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Hat Michael Jackson doch Kinder missbraucht? Neue Doku schockiert die Zuschauer

28.01.2019, 12:1928.01.2019, 12:49

In den USA ist am letzten Freitag am Sundance Film Festival eine Dokumentation über Michael Jackson angelaufen, die bei den Zuschauern für Entsetzen gesorgt haben soll. In der vierstündigen Doku «Leaving Neverland» erzählen zwei mutmassliche Missbrauchsopfer, wie sie im Kindesalter vom King of Pop missbraucht worden seien.

Die Doku soll dabei so verstörend sein, dass der Leiter des Festivals vor dem Start des Films ausdrücklich vor dessen Inhalt gewarnt hat. Ausserdem wurden in der Lobby Psychologen zur Verfügung gestellt, an welche sich die Zuschauer bei Bedarf wenden konnten.

Bereits als die Doku nach zwei Stunden pausiert wurde, äusserten sich Reporter via Twitter geschockt über deren Inhalt. Mara Reinstein, Reporterin bei der «Us Weekly», schrieb beispielsweise, dass ihr übel sei, nachdem sie die ersten zwei Stunden gesehen habe.

«Mir ist schlecht, nachdem ich den ersten Teil der «Leaving Neverland»-Doku gesehen habe. Die Zeugen und Missbrauchsopfer von Michael Jackson wirken sehr glaubhaft. Es ist sexuell so explizit, dass in der Lobby Psychotherapeuten zur Verfügung stehen.»

Vereinzelte Zuschauer sollen sogar so geschockt gewesen sein, dass sie den zweiten Teil der Dokumentation erst gar nicht mehr besuchten. In der anschliessenden Fragestunde betonten die beiden mutmasslichen Opfer Wade Robson und James Safechuck, dass sie für ihr Mitwirken an der Doku nicht bezahlt worden seien. Vielmehr hätten sie mitgemacht, um denjenigen Trost zu spenden, welche Ähnliches durchgemacht hätten.

Jackson-Fans sind sauer

Bereits vor dem Start der Doku hatte der Film bei den Anhängern des Sängers für Proteste gesorgt. Wütende Fans versuchten, die Vorführung des Films zu verhindern, und drohten mit Protestaktionen. Die aufgebotene Polizei fand dann aber am Tag der Vorführung nur vereinzelte Protestler vor, welche ihren Unmut äusserten.

Flyer und Pappschilder sollten die Zuschauer gegen die Fake-Doku aufbringen.
Flyer und Pappschilder sollten die Zuschauer gegen die Fake-Doku aufbringen.Bild: Danny Moloshok/Invision/AP/Invision

Auch der Nachlassverwalter von Michael Jackson äusserte sich kritisch über die Dokumentation. In einer Erklärung bezeichnete er den Film als reisserisch, der auf erbärmliche und unverschämte Weise versuche, mit dem Namen Michael Jackson Geld zu machen.

Nach dem Sundance Film Festival soll die Dokumentation auf HBO ausgestrahlt werden. (pls)

So überzeugend kann ein manipuliertes Video aussehen:

Video: srf

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Scaros_2
28.01.2019 12:27registriert Juni 2015
Gemessen daran, was wir über Weinstein erfahren haben oder aber auch über diesen anderen Regisseur letztens hier auf Watson. Nein, es verwundert mich überhaupt nicht mehr. Es ist auch durchaus möglich. Denn so wie die ganzen Reportagen rund um #metoo etc. zeigen spricht sehr viel dafür, dass das TopBusiness aus der Sippe in diversen MIssbräuchen etc. involviert sind.

Das Musiker darin scheinbar "Grundauf Sauber" sind ist dann doch ein wenig naiv muss ich sagen.
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Lami23
28.01.2019 15:45registriert November 2015
Kann sein, kann aber auch nicht sein. Ich masse mir nicht an, über einen Menschen vorschnell zu urteilen.
An was ich mich aber noch erinnere, ist an die Geschichte der Eltern, welche ihre Kinder einstudiertes aufsagen liessen, um 20! Millionen von Michael Jackson zu erhalten. Über solche Leute erlaube ich mir ein Urteil zu bilden.
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HerbertBert
28.01.2019 13:41registriert Juni 2018
Gemäss 20min haben die beiden sogenannten Opfer vor Gericht für Michael Jackson ausgesagt.

Sorry, aber jetzt Jahre später nochmals damit zu kommen ist ein Witz. Im Gegensatz zu anderen hatten Sie die Chance "die Wahrheit" zu sagen. Jetzt Jahre später nach dem Tod nochmals damit zu kommen ist einfach nicht glaubwürdig. Wieso gings damals nicht?
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