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Kurz nach der Operation waren die Ärzte noch zuversichtlich, doch Komplikationen führten schliesslich dazu, dass die Gebärmutter wieder entfernt werden musste.<br data-editable="remove">
Kurz nach der Operation waren die Ärzte noch zuversichtlich, doch Komplikationen führten schliesslich dazu, dass die Gebärmutter wieder entfernt werden musste.
Bild: AP/The Plain Dealer

Doch kein Happy-End: Erste Gebärmutter-Transplantation in den USA gescheitert

Die erste Gebärmutter-Transplantation in den USA ist gescheitert. Nachdem das Organ Ende Februar zunächst erfolgreich transplantiert worden war, habe es «kürzlich plötzlich Komplikationen» gegeben, teilte die Cleveland Klinik im Bundesstaat Ohio am Mittwoch mit.
10.03.2016, 03:4810.03.2016, 04:52

Daraufhin habe der 26-Jährigen die Gebärmutter wieder entfernt werden müssen. Die Patientin sei nach der Operation auf dem Weg der Besserung.

Die neunstündige Transplantation vom 25. Februar verlief zunächst erfolgreich. Die Patientin namens Lindsey war wohlauf und hatte sich noch am Montag bei einer Pressekonferenz «unendlich dankbar» für die Chance gezeigt, eigene Kinder bekommen zu können. Die Adoptivmutter von drei Jungen erfuhr nach eigenen Angaben im Alter von 16 Jahren, dass sie nicht schwanger werden kann.

Die verpflanzte Gebärmutter stammte von einer verstorbenen Organspenderin. Die Cleveland-Klinik kündigte an, nun genau zu untersuchen, was zu den nicht näher genannten Komplikationen führte. Der klinische Versuch, in dessen Rahmen insgesamt zehn Frauen eine neue Gebärmutter erhalten sollen, werde fortgesetzt.

Maximal zwei Geburten

In Schweden hatte im September 2014 erstmals eine Frau nach einer Gebärmutter-Transplantation ein Baby geboren. Bis dahin waren die Eingriffe nie erfolgreich gewesen: Eine erste Gebärmutter-Transplantation schlug 2000 in Saudi-Arabien fehl, auch ein Versuch in der Türkei 2011 war letztlich nicht erfolgreich, weil die Schwangerschaft in der sechsten Woche scheiterte.

Ist die Transplantation erfolgreich, darf die Gebärmutter für maximal zwei Geburten binnen fünf Jahren im Körper der Frau bleiben. Das Abstossen des Organs wird in dieser Zeit durch die Einnahme starker Medikamente verhindert. (wst/sda/afp)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zeit_Genosse
10.03.2016 05:42registriert Februar 2014
In 20 Jahren gibt es künstliche Gebärmütter und der gesamte Kinderprozess kann damit ausgelagert erfolgen. Die Frage ist nicht können wir das, sondern wollen wir das. Machbarkeitsträume werden Realität und die Gesellschaft wird darüber befinden müssen. Selbstbeschränkung ist keine menschliche Stärke. Die Transplantation ist ein logischer medizinischer Schritt. Ob die weiteren Schritte auch menschliche sind, damit werden wir uns beschäftigen dürfen.
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