Schweiz
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Bund senkt Medi-Preise um 60 Millionen – das passt den Produzenten gar nicht

22.12.17, 10:11


Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) senkt die Preise von 350 Medikamenten. Damit können voraussichtlich rund 60 Millionen Franken eingespart werden. Einige Zulassungsinhaber drohen mit Beschwerde.

Bei einigen Preissenkungen sei daher noch offen, ob sie realisiert werden könnten, teilte das BAG am Freitag mit. Insgesamt sind im Jahr 2017 die Preise von rund 1000 Medikamenten überprüft worden. Alle von der Grundversicherung vergüteten Medikamente werden alle drei Jahre auf ihre Wirksamkeit und Zweckmässigkeit, aber auch auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft.

Der Bund ist zuversichtlich, dass rund 60 Millionen Franken eingespart werden können. Bild: KEYSTONE

Wenn sich zeigt, dass der geltende Preis für ein Medikament zu hoch ist, verfügt das BAG eine Preissenkung. Nach Angaben des Bundesamts konnten zwischen 2012 und 2014 auf diese Weise rund 600 Millionen Franken gespart werden. In den letzten beiden Jahren fand wegen eines hängigen Rechtsstreits keine Überprüfung statt.

Die nun beschlossenen Preissenkungen werden ab 1. Januar 2018 schrittweise umgesetzt. Insgesamt erwartet das BAG für die Periode 2017-2019 Einsparungen von 180 Millionen Franken. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 23.12.2017 09:46
    Highlight Die pharmaindustrie hat im schnitt pro mitarbeiter 370000 fr gewinn. Eine landschaftsgärtner-bude zum vergleich 4000. Ist irgendwie schon unethisch so hohe gewinne denn irgendeiner bezahlt das ja schliesslich mit prämien. Das wäre ja als hätte ich eine kleine handwerksbude mit 30 angestellten und einem reingewinn von über 10 millionen fr jährlich. Der stundenansatz müsste so wohl etwa 400 fr betragen... Zahlt auch kein mensch
    5 2 Melden
  • beaetel 23.12.2017 01:18
    Highlight Das macht eine Ersparnis von 0,3 % jährlich ... Lächerlich!
    5 0 Melden
  • Hugo Wottaupott 22.12.2017 23:01
    Highlight WOW 60 Millionen! Passt bloss auf dass sich ja nicht 1 oder 2 Nullen hinter die 60 verirren!
    1 1 Melden
  • DocM 22.12.2017 18:19
    Highlight Ich bin dafür, dass Parallelimporte mit Online-Arztzeugnissen,, die die SwissMedic noch unterbindet, ebenfalls zugelassen werden.
    16 1 Melden
  • saukaibli 22.12.2017 14:20
    Highlight Ach nein, die arme Pharmaindustrie. Wie sollen die denn weiterhin ihre grössten Ausgabenposten bestreiten? (Für die, die es nicht wissen. Die zwei grössten Ausgabenposten der Pharma in den letzten Jahren sind Werbung/Lobbying und der Rückkauf der eigenen Aktien. Forschung kommt erst auf Rang drei).
    26 5 Melden
    • Lumpirr01 23.12.2017 13:04
      Highlight @saukaibli: Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du als Basler noch nie in irgend einer Form von der ortsansässigen Pharmabranche profitieren konntest. Daher hätte ich von dir eigentlich eine etwas andere Aussage erwartet. Zudem liegt der Umsatz des Schweizer Marktes von Roche & Novartis ungefähr bei 1% des Gesamtumsatzes. Die erfolgte Kürzung von diesem kleinen Teil dürfte daher eher vernachlässigbar klein sein............
      1 0 Melden
  • MaskedGaijin 22.12.2017 12:26
    Highlight Die arme Pharmaindustrie :-( drohen wohl schon bald wieder mit dem wegzug ins Ausland...
    44 8 Melden
  • acove 22.12.2017 11:30
    Highlight Immer mehr die Taschen füllen wollen und nur für die Aktionäre, aber nicht für die Patienten das Optimum herausholen. So kennt man diese Leute seit Jahrzehnten, gelernt habe sie aber bis heute nichts.
    62 11 Melden
    • Lumpirr01 22.12.2017 13:00
      Highlight Dein allgemeiner Rundumschlag aus Frust gegen die Phamamultis kann ich gut verstehen, könntest Du aber auch gegen die Banken sowie generell auch für alle übrigen Unternehmumgen aussprechen...........
      27 6 Melden
    • acove 22.12.2017 14:13
      Highlight jo scho, sind doch alle mehr oder weniger im gleichen Spital darniederligend
      5 5 Melden
  • Granini 22.12.2017 10:56
    Highlight Gut so! Die Pharmaheinis verdienen auch so genug. Ein Schritt in die richtige Richtung
    101 12 Melden

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