Leben
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Die schönsten Orte, die von der Welt vergessen wurden

Bild: reginald van de velde

Photograph Reginald Van de Velde reist um die Welt und sucht nach Orten, die Geschichten von vergangenem Ruhm erzählen. Und er findet sie. Überall.



Wieso ist jetzt alles mint?
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In mint schreiben watson-Autoren und freie Autoren aus aller Welt. Die Geschichten erkennt ihr auf der watson-Startseite an einem «m.» im Bild. So, und nun: Viel Spass. :)

Die Bilder-Serie mit dem stimmigen Titel «Dystopia» soll angeblich eine verlorene Gesellschaft reflektieren: wirtschaftlicher Niedergang, soziale Vernachlässigung, Desaster und Untergang.

Blick in ein japanisches Luxushotel. Inklusive Tatami-Matten und Wänden aus Reispapier. Bild: reginald van de velde

Aus einer anderen Perspektive: Van de Velde portraitiert mit seinen apokalyptischen Grossaufnahmen das Echo vergangener Pracht und Prunk. Auf den zweiten Blick offenbart sich der Wille der Erbauer, der Maler und Architekten, Grosses zu schaffen. Eleganz ohne Kompromisse, Schönheit ohne Grenzen.

Altes Theater in Bulgarien aus Zeiten des kommunistischen Regimes. Es war damals das bekannteste und beliebteste Theater der Region. Allerdings auch die einzige Quelle für Unterhaltung überhaupt. Mittwochs und Freitags wurden Filme gezeigt: UdSSR-Filme oder Propaganda. Geschlossen nach dem Fall des Eisernen Vorhanges.  Bild: reginald van de velde

Der Photograph, ein angefressener Reisender, hält mit sicherem Blick die Masslosigkeit, die Exzesse vergangener Zeiten fest. 

Der Mangel an Beachtung und Sorgfalt, die diesen Orten zuteil werden, ist gleichsam beschämend wie faszinierend.

Ein industrieller Raum in Paris, der einem Gefängnis gleicht. In den 1950er Jahren errichtet, wurde hier Wein gelagert. In 125 Tanks konnten insgesamt 43'000 Hektoliter Wein aufbewahrt werden. Zu seiner Zeit war es eines der grössten Weindepots Europas mit Fokus auf den Export für den nordafrikanischen Markt. Geschlossen in den Neunzigern und seither verlassen.  Bild: reginald van de velde

Reginald Van de Velde, geboren 1975 in Belgien, zeigt seine persönliche Ansicht auf die Welt mittlerweile weltweit. Unter anderem im The Art & Science Museum (Singapur), am Backlight Photo Festival (Finnland), am New York Photo Festival (USA), im Somerset House (England) und am Cannes Lions International Festival (Frankreich).

Reginald Van de Velde

Ein vom Mond erleuchteter Himmel über einer Achterbahn des Nara Dreamland, eines verlassenen Vergnügungsparks in Japan. Vom kalifornischen Disneyland inspiriert, wurde es 1961 eröffnet und kopierte das Original fast bis ins Detail. Mit der Eröffnung von Disneyland Tokyo und den Universal Studios Japan verlor es seine Faszination und schloss schliesslich 2006 seine Türen.  bild: reginald van de velde

Die von ihm abgelichteten Gebäude sind oft historische Einzelstücke ihres architektonischen Genres und viele wurden unterdessen abgerissen. Van de Veldes Bilder sind damit die letzte verbleibende Erinnerung. 

Was auch erklärt, warum seine Werke von Bibliotheken und nationalen Archiven weltweit gelistet werden. 

«Was mich unglaublich fasziniert, ist, dass jeder Kühlturm ein anderes Innenleben und andere Bauweise aufweist. Von aussen sehen sie alle gleich aus, aber mit jedem neuen Kühlturm, den ich zu sehen kriege, werde ich wieder aufs Neue überrascht.»

Zu seiner Spezialreihe zu Kühltürmen von Atomkraftwerken reginald van de velde


Van de Veldes Bilder wurden unter anderem schon hier publiziert: The-World-Photography-Awards-Buch, Aesthetica Magazine, Esquire Magazine, F11 Magazine, sowie im Beauty-in-Decay-Buch, um nur einige zu nennen. Seine Abzüge gehören zu den handverlesenen Favoriten vieler Bildredaktoren des National Geographic Magazine.

Das Buzludzha Monument, Bulgarien. Es wurde vom kommunistischen Regime errichtet, um den Anlass 1981 zu feiern, als sich die Sozialisten heimlich in der Gegend versammelten und eine organisierte sozialistische Bewegung starteten. Es fasst mehrere 1000 Besucher. Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhanges wurde es geschlossen und steht seither verlassen auf der Bergspitze des Chadschi Dimitar. Bild: reginald van de velde

Van de Velde teilt seine Eindrücke regelmässig auf Instagram und seiner Website: Suspicious Minds.

Noch mehr verlorene Schönheit:

Das war Tokio, bevor es zerstört wurde: 

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sambeat 04.03.2017 02:26
    Highlight Highlight Ich finde dieses Mint-Dingens nicht so doll. Kann ich das wegtun?
    • Charlie Brown 04.03.2017 07:05
      Highlight Highlight Ich finde diesen Kommentar auch nicht so doll. Aber ich lasse ihn gerne im Sinne der Vielfalt stehen.
    • Lina Selmani 04.03.2017 08:58
      Highlight Highlight Was genau willst du denn wegtun?
    • Marbek 04.03.2017 09:05
      Highlight Highlight Du hast doch die Wahl: Einfach nicht anschauen - Problem gelöst.

      Oder was meinst du mit "wegtun"?
  • Theageti 04.03.2017 01:15
    Highlight Highlight Oh Gott! Wie ich so lost-places liebe <3
    • you know who 04.03.2017 07:14
      Highlight Highlight Da kann ich mich nur anschliessen. Solche Plätze sind total faszinierend.. :)

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