DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

25 Fakten zu 25 Jahren «Akte X», die du bestimmt noch nicht kennst

12.09.2018, 14:1013.09.2018, 09:10

Ein Vierteljahrhundert ist die Mysterie-Serie «Akte X» nun schon alt! Zeit also, auf die Kultserie zurückzublicken.

Das Intro haben wir einem Zufall zu verdanken

In einem Podcast mit dem Online-Portal Motherboard erinnert sich Komponist Mark Snow zurück, wie er auf die typische Melodie für «Akte X» kam. Demnach hatte er schon einiges ausprobiert, aber ihm, und auch Serienerfinder Chris Carter, gefiel keines der Intros wirklich gut.

«Also dachte ich mir, ich fange einfach noch einmal ganz von vorne an», sagte Snow. Zuhause in seiner Garage tüftelte er weiter, fand aber noch immer keinen guten Ansatz. Doch dann kam er mit seinem Ellenbogen versehentlich auf eine Taste seines Keyboards und aktivierte einen Delay-Effekt. Ein unheimliches, elektronisches Echo erklang. «Das ist es!», dachte sich Snow. Kurz darauf war das heutige Intro entstanden.

Hören wir doch gleich mal rein:

Kritiker fanden die Serie nicht gut

Bevor die erste Staffel von «Akte X» überhaupt anlief, prognostizierten die Kritiker der Serie ein schnelles Ende. So schrieb die bekannte Entertainment Weekly, welche die Pilotfolge gesehen hatte, 1993 über «Akte X»:

«Diese Serie ist
eine Totgeburt.»

Die erste Serie ab 18

In Zeiten von «Game of Thrones», «Vikings» oder «Breaking Bad» kaum vorstellbar, aber: «Akte X» war tatsächlich die allererste TV-Serie, die in den USA erst ab 18 Jahren freigegeben wurde. Grund war die Folge «Home» in der vierten Staffel. Darin ermittelt Mulder gegen eine Familie, die durch jahrzehntelangen Inzest deformierte Körper hat.

Nach der Premiere der Episode hat Fox «Home» für alle zukünftigen Ausstrahlungen sperren lassen.

So sah die Mutter der Familie aus. (Anklicken auf eigene Gefahr):

Surprise
bild: 20th century fox

«Das Schweigen der Lämmer» diente als Inspiration für Scully

Jodie Foster als Clarice Starling.
Jodie Foster als Clarice Starling.
Bild: Columbia Tri-Star

In einem Interview mit dem Online-Magazin Smithonian erzählte Serienerfinder Chris Carter, dass die starke Figur der FBI-Agentin Clarice Starling aus «Das Schweigen der Lämmer» eine Inspiration für den Charakter der Dana Scully war:

«Das Schweigen der Lämmer» war eine Inspiration. Es ist kein Zufall, dass Dana Scully rotes Haar hat, so wie Clarice Starling in «Das Schweigen der Lämmer».

Das Filmstudio wollte eine heisse Blondine

Pamela Anderson in «Baywatch».
Pamela Anderson in «Baywatch».
Bild: Kinowelt

Dem produzierenden Studio 20th Century Fox gefiel Carters Vorstellung einer starken Frauenfigur, die Hosenanzüge trägt, allerdings gar nicht. Wäre es nach dem Studio gegangen, hätte Pamela Anderson die Rolle erhalten:

«Sie wollten eine Frau, die vollbusiger, schlanker, langbeiniger als ich war. Sie konnten sich nicht vorstellen, wie David und ich erfolgreich sein sollten ... Zu Beginn traute mir niemand zu, dass ich zu irgendetwas imstande wäre.»
Dies sagte Gillian Anderson selbst, wie das Onlinemagazin «Den of Geeks» berichtet

Mulder sollte die alleinige Hauptfigur werden

Immer schön hinten bleiben!
Immer schön hinten bleiben!
Bild: 20th Century Fox

In den Augen des Studios sollte Scully auch nicht als gleichberechtigter Haupcharakter neben Fox Mulder dargestellt werden. Dies ging sogar so weit, dass Scully vor der Kamera immer leicht hinter Mulder platziert werden musste, wenn diese nebeneinander hergingen. Doch Gillian Anderson wie auch Chris Carter wehrten sich dagegen und nach ein paar Folgen wurde dieses unsinnige Unterfangen aufgegeben.

Gillian Anderson musste um ihren Lohn kämpfen

Animiertes GIFGIF abspielen
Bild: 20th Century Fox via Giphy

Da Scully in den Augen der Produzenten keine Hauptfigur war, bezahlte man ihr auch weniger als David Duchovny. Erst nach drei Jahren konnte Anderson das Studio dazu bewegen, ihr Gehalt entsprechend anzupassen.

Doch wirklich schockiert war Gillian Anderson 2016, als «Akte X» fortgesetzt wurde und das Studio ihr nur die Hälfte von Duchovnys Salär bezahlen wollte:

«Sogar in den letzten paar Jahren sagte man in Interviews immer wieder zu mir: ‹Ich kann nicht fassen, dass das damals passiert ist, sowas ist verrückt. Wie fühltest du dich dabei?›

Mein Antwort war dann immer: ‹Das war damals eine andere Zeit.› Und nun ist es wieder passiert! Ich weiss gar nicht, was ich dazu sagen soll.»

Scully hat junge Mädchen inspiriert

Bild: 20th Century Fox

Im April 2018 hat das Geena Davis Institute on Gender in Media eine repräsentative Umfrage zu «Akte X» veröffentlicht. Demnach sollen weibliche Teenager, die regelmässig «Akte X» geschaut haben, später eher eine Laufbahn im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) eingeschlagen haben.

Die Hälfte der 2021 Teilnehmerinnen, die alle mindestens 25 Jahre alt waren, gaben an, Dana Scully habe ihr Interesse für MINT geweckt. 91 Prozent sehen Scully auch heute noch als Vorbild für Frauen und Mädchen.

Gillian Anderson war blutige Anfängerin

Anderson war bei Drehbeginn erst 24 und hatte kaum Dreherfahrung, während Duchovny mit 33 Jahren schon einiges an Routine mitbrachte. Auf ihrer Website schreibt Anderson darüber, wie es war, mit Duchovny das erste Mal vor der Kamera zu stehen:

«Ich war ein Grünschnabel. Es war das zweite Mal, dass ich vor einer Kamera stand. Ich brauchte dringend jemand, der mir unter die Arme griff. Und er tat es.»

Fox Mulder ist nicht nach dem Produktionsstudio benannt

Bild: 20th Century Fox

Immer wieder taucht bei Fans die Vermutung auf, dass Chris Carter die Hauptfigur Fox getauft hat, um bei 20th Century Fox Sympathien für die Show zu gewinnen. Carter allerdings sagte, die Figur sei schlicht nach einem sehr guten Freund aus Kindheitstagen benannt.

Echte Wissenschaftler wurden angestellt

Der «Flukeman» aus der zweiten Staffel war eine Art menschlicher Bandwurm, der durch die Tschernobyl-Katastrophe entstanden ist.
Der «Flukeman» aus der zweiten Staffel war eine Art menschlicher Bandwurm, der durch die Tschernobyl-Katastrophe entstanden ist.
Bild: 20th Century Fox

Um die Wissenschaft in der Serie möglichst akkurat darzustellen, wurden extra wissenschaftliche Berater angestellt. Zum Beispiel die Mikrobiologin Anne Simon. Über die Arbeit an der Serie berichtete sie dem Onlinemagazin Geek Wire:

«Du bist nicht da, um Chris, dem Drehbuchautor, zu sagen: Hey, du kannst keine Kreatur machen, die halb Wurm, halb Mensch ist. Aber du möchtest, dass etwas nachvollziehbares dabei herauskommt.»

Anderson flog wegen ihrer Schwangerschaft beinahe aus der Serie

Als Gillian Anderson vor Drehbeginn der zweiten Staffel schwanger wurde, wollten sie die Produzenten rausschmeissen. Chris Carter weigerte sich allerdings, Scully aus der Geschichte zu schreiben. Stattdessen wurde Andersons Schwangerschaft einfach mit erzählerischen und filmischen Tricks kaschiert.

Einige Staffeln später wurde Andersons Seriencharakter dann selbst schwanger:

Bild: 20th Century Fox

Jetzt abonieren, hopp, hopp:

    Filme und Serien
    AbonnierenAbonnieren

Der Schauspieler von Walter Skinner wurde fast abgelehnt

Bild: 20th Century Fox

Schauspieler Mitch Pileggi musst ganze dreimal vorsprechen, um die Rolle des FBI-Vitzedirektors Walter Skinner zu bekommen. Pileggi dachte schon, Chris Carter würde in hassen. Später eröffnete ihm dieser, dass er zuerst schlicht dachte, ein rasierter Schädel sei zu krass für einen FBI-Agenten.

Amüsant: Pileggi hat durch die Serie seine zukünftige Ehefrau kennengelernt. Arlene Warren war das Stunt-Double für Dana Scully. Später hatte sie sogar einige Auftritte als Walter Skinners Assistentin.

Im echten Leben ist Mulder der Skeptiker

Bild: 20th Century Fox

In einem Interview von 1994 sagte Gillian Anderson, im echten Leben sei sie die Gläubige und David Duchovny der Skeptiker. Darin meinte sie unter anderem, dass sie Dinge wie Psychokinese, aussersinnliche Wahrnehmung oder auch das Vorhersagen der Zukunft super fände.

Die beiden konnten sich lange nicht ausstehen

Animiertes GIFGIF abspielen
Bild: 20th Century Fox via rebloggy

Obwohl Duchovny und Anderson heute gute Freunde sind, dauerte es seine Zeit, bis die beiden gut miteinander auskamen. In einem Interview mit der Variety sagte Duchovny, dass es tatsächlich erst nach dem Ende der neunten Staffeln soweit war.

«Die Bürde, diese Serie zu drehen, hat Monster aus uns beiden gemacht.»
David Duchovny

Erst 2008, beim Dreh des zweiten Kinofilms «Akte X – Jenseits der Wahrheit», hat es laut Duchovny plötzlich «Klick» gemacht. «Wir machten beide einen Schritt zurück und merkten: ‹Wow, eigentlich mögen wir einander sehr gut›. Damit hatte ich nicht gerechnet.»

Anderson war zu klein

Bild: Imgur

Gillian Anderson war mit 159 Zentimeter rund einen Kopf kleiner als David Duchovny und musste deswegen für gewisse Szenen auf eine Schachtel stehen, wenn sie im Bild direkt neben Duchovny stand.

Auf ihrer Website erinnert sich Anderson:

«Manchmal vergass ich, dass ich auf einer Box stand. Zum Beispiel war da dieser sehr ernsthafte Moment in einer ernsten Szene. Ich drehte mich zur Kamera um und fiel einfach von meiner Schachtel.»

In den neueren Episoden sieht man das sehr gut:

Reale Ereignisse dienten als Vorlage

Ausschnitt aus der Folge «Home».
Ausschnitt aus der Folge «Home».
Bild: 20th Century Fox

Für den Inhalt einiger Episoden liessen sich die Drehbuchautoren von tatsächlichen Ereignissen inspirieren. Beispielsweise basierte die Folge «Home» (siehe Punkt 3) auf einem Vorfall aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania. Auch viele fragwürdige Experimente der amerikanischen Regierung dienten häufig als Vorlage und wurden für die Serie natürlich noch etwas ausgeschmückt.

Der Hauptbösewicht war ursprünglich nur als Statist gedacht

Bild: 20th Century Fox

Der Raucher gehört wohl zu den meistgehassten TV-Bösewichten aller Zeiten. Dabei war er ursprünglich nur einmal als Statist ohne Text zu sehen gewesen. Schauspieler William B. Davis erzählte in einem Interview:

«Es gab eine Zeit, da war ich in keiner Episode zu sehen. Dann bekam ich plötzlich eine oder zwei Zeilen Text. Das ging dann immer so weiter, bis zu einer grossen Szene, in der mich Mulder mit einer Waffe verfolgt. Das war der Wendepunkt, bei dem die Produzenten den Entschluss fassten, mich zum Hauptbösewicht zu machen.»

«Der Raucher» hasste Zigaretten

Wer erinnert sich noch an die Fake-Zigarettenmarke?
Wer erinnert sich noch an die Fake-Zigarettenmarke?
Bild: 20th Century Fox

William B. Davis hatte zu der Zeit, als er die Rolle bekam, seit fast 20 Jahren nicht mehr geraucht. Bevor er den Zigaretten abgeschworen hatte, war er 25 Jahre lang Raucher gewesen. Weil er Angst hatte, durch seine Rolle wieder süchtig zu werden, ersetze man seine Zigaretten nach einigen Episoden durch Kräuter-Zigaretten. Später unterstützte Davis diverse Raucher-Präventionskampagnen.

Scully und Mulder sollten nie ein Paar werden

Bild: 20th Century Fox

Chris Carter wollte eigentlich nicht, dass Mulder und Scully zusammenkommen. Um das zu unterstreichen gibt es in der ersten Staffel sogar eine entsprechende Szene. Darin sitzt Scully nur im BH vor Mulder, weil dieser sie auf Insektenbisse untersuchen muss. Mulder zeigt dabei keinerlei Interesse an Scully. Sogar ein Freund war für Scully vorgesehen. Dieser wurde dann aus dem Script gestrichen und der Rest ist TV-Geschichte.

«Akte X» war ein Karrieresprungbrett für viele Schauspieler

«Akte X» war das Serien-Phänomen der 90er-Jahre. Darum wollte auch jeder angehende Schauspieler «Akte X» unbedingt in seinem Portfolio haben.

Zum Beispiel diese hier:

1 / 10
Bekannte Schauspieler, die bei Akte X dabei waren
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Walter White aus «Breaking Bad» gibt es nur dank «Akte X»

«Breaking Bad» verdankt einen grossen Teil seiner Popularität der darstellerischen Leistung von Hauptdarsteller Bryan Cranston als Walter White. Da Bryan Cranston zuvor aber in der Sitcom «Malcolm mittendrin» den quirrligen Vater Hank gespielt hatte, trauten ihm die Produzenten die ernsthafte Rolle des Walter White nicht zu. 

Serienschöpfer Vince Gilligan war aber von Cranstons Können überzeugt. Also kramte er kurzerhand die Akte-X-Episode mit Bryan Cranston hervor, zeigte sie den Produzenten und konnte sie so überzeugen.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

«Akte X» haben wir eine ganze Filmreihe zu verdanken

1994 schrieb der junge Drehbuchautor Jeffrey Reddick unaufgefordert ein Drehbuch für eine Episode von «Akte X», in der Hoffnung so einen Fuss ins Seriengeschäft zu kriegen. Allerdings fand ein TV-Agent das Script so gut, dass er Reddick ermutigte, ein Filmdrehbuch daraus zu machen. Reddick folgte dem Rat und tatsächlich wurde das Script verfilmt. Das Ergebnis kam im Jahr 2000 in die Kinos: «Final Destination». Bisher gibt es vier Fortsetzungen.

Das Original-Drehbuch für die Akte-X-Episode kannst du übrigens hier lesen.

Oder ihr guckt euch den Trailer zum Film an:

Es gab ein Spin-Off zur Serie

Bild: 20th Century Fox

2001 startete mit «Die einsamen Schützen» ein Ableger von «Akte X». Die Serie drehte sich um drei Zeitungsredakteure, die sich auf aussergewöhnliche Phänomene spezialisiert hatten. Die Serie sollte einen humoristischeren Ansatz als «Akte X» verfolgen, wurde aber bereits nach 13 Folgen abgesetzt.

«Die einsamen Schützen» hat 9/11 vorausgesagt

Die einsamen Schützen sagten die Ereignisse vom 11. September 2001 fast schon beunruhigend genau voraus. Etwa sechs Monate vor der Tragödie wurde die Pilotepisode der Serie ausgestrahlt.

Darin wird ein Flugzeug mit dem Ziel entführt, es in einen der Zwillingstürme des World Trade Center zu steuern. Im Verlauf der Folge stellt sich dann heraus, dass die Entführung von der US-Regierung geplant worden war. Diese wollte den Anschlag Terroristen anhängen, um von der Bevölkerung Unterstützung für einen Krieg im Mittleren Osten zu erhalten. Und das alles nur, um die Kriegsindustrie wieder anzukurbeln.

Hier der betreffende Ausschnitt, in welchem alles zusammengefasst wird:

Von diesen Serien wünschen sich die watson-User ein Remake:

1 / 12
Von diesen Serien wünschen sich die watson-User ein Remake
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ob er auch «Akte X» geschaut hat? So sieht es aus, wenn ein Typ aus den 90ern ins 2018 reist:

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Mehr aus der Film- und Serienwelt:

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einfach 17 Beispiele, wie die «Simpsons» die Zukunft immer wieder voraussagten

Seit 30 Jahren flimmern die «Simpsons» über die Mattscheibe. Die Drehbuchautoren haben bei ihren Zukunftsprognosen teils erstaunlich gut ins Schwarze getroffen – und das hat einen simplen Grund.

Als Donald Trump 2016 zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde, machte rasch die Runde, dass die «Simpsons» schon im Jahr 2000 seine Wahl richtig vorausgesagt hatten. Drehbuchautor Al Jean, der seit 1989 Part der Serie ist, erklärte der britischen BBC in diesem Jahr, wie es dazu kam: «Wir haben einfach nur einen witzigen Promi gesucht, den wir zum Präsidenten machen konnten.» Die Antwort fällt also reichlich unspektakulär aus. Und ganz abwegig war die Prognose schon damals nicht: Zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel