Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
As the moon completely crosses the earth's shadow, the first of four total lunar eclipses, called the Blood Moon, occur in Whittier, Ca., USA on Tuesday, April 15, 2014. (AP Photo/Nick Ut )

Bei einer Mondfinsternis verdunkelt sich unser Trabant, wird aber in aller Regel nicht völlig unsichtbar.  Bild: AP/AP

Darum ist das die längste Mondfinsternis, die du in deinem Leben sehen wirst

Lea Senn, Daniel Huber

Ein besonderes Himmelsspektakel steht am Freitagabend bevor: Die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts lässt an einem milden Sommerabend auf gute Sicht auf den Blutmond hoffen. Zudem ist der Mars der Erde so nah wie nur selten.

26.07.18, 19:51


Sterngucker können sich auf die totale Mondfinsternis vom 27. Juli besonders freuen. Es ist nämlich die einzige des Jahres. Und dazu die längste Mondfinsternis, die es in diesem Jahrhundert zu bestaunen gibt. Auch im vergangenen Säkulum gab es nur zwei, die länger waren – in den Jahren 2000 und 1982 –, doch beide konnte man von Europa aus nicht sehen. 

Aber wie kommt es überhaupt zu einer Mondfinsternis?

Im All dreht sich eine ganze Menge. Die Erde dreht sich um sich selbst, zugleich umkreist sie die Sonne, während sie selber vom Mond umkreist wird. Dieses komplexe Zusammenspiel von Drehungen bestimmt, welcher Himmelskörper wann und wo vom Licht der Sonne beschienen wird. Der Mond leuchtet selber nicht; was wir als Mondschein wahrnehmen, ist reflektiertes Sonnenlicht.

Der Perigaeums-Vollmond geht ueber der Mederger Flue oberhalb Langwies im buenderischen Schanfigg auf am Samstag, 9. August 2014. Im Durchschnitt tritt ein Perigaeums-Vollmond alle 13 Monate einmal auf, in diesem Jahr aber gibt es ihn gleich drei Mal in Folge: Im Juli, August und September. Der Vollmond am 10. August 2014 wird aber der groesste und hellste Vollmond des Jahres sein. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Nur reflektiertes Sonnenlicht: Vollmond im August 2014 im Bündnerland.   Bild: KEYSTONE

Wenn die gesamte Mondscheibe hell und rund als Vollmond am Himmel steht, blicken wir aus der gleichen Richtung auf unseren Trabanten, aus der das Sonnenlicht kommt. Bei dieser Konstellation, die man Opposition nennt, stehen Sonne, Erde und Mond auf einer Linie; das heisst, Sonne und Mond befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten der Erde. Eigentlich müsste in diesem Fall die Erde dem Sonnenlicht im Weg stehen und den Mond mit ihrem Schatten verdunkeln. Das geschieht tatsächlich, allerdings nur selten – eben dann liegt eine Mondfinsternis vor.

Der kegelförmige Erdschatten, der naturgemäss immer von der Sonne wegzeigt, läuft in rund 1,4 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde in einer Spitze aus. Die Mondbahn verläuft weit näher bei der Erde, der Kernschatten (Umbra) der Erde ist in Mondentfernung allerdings schon rund achtmal kleiner. Gleichwohl übertrifft der Durchmesser des Kernschattens jenen des Mondes um beinahe das Dreifache. Der Halbschatten (Penumbra), der den Kernschatten wie ein Ring umgibt, ist in dieser Entfernung etwa so breit wie ein Monddurchmesser (knapp 3500 Kilometer).  

Dass der Mond normalerweise nicht in den Kernschatten der Erde gelangt, liegt daran, dass seine Bahn nicht genau auf der gleichen Ebene wie die Erdumlaufbahn (Ekliptik) liegt, sondern ihr gegenüber um etwa 5° geneigt ist. Im Extremfall ist der Mond 37'000 Kilometer von der Ekliptik entfernt und zieht ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Nur in zwei Punkten (den sogenannten Knoten) schneidet seine Bahn bei jedem Umlauf die Ekliptikebene. Zu einer Mondfinsternis kommt es immer dann, wenn ein Vollmond nahe genug an einen dieser beiden Schnittpunkte kommt. Diese Konstellation tritt pro Jahr etwa zweimal ein.

Infografik Konstellationen Mondfinsternis

Die Mondbahn ist gegenüber der Erdbahn geneigt. Bei 1 und 4 befindet sich der Vollmond in der Nähe der Ekliptikebene, bei 2 und 3 der Neumond. Dieser steht dann von der Erde aus gesehen vor der Sonne.
(Die Grafik ist nicht massstabsgetreu und die Neigung der Mondbahn ist vergrössert dargestellt.) 
Grafik: watson

Gibt es verschiedene Mondfinsternisse?

Es gibt unterschiedliche Typen von Mondfinsternissen – je nachdem, durch welche Teile des Erdschattens der Mond zieht: 

Bei der Mondfinsternis am 27. Juli handelt es sich um eine totale Kernschattenfinsternis. 

Teaserbild Mondfinsternis

Der Kernschatten der Erde ist kegelförmig und läuft in rund 1,4 Millionen km Entfernung von der Erde in einer Spitze aus. Die durchschnittliche Distanz der Mondbahn zur Erde beträgt rund 385'000 km.
(Die Grafik ist nicht massstabsgetreu.)  
Grafik: watson

Was passiert am 27. Juli?

Nur etwa 2¼ Stunden nach Vollmond kreuzt der Mond die Ekliptik. Um 19.14 Uhr berührt er den Aussenrand des Halbschattens – doch dies können wir hier in der Schweiz nicht beobachten, da der Mond sich dann noch unter dem Horizont befindet. In den Kernschatten tritt er um 20.24 Uhr ein. Auch dieses Ereignis ist von hier aus nicht sichtbar. 

Wenn der Mond hier um 21 Uhr – 8 Minuten vor Sonnenuntergang – aufgeht, befindet er sich also bereits tief, aber noch nicht vollständig im Kernschatten. Seine Scheibe bildet dann eine Sichel und dürfte in der sommerlichen Dämmerung kaum zu sehen sein. Die totale Phase beginnt um 21.30 und dauert ganze 104 Minuten. Die maximale Verdunkelung ist um 22.22 Uhr erreicht. 

Danach bewegt sich der Trabant wieder aus dem Kernschatten hinaus. Die totale Finsternis endet um 23.13 Uhr, wenn der Mond dessen Rand von innen her berührt. Um 0.19 Uhr endet auch die partielle Finsternis; der Mond verlässt dann den Kernschatten vollständig. Die Halbschattenfinsternis ist um 1.28 Uhr beendet, wenn der Mond den Erdschatten vollständig verlässt. 

Mondfinsternis

Grafik: watson

Die gesamte Finsternis – von Eintritt bis Austritt aus dem Halbschatten – dauert 377 Minuten, das sind mehr als sechs Stunden. Damit gehört sie zu den zehn Prozent längsten. Die ausserordentliche Länge dieser Finsternis hat damit zu tun, dass der Mond den Erdschatten in der Mitte durchwandert – wenn er lediglich durch die Randzonen zieht, dauert die Finsternis weniger lange.

Zudem ist die Entfernung zwischen der Erde und dem Mond diesmal besonders gross; der Erdtrabant durchläuft nur 15 Stunden zuvor einen der erdfernsten Punkte des Jahres. Er erscheint so zwar kleiner – in der Tat ist es der kleinste Vollmond des Jahres –, braucht aber länger, um den Erdschatten zu durchqueren.

Wo sieht man die Finsternis am besten?

In der Schweiz ist zwar nicht die gesamte Finsternis sichtbar, weil der Mond hier erst nach Beginn der partiellen Finsternis aufgeht. Die totale Phase, in der er sich vollständig im Kernschatten befindet, kann aber bei guten Wetterverhältnissen beobachtet werden. Das Himmelsspektakel ist nicht nur in Europa, sondern auch von Südamerika, Afrika, Asien und Australien aus zu sehen. 

Karte: Sichtbarkeit der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli 2018

In der Schweiz ist die ganze totale Phase der Mondfinsternis zu sehen.  Bild: timeanddate.de

Allerdings steht der Mond sehr flach – typisch für den Sommermond. Darum sollte man im Freien einen etwas erhöhten Standort mit möglichst freier Sicht auf den Horizont aufsuchen. Am besten eignet sich ein Hügel mit Blick Richtung Südosten, wo der Mond aufgeht. Zudem sollte man darauf achten, dass es in der Nähe möglichst wenig Lichtquellen hat. 

Wenn freilich das Wetter nicht mitspielt, nützt auch der beste Standort nicht viel. Wolken könnten den Beobachtern einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Sie müssten dann auf die nächste totale Mondfinsternis warten: Am 21. Januar 2019 ist es wieder soweit. Eine totale Mondfinsternis von ähnlicher Länge wie am 27. Juli gibt es allerdings erst wieder im Jahr 2123.

Und warum spricht man von einem «Blutmond»?

Auch wenn der Mond vollständig im Erdschatten steht, bleibt er in aller Regel sichtbar, nimmt aber eine dunklere Färbung an. Diese kann von dunkelgelb über orange bis rötlich-braun reichen. Dieses Phänomen wird «Blutmond» genannt.

Es entsteht durch das Streulicht der Sonne, das durch die Erdatmosphäre in den Schattenkegel hinein gebrochen wird. Die Moleküle in der Atmosphäre filtern zudem die kurzwelligen blauen Anteile des Lichts stärker, sodass vor allem langwelliges rotes Licht den Mond erreicht und beleuchtet. 

Fotografieren ist aber nicht so einfach! Dein #Blutmond war Quatsch. Die Bilder:

Das Sahnehäubchen:
Eine Mars-Opposition

Zum Blutmond gesellt sich dank eines netten Zufalls der Rote Planet, der Mars. Er erreicht seine Opposition – das heisst, er befindet sich in einer Linie mit der Erde und der Sonne – und steht dann weniger als 6° vom Mond entfernt. Er erscheint als roter Leuchtpunkt etwas unterhalb des Mondes. Die Entfernung zur Erde beträgt dann «nur» 57 Millionen Kilometer – nicht viel mehr als der Minimalabstand von rund 54 Millionen Kilometern.  

Der Mars wird das hellste Gestirn am Nachthimmel sein und für einmal sogar den Jupiter auf die Plätze verweisen. Im Teleskop erscheint seine Scheibe relativ gross und es ist möglich, einen Blick auf Oberflächendetails des Nachbarplaneten zu erhaschen, zum Beispiel auf seine Polkappen. Leider steht auch der Rote Planet in diesem Jahr tief am Himmel. 

(Mit Material der SDA)

So sah der Blutmond im Oktober 2014 aus:

Sterne, Planeten, Monde und noch mehr Weltraum-Stoff

Als der Mond jung war, gab es dort vielleicht Leben

31 Dinge, die noch heisser sind als dieser Sommer (und nein, hier gibts keine nackte Haut)

Darum ist das die längste Mondfinsternis, die du in deinem Leben sehen wirst

Überraschung auf dem Mars: Forscher finden unterirdischen See

Wo ist die Erde Nummer 2? Das sind die Top Ten der Kandidaten

So viele Menschen braucht es für eine Reise zum nächsten Exoplaneten Proxima b

Forscher machen Zufallsfund und entdecken zwölf neue Jupiter-Monde

So gespenstisch klingen Saturn und sein Mond Enceladus

Funktioniert der «unmögliche» Quantenantrieb EmDrive? Das sagt die Forschung

Warum Weltraumkolonisierung katastrophal schiefgehen kann

Curiosity findet organische Moleküle auf dem Mars

Wenn wir zu den Sternen reisen, brauchen wir ein Raumschiff, das es jetzt noch nicht gibt

Dieses rasant wachsende Schwarze Loch frisst alle zwei Tage eine Sonne

Das sind die wichtigsten 3 Theorien von Stephen Hawking

Nicht nur Elon Musk will auf den Mars, auch die Österreicher trainieren bereits dafür

Aliens kontaktieren? Das sollten wir besser nicht tun

Wenn es Aliens gibt, wie sehen sie dann aus?

Wo sind die Ausserirdischen? Ein Astronom glaubt es zu wissen

Zwei Sterne sterben – und wir sehen zu wie noch nie

Requiem für eine Raumsonde: «Cassini» ist wie geplant auf den Saturn gestürzt

Vor dem Absturz: Saturn-Sonde «Cassini» soll ein letztes Mal spektakuläre Fotos schiessen

Sonneneruption: ISS-Besatzung geht in Deckung

Auf Uranus und Neptun regnet es Diamanten

Weshalb wir umgedrehte Gesichter attraktiver finden

Gab es Leben auf dem Mars? Diese neuen Erkenntnisse sprechen dafür

«Nicht die Menschen werden das Weltall kolonialisieren, sondern die Roboter»

Den Mars besiedeln? Nein, es gibt ein besseres Ziel: Titan!

Wir haben eine neue Erde gefunden – aber wie kommt man dahin? Und wie lange dauert die Reise?

Sind wir allein im All – oder gibt es Leben da draussen?

Von der roten Kartoffel bis zur vulkanischen Pizza: Das sind die 11 seltsamsten Monde 

Alle Artikel anzeigen

So schön sieht ein «Blut-Blau-Super-Mond» aus

Video: srf

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

58
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adualia 28.07.2018 03:11
    Highlight Schön wars!
    2 0 Melden
  • Dysto 27.07.2018 10:45
    Highlight "Sterngucker können sich auf die totale Mondfinsternis vom 27. Juli besonders freuen. Es ist nämlich die einzige des Jahres. " Naja, ich finde, man sollte schon zu Beginn klarmachen, dass es in diesem Artikel nur um Ereignisse geht, die von der Schweiz aus zu sehen sind. Dieses Jahr gab es nämlich bereits eine Mondfinsternis, aber auf der anderen Seite der Erde (ich war zu dem Zeitpunkt dort, doch leider war es bedeckt).
    10 8 Melden
  • phiplip 27.07.2018 09:46
    Highlight jetzt mal ernsthaft, wie soll die mondKUGEL denn komplett im schatten eines riesenTELLERS stehen? 🧐

    #ironieoff
    24 1 Melden
  • Bynaus 27.07.2018 07:03
    Highlight Sehr schöner Artikel! Stellt euch vor, wie die Mondfinsternis vom Mond aus aussehen muss: da steht die Erdkugel am Himmel vor der Sonne (während der Kernschattenphase), etwa vier mal grösser als der Mond an unserem Himmel, umgeben von einem feuerroten Ring - eben der Erdatmosphäre. Neben den Sternen ist dieser Ring die einzige Lichtquelle. Im fahlroten Schein dieses globalen Sonnenuntergangs leuchten all die grauen Steine rötlich... wäre toll, sowas mal zu erleben!
    42 0 Melden
    • Lichtblau550 27.07.2018 21:34
      Highlight Auch eine sehr zauberhaft beschriebene Vorstellung, danke! Sehe alle bildlich vor mir.
      1 0 Melden
  • fant 26.07.2018 23:44
    Highlight Super Artikel, vielen Dank!

    Tüpflischisser:

    Die blauen Anteile des Sonnenlichts werden nicht (nur) gefiltert, sondern stärker abgelenkt. Deshalb sehen wir übrigens einen blauen Himmel ;-)
    60 2 Melden
    • KXXY 27.07.2018 02:03
      Highlight Gefilter = abgelenkt.

      Banane in Blau
      6 3 Melden
    • Turrdy 27.07.2018 10:52
      Highlight D.h. wenn der Mond näher an der Erde wäre, gäbe es keinen Blutmond sondern einen Grasmond oder sogar einen Wassermond. Lustige Vorstellung.

      Und übrigens: Gefiltert ist nicht gleich abgelenkt. Das eine ist Absorption, das andere ist Refraktion.
      10 0 Melden
    • KXXY 27.07.2018 14:02
      Highlight Für das Auge völlig Wurscht. Entweder das Licht kommt an oder nicht.

      Es wird rausgefiltert.

      Den Grasmond kann ich empfehlen.
      2 0 Melden
    • Bynaus 27.07.2018 15:10
      Highlight @Turrdy: nein, die Erdatmosphäre ist kein Prisma, die Ablenkung erfolgt chaotisch nach allen Seiten. Die blauen Anteile fallen nach und nach raus, die gelben und schliesslich die roten übernehmen. Einen "Grasmond" dürfte deshalb so häfig vorkommen wie ein grüner Sonnenuntergang... (leider)
      1 1 Melden
    • Turrdy 27.07.2018 18:02
      Highlight @Byanus: Tja, falsch gedacht: https://en.wikipedia.org/wiki/Green_flash
      Habe ich auch schon selber gesehen sogar! (Und fotografiert)
      0 0 Melden
    • Turrdy 27.07.2018 18:17
      Highlight @Bynaus: Als Ergänzung: der blaue Anteil des Sonnenlichts wird durch die Luft etwa 10x mehr gestreut als der rote Anteil (darum ist Luft Blau). Ansonsten verhält sich die Atmosphäre tatsächlich wie ein Prisma, nur ist vom blauen Licht fürs Brechen praktisch nichts mehr übrig, da bereits gestreut.
      Achtung: Brechen =/= Streuen. Zudem ist "Ablenken" ist hier ein bisschen zu unspezifisch. :)
      3 1 Melden
    • Bynaus 27.07.2018 21:37
      Highlight @Turrdy, der green flash ist ool aber kein grüner Sonnenuntergang. Ein Prisma bricht das Licht räumlich in seine Spektralbestandteile auf. Die Atmosphäre wirkt wie ein riesiger Haufen Prismas, es gibt keine räumliche Aufspaltung in dem Sinn - und deshalb auch keinen Grasmond.
      0 0 Melden
  • Herzzeitlosen 26.07.2018 23:04
    Highlight Mondfinsternis ist langweilig im Vergleich zu einer Sonnenfinsternis. Damals 19 Hundert Ananas konnte man von der Schweiz aus eine betrachten. Das Wetter stimnte halbwegs und ich nahm damals frei und fuhr in der halben Ostschweiz umher um das Spektakel mit der Schutzbrille zu beobachten. Am Bodensee war dann der Höhepunkt und ziemlich dunkel für Mittagszeit. 😎
    15 45 Melden
  • Tugium 26.07.2018 22:35
    Highlight Sehr spannend & ausführlich 🌔 Danke watson😁👌
    31 1 Melden
  • sansibar 26.07.2018 22:01
    Highlight Was haben eigentlich die Flach-Erdler für eine Erklärung für dieses Ereignis? 😂😂😂
    175 9 Melden
    • grumpy_af 27.07.2018 06:41
      Highlight Die NASA hängt den Mond zu Wartungszwecken in den Schatten. Somit werden die Techniker nicht zu stark geblendet.
      44 0 Melden
    • Dschonnie 27.07.2018 07:09
      Highlight Also ich bin kein Flach-Erdler aber ich bin auch kein Globi-Fanatiker. In der Primar-Schule wurde früher beigebracht, die Welt habe die Form eines Globusses (wie eine perfekte Kugel). Danach wurde mir in der Oberstufe eine proportionale Eclipsen-Form als reale Form der Erde aufgetischt. Und bei meiner HF lernte ich von eime vermessungs-Ingenieur, dass die Erde ein Geoid (unberechenbare Form, nämlich wie eine unproportionale Kartoffel) sei.

      Die reale Form sei mal dahingestellt...

      Das weitaus interessantere ist, dass es KEINE echten Bilder der Erde gibt, welche von weitem die Erde zeigen.
      5 72 Melden
    • OmegaOregano 27.07.2018 09:04
      Highlight Ja, schon mal einem Sechsjährigen erklärt was ein Geoid ist? Ist doch irgendwie logisch, dass man in der Primarschule nicht mit solchen Sachen kommt.

      Hier wäre übrigens ein Bild von der Apollo-Mission, auf dem man einen "Erdaufgang" sieht. Aber das ist ja bestimmt gefaked.
      41 3 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2018 09:23
      Highlight Und die Aufnahmen welche die Astronauten vom Mond aus geschossen haben?
      Und die Aufnahmen welche die Voyager Sonden zurückblickend zur Erde geschossen haben?
      26 3 Melden
    • Darth Unicorn 27.07.2018 09:23
      Highlight "Das weitaus interessantere ist, dass es KEINE echten Bilder der Erde gibt, welche von weitem die Erde zeigen."
      Kaum zu glauben das solche wie du in die HF gelassen werden...


      Bild von der NASA
      29 3 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2018 09:27
      Highlight Diese Erklärung habe ich grad Gestern gehört auf http://www.atheist-experience.com/ Die Erde ist eine Scheibe und das Zentrum des Universums, das für uns erschaffen wurde. Die Planeten und Monde usw. sind Kugeln. Der Anrufer war eine Mischung aus Flat Earther und evangelikalem Frömmeler. Das ist etwa so wie wenn Schwachsinn und Wahnsinn ein Kind zeugen. Dann kommt das dabei raus.
      28 2 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 27.07.2018 10:10
      Highlight ...
      29 3 Melden
    • Dschonnie 27.07.2018 10:15
      Highlight Oh Mannomann.. geballte Power an Nachplappern...

      Wenn jemand zu blind ist, um zu sehen, dass genau diese "Original-" Bilder keinen Geoiden darstellen, sondern eine perfekte Kugel, da kann ich nicht weiterhelfen.. Sorry!



      4 34 Melden
    • Schlumpfinchen 27.07.2018 10:59
      Highlight Dschonnie hat nicht ganz unrecht. Die Erde ist tatsächlich oben und unten abgeflacht, währen sie in der Mitte ausgebuchtet ist. Dazu kommen einige ein- und Ausbuchtungen aber Kartoffel ist dann doch etwas übertrieben, ausser du nimmst das Wasser weg, dann passt Kartoffel nicht allzu schlecht.
      16 0 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 27.07.2018 11:02
      Highlight @Dschonnie
      du vermischst hier total was.
      wenn du englisch kannst, bitte lies das: http://www.slate.com/blogs/bad_astronomy/2015/09/22/earth_without_water_nope.html?via=gdpr-consent

      Ansonsten https://de.m.wikipedia.org/wiki/Geoid
      der erklärt was Geoid ist. Das Bild das dir wohl im Kopf herumschwebt beruht auf 15000 facher Verstärkung der Höhenabweichung.
      Lesen bildet.
      8 1 Melden
    • Dschonnie 27.07.2018 11:04
      Highlight https://visibleearth.nasa.gov/view.php?id=77085

      https://www.focus.de/wissen/videos/gravitationskarte-esa-satellit-enthuellt-die-wahre-form-der-erde_vid_24059.html

      Ich habe keine Zeit und Nerven mehr hier auf tiefem Niveau zu kommentieren. Schaut doch einfach in diese zwei für euch wahrscheinlich vertrauenswürdigen Quellen (Nasa und SpiegelTV). Vielleicht wird der ein oder andere merken, dass überreagiert worden ist. Nächstes Mal bitte nicht so voreilig sien, sondern achtet genau auf das Geschrieben ohne Vorurteile.
      3 13 Melden
    • OmegaOregano 27.07.2018 11:17
      Highlight Die Atmosphäre mit ihren Gasen und die mehrheitliche Wasseroberfläche führen dazu, dass die Erde tatsächlich (von weitem) aussieht, wie eine Kugel. Die elliptische Form, lässt sich ja auf die Fliehkräfte zurückführen, denen wir alle ausgesetzt sind. Die Erde plattet folglich an den Polen ab. Diese Abplattung beträgt etwa 0.3%, also von Auge fast nicht erkennbar. Würde man die Erde als den Gesteinsplaneten betrachten, der sie ist, also ohne Atmosphäre und Wasseroberfläche, käme etwa das raus, was man unten auf dem Bild sieht. Sieht ziemlich wie eine Kartoffel aus, viel Spass beim Ausrechnen.
      11 3 Melden
    • Agnesse 27.07.2018 11:21
      Highlight @Dschonnie Die Abplattung des Geoiden beträgt nur ein paar Kilometer. Bei einem Durchmesser von fast 13'000 Kilometern können wir dies auf einem 300x300 Pixel grossen Bild der Erde also unmöglich erkennen.

      Bei der Vermessung der Erde spielt dies jedoch eine wesentliche Rolle, weshalb man da eben nicht mehr von einer perfekten Kugel ausgehen kann.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Erdfigur
      20 1 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 27.07.2018 11:46
      Highlight @Dschonnie
      hast du den Artikel und das Video von Focus gesehen? Es wird nicht die tatsächliche Form der Erde dargestellt sondern die stärke der Gravitationsfelder.
      5 1 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 27.07.2018 11:52
      Highlight @OmegaOregano
      auch nicht ganz korrekt. auch wenn das Wasser und die Atmosphäre entfernt werden würde, wären die Unterschiede nie so gross wie auf dem Bild. Die Kartoffel zeigt eine 15000 fache Verstärkung der Höhenabweichung.
      4 2 Melden
    • EvilBetty 27.07.2018 11:56
      Highlight oje...
      12 1 Melden
    • OmegaOregano 27.07.2018 12:53
      Highlight @Confused Dingo

      Hast natürlich recht, das Kartoffelmodell ist überspitzt, zur Veranschaulichung finde ich es trotzdem faszinierend. Habe mich mit meinem "etwa" wohl ein wenig unklar ausgedrückt.
      4 1 Melden
    • who cares? 27.07.2018 13:14
      Highlight @Dschonnie, was studierst du denn an der HF? Verschwörungstheorien für Fortgeschrittene?
      9 2 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2018 13:41
      Highlight Ist Piccards Kopf auch eine Scheibe?
      3 2 Melden
    • axantas 27.07.2018 14:42
      Highlight Die Erde ist eine Langspielplatte, der Mond eine Orange, steht heute mittig oben und die Funzel hängt genau hinter der Platte.

      Das klappt auch bei denen. Warum sie allerdings akzeptiert haben, dass alle Planeten Kugeln sind und nur die Erde wie eine Pizza aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.
      4 1 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 27.07.2018 15:57
      Highlight @OmegaOregano
      wollts nur gesagt haben. 😂 Denn ich kann mir vorstellen dass Dschonhies Lehrer an der HF das selber so gemeint hat, aber Dschonie nicht in der Lage war das Gesagte korrekt zu verarbeiten. Genau so, wie die Links die er geteilt hat.
      2 2 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2018 16:01
      Highlight Da hat eben Kreationismus (Gott hat die Welt für den Menschen geschaffen) mit der Flat Earther (Die Erde ist eine Scheibe) Bewegung fusioniert. Da sind dann eben der Mond und die Planeten Kugeln und die Erde eine Scheibe. Von beiden Welten das dööfste in Kombination. Wenn gläubige erst mal den IQ über Bord geworfen haben, dann glauben sie auch ganz einfach die die Scheibenwelt... ist der Verstand erst mal runiniert, lebst es sich ganz ungeniert.
      4 4 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2018 16:11
      Highlight Ich kann in diesem Zusammenhang die Perry Rhodan Bände 2552 - 2555 empfehlen. Die Geschichte dreht sich um eine Scheibenwelt und eine Gruppe von Priestern die um Verrecken behaupten die Welt sei eine Kugel. Wer etwas anderes behauptet ist ein Ketzer und wird gejagt und ermordet.
      2 1 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 26.07.2018 21:21
    Highlight So schlimm wie in der Slideshow behauptet, sind meine Mondfotos aber gar nicht.
    36 4 Melden
  • thierry_haas 26.07.2018 21:01
    Highlight Super Artikel und wunderbare Grafiken, danke Lea und Daniel: hab einiges gelernt 👍
    54 1 Melden
  • Teiwaz 26.07.2018 20:57
    Highlight Danke für diesen äusserst interessanten und ausführlichen Artikel!
    25 1 Melden
  • Daenerys Targaryen 26.07.2018 20:49
    Highlight Wer Fantasybücher liest, denkt automatisch an Opferungen oder Zaubersprüchen die dann passieren... 😉 Ich freue mich schon auf die Finsternis, allerdings in Ruhe und ohne Opferungen!
    21 1 Melden
    • Tugium 27.07.2018 06:24
      Highlight Ich opfere dem Mond ein kühles Blondes😁😅
      18 0 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2018 09:29
      Highlight Besser ein kühles Blondes als eine kühle Blonde.
      19 1 Melden
    • Tugium 28.07.2018 07:25
      Highlight Das stimmt🤣
      2 0 Melden
  • Scaros_2 26.07.2018 20:19
    Highlight Und wann ist das nächste mal bei uns so ein spektakel? Erleben wir das noch?
    5 31 Melden
    • R. Schmid 27.07.2018 04:38
      Highlight Artikel lesen hilft.
      12 0 Melden
    • Swissbex 27.07.2018 07:06
      Highlight Nein, wer lesen kann ist im Vorteil 😉
      7 0 Melden
    • Grave 27.07.2018 07:46
      Highlight 2123
      5 1 Melden
    • esmereldat 27.07.2018 09:05
      Highlight Zitat aus dem Artikel:

      "Sie müssten dann auf die nächste totale Mondfinsternis warten: Am 21. Januar 2019 ist es wieder soweit. Eine totale Mondfinsternis von ähnlicher Länge wie am 27. Juli gibt es allerdings erst wieder im Jahr 2123."
      6 0 Melden
  • mandushandu 26.07.2018 20:06
    Highlight #3 sollte eher umgekehrt sein, oder? je näher der Mond, desto grösser ist bei dessen Durchquerung der Kernschattenbereich.
    10 1 Melden
  • Mr.President 26.07.2018 19:59
    Highlight Irgendwie Check ich das nicht: jedes Jahr schreien die Zeitungen: Mondfinsternis! Die grösste ever, nächste erst in 30 Jahren oder in 70! Wow! Und dann kommt nächstes Jahr, dasselbe in grün ! What? Ich dachte es war die letzte!? WTF ?
    18 34 Melden
    • Bruno S. 88 27.07.2018 07:54
      Highlight Dann passt dein Name perfekt zu dir.
      Der echte Mr.President checkt auch nichts 😁
      17 2 Melden
    • ARoq 27.07.2018 08:41
      Highlight Hast du einen Link zu so einer Meldung?
      1 1 Melden
    • Agnesse 27.07.2018 08:56
      Highlight Der Artikel erklärt in vorbildlicher Ausführung, was just an dieser Mondfinsternis das Spezielle ist.

      Falls Watson also letztes Jahr behauptet haben sollte, dass sich so eine lange Finsternis erst in 70 Jahren wieder manifestieren würde, dann stell hier doch bitte den Link zum entsprechenden Artikel rein; – Und dann rennen wir denen mit Heugabeln die Redaktion ein, okay? 😬
      21 0 Melden
    • Il Commendatore 27.07.2018 11:17
      Highlight ....und die Fackeln!!
      Vergesst die Fackeln nicht!!!
      14 1 Melden

Überraschung auf dem Mars: Forscher finden unterirdischen See

Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals einen See aus flüssigem Wasser auf dem Mars gefunden. Der rund 20 Kilometer breite See liegt demnach rund 1.5 Kilometer unter dem Eis des Mars-Südpols. Das berichtet ein Team um Roberto Orosei vom italienischen Nationalen Institut für Astrophysik in Bologna im US-Fachblatt «Science».

Flüssiges Wasser ist eine Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Anzeichen für Leben in dem Mars-See lassen sich aus den Radarbeobachtungen mit der Raumsonde …

Artikel lesen