International

Letztes Jahr starben sechs Millionen Kinder – zwei Drittel davon in diesen zehn Ländern

11.11.16, 07:51 11.11.16, 13:59

Trotz des deutlichen Sinkens der Kindersterblichkeit weltweit haben Forscher wegen anhaltend hoher Sterberaten in einigen armen Ländern Alarm geschlagen. Fast sechs Millionen Kinder seien im vergangenen Jahr vor Erreichen des fünften Lebensjahrs gestorben.

60 Prozent dieser Fälle entfielen auf nur zehn Länder, heisst es in einer Studie, die am Freitag im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler forderten «beschleunigte Investitionen», um die Kindersterblichkeit dort gezielt zu bekämpfen.

Unter diesen zehn Ländern sind fünf in Afrika. 

In den Ländern sind Lungenentzündungen die häufigste Todesursache von Kindern unter fünf Jahren.

Die anderen fünf Länder liegen in Asien:

Dort sterben besonders viele Kinder aufgrund der Komplikationen bei Frühgeburten.

Lungenentzündung, Malaria und Durchfall

Die Studienautoren um die Medizinerin Li Liu von der Johns Hopkins Bloomberg School for Public Health empfahlen bessere medizinische Vorsorge gegen Lungenentzündungen, Malaria und Durchfall sowie Verbesserungen bei der Wasserversorgung und im Sanitärbereich. Damit könnte die Kindersterblichkeit in den am schlimmsten betroffenen Ländern gesenkt werden.

In reicheren Ländern wie etwa den USA sterben weniger als zehn von 1000 Kindern vor dem fünften Lebensjahr. In den am schlimmsten betroffenen Ländern sind es mehr als 90. Die höchsten Sterberaten würden in Angola, der Zentralafrikanischen Republik, Tschad, Mali, Nigeria, Sierra Leone und Somalia gemessen, heisst es in der Studie.

Kurz nach der Geburt gefährdet

Am meisten gefährdet seien Kinder kurz nach der Geburt. Von den 5,9 Millionen Kindern, die 2015 vor Erreichen des fünften Lebensjahrs gestorben seien, seien 2,7 Millionen in den ersten vier Wochen nach der Geburt gestorben.

Vom Jahr 2000 bis 2015 sei die Zahl der Todesfälle der Unter-Fünfjährigen um vier Millionen gesunken, was einem Rückgang von 53 Prozent entspreche. Die Erfolge im Kampf gegen Kindersterblichkeit seien weltweit aber sehr ungleich verteilt, schreiben die Studienautoren. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • Thinktank 11.11.2016 10:09
    Highlight In Afrika ist die Geburtenrate etwa bei 5 Kindern pro Frau. Vielleicht sollte man in armen Ländern nicht so viele Kinder zeugen, wenn man sie nicht ernähren kann und kein Geld für medizinische Versorgung hat und sie nie einen Job finden werden.
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    • Fly Baby 12.11.2016 09:44
      Highlight Vielleicht solltest du mit deinen Wohlstandsproblemen kurz überlegen was du rauslässt.
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  • Lügensperber 11.11.2016 10:06
    Highlight https://www.clintonfoundation.org/our-work/by-topic/global-health
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  • Fumo 11.11.2016 08:34
    Highlight "Vom Jahr 2000 bis 2015 sei die Zahl der Todesfälle der Unter-Fünfjährigen um vier Millionen gesunken, was einem Rückgang von 53 Prozent entspreche. Die Erfolge im Kampf gegen Kindersterblichkeit seien weltweit aber sehr ungleich verteilt, schreiben die Studienautoren."

    Bill und Melinda können nun mal nicht die ganze Welt alleine retten (auch wenn es den Hatern gegen den Strich geht, ihre Foundation ist massgeblich für diesen Rückgang verantwortlich). Man könnte ja die Chefs von Google und Apple auch mal dazu animieren was zu unternehmen.
    25 3 Melden
    • Lügensperber 11.11.2016 10:03
      Highlight http://www.gatesfoundation.org/de/
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  • lilie 11.11.2016 08:30
    Highlight China hat eine Kindersterblichkeit von unter 10 Kindern pro 1000 Lebendgeburten:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/18787/umfrage/saeuglingssterblichkeit-in-china/
    4 0 Melden
    • michiOW 11.11.2016 15:40
      Highlight China hat aber extrem viele Einwohner.
      Die Top Zehn sind aber in absoluten Zahlen gemeint.
      1 0 Melden
    • lilie 11.11.2016 16:04
      Highlight @michiOW: Schon. Aber das wird doch dann willkürlich. Klar sollte man so viele Kinder wie möglich retten, aber doch nur da, wo es auch sinnvolle Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Und da sin die katastrophalen hygienischen Bedingungen und die Mangelernährung in weiten Teilen Afrikas sicher vordringender gegenüber China, welches (offenbar) nicht schwerwiegendere Problema hat wie Europa.
      5 0 Melden
    • michiOW 11.11.2016 16:25
      Highlight Das habe ich aber auch nie gesagt.

      Ich wollte dich nur darauf hinweisen, wieso Chinain diesem Artikel zu finden ist.

      Die relative Anzahl oder der Median sind viel aussagekräftiger als absolute Zahlen.
      1 0 Melden
    • lilie 11.11.2016 18:00
      Highlight @MichiOW: Ach so. Hatte ich auch so verstanden. Fand es eben nur nicht besonders sinnvoll. ☺
      2 0 Melden
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  • Dschungelpartei 11.11.2016 08:02
    Highlight "Dort sterben besonders viele Kinder aufgrund der Komplikationen bei Frühgeburten."
    Zum Beispiel wenns in China ein Mädchen wär...

    Ausserdem glaube ich, dass die Statistik dadurch verzerrt wird, dass in vielen der genannten Ländern allgemein überdurchschnittlich viele Menschen leben.
    17 4 Melden
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