DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Half erstmals, unerwartete Coronafälle zu entdecken: die SwissCovid-App.
Half erstmals, unerwartete Coronafälle zu entdecken: die SwissCovid-App.Bild: keystone

SwissCovid schafft, was noch keiner Tracing-App der Welt gelungen sei

Dank der SwissCovid-App sind letzten Monat erstmals 13 Coronafälle in der Schweiz entdeckt worden, die niemand vermutete. Laut Bundesamt für Gesundheit ist dies noch keiner Tracing-App der Welt gelungen.
28.08.2020, 22:2429.08.2020, 06:44

«Wir haben den Kreis nun wirklich schliessen können», freut sich Sang-Il Kim. Wie der Leiter Digitale Transformation im Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag vor den Medien sagte, sind in den letzten vier Wochen dank der SwissCovid-App erstmals 13 Coronafälle entdeckt worden die nicht bereits anderweitig vermutet worden waren. «Damit haben wir den Sinn der App bewiesen», sagte Kim in Liebefeld bei Bern. «Und zwar als erste App auf der Welt.»

Konkret hat die SwissCovid-App erstmals dazu geführt, dass bei Leuten eine Ansteckung entdeckt worden war, die nicht über Symptome klagten oder durch das klassische Contact-Tracing bereits als möglicherweise gefährdet bekannt waren.

«Wenn wir die Aktivierungsrate von heute ~17% der Schweizer Bevölkerung verdoppeln können, dürften die Zahlen um das Vierfache steigen. Wir würden anfangen, Hunderte von Menschen zu sehen, die benachrichtigt werden und sich effektiv als infiziert erweisen. Die Geschwindigkeit der App kann eine schnelle und effektive Quarantäne garantieren.»
Marcel Salathé, Epidemiologe und Mitgründer des DP-3TKonsortiums, das SwissCovid entwickelt hatquelle: twitter

Allerdings schränkte Sang-Il Kim ein, dass die Android- und iPhone-App allein niemanden vor einer Ansteckung schütze, wie etwa eine Maske oder das Befolgen der Abstands- und Hygiene-Regeln. Dennoch richtete der BAG-Vertreter an die Schweizer Bevölkerung einen Appell:

«Bitte warten Sie nicht mit der Installation der Swiss-Covid-App, bis die Fallzahlen noch weiter steigen.»

Ziel: 3 Mio. aktive User

Als Ziel für die SwissCovid-App nannte Sang-Il Kim «3 Millionen aktive Apps bis im Herbst». Die im internationalen Vergleich «sehr hohe Downloadrate» von 25 Prozent sei zwar bereits gut. Zuversichtlich stimme ihn jedoch, dass auch immer mehr Apps aktiv seien, was wohl mit Ferienrückkehrern zusammenhänge. Allerdings haben derzeit erst etwa halb so viele Leute wie vom BAG gewünscht die App auch aktiviert.

Am Donnerstag lief die App auf über 1,5 Millionen Android-Handys und iPhones.
Am Donnerstag lief die App auf über 1,5 Millionen Android-Handys und iPhones.screenshot: bfs.admin.ch

Um den Nutzen für die User sichtbar zu machen, respektive für jeden Einzelnen zu steigern, will das BAG die SwissCovid-App bald um neue Eigenschaften ausbauen. Damit setzen die Behörden nicht zuletzt Ergebnisse einer am Freitag vorgestellten Umfrage um. Laut dieser krankt die App nicht zuletzt daran, dass sie wenig präsent ist. Es gebe keine wirklich grossen Gründe gegen die App, sondern ganz viele individuelle Bedenken, kommt die Umfrage zum Schluss.

Umfrageleiter Michael Hermann konstatiert: «Es gibt offenbar irgendein Unbehagen.» Für jene, welche die App installieren, steht dagegen der Vorteil für die Allgemeinheit im Vordergrund. «Immerhin» wären laut Hermann 40 Prozent der Ende Juli Befragten bereit, «bei einem starken Anstieg der Coronafälle die App zu installieren».

(aargauerzeitung.ch)

Alles über die Schweizer Corona-Warn-App

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

1 / 23
Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

SwissCovid-App noch nicht installiert? Wir helfen dir

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

89 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Cityslicker
29.08.2020 01:27registriert Dezember 2014
40 Prozent wären also erst NACH einem starken Anstieg der Coronafälle bereit, die App zu installieren. WARUM dann nicht gleich so? Tut mir leid, ich versteh’s einfach nicht. Brauchts wirklich erst die zweite Eskalation?
40258
Melden
Zum Kommentar
avatar
Slpkt
28.08.2020 23:20registriert Juli 2017
Dann sollen halt Apple mal machen, dass es auch auf älteren Geräten installierbar ist 🙄 Ich vermute mal ich bin nicht die Einzige mit diesem Problem.
28380
Melden
Zum Kommentar
avatar
Jason84
29.08.2020 01:44registriert März 2016
Ich habe die App. Ich frage mich allerdings was sie bringen soll. Letzte Woche war zu lesen, dass die Kantone und Kantonsärzte garnicht darauf reagieren wollen. Weil sie Angst haben es überlastet ihre Tracingkapazitäten. Ich halte die App für sinnvoll. Warum die Kantone nicht?
22530
Melden
Zum Kommentar
89
Weil Elizabeth Kenny einen Reitunfall hatte, wurde Millionen von Kindern geholfen
Beim aktuellen Google Doodle gibt es ein Datums-Problem ...

Kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts starben in Vermont 18 Menschen an einer unbekannten Krankheit. Über 1000 weitere waren nachhaltig gelähmt. Seither kam es weltweit immer wieder zu solchen – wie später bekannt wurde – Polio-Ausbrüchen. Sie liessen oft beeinträchtigte Menschen zurück – ein Grossteil davon Kinder.

Zur Story