Leben
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Interview

«Die Verantwortlichen sollte man alle in den Rollstuhl setzen!»

Die neuen SBB-Züge sind nicht so behindertenfreundlich, wie sie sein sollten. Das sagt der Behinderten-Dachverband «Inclusion Handicap». Rollstuhlfahrer Cem Kirmizitoprak erklärt, was ihm beim ÖV-Fahren jeden Tag das Leben erschwert. Spoiler: Es sind keine nervigen Pendler.



Was bisher geschah:

Die Rampe ist zu steil. RollstuhlfahrerInnen schaffen es nicht selbstständig aus den neuen, 1.9 Milliarden teuren SBB-Zügen heraus. Ergo: Die neuen Transportmittel sind für Menschen mit einer Behinderung nicht selbständig benutzbar.

Für die SBB und den Hersteller «Bombardier» hagelte es deshalb viel Kritik in den letzten Tagen. Die lautstärkste kam vom Behinderten-Dachverband «Inclusion Handicap» in Form einer 60-seitigen Beschwerde. Mehr dazu im folgenden Video:

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Eine Zugfahrt mit Rollstuhlfahrer und Aktivist Cem Kirmizitoprak zeigt auf, welche ÖV-Probleme Rollstuhlfahrer ohnehin schon haben.

Eine Zugfahrt mit Cem und fünf Dinge, die ihn dabei zu Tode nerven

Bild

bild: watson

Nüchtern wedelt Cem mit dem Zeigefinger. «Jetzt muss er mich bloss noch sehen», sagt er müde und erklärt:

«Den ‹Thurbo›, den Ostschweizer Regionalzug, kann ich eigentlich spontan nehmen. Der hat keine Treppe beim Eingang. Aber blöderweise gibt es da eine Lücke zwischen Wagon und Perron. Deshalb muss ich immer gut aufpassen, dass mich der Lokführer sieht in seiner Kabine; damit er mit dem Brett kommt.»

Cems Zeigefinger bleibt gestreckt. 25 Jahre alt ist der Aktivist und Inklusionsberater mit kurdischen Wurzeln. Seine Kindheit verbrachte er in Izmir. Meistens auf einer Couch oder auf dem Boden. Heute lenkt er seinen Rollstuhl per Joystick. 

«Er hat mich gesehen», informiert Cem, macht einen U-Turn und kommt vor der nächsten Tür zu stehen.

«Bis wohin geht's?» «Herisau.»

Bild

bild: watson

Im Zug betet Cem in seinen eigenen Worten herunter, was in der Broschüre «Autonomes Reisen» der SBB drinsteht. 

«Also eben diese ‹Thurbos› gehen eigentlich ganz easy. Da muss man einfach gucken, dass der Lokführer oder der Kondi kommt und das Brett hinlegt. Dasselbe bei den Doppelstockzügen, bei vielen S-Bahnen und wenn man Glück hat Bussen und Trams. Klar, da ist man immer selber verantwortlich, dass dann auch wirklich einer kommt. Das klappt nicht immer, aber meistens.

Ganz blöd wird es bei den älteren Zügen, denen mit der Treppe im Eingang. Da muss ich mich jedesmal eine Stunde vorher anmelden, damit ich mitfahren kann. Vergessen wurde ich auch schon.

Am besten sind aber die Züge, bei denen automatisch so ein Brett rausfährt. Das sind im Grunde die einzigen ÖV, die ich wirklich autonom benützen kann. Wobei man bedenken muss: Der SBB-Fahrplan ist immer ohne Gewähr. Mit Verspätung muss ich immer rechnen. So ist das.»

Bild

bild: watson

Das scheint eine Lösung mit System zu sein. Cem dementiert jedoch: «Für viele Menschen tönt das logisch, ich verstehe. Das ist es aber überhaupt nicht. Für einen Menschen mit Behinderung bedeutet einmal Zugfahren, sich mindestens fünf Mal richtig heftig zu nerven. Und es werden nicht weniger Male. Und eins vorweg: Ich nerve mich selten wegen Pendlern.»

Jeder Zug ist anders, aber ohne Gewähr!

In der SBB-App kann man nachschauen, welche Zugformationen jeweils um welche Zeit im Einsatz sind. Für Menschen, die im Rollstuhl sitzen, ist diese Information von ausgesprochner Wichtigkeit. Inwiefern die gewünschte Reiseroute rollstuhlgängig ist, hängt davon ab, welche Eisenbahnmodelle unterwegs sind.

Wenn Cem beispielsweise von St.Gallen nach Luzern reist, muss er sich sorgfältig erkunden, welche Verbindung besser und welche schlechter funktioniert. Gegebenenfalls muss er sich dann telefonisch beim «Handicap Center» anmelden.

«Spontanität kannst du vergessen.»

Cem sagt dazu: «Mühsam wird es vor allem dann, wenn Züge ausfallen oder es einen Formationswechsel gibt. Dann sind nämlich auch die Leute vom Paketpersonal verwirrt. Ja, richtig, es sind die Leute vom Paketdienst, die Rollstuhlfahrern auf dem Perron einsteigen helfen. So viel also zum sogenannten ‹Autonomen Reisen›.»

Ein SBB-Angestellter hilft einer gehbehinderten Frau den Austieg auf einem Bahnhof, undatierte Aufnahme. Am Freitag, 20 Juli 2001 stellten die SBB, der Verband oeffentlicher Verkehr (VOeV) und die Fachstelle Behinderte und Oeffentlicher Verkehr in Thun (BE) ihr neues Behindertenkonzept vor. Nach Angaben der Veranstalter ist das Ziel des Konzeptseine moeglichst autonome Benuetzung durch behinderte Menschen. (KEYSTONE/SBB/Alain Boillat)

2001 stellen die SBB ein neues Konzept für Menschen mit Behinderung vor. Die gelben Hebebühnen waren Teil davon. Für die Benützung muss man sich mindestens eine Stunde im Voraus anmelden. Bild: keystone

Hätte ich gewusst, dass sie kommen …

«Autonomes Reisen» ist ein Recht, das seit 2004 mit der Lancierung des «Behindertengleichstellungsgesetzes» gilt. Es verlangt, dass bis 2023 in der Schweiz alle Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel selbstständig benützen können.

«Mich nervt das. Nicht die Fehler, die sie machen. Sondern, dass ich abhängig von ihnen bin.»

Selbstständig, das heisst ohne jegliche Hilfe von Bahnpersonal, von persönlicher Begleitung oder anderen Passagieren. Ohne gestreckten Zeigefinger, damit der Schaffner ein Brett vor die Zugtüre legt und ohne «Äxgüsi, könnten Sie mir bitte!».

Cem meint dazu: «Momentan bin ich beim Reisen auf Menschen angewiesen. Menschen machen Fehler, das ist klar und verständlich. Mal werde ich am Perron vergessen, ein anderes Mal ist der Rollstuhlplatz mit Gepäck vollgestopft. In solchen Situationen begegnen mir die Leute jeweils mit einem ‹Oh, sorry! Wenn ich das gewusst hätte …›

Mich nervt das. Nicht die Fehler, die sie machen. Sondern, dass ich abhängig von ihnen bin. Könnte ich selbstständig Zugfahren, wäre ich für jeden Fehler selber verantwortlich. Das gefiele mir besser.»

Aufs WC gehen? Viel Spass!

Rollstuhlgängige WCs im Zug. Ein schwiergies Thema. Die SBB sagen, jeder Zug habe rollstuhlgängige Toiletten.

Cem sagt: «Wenn rollstuhlgängig heisst, dass man reinfahren kann, dass es eine Lehne an der Wand hat und dass man unter Umständen dann aber nicht einmal mehr die Türe schliessen kann – dann ja. Bei dieser Definition haben alle Züge mindestens eine rollstuhlgängige Toilette. Mir gefällt diese Definition aber nicht besonders.»

«Gott sei Dank höre und sehe ich gut!»

Wer selbst ein Handicap hat, meint Cem, sei auch wach für Anliegen anderer Menschen. Etwa derer von Gehör- oder Sehbehinderten.

Bild

Die neuen Bildschirme reflektieren zu stark. Gehörbehinderte Menschen sind auf die visuelle Anzeige angewiesen. screenshot: srf

Cem führt aus: «Auch meine blinden und gehörlosen Kollegen haben Mühe beim Zugfahren. Und es wird nicht besser mit den neuen Zügen. Die Handläufe seien gefährlich angebracht und die Bildschirme reflektieren so stark, sodass man die Ortsnamen, nicht mehr lesen kann. Ich rege mich nicht nur über meine eigenen Probleme auf. Beim Zugfahren nerve ich mich auch immer  ganz solidarisch für alle anderen Menschen mit Behinderung.»

Animiertes GIF GIF abspielen

gif via srf

«Wir sind nicht behindert, wir werden behindert!»

«Menschen mit Behinderung» – auf diese Formulierung legt Cem wert. Behinderung ist keine Eigenschaft, wie etwa ein Charakterzug oder eine Haarfarbe. Menschen sind nicht an sich behindert, Menschen werden behindert.

«Die Verantwortlichen sollte man alle in einen Rollstuhl setzten, damit sie merken, dass all dies gar kein finanzielles Problem ist.»

Cem sagt dazu: «Barrierefrei ist ein Stichwort, das in dieser Debatte häufig fallt. In Fünf Jahren soll der gesamte ÖV der Schweiz seine Barrieren abgeschafft haben. Per Gesetz!

Wenn ich aber dem Lokführer winken muss, damit er mir ein Brett hinlegt oder wenn ich jemanden bitten muss, mich anzuschieben, weil eine Rampe zu steil ist, dann ist das genau das: eine Barriere. Eine Schleuse, die ich nur passieren kann, sofern das jemand genehmigt.

Dies ist schliesslich nicht der Sinn des Behindertengleichstellungsgesetzes, sondern eine Verarschung. Nicht nur Rollstuhlfahrer werden von den SBB und dem Hersteller ‹Bombardier› veräppelt, sondern auch alle SteuerzahlerInnen. Die neuen Züge sind eine Missachtung des Gesetzes und ein Zeichen dafür, dass keine der beiden Firmen ein Interesse an unserer Inklusion hat. Manchmal denke ich: Die Verantwortlichen sollte man alle in einen Rollstuhl setzen, damit sie merken, dass all dies gar kein finanzielles Problem ist.»

Wie es jetzt weiter geht:

Recherchen von «10 vor 10» ergaben, dass der Behinderten-Verband erst Ende Dezember 2017 die Chance erhielt, die Züge zu besichtigen. Dies trotz mehrjährigen Beantragens einer Werkstattbesichtigung. Die SBB werden nun noch diesen Monat beim Bundesverwaltungsgericht die Abweisung der Beschwerde beantragen. Gegenüber SRF bekundeten sie, dass ein neues Gerichtsverfahren bedauert werde. Den Millionen teuren Umbau für ebenenerdige Ausstiege nehmen sie nicht aus freien Stücken auf sich. Und zwar aus Gründen!

Seitens des Herstellers «Bombardier» und den SBB wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Behindertenverbände bereits 2011 die Chance hatten, intensiv an einem 1:1-Holzmodell konzeptionelle Kritik auszuüben. Dies bestätigen auch die Verbände, wobei sie festhalten, dass ein solches Modell keine Grundlage für eine eine abschliessende Beurteilung sei. Der Zughersteller wiederum bekräftigt, dass genau dies der Sinn eines solchen lebensgrossen Holzmodells sei. 

Nach diesen 22 Zitaten zum Thema Demokratie wünscht man sich fast, die Schweiz hätte einen König:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kaffo 09.02.2018 11:07
    Highlight Highlight Es ist eine Schande für die Schweiz, dass Behinderte so behandelt werden. Von hindernisfreiem Bauen spricht man jetzt schon lange, doch passiert ist nicht viel oder bestimmt zuwenig. Wenn jemand mit dem Rollstuhl vom Waldenburgertal nach Liestal muss, ist es unmöglich mit der Bahn zu fahren. Man wird immer vertröstet mit der Antword, die WB wird sowieso umgebaut. Das Gesetz gibt es jetzt schon lange, das öffentliche Bahnen hindernisfrei sein müssen.
  • beaetel 09.02.2018 06:12
    Highlight Highlight Ich bin ein bisschen schockiert, wie gewisse Kommentare ausfallen. Entweder ein Architekt, ein Tiefbauplaner, Designer, Auftraggeber denkt von Anfang an an die Blinden, Tauben und Gehbehinderten und Kinderwagen, oder eben nicht. In der Schweiz scheinbar eher nicht! Wieso sollte es nicht möglich sein, Perronhöhe und Bahneingänge aufeinander abzustimmen? Die Schienenbreite ändert ja auch nicht an jedem Bahnhof ... Aber eben. Der grösste Ratgeber ist ja meist das Geld und der eitle Stolz. Auch „Gesunde“ fragen nicht gerne ...
  • Beggride 09.02.2018 01:01
    Highlight Highlight Mal eine Frage an alle : (nimmt mich wunder) wie sah das holzmodell im vergleich zum realisierten Zug aus? Wurden da im Entwurf noch Änderungen gemacht oder ist es 1 zu 1 das Gleiche? Ich denkedas dürfte auch vir Gericht entscheidend sein...
  • danmaster333 08.02.2018 18:42
    Highlight Highlight Erstmal ein grosses Lob an die Konstrukteure, welche die Gratwanderung der verschiedenen Eisenbahnnormen und den Behindertengesetzen schafften. Diese sind nämlich in jedem Land unterschiedlich (nur schon die Perronhöhen oder z. B das Lichtprofil - der obere "Stock" ist kleiner als bei anderen SBB Zügen, da es in D oder I anscheinend engere Tunnel gibt). Klar, an der Software hapert es im Moment, der Zug ist alles andere als Perfekt. Was hier niemand erwähnt: Die Behindertendachvervände konnten 2011 bereits das Holzmodell besichtigen, damals gab es noch keine Einwände...
    • Hans #Nein zu #NoBillag 08.02.2018 20:46
      Highlight Highlight Die Konstrukteure und Mitarbeiter von Bombardier haben ein grosses Lob verdient.
  • Gsnosn. 08.02.2018 15:24
    Highlight Highlight Soll nicht abschätzend sein, aber seit ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin, merke ich wie schwierig es ist, stufenlos unterwegs zu sein. Erst jetzt kann ich nur erahnen wie schwierig es ist mit dem Rollstuhl unterwegs zu sein.
    • Simonetta 08.02.2018 17:16
      Highlight Highlight Kinder kann man auch tragen.
    • Gsnosn. 08.02.2018 18:43
      Highlight Highlight Ja sicher! Aber das hat mir die Augen geöffnet
    • Fabio74 08.02.2018 18:46
      Highlight Highlight @simonetta den Text nicht verstanden?
      Es geht drum jetzt zu verstehen wie sich jemand im Rollstuhl fühlen muss
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plöder 08.02.2018 14:46
    Highlight Highlight Ey Jovin oder Herr Barrer
    Nicht alles was aus deiner/Ihrer Feder stammt ist lesenswürdig.
    Dieser Artikel hingegen schon, Danke!
    • The Dark Knight 08.02.2018 19:32
      Highlight Highlight Ey Plöder
      Nicht alles was aus deiner/Ihrer Feder stammt ist lesenswürdig.
      Dieser Kommentar sicherlich nicht!
  • Simonetta 08.02.2018 14:27
    Highlight Highlight Offenbar ist eine hürdenfreie Welt für Behinderte unmöglich. Darum wäre es vernünftiger, die Gesetze, die eine hürdenfreie Welt für Behinderte fordern, ganz einfach ersatzlos zu streichen.
    Es kann ja auch nicht jeder Milliardär sein, oder Olympiagoldgewinner, oder Miss Schweiz, etc.
    Jeder muss halt mit den Möglichkeiten klar kommen, die ihm das Schicksal bietet.
    • Töubii 08.02.2018 15:52
      Highlight Highlight Das sagt auch nur jemand, der gesund ist.
    • JoeyOnewood 08.02.2018 16:11
      Highlight Highlight und da trollt er wieder, der Simonetta
    • Simonetta 08.02.2018 17:15
      Highlight Highlight @DeadSerious
      Der Fehler liegt nicht an den Gebäuden und den Städten, resp. dass sie nicht rollstuhlgängig sind.
      Der Fehler ist hier der Rollstuhl.
      Der Rohlstuhl ist offensichtlich kein befriedigendes Hilfsmittel für Gelähmte.
      Also gehe hin und erfinde etwas, was den Gelähmten wirklich nützlich ist!
      Dito mit allen anderen Behinderten. Es ist widersinnig, die Umwelt für eine kleine Minderheit anzupassen.
      Die Behinderten müssen an die bestehende Umwelt angepasst werden, nicht umgekehrt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 14:07
    Highlight Highlight Es ist schade, dass es keine einheitlichen Perronhöhen in ganz Europa bzw. EU gibt. Damit gäbe es dieses Problem nicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnsteighöhe
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 08.02.2018 13:37
    Highlight Highlight Im Bombardier Hauptquartier

    Benutzer Bild
  • MadPad 08.02.2018 13:25
    Highlight Highlight Wieso hat die SBB die behinderten Verbände nicht einfach mit einbezogen und es testen lassen?

    Das strotz doch vor Ignoranz.

    Der Fehler liegt klar bei der SBB die das Gesetz nicht richtig umgesetzt hat und nun wollen sie die Verantwortung dafür nicht übernehmen.
    • Bits_and_More 08.02.2018 16:07
      Highlight Highlight Die Verbände wurden mit einbezogen, sie konnten auch die Testzüge besichtigen. Die SBB hat sich mit den Verbänden auch geeinigt. Anscheinend genügt das den Verbänden im nachhinein nicht, deshalb das juristische Hick-Hack.
      Die SBB hat die heutigen Normen klar eingehalten. Wird nun den Verband via Gericht recht gegeben und die Züge umgebaut, dürfen die Züge nicht mehr in die EU fahren.
    • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 16:15
      Highlight Highlight Dürfte er in der Schweiz überhaupt noch fahren?
    • danmaster333 08.02.2018 18:57
      Highlight Highlight Die Schweizer Norm ist strenger, aber zum Teil nicht konform mit der EU-Norm. Da musste man halt ein paar Sachen anpassen.
  • Big-Blue 08.02.2018 13:18
    Highlight Highlight Das Modul Ethik im Wirtschaftsstudium war zwar ab und zu mühsam und oft nicht sehr spannend, aber an eines kann ich mich wenigstens erinnern, dass man sämtliche Anspruchsgruppen so früh wie möglich miteinbeziehen soll, weil nachträgliche Änderungen an einem Produkt extrem teuer werden. Naja, da hatte bei der SBB wohl jemand einen Fensterplatz...
    Als täglicher Pendler warte ich noch so gerne auf diese Züge, weil es kann nicht sein, dass 2018 neue Züge nicht behindertengerecht gebaut werden.
    • You will not be able to use your remote control. 08.02.2018 16:52
      Highlight Highlight > weil nachträgliche Änderungen an einem Produkt *extrem teuer werden*

      Ha, ja genau, das ist der Hauptgrund für alle ethischen Entscheide.
  • ralck 08.02.2018 13:07
    Highlight Highlight Ich bin sehr verunsichert. Letzte Woche las ich, dass Behinderte nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein wollen. (Jetzt auch wieder)
    Am selben Tag sehe ich, wie eine Rollstuhlfahrerin, stehend und sich am Auto haltend, versucht (meine Vermutung) zur Heckklappe zu kommen. Ich denke mir, die macht das täglich und will keine Hilfe – ich laufe vorbei. Etwas hinter mir folgt eine weitere Person und fragt die Dame, ob sie Hilfe benötigt. Diese bejaht und ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich als hilfsbereit beschreiben würde und nicht half…
    Und meine Zeichenanzahl ist beschränkt…
    • Asmodeus 08.02.2018 14:18
      Highlight Highlight Sie wollen nicht auf Hilfe angewiesen sein und vor Allem nicht immer um Hilfe bitten müssen.

      Aber Hilfe angeboten zu bekommen hat noch die wenigsten gestört.

      Gesunder Menschenverstand hilft.
    • Baba 08.02.2018 14:20
      Highlight Highlight Niemand - ausser Sie selbst - hat Sie daran gehindert, dieser Dame Hilfe anzubieten...

      Tipp: Das nächste mal nicht soo viel studieren, eine allfällige Ablehnung des Hilfsangebotes aber auch nicht persönlich nehmen und mit einem freundlichen "Einen guten Tag noch" ihres Weges gehen (oder wenn die Hilfe angenommen wurde kein schlechtes Gewissen mehr haben 😊).

      Wieso immer so verkopft?

      Übrigens tönt "Darf ich Ihnen helfen/meine Hilfe anbieten?" anders als "Brauchen Sie Hilfe?"...
    • Caturix 08.02.2018 16:32
      Highlight Highlight Dann bietet man einigen Hilfe an und wird angemotzt, auch schon passiert. Man macht es eben nie richtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 08.02.2018 13:06
    Highlight Highlight Sowas ist einer Freundin vor 1-2 Wochen passiert.

    Zug geht um 13:30. Sie ruft um 12:15 die SBB an.
    Um 12:35 kommt sie endlich aus der Warteschleife. "Ja sorry, der Zug geht nicht, sie müssen eine Stunde vorher anrufen, nun sind es 55 Minuten"
  • iss mal ein snickers... 08.02.2018 12:58
    Highlight Highlight Als ich in der Oberstufe war, gingen wir mal ein Rehazentrum für Querschnittsgelähmte besuchen. Wir mussten abwechselnd im Rollstuhl fahren und den Rollstuhlfahrer in Alltagssituationen Hilfestellung leisten in einem Parkour. Seit dem weiss ich das schon eine kleiner Randstein teilweise ein unüberwindbares Hindernis darstellen kann. Man wird auf die Anliegen dieser Bevölkerungsgruppe sensibilisiert und schaut die Dinge im Alltag mit anderen Augen an. Schade das dieses Denken nicht jeder hat.
    • Wolk 08.02.2018 19:27
      Highlight Highlight Dss Behig gibt nicht die Rampe vor, sondern verlangt, dass man sie selbst benutzen kann. Wie die sbb das bewerkstelligen, dürfen sie selbst wählen. Nur funktionieren sollte es
  • Posersalami 08.02.2018 12:53
    Highlight Highlight «Die Verantwortlichen sollte man alle in einen Rollstuhl setzten, damit sie merken, dass all dies gar kein finanzielles Problem ist.»

    Das wäre wirklich mal etwas! Mir als Planer von Gebäuden ist das Problem auch erst so recht bewusst geworden, als ich mal einen Parcour im Rollstuhl machen sollte wo ständig gegen die SIA 500 verstossen wurde. Seither entwerfe ich Wohnungen tatsächlich aus einer anderen Perspektive.

    ----

    Es ist eine Schande was die SBB hier abliefert! Die Züge sind umzubauen, bezahlen kann das ja das Mänägment mit ihren opulenten Boni.
    • Bits_and_More 08.02.2018 13:08
      Highlight Highlight Wenn die Züge umgebaut werden, dürfen sie nicht mehr in die EU fahren...
    • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 13:09
      Highlight Highlight Es ist keine Schande von SBB oder Bombardier. Die Bestimmungen wurden eingehalten. Die Rampe beim Eingang entspricht den Schweizer (und sogar den europäischen) Vorschriften. Gemäss diesen Regeln darf eine Rampe 15% steil sein. Beim neuen Zug sind es "nur" 14%!
    • Neemoo 08.02.2018 13:24
      Highlight Highlight Als ich meine Ausbildung zum Pflegefachmann in Nottwil im SPZ machte, fuhren wir viel mit RS rum.

      Hatten auch mal einen Ausflug nach Luzern gemacht um der "Selbsterfahrungswillen."

      Selbst im RS sitzend sieht man erst, was es eigentlich bedeutet, Räder unter dem Gesäss zu haben.
      Eine sehr gute Erfahrung!

      Und ich finde, in einem Land wie die Schweiz, da darf doch jeder Mensch der eine Beeinträchtigung hat, sich darauf verlassen dürfen das er "ohne" Hilfe an sein Ziel kommt.

      Machen Sie weiter so, "Posersalami". ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Teslanaut 08.02.2018 12:44
    Highlight Highlight Mich erstaunt dass nur bei diesem Zug von Bombardier ein grosser Aufschrei durch die Medien geht. Weder der ICN noch die von den SBB nachbestellten ETR 630 sind Rollstuhlgängig. Auch beim Stadler Giruno gilt es Rampen zu überwinden - da herrscht erstaunlicherweise Stille.
    • Jovin Barrer 08.02.2018 12:57
      Highlight Highlight @Teslanaut: Der ICN besipielsweise wurde vor 2004 konzipiert und abgesegnet. Der Bau verlief zwischen 1999 und 2005. Das war also vor der Lancierung des Behindertengleichstellungsgesetzes, das den schrankenlosen Zugang für die ÖV verlangt. ICN hat folglich nicht gegen das Gesetz verstossen.
    • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 13:11
      Highlight Highlight ICN und ETR610 sind schon länger im Betrieb. Die ETR610 wurden – wie von dir geschrieben – auch noch nachbestellt. Diese Züge wurden früher bereits zugelassen.
    • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 13:13
      Highlight Highlight Der Giruno von Stadler Rail wurde später bestellt als der neue Zug von Bombardier. Also müsste der auch behindertengerecht sein. Warum der Verband hier nicht klagt, weiss man nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 12:41
    Highlight Highlight "Momentan bin ich beim Reisen auf Menschen angewiesen" "Mich nervt das. Nicht die Fehler, die sie machen. Sondern, dass ich abhängig von ihnen bin"

    Bei all den technischen Hilfsmittel wird ein Rollstuhlfahrer immer in bestimmten Bereichen Einschränkungen haben und somit von Mitmenschen abhängig sein. Schlussendlich ist aber jeder Mensch irgendwo in seinem Leben abhängig von anderen.

    Heutzutage ist es leider immer noch nicht möglich, dass Mobilitätseingeschränkte wieder laufen können oder Blinde wieder sehen. Hoffentlich wird das die Forschung bald möglich machen.
    • zialo 08.02.2018 13:22
      Highlight Highlight Technokratische Ausflüchte. Ein Zusammenleben ist gut möglich ohne Theapie von Behinderung.
  • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 12:35
    Highlight Highlight Es ist gut, dass die Bahnen den Rollstuhlfahrern und Personen mit eingeschränktem Sehvermögen entgegenkommen.

    Heutzutage kann, wie im Text beschrieben, jede Person öffentliche Verkehrsmittel benützen.
    • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 12:50
      Highlight Highlight An den Blitzer: Wenn man sich eine Stunde vorher anmeldet, kann eine eingeschränkte Person jeden Zug benützen. Ich finde das sehr gut.
    • Siro97 08.02.2018 16:30
      Highlight Highlight @Pendler wartet auf neue Züge
      Nein, man kann nicht jeden Zug benutzen, wenn man sich 1 Stunde vorher anmeldet. Man kann nur im Fernverkehr sich 1 Stunde vorher anmelden. Sonst nicht und das ist ein. Vielleicht hat sich das geändert, aber als ich damals bei der SBB gearbeitet habe, könnte man dies nicht. Und das ist schade, da immer noch alte DPZ ( Wagen nur mit Treppe) herumfahren.
    • Siro97 08.02.2018 16:32
      Highlight Highlight Ich habe bei der SBB bis vor 7 Monaten gearbeitet, also zu dieser Zeit konnte man sich nicht anmelden im Regionalverkehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 08.02.2018 12:34
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man komplett eigene Züge für Gehbehinderte einführen? Vielleicht eigene Bahnhöfe? Warum nicht gleich ein eigenes Land mit eigenen Gesetzen?

    Nein ernsthaft, liebe Leute, hört mal auf gegeneinander und beginnt dafür mal miteinander zu leben (gilt auch für all die Gehbehinderten)!

    Dazu gehört gegenseitige Rücksichtnahme und nicht ständiges gejammer (gilt auch für die Gehbehinderten). Ich kann auch nicht alles. Z.B. werd ich nie ein Flugzeug fliegen können. Trotzdem jammer ich nicht herum.
    • derEchteElch 08.02.2018 12:44
      Highlight Highlight Was ich sagen möchte (bevor das Haten losgeht) ist, vielleicht muss man, anstatt die Züge, Treppen und Rampen anzupassen mal beginnen, neue/bessere Rollstühle oder Gehilfenzu entwickeln!

      Leute wir leben im 21. Jahrhundert! Die meisten Gehhilfen/Rollstühle sind auf dem Stand von vor 50 Jahren!

      Alternative müssen her! Fortschrittlich, massentauglich, günstig, gut. Geht bei den smartphones auch, hat vor 30 Jahren niemand geglaubt..
    • iss mal ein snickers... 08.02.2018 12:51
      Highlight Highlight Du könntest den Pilotenschein machen, wenn du wolltest oder ihn bräuchtest....was du aber nicht tust...aber dein Vergleich hinkt gewaltig und zeugt nicht gerade von viel Mitgefühl. Gewissen Leuten wie dir würde es gut tun einmal einen Tag im Rollstuhl zu verbringen, dann würdest du dich hoffentlich für deinen Kommentar schnell schämen.
    • MacB 08.02.2018 12:52
      Highlight Highlight Du übertreibst ein wenig. Es geht ja nicht um eigene Eingänge, etc. sondern lediglich darum, dass Rollstuhlfahrer den Zug autonom benützen können. Das ist seit Jahren gang und gäbe und wird nun mit den neuen Zügen wieder schrittweise abgeschafft. Das kann wirklich nicht sein und hat nullkommagarnihts mit Rücksichtnahme zu tun..
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheManoure 08.02.2018 12:33
    Highlight Highlight Challenge:
    Gelange im Rollstuhl, ohne fremde Hilfe, von der Welle in Bern zur Bahnhofpost.
    • TheManoure 08.02.2018 13:10
      Highlight Highlight Wissen Sie wo die Welle und wo die Post ist? Dazwischen fährt kein Lift, es liegt lediglich die Länggassstrasse dazwischen.
      Benutzer Bild
  • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 12:29
    Highlight Highlight Der Behinderten-Dachverband «Inclusion Handicap» schadet seinen eigenen Mitgliedern. Mit diesen Klagen verspäten sie die neuen Züge immer wieder. Das ist nicht nützlich, da die alten Züge – die die SBB ersetzen will – keinen tiefen Einstieg haben und keine Toiletten für Rollstuhlfahrer haben. Es ist zwar gut gemeint, aber hilft wenig.
    • Tommyboy Jones 08.02.2018 12:42
      Highlight Highlight Und bei der nächsten Rollmaterialbeschaffung der SBB wird's dann wieder vergessen, dann wieder und so weiter und so fort. Die SBB wurden von den Behindertenverbänden seit Jahren(!!!!) gebeten, dass sie die Züge besichtigen dürfen. Die SBB hat NICHTS gemacht. Dass nun eine Klage von diesen Verbänden kommt erachte ich als logisch und begrüsse das auch. Auch wenn es dann halt nochmals länger dauert. Die Züge sind eh schon Jahre verspätet, da kommt's auf ein paar Monate oder nochmals 2 Jahre nicht mehr an.
    • Pendler wartet auf neue Züge 08.02.2018 12:47
      Highlight Highlight Bei den alten Zügen muss man sich eine Stunde vorher anmelden, damit jemand organisiert werden kann, der mit dem gelben Lift bereitsteht.

      Die neuen Züge können selbstständig bestiegen (befahren) werden und brauchen "nur" beim Ausstieg etwas Schub. Die Toilette kann selbstständig benützt werden.

      Die zweite Möglichkeit ist (noch) nicht perfekt, aber viel besser. Ausserdem gibt es immer mehr Rollstuhlfahrer in elektronischen Stühlen. Dass diese die neuen Züge völlig unabhängig benützen können, wird häufig nicht genannt.
    • kobL 08.02.2018 12:48
      Highlight Highlight Wenn jetzt die SBB nicht gezwungen wird, werden die nächsten 30 oder 40 Jahren diese Züge verkehren, die Behinderte nicht autonom nutzen können. Jetzt hat man noch die Möglichkeit, die noch nicht gebauten Züge kostengünstige anzupassen. Wieso sich die SBB hier querstellt ist für mich unverständlich. Ob jetzt der Status Quo noch zwei Jahre länger beibehalten wird, fällt da meiner Meinung nicht so ins Gewicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dan2016 08.02.2018 12:28
    Highlight Highlight inzwischen soll sich auch bei einigen Medien rumgesprochen haben, dass 'ebenerdig nicht überall ebenerdig ist' und dies das Grundproblem darstellt. Es ist schade, dass dies immer noch konsequent ausgeblendet wird. Die sbb baut sicher viel Quatsch. Aber hier scheint es halt eine Abwägung (nicht einfach zulasten Behinderter) zu geben. Oder wie es bei 20 Minuten heisst, es stört mich nicht, wenn keine grenzüberschreitenden Züge mehr fahren, ich fahr ja eh mit Flixbus.
  • Thurgauo 08.02.2018 12:21
    Highlight Highlight Naja, also ganz ehrlich, einige regen sich darüber auf, dass man wegen "den wenigen Behinderten" eventuell noch länger warten muss. Aber ganz ehrlich, der Verband hat sich bemüht, die SBB hat auf Durchzug geschaltet. Da ist die SBB komplett selberschuld... Ich bin einfach dankbar, dass ich gesund bin. Darum unterstütze diese Anliegen zu 100%, Sie können auch nichts für ihre Situation (meistens).
    • smoothdude 08.02.2018 13:06
      Highlight Highlight die sbb hat nicht einfach auf durchzug geschaltet. wenn die anliegen des behindertenverbands umgesetzt werden, könnten diese züge nicht ins ausland fahren, da sie nicht mehr mit den eu richtlinien vereinbar wären.
    • Red4 *Miss Vanjie* 08.02.2018 14:02
      Highlight Highlight Leute die sich darüber aufregen das der Zug/Bus später fährt aufgrund von Rollstuhlfahrern sind zu 80% auch solche welche anstatt zu warten das man Rollstuhlfahrer zuerst hinein lässt, den Weg dafür versperren, grade heute morgen im Bus erlebt...
    • danmaster333 08.02.2018 18:35
      Highlight Highlight Man merkt, dass du keine Ahnung hast was du schreibst... Die Züge müssen z. B. die Europäische und die Schweizer Norm einhalten, sonst können diese später nicht in D und I eingesetzt werden. Bei der Besichtigung der Holzmaquette 2011 waren übrigens alle grossen Behindertendachvervände dabei und da hatten sie noch keine Einwände, obwohl alles heute 1:1 umgesetzt wurde wie im Holzmodell. Die SBB macht viele Fehler, aber in diesem Fall tragen sie nicht alleine die Schuld.
  • Butschina 08.02.2018 12:16
    Highlight Highlight Das Gesetz kann nicht bis 2023 umgesetzt werden. Ich als Rollstuhlfahrerin finde es zwar mühsam mich eine Stunde vor Abfahrt anzumelden, aber das hat immerhin funktionniert. Seit Züge immer weniger Personal haben, kann ich leider nicht mehr alle Züge nutzen. Damit habe ich mühe, es kann doch nicht sein, dass das Angebot schlechter wird.
    Der Bahnhof Bern wird niemals funktionnieren wenn er nicht komplet umgebaut wird. Das Kostet. Also wieso schafft man nicht Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose die mich mit der gelben Hebebühne einladen. Oder Flüchtlinge. Die Bedienung ist einfach.
    • Posersalami 08.02.2018 12:55
      Highlight Highlight Sie wollen Menschen eine Perspektive und einen Job geben? Sind sie denn wahnsinnig!!! Im Land der Reichen gibts dafür keinen Platz, weil damit kein Geld verdient werden kann. Denken sie doch an die Shareholder!!!!

      <Ironie off>
    • Baccaralette 08.02.2018 13:18
      Highlight Highlight Genau, was das kostet und WER soll das bezahlen????
    • Launo Loris 08.02.2018 14:56
      Highlight Highlight Tönt immer alles einfacher, als es letztlich ist oder?
      Wir beklagen uns hier auf sehr hohem Niveau, nicht?

22 Touristen aus der Hölle, die Respekt vor gar nichts haben

Massentourismus und Lokalkultur vertragen sich per se nicht. Doch dann gibt es noch vereinzelte Vollidioten (und nein, für dieses Wort muss man sich in diesem Kontext nicht entschuldigen), welche diese Divergenz auf die Spitze treiben.

Das Phänomen ist definitiv kein Novum: Touristen kommen in Massen, reissen sich alles unter den Nagel, was als «authentisch» gilt, glauben für ein paar Tage (oder Stunden) wie locals zu leben, steigen in ihre Cars und hinterlassen eine malträtierte Lokalkultur, geschunden von ihrer Ignoranz.

Ein Beispiel hierfür lieferte letztens eine Influencerin, die sich in Bali mit heiligem Wasser bespritzen liess – ein Affront erster Güte für die lokale Bevölkerung. Auch in Europa fürchten sich immer …

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