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Kommentar

Wissenschaftlich bewiesen: Englisches Frühstück ist besser als alle anderen

Bild: shutterstock
Eine fundierte Beweisführung durch einen der führenden Professoren für Pauschalisierungen von der University of Broad Sweeping Statements.
17.03.2019, 10:3018.02.2021, 11:05

Hallo. War kürzlich wieder mal in London. Den Bruder besuchen. Dort kann einem mitunter solches geschehen:

Bild: obi/watson

Und glaubt mir, an einem kühlen, windigen März-Morgen ist ein full English – mit sausages und mushrooms und allem – schlicht das Beste überhaupt. Wenn dies noch in einem urchigen, authentischen, ziemlich schäbigen cafe konsumiert wird, wo man zwischen Bauarbeitern und Grosis und italienischen Studis hockt, die Kellnerinnen einen gewissen Jahrgang haben und einem ausschliesslich mit «Love», «Darling» und «Sweetheart» ansprechen, dann ist nicht nur der physische Hunger gestillt, sondern philosophische Ausgewogenheit erreicht.

Bild: obi/watson

Es muss also wahr sein: Die Briten machen das mit dem Frühstück besser als die anderen. Hier der Beweis (absolut wissenschaftlich fundiert, versteht sich):

Weil crumpets eine der höchsten sinnlichen Freuden der Menschheit darstellen.

Bild: Shutterstock

Ein warmer Crumpet aus dem Toaster, mit etwas Butter und wenig Konfitüre ist etwas vom Leckersten auf dem Planeten.

Und weil die Butter, die da so schön hineinschmilzt, optimal gesalzen ist.

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Nicht ungesalzen, aber auch nicht so arg gesalzen wie die hiesige salzige Butter. Die hundskommune englische Butter ist perfekt – vor allem auch in Kombination mit einer süssen Confitüre, von der folgende die Beste ist:

Weil blackcurrant jam > jede andere Konfitüre

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Nicht Cassis-Gelee oder solchen Quatsch, nein Cassis-Gonfi. Mit Beeren, weisch. Das mit obengenannter Butter auf Toast = BOAH.

Weil marmalade (auf Toast mit Butter) die wohl perfekteste Kombo von süss und bitter darstellt.

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Paddington weiss schliesslich Bescheid.

Weil Marmite (auf Toast mit Butter) der wohl beste Brotaufstrich ist, für wenn es mal salzig statt süss sein soll.

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Weil eigentlich eh ALLES auf Toast super ist.

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Beans on toast, etwa: schlicht genial.

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Ohnehin ist ein full English breakfast ein Kunstwerk.

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Ob zuhause oder auswärts; und in all seinen verschiedenen regionalen Variationen. Eier, Würstchen und Speck gehören immer dazu. Beim Rest darf man nach eigenem Gusto variieren: Hash browns, baked beans, fried bread, Tomaten, black pudding, Toast, Pilze und und und.

Die grillierten Tomaten als Beilage, etwa, sind grossartig.

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Und black pudding auch.

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Blutwurst mag man in der Schweiz auch, ja. Aber ein gebratener Schnitz davon ist eben besser. Die Spanier, etwa, wissen dahingehend auch Bescheid.

Free range pork sausages sind der Hammer!

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Obwohl selbst die billigen sind ziemlich geil (und auf jeden Fall um Längen besser als irgendeine Cervelat).

Und dazu gibt's brown sauce.

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Auch wieder so ein Wunderding! Besser als Ketchup – ein Produkt des alten Empires: Man nimmt zig Gewürze aus den Kolonien ... und egalisiert alles mit ordentlich viel Zuckermelasse und Essig. Ein Gedicht.

Weil britischer bacon ein echtes Stück Fleisch ist. Nicht einfach ein Streifen Fett.

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Und sowas in einem alt-ehrwürdigen cafe zu essen, ist so wohlig wie sonst fast nichts.

Greasy spoon nennt man solche Lokalitäten mitunter auch.

Und wenn's pressiert, gibt's einen bacon butty zum Mitnehmen.

Bratspeck-Sandwich. Mit brown sauce, versteht sich.

Oder ein sausage sarnie.

Bild: shutterstock

Mit brown sauce.

Es ist total okay, Spiegeleier mit Pommes zu bestellen.

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Egg and chips – ein klassisches Büezer-Menü!

Es kann aber auch mal schlicht ein Samosa und ein Kaffee sein.

Bild: watson/obi

Wie bei mir manchmal. Nobody will judge you.

Egg and soldiers – fast nichts ist sinnlicher.

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Soldiers? Das sind in Stängel geschnittene Toastscheiben, in weichgekochte Eier getüncht. Mmh.

Und irgendwie sind britische pancakes geiler als die dicken Ami-Dinger oder die dünnen Franzosen.

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Mit etwas Zucker und Zitronensaft isst man die. Perfektion.

Und natürlich: Tea.

Und, falls du Tee nicht so magst, – inzwischen hat jedes cafe einen Hammer-Cappucino drauf.

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Schliesslich geht die Geschichte der italienischen Einwanderer in Britannien bis auf die Römer zurück. Klar, dass da der eine oder andere Einfluss spürbar wurde.

Wenn du aber bloss nur Frühstücksflocken willst, ist die Auswahl im durchschnittlichen Supermarkt RIESIG.

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Shreddies, etwa, sind super.

Und porridge gab es, bevor es zum Hipster-Trend-Frühstück wurde.

Bild: shutterstock

Ein Hoch also auf dieses grossartige, sich dank Brexit-Idiotie der Lächerlichkeit preisgebende, weiterhin aber inspirierende Land mit seinen liebevollen, witzigen, sich stets viel zu leicht kleidenden Einwohnern und seiner Frühstückskultur! Great wird es für immer bleiben. ❤️

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