Highlight Ich hab mit 24 geheiratet. Leben am Limit.
    • Menel 13.12.2017 07:15
      Highlight Highlight 21....ätsch 😋
  • olmabrotwurschtmitbürli 11.12.2017 19:22
    Highlight Highlight Ich habe mich anno dazumal zu meiner Freundin des Nachts in ihr Internat eingeschlichen. Dabei musste ich mich vor dem Personal hinter Vorhängen verstecken...

    Ging aber alles gut!
    • crik 11.12.2017 23:04
      Highlight Highlight Zum Glück hat sich die Bratwurscht nicht aufgestellt und eine verräterische Beule im Vorhang gebildet ;-)
  • ma vaff... 11.12.2017 17:55
    Highlight Highlight Die heutigen Kidz...tztztz...
    Wir haben Mofas geklaut, neben dem Polizeiposten gekifft, Merzsterne gesammelt, beim Boot auf den Mast geklettert (15m) und von dort aus in den See gesprungen, Wände, Autos und Züge gesprüht... Und ich hab jetzt nicht das Gefühl, dass diese Aktionen so sehr am Limit waren...
    Die heutigen Kidz sind aus meiner Sicht ein bisschen zu langweilig...naja...
    • Dan Ka 13.12.2017 07:13
      Highlight Highlight Wir hatten auch nicht big brother facebook, instagram und whatsapp permanent um uns rum. Wenn du heute übers Limit gehst, dann bist du nach 5min entweder ein Internetstar oder auf dem Posten. Ist ne Scheisszeit, für die Jungen!
  • Wald Gänger 11.12.2017 16:37
    Highlight Highlight Ich bin mal an die Sonne gelegen, obwohl ich ein Schneeflöckchen bin.
  • dommen 11.12.2017 14:02
    Highlight Highlight Hatte eine Prüfung während des Studiums, welche schon nein zweiter Versuch war. Das Wochenende davor wollte ich lernen, ging dann aber mit Verwanten etwas essen. Später machte noch ein Joint die Runde und mir als eigentlch überzeugtem Nicht-Kiffer viel nichts besseres ein, als mitzurauchen. War lustig, aber den ganzen Tag danach ging nichts mehr (vertrage Gras ganz und gar nicht), sodass ich am Montag komplett unvorbereitet an die Prüfung ging. Habe das Modul mit exakt 4,0 beendet (Vornote 5,5 - Soviel dazu...). Studium hab ich abgeschlossen, aber das hätte auch böse ins Auge gehen können...
  • Mariolino 11.12.2017 14:00
    Highlight Highlight Bei Caroline würde nicht "Caloline" gestochen, sondern "Carolay"
  • Gubbe 11.12.2017 13:52
    Highlight Highlight Der dickliche Thai mit dem nur das Geschlecht verdeckenden Lederhöschen, war schon sehr gewagt. Wenn man bedenkt "was wäre wenn"...
    • danmaster333 11.12.2017 15:08
      Highlight Highlight Ich glaube das stimmt rein traditionsstechnich schon so. Was mir eher zu denken gäbe wäre die Hygiene (HIV).
    • Ms. Song 13.12.2017 09:44
      Highlight Highlight HIV ist das kleinste Problem....in den Ferien lässt man sich einfach nicht tätowieren (ausser man ist extra dazu angereist). Abgesehen davon, dass die Tätowierer an Touriorten meist grottenschlecht sind, sind die Hygiene und die Nachpflege ein grosses Problem. Die meisten Infektionen fängt man sich nicht im Studio, sondern nacher ein. Ein Tattoo ist eine frische Wunde und in den Tropen gibt es zahlreiche Erreger. Die Infektionen reichen von schmerzenhaften Entzündungen, über Pilze bis hin zu Blutvergiftungen. Ein frisches Tattoo gehört weder an die Sonne, noch ins Meer oder in den Pool.
  • bjoern85 11.12.2017 13:47
    Highlight Highlight -Akrobatikflug im zweisitzer kann ich jedem empfehlen. Obwohl ich etwas flugangst habe, fühlte ich mich noch nie so sicher in einem flieger.
    -Mit dem Gleitschirm auf/im baum landen war nur halb so wild wie erwartet.
    -mit 140 sachen über den rickenpass zu fahren, bei nacht und nebel gehört sicher nicht zu den besten ideen.
    -sturzbetrunken von einem baum zu springen erschien uns am nächsten tag doch eher riskant.

    Manchmal realisiert man Dinge erst im nachhinein. Zum Glück nie etwas schlimmes passiert.
  • öpfeli 11.12.2017 13:26
    Highlight Highlight Da nehmen mich jetzt aber die riskanten Erlebnisse der bisherigen Kommentatoren wunder :-)
  • Klischee 11.12.2017 13:07
    Highlight Highlight Ich hab ein Mogro Körbli geklaut...

    Ich bin einfach mit dem Korb zum Self Scanning gegangen, alles eingescannt und dann rausgelaufen...

    Es haben mich alle komisch angeschaut aber niemand hat mich gestoppt!

    Nun hat meine Freundin ein Migro Adventskörbli. Jeden tag ein Migro Produkt!

    hehe
  • wipix 11.12.2017 12:45
    Highlight Highlight Also der „jögerlisneiaberau“ Effekt treibt mir etwas die Verlegenheitsröte ins Gesicht. Abgesehen von der Gas-Kartusche im Feuer war da nicht mal Schall und Rauch!
    Könnten wir, die hier müde lächeln doch ein paar Anekdoten erzählen... wirkt dann nicht ganz so unglaubwürdig:
    Z.B.als wir auf einer Menschneleeren Industrie Zone einen Monster Truck klauten, bis die Polizei kam.
    Oder als wir versuchten eine Höhle zu sprengen mit geklautem Schwarzpulver(!) = sehr,sehr viel Rauch und Lärm / sehr wenig Schaden.
    Oder einen Hilfskonvoi in der LKW Kabine eines rumänischen Trucks nach Bukarest zu begl...
    • Asmodeus 11.12.2017 13:20
      Highlight Highlight Puh.. was war da?

      Daumen mit Benzin übergiessen und anzünden in der Pfadi? Näh... das war nicht riskant.

      Irgendwelche Autostopper mitten in der Pampa aufgreifen und mitnehmen? Riskant aber is ja nix passiert.

      Gedankenverloren vor ein Tram laufen? Vor Allem dämlich.

      Auf der Burgruine Rifenstein über die Rehling klettern und die Steilwand runter hängen mit einer Hand an der Rehling, bloss um das Messer eines Kumpels zurück zu holen?

      Yep. Riskant UND dämlich.
    • Asmodeus 11.12.2017 15:01
      Highlight Highlight Oh ganz vergessen. Während der Autofahrt im stehen in einem Mitsubishi L300 die nicht korrekt geschlossene Fahrertür nochmal aufgerissen und wieder zu gemacht. (war nur Tempo 50)

      Oder das eine Mal als ich auf dem Rücksitz erleben durfte als mein Fahrer auf der Autobahn den Rückwärtsgang reingehauen hat, weil er die Autobahnausfahrt verpasst hatte um 3 Uhr morgens....

      Da war meine dumme/riskante Aktion allerdings nur am nächsten Tag nochmal bei dem Vollhorst einzusteigen. (Er hat einem Mercedes die Vorfahrt gestohlen und wir hatten einen Unfall)
    • Asmodeus 11.12.2017 15:23
      Highlight Highlight Seitentür. Nicht Fahrertür. Ich war da 10 Jahre alt oder so :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • ohjaja! 11.12.2017 12:08
    Highlight Highlight Wow! Gähn! Da kann man ja gar nicht mehr sagen "die heutige Jugend..." 😂
  • mxpwr 11.12.2017 12:07
    Highlight Highlight Leben am Limit
    • Deathinteresse 11.12.2017 16:09
      Highlight Highlight #yolo
  • hoorli 11.12.2017 11:44
    Highlight Highlight Na wenn das schon alles ist... Ganz schön angepasst diese jungen Leute. :-)
    • hoorli 13.12.2017 23:16
      Highlight Highlight Woow Dharma, kein Stress...

      Ich selbst habe wohl einige Risiken auf mich genommen. Einige dumm, andere nicht, was solls. Wenn das jemand nicht tut oder tun möchte ist das seine Sache.
      Als ich jedoch die Überschrift und danach den Artikel gelesen habe, war ich schon ein wenig belustigt, da ich für mich selbst aufgrund eigener Erfahrungen etwas anderes unter 'Risiko' Verstehe. Ganz ohne zu werten.
  • Asmodeus 11.12.2017 11:37
    Highlight Highlight 5 - 7 und 11...

    So riskant.

    So mutig.
    Benutzer Bildabspielen
    • Dharma Bum(s) 13.12.2017 13:04
      Highlight Highlight Es haben halt nicht alle auf Crack mit einem besoffenen Eisbären gekämpft während das Flugzeug in Flammen stand ...

Soso, Zürich ist also weltweite Spitze für Dreier, Fremdgehen und Drogen 🤔

Details aus dem Ranking «Time Out City Life Index» enthüllen so allerlei Spannendes.

Jippie, der alljährliche Time Out City Life Index ist da! Darin wurden 15'000 Menschen in verschiedenen Städten der Welt nach ihrem Befinden gefragt: Fühlt man sich wohl in dieser Stadt? Wie isst man so? Wie ist das Ausgangsangebot, dein Liebesleben, allgemein die Freundlichkeit so? Wie viel Spass hat man in der Stadt? Die Auswertung ergibt ein Ranking der «Most Exciting Cities».

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