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Wenn ein weisses Mädchen eine schwarze Puppe will – die Verkäuferin aber etwas dagegen hat

bild: afro zap

Die kleine Sophia darf sich eine Puppe aussuchen. Sie will eine Puppe, die zu ihr passt, die wie sie ist. Mit der Hautfarbe hat das in ihren Augen nichts zu tun. Anderer Meinung ist da die Kassiererin.



Sophia hat sich eine Belohnung verdient. Seit einem Monat hat das kleine Mädchen seinen Eltern Nick und Brandi Benner bewiesen, dass sie die «Sache mit dem Töpfchen» nun vollends beherrscht. Deshalb erlaubt ihr die Mutter, ein Geschenk auszusuchen. Für Sophia ist sofort klar: Es soll eine neue Puppe sein.

Die kleine Sophia – ein Strahlemädchen.

Trotz der riesigen Auswahl an Modellen fällt Sophia die Wahl überhaupt nicht schwer. Im Spielwarengeschäft greift sie kurzentschlossen nach einer Puppe mit dunkler Hautfarbe, einem weissen Kittel und einem um den Hals gehängten Stethoskop.

Mit überglücklicher Miene und dem Geschenk im Arm watschelt Sophia mit ihrer Mutter zur Kasse.

Doch die Kassiererin reagiert stutzig auf die Puppe, die nun vor ihr auf dem Tresen liegt. «Geht ihr auf einen Kindergeburtstag? Ist die Puppe für eine Freundin?», fragt sie Sophia und beäugt das Mädchen und ihre Puppe skeptisch.

Die Kassiererin kann nicht glauben, für welche Puppe sich das kleine Mädchen entschieden hat.

«Sophia starrte nur verwirrt zurück und ich erklärte der Kassiererin, dass die Puppe eine Belohnung dafür war, dass sie nun problemlos aufs Töpfchen geht», gibt die Mutter später auf Facebook zu Protokoll. Die Kassiererin habe daraufhin noch einmal nachgehakt: «Ist das wirklich die Puppe, die du haben möchtest, Kleine?» – worauf Sophia: «Ja, genau die will ich.»

Brandi Benner schreibt auf Facebook von einem äusserst befremdlichen Wortwechsel. Die Kassiererin habe immer weiter nachgefragt und habe ihre Tochter mehrmals darauf hingewiesen, dass die Puppe dem Mädchen doch gar nicht gleiche und dass sie viele andere, weisse Puppen hätten, die besser zu ihr passen würden.

Aber Sophia bleibt unbeeindruckt. Sie entgegnet ihr:

«Na klar sind wir uns ähnlich. Sie ist Ärztin, ich bin Ärztin. Sie ist schön, ich bin schön. Siehst du ihre schönen Haare? Und ihr Stethoskop?»

Sophia

Schliesslich ist das Thema auch für die Spielwarenhändlerin gegessen. «Okay, das ist nett», murmelt sie den beiden dann doch noch zu.  

Für Brandi Benner ist das Erlebnis deutlich schwerer zu verdauen. Auf Facebook schreibt sie:  

«Dieses Erlebnis hat mich in meinem Glauben bestärkt, dass wir nicht mit einem fertigen Konzept von Hautfarbe oder Rasse zur Welt kommen. Haut gibt es in so vielen unterschiedlichen Nuancen, wie es Haarfarben und Augenfarben gibt. Und jede einzelne von ihnen ist wunderschön.»

Benners Facebook-Post ging inzwischen viral. Er wurde weit über 200'000 Mal geteilt und 40'000-fach kommentiert.

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(jin)

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23
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    Alle Leser-Kommentare
  • Capitan 06.04.2017 07:15
    Highlight Highlight Das zeichnet eine schlechte Verkäuferin aus: Sie ist überzeugt davon, besser zu wissen, was die Kundin will, als diese selbst.
    • bimchen 07.04.2017 18:50
      Highlight Highlight Naja eigentlich ist die verkaeuferin eher rassistisch was sich in dem wortwechsel deutlich wiederspiegelt, was ich wirklich krass finde- wegen einer einfachen puppe....
    • Capitan 08.04.2017 09:26
      Highlight Highlight Vielleicht, oder auch nicht.
      Mich stört an der Verkäuferin ihre aufdringliche Neugier und ihre nonchalante Überheblichkeit.
      Es muss nicht rassistisch motiviert sein, wenn man der Auffassung ist, dass die Puppe äusserlich zu ihrer Besitzerin passen soll hinsichtlich Körperstatur, Status /Beruf, Haar-, Augen, Hautfarbe, etc.
      Von Barbiepuppen gibt es ja auch viele, die denken, dass sie für Mädchen nicht zum Spielen geeignet sind, weil die Barbiepuppen Körperrproportionen haben, die ihre Besitzerin nie haben wird. Da steckt der Anspruch der Ähnlichkeit von Puppe und Besitzerin ebenso drin.
  • dommen 05.04.2017 22:56
    Highlight Highlight Das reicht mir noch nicht. Ich will lesen, wie diese Person entlassen wird!
  • Hierundjetzt 05.04.2017 22:06
    Highlight Highlight Das passierte sicher in Finnland oder der Schweiz. Oh wait...
  • Lowend 05.04.2017 19:46
    Highlight Highlight Wenn Rassismus angelernt ist, weckt das in mir die Hoffnung, dass der geschürte Rassismus in unserem Land auch wieder mal verlernt wird, wenn die Propaganda mal zurückgefahren würde.

    Das wird zwar ein wenig dauern, aber glücklicherweise sind Rassisten eh nicht die Hellsten und so vergessen die diesen angelernten Hass vermutlich relativ rasch, wenn er nicht mehr durch ihre Einheitspartei propagiert würde.
  • Khlav Kalash 05.04.2017 19:10
    Highlight Highlight Und was sagt uns, dass die Story echt ist? Vielleicht ist auch einfach der Drang nach Aufmerksamkeit mit ihr durchgegangen, wenn man sieht wie sie auf INSTA öffentlich ihre Säuglinge zur Schau stellt...
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 05.04.2017 16:29
    Highlight Highlight What a lovely mother ❤
  • pamayer 05.04.2017 16:08
    Highlight Highlight Rassismus ist nicht angeboren, sondern pure Sozialisation!
    • Roaming212 05.04.2017 17:26
      Highlight Highlight Das gleiche gilt für religiöser Glaube. Könnte man beides abstellen wenn die Eltern ihre Kinder vernünftig erziehen.
    • AlteSchachtel 05.04.2017 17:43
      Highlight Highlight Stimmt! Mein Kind wurde mal von einer Nachbarin gefragt, ob "das dunkelhäutige Meitli" im Dorf zu ihm in den Chindsgi gehe. Die Antwort war Nein!
      Als ich später besorgt nachfragte, wieso es C. (Mädchen aus Sri Lanka) nicht erwähnt hätte, kam die Antwort: "Hä? wieso? " Als ich erklärte, dass die Nachbarin mit dem dunklen Meitli C. gemeint hatte, wurde ich fragend und ungläubig zu gleich angeschaut. Das Kriterium Hautfarbe schien bisher gar nicht existiert zu haben.
    • Genital Motors 05.04.2017 22:49
      Highlight Highlight Aber ab jetzt schon... zu spät.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maranothar 05.04.2017 15:45
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • pachnota 05.04.2017 15:26
    Highlight Highlight Wir wissen aber NICHT, ob die Kassierein eine Schwarze war.
    Keine voreiligen Schlüsse, wenn ich bitten darf.
    : )
    • You will not be able to use your remote control. 05.04.2017 17:31
      Highlight Highlight Malin.B: Nein, weil das heissen würde, dass diesmal nur eine Schwarze rassistisch war und keine weisse.

      Wie gesagt, wem dies wichtig ist, der ist es selbst.
    • Sapere Aude 05.04.2017 18:36
      Highlight Highlight Die Hautfarbe ist total irrelevant bezüglich der Beurteilung von der Aussage und dem Verhalten der Verkäuferin. Weshalb sollte deren Hautfarbe relevant sein, wenn es diejenige der Puppe ja auch nicht sein soll?
    • You will not be able to use your remote control. 07.04.2017 18:18
      Highlight Highlight Darf ich nachfragen, wie hier die Löschpolicy ausschaut?
  • c-bra 05.04.2017 14:48
    Highlight Highlight Ab dem ersten Tag beginnt die Gehirnwäsche, kein Mensch wird fremdenfeindlich geboren.

    Benutzer Bild
    • Damien 05.04.2017 16:49
      Highlight Highlight Oder religiös, wenn wir gerade bei Gehirnwäsche sinn.
    • Gustav.s 05.04.2017 19:34
      Highlight Highlight Auch Kinder gruppieren sich ohne das zutun von Erwachsenen sehr schnell.
      Dabei ist die Hautfarbe nicht wichtiger als Merkmale wie blond, gross, Geschlecht, Dick usw.

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