Schweiz
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bild: screenshot/srf

Wie die Velo-«Arena» zu einem kleinen Stück TV-Geschichte kam

Zugegeben, es gab schon drängendere politische Themen als die Förderung des Veloverkehrs, über die wir im September abstimmen. Aber hinsichtlich Unterhaltungswert war diese «Arena» ein leuchtendes Beispiel. Das lag nicht zuletzt an der Person von alt Nationalrat Jürg Scherrer.



Nein, man hatte sich nicht in der Senderwahl vertan. Was aussah und sich anhörte wie das Musikantenstadl, war tatsächlich die «Arena», ihres Zeichens wichtigste Polit-TV-Sendung der Deutschschweiz, die Agora vom Leutschenbach, Hort des gesitteten und manchmal weniger gesitteten Diskurses und Urquell hochinspirierter Wutausbrüche vor dem Fernsehbildschirm und in den sozialen Medien.

Und in ebendieser heiligen Stätte trällerten nun SVP-Nationalrat Roland Büchel und SP-Nationalrat Aebischer im Duett Peter Hinnens Schlagerhit «Mir sind mit em Velo da» aus den 70ern. Es fehlte nur noch, dass sie auf den Stehpulten tanzten, Bierkrüge schwenkten und mit Karl Moik in ihrer Mitte selig am Takt vorbei schunkelten. Wobei singen vielleicht etwas übertrieben ist: Sie versuchten sich am Refrain – mit zweifelhaftem Erfolg, aber gehobenem Unterhaltungswert. 

Peter Hinnen – Mir sind mit em Velo da

Sie habe sich vor dieser Sendung gefragt, wie man 70 Minuten lang über dieses Thema diskutieren könne, bemerkte Leuthard irgendwann gegen Ende der Sendung schmunzelnd. Nun, es funktionierte. Vorausgesetzt, man interpretierte das Wort Diskussion einigermassen grosszügig. Es wäre ja auch ein Novum in der Geschichte der politischen TV-Sendung gewesen, wenn sich die Gäste nach der Hälfte der Sendung ernüchtert zugenickt hätten, und sich darauf einigten, dass nun alles, aber wirklich alles zum Thema gesagt ist. 

Nur wäre man dann eben auch um ein kleines Stück Fernsehgeschichte betrogen worden. Das lag vor allem an Jürg Scherrer, Altnationalrat der Autopartei, reaktiviert aus dem politischen Ersatzteillager und mit neuer Zündkerze ausgestattet. Scherrer, so schien es, war der Einzige aus den Reihen der Gegner, dem das Thema wirklich am Herzen lag.

Ein kleiner Auszug aus dem Scherrerschen Wutvokabular: Schalmeienklänge, Lüge, Volk, wann hört das endlich auf?!, Lüge, Diffamierung, usw. Dem nüchternen Intellekt-Politiker Büchel wurden die Ausfälle seines heissspornigen Mitstreiters mit der Zeit ein bisschen unheimlich. Irgendwann konnte man sehen, wie Büchel Scherrer sanft auf den Arm tätschelte. Es half wenig.

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Video: streamable

Scherrer musste es als persönlichen Affront empfinden, dass er nicht hin und wieder eine Hupe betätigen konnte. Hätte man ihm doch bloss ein Steuerrad in die Hand gedrückt, seine Tiraden wären plötzlich sehr verständlich gewesen: Schliesslich ist Wut der natürliche Gemütszustand des Menschen im Stau. Scherrer war einst Polizeidirektor von Biel – man möchte nicht vor seinen Augen eine Ampel bei Rot überfahren haben.

Aber worum ging's denn da eigentlich? Um den Gegenentwurf zur Veloinitiative. Dieser sieht vor, dass die Förderung der Velowege in die Verfassung verankert wird. So wie es Wander- und Spazierwegen bis anhin schon vergönnt ist. Die Befürworter argumentieren, dass damit Velofahren sicherer gemacht, der restliche Verkehr entlastet, und das Velo, ein umweltfreundliches und platzsparendes Verkehrsmittel, angemessen gefördert werden kann. Für die Gegner ist es ein unnötiger Symbolakt: So wie Zürich für Ursula Koch einst «gebaut» war, sehen sie das Veloland Schweiz als fertig ausgeschildert: «Es ist gut gemacht, so wie es jetzt ist», befand SVP-Nationalrat Manfred Bühler aus der zweiten Reihe ziemlich abschliessend und widerspruchslos.

Da waren die Meinungen doch einigermassen geteilt. 

Weil das Velo im Naturzustand, das heisst, ohne die menschliche Tretkraft, eher schlecht als Feindbild taugt, mussten sich die Gegner auf Nebenschauplätze verlegen. Büchel beklagte die ausufernde Zentralisierungswut und die Kosten, die mit dem Gegenentwurf einher gingen, sein Kollege Scherrer prangerte die rücksichtslosen Velo-Rowdys an, womit man beim alten, zumindest in städtischen Gefilden allgegenwärtigen Narrativ der Asphaltschlacht zwischen Velo- und Autofahrer angelangt war. Für SP-Nationalrat Matthias Aebischer eine «Rhetorik aus den 80er-Jahren». Der scheinbare Krieg zwischen den Verkehrsteilnehmern ist in den Augen Aebischers längst einem Burgfrieden oder der Erkenntnis gewichen, dass einem der Feind manchmal auch aus dem eigenen Spiegel entgegenblickt. Der Velofahrer ist ja heute auch Autofahrer und vice versa.

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Video: streamable

Irgendwann nannte Scherrer Aebischer Aeschbacher, was ein bisschen das Highlight dieser Sendung war. Aebischer überhörte den Fauxpas, vielleicht fühlte er sich auch geschmeichelt. Immerhin hatten ja beide etwas mit TV zu tun, und Aeschbacher, das Fazit sei erlaubt, hatte die tieferen Spuren im Fernsehgedächtnis der Schweizerinnen und Schweizer hinterlassen.

Im Lauf der Sendung fand man als Zuschauer seinen Wortschatz um ein interessantes Wort bereichert: Entflechtung. Ein Begriff, so schwammig und unbestimmt, dass sich alle ihr eigenes Bild daraus machen konnten. Doris Leuthard sah darin eine hochgerenderte Zukunftsvisualisierung des Verkehrs 3.0 und war deshalb sehr für die Entflechtung, die VCS-Geschäftsführern Stéphanie Penher ebenfalls, und Lastwagenverband-Vorfahrer David Piras auf der Gegenseite war ob der Entflechtung auf eine hemdsärmelige Art und Weise derart begeistert, dass er wenig mehr zur Diskussion beitrug, als mantraartig zu wiederholen, wie sehr er die Entflechtung befürworte.

Die Sicherheit war dann das zweite grosse Thema. Zurecht. Wer als Velofahrer im Strassenverkehr unterwegs ist, lebt ja immer in der Erwartung des eigenen Ablebens. Und als Autofahrer ist man umgekehrt zumindest im Stadtverkehr immer nur einen Radabstand entfernt von der fahrlässigen Tötung eines Gümmelers. Wie Moderator Jonas Projer dann aber Roland Büchel im Zeugenstand ins Gewissen redete, musste es selbst abgebrühten Velofahrern Angst und Bange werden. Büchel, muss man wissen, macht es sich von Zeit zu Zeit zum Vergnügen, ein paar Hundert Kilometer von seinem Wohnort Oberriet SG ins Bundeshaus nach Bern zu radeln. In Projers Augen selbstmörderische Unternehmungen: «Sie hatten Glück, Herr Büchel, Sie hatten Glück!», bläute Verkehrskadett Projer dem verdutzten Nationalrat ein. Zuvor hatte Projer aktuelle Zahlen zu Velounfällen eingeblendet. 

Man meinte eine leichte Blässe das Gesicht von Roland Büchel überziehen sehen. So sieht ein Mensch aus, der gerade dem Tod von der Schippe gesprungen ist. 

Zur Sicherheit hatte dann auch Scherrer noch ein paar Dinge zu sagen. Auf Projers Aufforderung («jetzt geht es um die Sicherheit, nicht mehr um Grundsatzfragen, Herr Scherrer!»), antwortete Scherrer mit der Ankündigung, er werde jetzt «konstruktiv». Das tönte vielversprechend. Scherrer demonstrierte in der Folge, wie Velounfälle im Kreisel (die gemäss Projers Zahlen zu 90 Prozent nicht von Velofahrern verschuldet werden) verhindert werden können. Die Kurzfassung: Man muss um den sogenannten A-Pfosten im Auto, der das Sichtfeld des Fahrers einschränkt, herumgucken, indem man «so macht und so macht». Scherrer verrenkte seinen Oberkörper gesundheitsbedenklich nach rechts und nach links und streckte den Hals hervor, und dummerweise schwenkte die Kamera just in diesem Moment in die Publikumsränge.

Den eigentlichen Offenbarungseid lieferte dann aber Nationalrat Büchel. Die Vorlage werde an der Urne wohl angenommen, deshalb habe man auch keinen Rappen in die Kampagne investiert. Es gehe einzig und alleine darum, die Mehrheit nicht so deutlich erscheinen zu lassen.

Büchel und Konsorten, das merkte man im Lauf der Sendung, stören sich vor allem auch am immensen Lifestyle-und Ideologie-Potential des Zweirads. Seit dem goldenen Benzin-Zeitalter der 50er und 60er liess sich wohl kein Verkehrsmittel mehr derart gut politisch und wirtschaftlich vermarkten wie das Fahrrad. Das musste vor allem Automann Scherrer einen Stich ins Herzen versetzen. Die «Mama und Papa Staat»-Mentalität sei ein völlig falscher Ansatz, so Büchel, und die vom VCS geförderten Velo-Projekte kanzelte er als «Esoterik» ab. Zuvor hatte sich Aebischer mit der Annahme der Vorlage eine Steigerung der Volksgesundheit versprochen. Das wiederum tönte dann zumindest politisch auch ein bisschen ungesund.

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kimelik 02.09.2018 15:07
    Highlight Highlight Tragisch ist, dass Aglogemeinden die Velofahrer mit speziell für diese errichtete Temposchwellen behindert. Kurz vor steilen Auffahrten wird eine Temposchwelle montiert, wer kein E-Bike hat kann dort vom Velo steigen und schieben, ist er nicht ein junger oder sportlicher Typ. Folge es benutzen mehr Leute das Auto... Die Gemeinde ist Moosseedorf bei Bern
  • MachoMan 02.09.2018 08:37
    Highlight Highlight Für die Olympia in Sion 2026 wollte die SVP hunderte Millionen aufbringen. Für des Volches Gesundheit sind läppische 1.8 Millionen schon zuviel. Solange die SVP von gossen Autoimporteuren finaziert wird, wird diese Partei sich niemals für den Veloverkehr, ÖV einsetzen. In erster Linie geht es um Profit und Verkauf von Neuwagen und diese brauchen nunmal Platz auf der Strasse. Da ist kein Platz für Velos.
  • zeromaster80 01.09.2018 23:48
    Highlight Highlight Die Velo-Initiative ist der Inbegriff von reinem Populismus. Sie bringt null, nada, niente aber man verschwendet Geld und Zeit mit dem Dreck, wohl um von echten Problemen abzulenken. FAKT: Die Velo-Wege wurden und werden so oder so massiv ausgebaut, es braucht den Bund NULL dafür, völlig bescheuerte Polemik, wie vieles in unserer Verfassung. Es wird mal Zeit wieder paar Artikel zu streichen anstatt immer neuen Müll rein zu schreiben.
  • coronado71 01.09.2018 17:04
    Highlight Highlight Was ist mit Fussgängern? Die sogenannten "Vorzugsschaltungen" für Velos und Fussgänger an Kreuzungen sind teilweise obsolet. Ein E-Bike beschleunigt derart schnell, so dass man als Fussgänger riskiert, dass so ein E-Bike einem den Weg abschneidet und man auf der Kreuzung steht wie ein Esel. Das wird das Problem der Zukunft sein: die vergleichsweise hohen Speeds von E-Bikes in den Innenstädten. Das wird man nicht allein mit einem Verfassungsartikel für Velowege lösen. Verkehrssicherheit muss alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigten - auch Fussgänger die zur Bushaltestelle laufen.
    • phreko 02.09.2018 00:04
      Highlight Highlight Wenn endlich beide berücksichtigt werden gewinnen auch die Fussgänger!
  • Magnum 01.09.2018 13:54
    Highlight Highlight Für meinen Geschmack wurde ein Aspekt viel zu wenig deutlich herausgearbeitet in der Arena: Beim Bundesbeschluss Velo geht es weder um Sport/Gümmeler noch um Tourismus/Veloland Schweiz. Es geht um das Velo als Verkehrsmittel, im Alltag und für Pendler. Und da ist die Infrastruktur in der Schweiz eben noch erschreckend schlecht. In den Umfragen von ProVelo, wo Alltagsradler ihre eigenen Wohnorte beurteilen, erreicht KEINE Kommune eine Note von 5 oder mehr - und viele sind ungenügend. Das Ziel muss lauten: Menschen von 8 bis 88 müssen ohne Angst Velo fahren können. Darum klar ein JA.
  • kobL 01.09.2018 12:32
    Highlight Highlight Ich pendle mit dem Velo zwischen grösseren Ortschaften rund 22 km pro Weg und es hat praktisch keine Velowege und Streifen. Wie oft ich da von Autofahrern belehrt werde und extra knapp überholt oder abgedrängt werde, obwohl ich mich an die Regeln halte, ist unter aller Sau. Als Autofahrer oder Fussgänger passiert mir das nie. Aber offenbar lassen manche gerne den Frust an mir aus. Es sind vllt. 1-2% der Autofahrer, die sich total daneben benehmen. Daher finde ich es auch nicht verwunderlich, dass viele lieber verbotenerweise auf dem Troittoir rumfahren.
  • Yogi Bär 01.09.2018 12:18
    Highlight Highlight Menschen Verstand ist das Mass aller Dinge, wenn dieser fehlt braucht man neue Gesetze aber dies in die Bundesverfassung zu verankern scheint mir übertrieben. Da gibt es noch andere Themen die dringend auf Erneuerung warten.
  • Paddiesli 01.09.2018 12:11
    Highlight Highlight 🤣 Danke für diese humorige Zusammenfassung. Mit diesem Wortwitz könnte sich William Stern doch mit Patti Basler zusammentun. 👍
  • Hoopsie 01.09.2018 12:02
    Highlight Highlight Wir bauen für 2 Milliarden Franken einen zweiten Gotthardtunnel - aus Sicherheitsgründen wie es damals so schön hiess.

    Den gleichen Herren, die für das zweite Loch kämpften, sind nun 1,8 Millionen pro Jahr für die Radfahrer zuviel ....

    Wir können den Radartikel 2000 Jahre in der Verfassung lassen und sind immer noch billiger als der 2. Gotthardtunnel!

    Aber ja, die Herren von der SVP politisieren ja fürs Volk, ich verstehe ...
  • T13 01.09.2018 11:14
    Highlight Highlight Verkauft die velovignette wieder obligatorisch. das geld könnt ihr dann von mir aus in fahradwege aus gold stecken.
    • Paddiesli 01.09.2018 17:00
      Highlight Highlight Ah, ok, dann noch die Wandervignette, eine Autofahrvignette, und nicht zu vergessen, eine Fussgänervignette... 🙄
    • T13 01.09.2018 21:42
      Highlight Highlight OK dann verbietet die benutzung von strassen für fahrräder.
      Auch gut🤷🏻‍♂️
  • Saul_Goodman 01.09.2018 10:41
    Highlight Highlight ein sauber gemachtes velowegnetz wäre heute wohl die billigste und schnellste und einfachste methode die städte wieder vom verkehr zu befreien. Mit dem ebike sind auch die hügeligen landschaften hier kein argument mehr gegen das fahrrad.

    Es ist schon tragisch zu sehen wie wenig entwickelt diese infrastruktur hier ist ubd wieviel man mit wenig nich erreichen könnte.

  • Sherlock_Holmes 01.09.2018 10:37
    Highlight Highlight «Jürg Scherrer, Altnationalrat der Autopartei, reaktiviert aus dem politischen Ersatzteillager und mit neuer Zündkerze ausgestattet...» 🤣
    William Sterns überaus humorige Zusammenfassung made my day!
    Arme vernachlässigte, stau - und velogeplagte Autofahrer.
    Auf kaum einem anderen asphaltierten Feld der Politik wird so sehr um cm gerungen wie auf den Strassen und wehe, die Autolobby fühlt sich benachteiligt.
    Da kann einem die Freude am Fahren schon abhanden kommen.
    Dabei macht z.B. München vor, wie es auch ginge – immerhin Sitz der BMW-Welt!
    Doch dafür fehlt uns die Vernunft und Weitsicht.
    • paddyh 01.09.2018 18:54
      Highlight Highlight Ernsthafte Frage: Was genau macht München?
  • Saul_Goodman 01.09.2018 10:36
    Highlight Highlight die thematik ist wichtig!
    Wir können schon tag und nacht über die schlimmen ausländer und flüchtlinge reden und was diese alles getan haben sollen... realität ist aber das unser tägliches problem im verstopften öv, auf verstopften strassen und auf gefährlichen velowegen stattfindet!

    Gerade in der stadt liessen sich verkehrsprobleme lösen mit guter veloinfrastruktur, bevor wir darüber nachdenken 2 stöckige highways durch die städte zu bauen.

    Was brauchts? Effiziente, direkte velowege mit möglichst viel vortrittsrechten, damit man flüssig durchfahren kann,nur so ist das fahrrad eine option
  • Evan 01.09.2018 09:58
    Highlight Highlight Ich hab jetzt nur grad kurz den Anfang der Arena geschaut und fühle mich dazu geneigt zu sagen, dass jeder, wjder segt, dass die heutige Veloinfrastruktur ausreichend ist, wohl nicht selber (regelmässig oder überhaupt) Velo fährt. Ausser vielleicht er hat Glück und in seiner Region ist die Infrastruktur gerade gut.
    • Evan 01.09.2018 10:13
      Highlight Highlight *der sagt
    • dä dingsbums 01.09.2018 12:58
      Highlight Highlight Es kommt darauf an wo man durchfährt.

      Wenn ich z.B. von Kloten nach Bülach pendeln müsste, dann wär ich ziemlich happy. Der Veloweg ist erstklassig, da gibt es nichts zu verbessern.
      Von Neerach nach Adlikon/Regensdorf und weiter nach Zürich? Top.
      Von Würenlos nach Zürich Affoltern? Super.

      Vom Limmatplatz an den Albisriederplatz? Ne. Beim Bhf. Hardbrücke in der Stosszeit über die Brücke drüber? Naja.
      Löwenplatz, HB, Bellevue, Kreuzplatz? Oje.
    • Evan 01.09.2018 13:06
      Highlight Highlight Natürlich gibt es regionale Unterschiede. Meiner Meinung nach merkt man aber gerade dort wo es ein wenig enger wird, also in urbanen Regionen, dass das Velo entweder vergessen wird, oder einfach marginalisiert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 01.09.2018 09:35
    Highlight Highlight Die Autopartei befand sich für mich stets jenseits des ideologischen Röstigrabens. Aber Herr Scherrer hat Beachtenswertes gesagt. Z.B. die Frage, was geschieht ausserorts, wenn dort Velowege hin sollen. Muss die Fahrbahn verschmälert oder den Privaten, den Bauern Land abgekauft werden? Da kam von niemandem eine Antwort. Und bei der Kreiselpantomime gings darum, zu zeigen, dass Achtsamkeit und Rücksichtnahme im Verkehr die besten Unfallverhüter sind. Das sollten sich die Velofahrer selber dick hinter die Ohren schreiben.
    • Astrogator 01.09.2018 10:20
      Highlight Highlight Da man ja gerade darüber diskutiert für inkompetente SUV-Fahrer die Strassen zu verbreitern ist der Veloweg geschenkt.

      Und an vielen Orten stellen sich solche Fragen gar nicht, da wird einfach gemacht. Erstaunlich was alles erreicht werden kann wenn die Jammeris und Verhinderer von SVP nichts zu sagen haben.
    • dorfne 01.09.2018 11:13
      Highlight Highlight Ihr habt ja Recht. Ich muss einfach ab und zu Pause machen von den ideologischen Grabenkämpfen. Nur weil Herr Scherrer ein vergifteter Autonarr ist, heisst es ja nicht, dass Alles was er sagt verwerflich ist. Das mit den zu schmalen Ausserortsstrassen war mir nicht bewusst, hab nie dran gedacht. Aber ev. ist das Unfallrisiko auf geraden Strassen mit konstant gefahrener Geschwindigkeit kleiner als innerorts. Sodass eine Markierung, die die Autofahrer daran erinnert, dass hier auch Velofahrer unterwegs sind genügen würde. Da und im Kreiselverkehr ist Aufmerksamkeit das A und O.
    • Astrogator 01.09.2018 11:25
      Highlight Highlight "Da und im Kreiselverkehr ist Aufmerksamkeit das A und O."
      Viele Velofahrer verhalten sich im Kreisel falsch und fahren wie auf der Strasse am Rand.
      Richtig ist aber, dass man im Kreisel in der Mitte der Fahrbahn fährt damit man nicht überholt werden kann.

      Extra Quellen nicht vom VCS (den ich auch als Velofahrer für völlig realitätsfern halte)
      https://bit.ly/2wwvZ1N
      https://bit.ly/2MHXP5w
  • Hexentanz 01.09.2018 09:27
    Highlight Highlight Es wäre einiges einfacher wenn gewisse Autofahrer und gewisse Velofahrer ihr ego ablegen würden und miteinander statt gegeneinander arbeiten würden.. Aber ja.

    Bin selbst kein Velofahrer aber finde man sollte Respekt zeigen. Schließlich würde der Verkehr überhaupt nicht mehr laufen, wenn alle Velofahrer plötzlich das Auto nehmen.

  • uth 01.09.2018 09:25
    Highlight Highlight Herrlich, diese Polit-Satire von William Stern. Ich wusste gar nicht, dass die Sendung so lustig war, denn ich habe daneben ruhig vor mich hingedöst. Kann man Politik in diesem Gefäss noch ernst nehmen oder ist es nur noch mehr oder weniger amüsante - oder eben schlafstimulierende - Abendunterhaltung?
  • rodolofo 01.09.2018 09:06
    Highlight Highlight In dieser Arena entsprach die Körpersprache perfekt meinen Clichée-Vorstellungen:
    Je weiter rechts (von den Zuschauern im Studio aus gesehen), desto unsympathischer.
    Das war schon fast so, wie in einem dieser Karl Marx - Comics, die ich als Jung-Revolutionär im konspirativen Rebellen-Treffpunkt in einer Altbau-Liegenschafts-WG zusammen mit anderen grimmig entschlossenen Möchtegern-Revolutionären studiert habe.
    Da war jeweils ein dicker Kapitalist mit dickem Stumpen im Maul gezeichnet, der auf einem ausgemergelten Velofahrer (oder war es ein verarmter Unfair-Trade-Kleinbauer?) herumritt...
  • MaskedGaijin 01.09.2018 08:55
    Highlight Highlight Als Bieler kenne ich Scherrer (leider) nur zu gut. 😂 Bin überrascht das der noch eingeladen wird?
  • Sauäschnörrli 01.09.2018 08:46
    Highlight Highlight Wenn man Scherrer so zugehört hat, bekam man den Eindruck nur Kinder und Arme fahren Fahrrad. Er zeichnete ein Bild, in dem jeder der das 18. Lebensjahr erreicht hat und es sich leisten kann, aufs Auto umsteigt. Dem ist aber nicht so, „der Steuerzahler“, den er immer so bemühte, ist auch „der Fahrradfahrer“.
  • Plöder 01.09.2018 08:40
    Highlight Highlight I bi nur wegem velo do...
  • zombie woof 01.09.2018 06:54
    Highlight Highlight Es braucht keinen Scherrer, vernünftige Loesungen hatte der Mann noch nie. Was es braucht ist, Toleranz und Verständnis. Ich behaupte mal dass die meisten LKW Fahrer schon mal Fahrrad gefahren sind, aber die wenigsten Fahrradfahrer LKW. Ich weiss von Transportunternehmern welche Aktionen für Fahrradfahrer gemacht haben. Da konnten die Fahrradfahrer im LKW mitfahren, auf einem abgesperrten Gelaende selber hinter das Lenkrad und schon kam das aha Erlebnis mit dem toten Winkel und der Groesse des LKW.
  • Herbert Anneler 01.09.2018 06:45
    Highlight Highlight Die Arena sehe ich nie, aber die Watson-Artikel mit ihrem Wort-Witz machen immer wieder Spass! Dranbleiben!
  • DanielaK 01.09.2018 05:57
    Highlight Highlight Es ist schon so: Böser Radfahrer- böser Autofahrer. Setzt man die beiden um: Böser Radfahrer- böser Autofahrer. Ich bezweifle stark, dass diese Thematik viel mit dem Gefährt zu tun hat. Ausser vielleicht bei den Schülern, welche nicht lernen wollen, dass zu dritt nebeneinander eine Schnapsidee ist. Rücksicht und Mitdenken bräuchte es suf beiden Seiten, aber eben...
    • DerRabe 01.09.2018 08:11
      Highlight Highlight Um es mit deinen eigenen Worten zu sagen: böser Schüler - böser Erwachsener ;)
    • derEchteElch 01.09.2018 09:58
      Highlight Highlight Selbst zu zweit nebeneinander Velo fahren ist verboten.
    • Töfflifahrer 01.09.2018 10:32
      Highlight Highlight Ich hab hier so einen in der Nachbarschaft. Ist er mit dem Auto unterwegs, flucht er über die Velofahrer. Steigt er dann auf seienen Rennhobel, fluchte er über Autofahrer und Fussgänger.
      Als Velofahrer kennt er auch plötzlich keine Verkehrsregeln mehr.
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  • banda69 01.09.2018 05:44
    Highlight Highlight Ein grossartig geschriebener Text! ❤
    Danke William Stern! 🙏

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