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FDP-Präsidentin Petra Gössi kämpft für flexibles Home-Office. printscreen srf

Stress-«Arena»: Wie FDP-Gössi den Gewerkschaftler mit Home-Office «ernsthaft erschüttert»

Chrampfen wir uns wirklich krank? Oder sind  nicht einfach die Smartphones und neue Familienmodelle Schuld am Dauerstress? Geht es nach FDP-Präsidentin Petra Gössi, bringt flexibles Home-Office Entlastung. Das bringt Gewerkschafts-Vertreter Daniel Lampart zur Weissglut. Für den Lacher des Abends sorgte Moderator Projer gleich selbst. 



Whatsapp-Terror kurz vor Mitternacht? Für manches Job-Teammitglied ist das keine Zukunftsmusik, sondern Realität. Die Arbeitswelt fordert nicht nur von Top-Managern immer mehr ab. Jeder vierte Arbeitnehmer hat zu viel Stress bei der Arbeit. «Chrampfen wir uns krank», fragte «Arena»-Moderator seine Gäste am Freitagabend. Nicht zuletzt, weil immer mehr Frauen arbeiten und sich der Familienalltag rasant verändert. Und Social Media für Dauerstress sorgt. Zahlen zeigen eine dramatische Zunahme von Krankheitsfällen wegen überarbeiteten Leuten, 35 Prozent fühlen sich fast immer erschöpft. 

FDP-Präsidentin Petra Gössi kämpft auch darum im Parlament für flexiblere Arbeitszeiten und kürzere Ruhephasen. Die acht Arbeitsstunden sollen neu 17 statt wie bis anhin 14 Stunden über den Tag verteilt werden, um Home-Office und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. «Es geht darum, endlich die Realität zu legalisieren. Heute ist es teilweise eigentlich verboten, abends schon nur ein Email anzuschauen», so Gössi. 

«Das ist kreuzfalsch, Frau Gössi!»

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Gewerkschaftler Daniel Lampart hingegen sieht im FDP-Vorstoss eine verkappte Arbeitszeitverlängerung. «Neu kann so der Chef mitten in der Nacht ein SMS mit einer Aufgabe schicken, heute ist dies illegal», so Lampart, der sich so richtig in Fahrt redete und je länger je mehr mit den Armen fuchtelte. «Sie haben ein falsches Verständnis von der Sache. Es geht nur um bestimmte Berufsgruppen», grätschte ihm dann Gössi rein.

Darauf sorgte Lampart für den Ausraster des Abends. «Das ist kreuzfalsch, Frau Gössi. Sie haben das Dokument nicht einmal richtig gelesen, das erschüttert mich ernsthaft», polterte der Gewerkschafter, der mit seinen Wortsalven einen satten Treffer landete. «Sie wollen jetzt einfach ein Problem legalisieren», so Lampart weiter. Mit seiner aggressiven Performance punktete er beim Publikum. 

Juso-Präsidentin Tamara Funiciello hatte ihren «Magic Moment» etwas später, als sie mit Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt die Klingen kreuzte. Dieser merkte beiläufig an, dass Männer sich nach der Arbeit nicht einfach zu Hause aufs Sofa legten, sondern sich etwa auch als Junioren-Fussballtrainer für die Allgemeinheit engagierten. «Es gibt noch andere Milizarbeit als Hausarbeit»., so Vogt. 

Juso-Funiciello: «Jetzt machen sie mich richtig hässig!»

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Da erlebte Moderator Jonas Projer eine Premiere. «Tamara Funiciello sucht ihr Wort und findet es nicht», und reichte das Votum an die aufgebrachte Bernerin weiter. 

«Ich bin echt schockiert von ihrer Aussage», sagt die Juso-Provokateurin an die Adresse von Vogt. Eine Fussballmannschaft zu coachen, sei nicht dasselbe wie Hausarbeit zu machen. «Ein Training macht mega viel mehr Spass als eine Küche zu putzen. Jetzt machen sie mich richtig hässig», so Funiciello. 

Zank um 25-Stunden-Woche

Sauer ist die Juso-Präsidentin auch über lange Arbeitswochen. Die Juso fordert denn auch, die Arbeitszeit auf 25 Stunden pro Woche zu senken. «Es muss neben der Arbeit mehr Zeit für Kinderbetreuung bleiben», sagte auch Autorin Sibylle Stillhart in der «Arena». Weniger Arbeit als Anti-Stress-Mittel also. 

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Familie und Beruf zu vereinbaren sei eine extreme Herausforderung, so FDP-Präsidentin Gössi. «Die Wochenarbeitszeit zu verkürzen ist keine Lösung. Das können insbesondere kleinere Unternehmen nicht einfach so stemmen. Wir können uns nicht leisten, fürs gleiche Geld weniger zu arbeiten!» Vielmehr sei es nötig, die richtigen Tagesstrukturen für Familien zu schaffen. Damit etwa die Möglichkeit bestehe, Kinder in die Krippe zu geben. 

«Die Schweiz ist keine Insel»

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«Wir sind keine Insel, wir stehen im internationalen Wettbewerb. Die Schweiz konnte sich in der Vergangenheit immer anpassen und wettbewerbsfähig bleiben», mahnte Valentin Vogt an – der Arbeitgeberverband lehnte eine Verkürzung der Arbeitszeit klar ab. 

Machen uns einfach die Handys krank?

Ist es aber wirklich die Arbeit, welche die Leute so sehr stresst? Oder sind es vielmehr die Smartphones, auf denen Handy-Junkies selbst im Bett eifrig herumdrücken – und aus eigenem Antrieb noch rasch ein Geschäfts-Mail nebenbei beantworten? «Früher gab es mal noch so etwa wie Feierabend. Das ist vorbei», warf  Arena-Boss Projer rein. «Da ist jeder selber verantwortlich. Mein Arbeitgeber zwingt mich doch nicht, nach der Arbeit noch das Mail anzuschauen», sagt Gössi dazu. 

Sind handysüchtige Mitarbeiter einfach selber schuld? Es brauche halt eine gewisse Disziplin, so Arbeitgeberpräsident Vogt. «Natürlich kann man sich von dem Gerätli terrorisieren lassen. Aber man kann es auch ausschalten.» Sowieso sei es eine Kulturfrage der Firma. 

Projers Lach-Moment

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Juso-Funiciello konnte über diese Aussagen nur den Kopf schütteln. «In welchem Schlaraffenland lebt ihr hier?». Viele Angestellte könnten es sich nicht leisten, das Handy einfach auszustellen. «Viele Teams organisieren sich in Whatsapp-Chats, das ist die Realität.»

Für einen Lacher sorgte dann noch der offensichtlich komplett handysüchtige Arena-Moderator. «Die einzige Stunde der Woche, in der ich mein Handy nicht in der Hand halte, ist während der Arena. Dies sagen zumindest meine Kollegen». 

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    Alle Leser-Kommentare
  • maricana 28.04.2018 18:03
    Highlight Highlight Bezüglich Home-Office soll Petra Gössi doch gefälligst in den eigenen Reihen missionieren (FDP Unternehmer/Arbeitgeber). Genau diese vermeintlich liberalen Firmen blocken nämlich diese Option aus Misstrauensgründen (Zeiterfassung) vehement ab. Habe dies bis zu meiner Frühpensionierung so erfahren.
  • Matti_St 28.04.2018 15:15
    Highlight Highlight Eigentlich hätte ich erwartet, es steht jemand da, der bewusst entscheiden musste zwischen Burnout und reduziert Arbeiten. Aber aus finanziellen Gründen sich für das Burnout entschied.
    Denn in der Schweiz steht niemand hin und sagt, diese Arbeit kann ich nicht mehr länger machen. Man wird abgestempelt und als Schmarotzer dargestellt. Man wird nie mehr einen Job finden. Denn wir sind stolz auf unseren ersten Herzinfarkt. Dann hat man alles gegeben. Am besten gleich zwei. Das ist Härte. Und auch nach dem zweiten kommt jemand mit stolzer Brust und erzählt von dritten.
  • Sándor 28.04.2018 13:24
    Highlight Highlight Kapitalismus hat nicht nur sein positiven Seiten. Solange Rendite das ultimative Ziel ist wird sich nichts ändern. Eigentlich ist von allem genug da.
  • Maracuja 28.04.2018 12:58
    Highlight Highlight Ich kann eine kinderlose Frau wie P. Gössi, die behauptet die Ausdehnung des Arbeitstags auf 17 Stunden (8 1/2 h reale Arbeit mit längeren Pausen) diene der besseren Vereinbarkeit von Kindern und Beruf nicht ernst nehmen. 1. kommt homeoffice nur für einen Teil der Berufe in Frage, 2. ist der Stress gross, wenn man nach einem Tag mit mehreren Stunden Arbeit + Kinderbetreuung + Hausarbeit abends um 8 Uhr nochmals 2 bis 3 Stunden hochkonzentriert arbeiten muss. Ich habe mir gelegentlich einen Nachmittag mit Kids in Badi gegönnt und abends gearbeitet. Täglich hätte ich mir das nicht antun wollen.
  • demian 28.04.2018 12:51
    Highlight Highlight Der Herr Projer hätte statt die beiden Politikerinnen besser Leute eingeladen, die direkt von diesem Thema betroffen sind. Zum Beispiel einen normalen Angestellten und einen Firmeneigentümer.
    Ich will damit nicht sagen, dass die beiden Politikerinnen nicht wissen was Stress ist, aber privilegiert in ihren Aufgaben sind die beiden alle mal.
  • Eric Lang 28.04.2018 12:45
    Highlight Highlight Na ja, die Meisten welche hier Kommentare schreiben, können ja nicht wirklich unter Stress am Arbeitsplatz leiden.
    Warum?
    Weil die grosse Mehrheit dieser Kommentarschreiber, unter der Woche und während der Arbeitszeit hier ihre fröhlichen Diskussionen ausgiebig ausfechten.
    Und die Juso Tante hat gerade absolut keine Ahnung davon, wie man in einer leistungsorientierten Gesellschaft Geld verdient, will uns jedoch die Welt erklären.
    • _kokolorix 28.04.2018 19:26
      Highlight Highlight Ich weiss ja nicht wies in deinem Universum zu und hergeht, aber in meinem ist jetzt Wochenende. Während der Arbeit kommts mir nicht in den Sinn hier Kommentare zu schreiben. Das mach ich am Morgen und Abend zwischen der Arbeit und der Kinderbetreuung 😁
    • Juliet Bravo 28.04.2018 23:07
      Highlight Highlight In meinem Beruf - Kabinenbesatzung einer Fluggesellschaft - arbeiten wir nicht Mo-Fr und auch nicht von 8–17:30. Der Betrieb läuft rund um die Uhr an 365 Tagen in Jahr (auch während Heiligabend oder Sylvester sind Flieger unterwegs). Ich schreibe, wenn ich nicht im Einsatz bin und wenn ich Freizeit habe und keine Familienpflichten habe oder keine Freunde treffe.
    • Snowy 30.04.2018 08:34
      Highlight Highlight Eric hat recht: Viele Kommentare werden wohl während der "Arbeitszeit" geschrieben - so z.B. auch dieser hier. :-)

      Jedoch sind die Gründe/Entschuldigungen mannigfaltig. Ich stemple mich z.B nicht ein. Folglich bin ich selber schuld, wenn ich im I-Net rumhänge... ich werde nicht nach Arbeitsstunden bezahlt.
  • Snowy 28.04.2018 12:13
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass wir Schweizer noch stolz auf unsere gestressten Arbeitstage sind.
    Antwortet mal bei der üblichen Smalltalkfrage „Und wie laufts im Job so“ nicht mit dem üblichen „Stressig, aber ganz OK“, sondern mit „vollentspannt“... zumindest in meinem Umfeld erntet man damit entgeisterte Blicke.

    Gössi assoziiert von ihrem privilegierten Akademiniker(Job)umfeld auf alle Arbeitsnehmer, was natürlich Schwachsinn ist.
  • Beaudin 28.04.2018 11:57
    Highlight Highlight Schweizer Firmen verlagern die Produktionsstädte und Arbeitsplätze ins Ausland, es gibt nur ein Grund profit Steigerung.
  • Phiilofofi 28.04.2018 11:41
    Highlight Highlight Worüber wird eigentlich diskutiert? Solange die Diskutierenden ihre eigentlichen Interessen nicht offenlegen, sind wir als Publikum gezwungen ständig zwischen den Zeilen zu lesen.

    ich weiss ich weiss... "Welcome to politics..."
  • Posersalami 28.04.2018 10:59
    Highlight Highlight Man hat da gesehen wo da Problem liegt: Leute wie Gössi leben einfach in einer privilegierten Welt. Ich meine das ohne Neid oder Wertung, aber die kennt einfach die Lebensrealität der meisten Menschen nicht. Darum kommt dann aus ihrem Mund so viel Unsinn in normalen Ohren. Es ist ja schön wenn sie sich ihre Zeit so flexibel einteilen kann. Die meisten können das aber nicht und darum macht es absolut keinen Sinn, die Arbeitszeit weiter zu flexibilisieren. Wird doch eh nur ausgenutzt.
    • FrancoL 28.04.2018 11:54
      Highlight Highlight Zudem ist es interessant, dass zB Unternehmen aus Gössis Branche beim Abrufen von Dienstleistungen immer sehr klar die Leistung an EINEM bestimmten Zeitpunkt wollen, alles andere als flexibel. Habe dies schon mehrmals miterlebt bei Bauten für Finanzfachleute, da war nichts von Flexibilität beim Auftrag erfüllen. Kamen die Arbeiter nicht pünktlich am Morgen hatten unsere Bauleiter bis 8.00 bereits jene Telefonate. Ging ein Arbeiter früher, dann wunderte man sich.
      Flexibilität verlangt man gerne und wenn man sie anderen gewähren soll wird es viel schwieriger, darum ist Vorsicht geboten.
  • coronado71 28.04.2018 10:52
    Highlight Highlight Wieso waren da nur Azubis aus der Gesundheitsbranche im Publikum?

    Ich hätte es geschätzt, wenn da auch Leute aus dem IT- und KV-Bereich zu Wort kommen. Es sind nämlich die Bereiche, in denen in den letzten Jahren Jobs im grossen Stil nach Krakau, Bratislava, Mumbai etc. ausgelagert werden. Entsprechend auch grosser Stress/Konkurrenzdruck entsteht.

    Für deren Belange scheint sich weder der SGB noch Funiciello zu interessieren. Schade.
    • Juliet Bravo 28.04.2018 13:57
      Highlight Highlight Falsch herum gedacht. Nicht der SGB interessiert sich nicht für diese Leute, sondern diese Leute haben keine Lust, einer Gewerkschaft beizutreten.
      KVler oder ITler treten leider einfach nicht ein. Da liegt der Fehler.
    • _kokolorix 28.04.2018 19:31
      Highlight Highlight Solange die immer noch das Gefühl haben sie seien etwas Besseres als die Handwerker in ihren dreckigen Arbeitskleidern wird sich nichts ändern. Erst wenn alle Angestellten an einem Strang ziehen kann der Macht der Patrons etwas entgegen gesetzt werden
    • Juliet Bravo 28.04.2018 20:56
      Highlight Highlight coronado71, nur eine Frage: bist du Gewerkschaftsmitglied?
      Falls nicht: mach mit und tue du was für diese Berufsgruppen!
  • Yes. 28.04.2018 10:02
    Highlight Highlight «Ein Training macht mega viel mehr Spass als eine Küche zu putzen.

    Ich putze jeden Tag meine Küche und habe zwar nie selber trainiert, aber als Spieler gesehen wie extrem aufwändig das ist (1000 Mal aufwändiger als die Küche zu putzen!).

    Eine komische Aussage zu einem Thema, das nur am Rande für die Diskussion relevant ist. Übrigens git es auch unzählige Frauen, die Trainings leiten und Männer, welche putzen.
    • Posersalami 28.04.2018 11:01
      Highlight Highlight Es ging da nur drum zu sagen, dass ein Hobby wie Fussballtrainer nicht mit Pflichten wie Hausarbeit zu vergleichen ist. Das eine ist optional, das andere nicht.
    • Maragia 28.04.2018 11:47
      Highlight Highlight Hausarbeit ist Pflicht? Kann man auslagern, ganz einfach!
  • EvilBetty 28.04.2018 09:50
    Highlight Highlight Wer als «normaler Angestellter» Firmenmails auf dem Handy abruft ist schlicht selber Schuld. Wer ausserhalb der Arbeitszeit darauf auch noch reagiert erst recht. Ich arbeite in der IT, auf meinem Phone ist nix arbeitsrelevantes eingerichtet, mit Ausnahme des Terminkalenders um mich an Meetings zu erinnern. Ich werde für 42 Stunden bezahlt, also gibts auch 42 Stunden. SMS und WhatsApp sind bei mir aus Prinzip unwichtig. Bei einem Notfall erwarte ich dass man mich anruft und dann springe ich auch ein. Das habe ich in der Firma so kommuniziert und es gab noch nie ein Problem deswegen.
    • Ridcully 28.04.2018 09:59
      Highlight Highlight Ich seh das im Grundsatz gleich. Was bei mir aber regelmässig für Stirnrunzeln sorgt, sind die lieben Kollegen, die sogar noch stolz sind auf Überstunden und auf Andere runterschauen, welche eine funktionierende Work\Life Balance haben. Der Druck kommt nicht nur vom Management, sondern auch von sogenannten Kollegen. Und nein, ich bin nicht faul und bei uns müsste Niemand Überstunden leisten.
    • Butzdi 28.04.2018 10:23
      Highlight Highlight Das hängt von der Branche und der Organisation der Ug ab ab. Ich arbeite in einem internationalen Unternehmen in der Serviceindustrie und wenn einer unserer Kunden irgendwo ein grösseres Problem hat, das zu mir eskaliert wird, dann muss ich helfen - auch zum Selbstschutz, denn wenn das Problem nicht jetzt gelöst wird ist es morgen 10x grösser. Ist ein Teil meines Jobs.
      Ihnen als ITler müsste man das eigentlich nicht erklären müssen - wenn sie live Systeme haben die Freitags um 22:00 Uhr abstürzen kann ihr Arbeitgeber wohl kaum bis Montag warten bis sich jemand der Sache annimmt.
    • EvilBetty 28.04.2018 10:24
      Highlight Highlight Yup, das sehe ich genauso dass der Druck nicht nur aus der Teppichetage kommt. Ist bei uns auch so. Gibt Leute die sind praktisch 24 Stunden erreichbar. Beim Kader kann ich dies sogar nachvollziehen, nicht aber beim Fussvolk. Noch um das klarzustellen: Ich mache auch Überstunden, da diese bei uns aber weder bezahlt noch wirklich kompensierbar sind, tue ich das nur wenn es wirklich nicht anders geht, oder ich das durch einen Fehler selber verschuldet habe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Radesch 28.04.2018 09:30
    Highlight Highlight Viel blabla, die Wirtschaft kann sich das nicht leisten, blabla

    Das hiess es wahrscheinlich auch um 1918 herum. Damals musste das Volk streiken.

    Die FDP glaubt, dass das Volk nicht mitkriegt, dass die Wirtschaft abgreift, während beim Arbeitnehmer nicht viel übrig bleibt.

    Eine Senkung der Wochenarbeitszeit auf 35h pro Woche wäre bei verkraftbar und überfällig.

    • Lester McAllister 28.04.2018 10:53
      Highlight Highlight Radesch
      Ich weiss nicht woher Sie ihre Einstellung haben
      Aber schauen Sie sich doch mal um im Alltag in der Schweiz.
      Achten Sie darauf, wie sich die Leute kleiden, wie sie wohnen, sich ernähren, wie sie ihre Freizeit gestalten oder was für Autos oder Züge sie fahren.
      Oder fragen Sie mal einen Ausländer, was ihm zum Lebensstandart in der Schweiz einfällt.
    • Roman h 28.04.2018 11:59
      Highlight Highlight Klar wäre es schön wenn wir nur noch 35 Stunden in der Woche arbeiten würden, nur Frage ich mich ob es wirklich für alle kleinen Firmen verkraftbar ist.
      Man muss dann in 35 Stunden gleich viel Geld reinholen wie in 42 Stunden und das geht nicht so leicht.
      Bei mir als Handwerker müsste mein Chef mehr geld vom Kunden verlangen und das will ja auch niemand.
      Die Schweiz ist reich weil wir arbeiten, sonst hat die Schweiz nichts.
      Auch sind jetzt 8 Stunden arbeiten pro Tag nicht so viel
    • rodolofo 28.04.2018 14:56
      Highlight Highlight Kommentar von Gössi und Vogt zu den Abzockern in der Chef-Etage und unter den Aktionären: "Ein paar schwarze Schafe gibt's immer!"
      Nachhakende Frage: Wo sind die weissen Schafe? Oder sind das doch eher weisse KMU-Mäuse?
      Kommentar von Gössi und Vogt zu den ausgepressten Pflege-Lehrtöchtern im Hintergrund:
      "Wir sollten nicht von Einzelfällen auf die Mehrheit schliessen!"
      Auch hier also: Bloss Einzelfälle.
      Was ist das denn schon, so ein Einzelfall?
      Nur ein einzelner Mensch!
      Ein Produktionsfaktörchen Arbeit mit nur ganz wenig Produktionsfaktor Kapital.
      Uninteressant für die Wirtschaft...
    Weitere Antworten anzeigen
  • road¦runner 28.04.2018 09:26
    Highlight Highlight Diese Aussage von Funiciello war ja zu erwarten, etwas anderes als Mann und Frau gegeneinander auszuspielen kann die Gute offenbar nicht. Sie poltert immer mit den selben Parolen, genauso wie es die SVP macht, nur sind es dort aber "Opfer".
    Beide treiben einen Keil zwischen die Gesellschaft. Schade, dass diese m.M.n. negative Person so viel Aufmerksamkeit erhält.
    • pun 28.04.2018 11:56
      Highlight Highlight Frauen leisten erwiesenermassen mehr Care-Arbeit als Männer. Wenn Funiciello auf diesen Missstand hinweist und der Arbeitgeberpräsi ein Hobby dagegenhält, welches mutmasslich mehr Männer ausüben und mutmasslich dies nur tun können, weil jemand zuhause den Haushalt und die Kinder betreut, dann kann doch schonmal wütend machen. Ich sehe weniger ein Ausspielen von Mann und Frau, sondern ein hinweisen auf Missstände in unserer Gesellschaft. Es ist eben nicht alles Friede Freude Eierkuchen.
    • Ma1BE 28.04.2018 13:26
      Highlight Highlight Finde es wichtig und toll, dass sich Leute für ihre Überzeugungen einsetzen. Aber wie dies Frau Funiciello macht... absolut nicht konstruktiv, bisweilen auch etwas peinlich. Kurzum: perfekte Gegenspielerin für einen Erich Hess zum Beispiel. In eine ernsthafte politische Diskussion gehören beide nicht. Unterhaltungsfaktor hin oder her...
    • road¦runner 28.04.2018 17:40
      Highlight Highlight Sollte eigentlich lauten "nur sind es dort ANDERE "Opfer"", sorry :-/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olaf! 28.04.2018 09:19
    Highlight Highlight "Es geht darum, endlich die Realität zu legalisieren. Heute ist es teilweise eigentlich verboten, abends schon nur ein Email anzuschauen», so Gössi." Wenn ichs doch mal mache, wird weder mich noch mein Arbeitgeber jemand anklagen, allerdings mach ich es aus Goodwill. Wenn es legal ist kann es mein Arbeitgeber von mir verlangen, was er jetzt nicht darf.
    • Resu 29.04.2018 02:49
      Highlight Highlight Richtig
  • amRhein 28.04.2018 09:15
    Highlight Highlight «Es geht darum, endlich die Realität zu legalisieren. Heute ist es teilweise eigentlich verboten, abends schon nur ein Email anzuschauen»

    Abstruse Argumentation: Genau so gut könnte man wegen den Rasern das Geschwindigkeitslimit erhöhen oder ganz abschaffen.

    Was ungesund ist, muss man nicht noch fördern.
  • mogad 28.04.2018 09:00
    Highlight Highlight Jö, wie die Neoliberalos Gössi und Vogt salbungsvoll davon reden, was für eine Wohltat diese Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Homeofficer doch sei! In ihren Sonntagspredigten sind die Arbeitgeber liebe, fürsorgliche Menschen, die stets besorgt sind um ihre Mitarbeiter und sich genau an jede gesetzliche Vorschrift halten! Sicher gibt es solche Chefs. Doch mittlerweile ist jeder dritte Chef ein Narziss mit unmöglichen Forderungen ans Personal und einem Hang zum Grössenwahn. Egal wenn die Firma und die Mitarbeiter dabei drauf gehen!
  • mogad 28.04.2018 08:47
    Highlight Highlight Ein Punkt wurde vergessen: Wenn ein Arbeitnehmer aus Spargründen entlassen und nicht ersetzt wird, muss ein Anderer nicht 100% sondern 200% arbeiten. Ein 200%Pensum passt wunderbar in diese 17 Stdn. Wieviele Ueberstunden werden gratis geleistet aus Angst vor dem Arbeitsplatzverlust? Wer reklamiert hört: Du bist nicht belastbar, organisier Dich besser! Später wird er entlassen und durch jem. ersetzt, der klaglos bereit ist, sich auspressen zu lassen. In Asien und USA brechen die Leute bei der Arbeit tot zusammen. Aus Erschöpfung. Quelle? Googelt mal!
  • Eine_win_ig 28.04.2018 08:45
    Highlight Highlight Ich möchte nicht in der Haut dieser Personen stecken, die immer und überall auf Social Media rumrennen.
    Ich arbeite zwar im Schnitt über 50h pro Woche, sobald ich aber zu Hause bin, bin ich zu Hause. Natel gehört ins Büro und fertig. Zeit mit der Familie ist wichtig und sollte nicht gestört werden!
    Aber vielleicht bin ich mit meinen 30 bereits zu alt um das zu beurteilen...
    • FrancoL 28.04.2018 10:31
      Highlight Highlight Nein zu jung!
  • mogad 28.04.2018 08:33
    Highlight Highlight 8 Stdn. Arbeit auf 17 Stdn. verteilen! Gössi und Vogt tun so, als sei dies eine Wohltat für die Arbeitnehmer! Das wär eine Verbesserung für jene, die am längern Hebel sitzen, die gerne wegen Nichts Leute entlassen. Weil das Angebot an Arbeitskräften grösser ist als die Nachfrage. Lampart sagte sinngem.: Der Chef ruft um 18 Uhr an und sagt, mach mir noch rasch die Präsentation parat für das Meeting von morgen früh! Wer muss denn bei nur 7 Stdn. gesetzlicher Ruhezeit schon um Mitternacht ins Bett!
    • Hoppla! 28.04.2018 10:36
      Highlight Highlight Ach komm. Schau dir die Arbeutslosenzahlen an und sprich mit HR-Leuten. Kompetente Arbeitnehmer zu finden ist eine Herausforderung

      Und ich arbeite seit über 20 Jahren, bei 5 Arbeitgebern (vom KU bis zum Konzern), den "Arbeitskampf" habe ich noch nie erlebt. Das Klima war stets völlig okay und die Arbeitsbelastung absolut mach- und auch kompensierbar. Wie bei anderen Themen wird hier im Eigeninteresse Stimmung auf dem Buckel anderer gemacht.
    • wintergrün 28.04.2018 15:51
      Highlight Highlight @Hoppla!
      Kompetente Arbeitnehmer finden ist eine Herausforderung

      Kompetente Arbeitgeber finden ist auch eine Herausforderung. Ich kenne Leute deren Chefs per Rundmail Überstunden anordnen ohne dass die Arbeitsplanungen überhaupt klar ist.
      Das Arbeitsrecht ist genau für solche Fälle.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.04.2018 08:21
    Highlight Highlight "Die Juso fordert denn auch, die Arbeitszeit auf 25 Stunden pro Woche zu senken."
    Oke, wo will Frau Funiciello die Lehrer, Polizisten, Pfleger, Ärzte etc. hernehmen, die es trotzdem braucht?
    Wir steuern schon heute auf massive Engpässe in vielen dieser Berufe zu und die Automatisierung wird uns das nicht einfach abnehmen.
    • TheMan 28.04.2018 10:13
      Highlight Highlight Aus der EU. Darum so schnell wie möglich in die EU. Der Wille der SP.
    • FrancoL 28.04.2018 10:34
      Highlight Highlight @The Man; Woher nehmen die schweizer Arbeitgeber die eher willigeren Arbeitskräfte, die sich auch über die Arbeitszeit hinaus für das Geschäft einspannen lassen?
      Häufig aus der EU, weil sie eben keine in der Schweiz kriegen.
      ES ist das Verhalten der Schweizer Arbeitgeber (nicht alle) zu hinterfragen und nicht schon wieder sich über die EU zu unterhalten. Es sind die einheimischen Unternehmen die da etwas fordern und nicht die EU.
    • Hoppla! 28.04.2018 10:38
      Highlight Highlight Weil? Welchen Vorteil verspricht sich die gute Dame davon?

      Btw: Sind wir de facto nicht eigentlich schon (bei vielem) in der EU? Denk mal drüber nach. ;-)
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  • MarZ 28.04.2018 08:14
    Highlight Highlight Warum wollen mir die SP, JUSO und Gewerkschaften immer vorschreiben, wann, wo und wie lange ich arbeiten darf?

    Ich verstehe, dass gewisse Auswüchse schädlich sind. Aber wenn alles, was irgendwie schaden kann, verboten wird, bleibt nicht mehr viel übrig...
    • FrancoL 28.04.2018 10:34
      Highlight Highlight Man kann natürlich auch auf einem Auge blind sein, aber gleich auf beiden ist doch etwas seltsam.
    • mogad 28.04.2018 10:49
      Highlight Highlight Klar. Entscheiden sollen immer die, die am längern Hebel sind, also die Arbeitgeber!
    • Posersalami 28.04.2018 11:04
      Highlight Highlight Arbeiten sie doch so viel sie wollen. Ich arbeite gelegentlich auch mehr als erlaubt oder gesund ist und darum schiebe ich einen Berg von mehreren 100 Überstunden vor mir her. Wo kein Kläger, da kein Richter. Der Punkt ist der: Ich mache das freiwillig, niemand kann mich dazu zwingen, mir machts Spass. Gössi & co wollen die Leute jedoch dazu zwingen können.
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  • Ökonometriker 28.04.2018 08:00
    Highlight Highlight Schade, dass unsere Politiker so gerne die Realität verkennen. Die Linke sieht nicht ein, dass gewisse Leute projektbasiert arbeiten und eigentlich heute das Arbeitsrecht verletzen, weil es eben ab und zu auch stressigere Phasen gibt, die man ja wieder kompensieren kann.
    Die Rechte sieht nicht ein, dass Stress ein echtes Gesundheitsproblem ist.

    Schön wäre es, wenn die Arbeitszeit zwar flexibilisiert aber insgesamt etwas gekürzt würde. Dann kann Home Office, richtig genutzt, auch zu mehr Freizeit, besser ausgelasteten Zügen und weniger Pendel-Stress führen.
    • FrancoL 28.04.2018 10:36
      Highlight Highlight Und was genau hat die Linke gegen ihren letzten Abschnitt? Außer vielleicht der Anmerkung dass eine gewisse gesellschaftliche Bindung erschwert wird?
    • loquito 28.04.2018 10:46
      Highlight Highlight was an Jahresarbeitszeitheute illegal ist, erschliesstvsich mir nicht... Ihr Kommentar ist demnach sinnfrei...
    • Ökonometriker 28.04.2018 15:05
      Highlight Highlight @FrancoL, Ioquito: Jahresarbeitszeit ist heute illegal. Man darf in einem Bürojob grundsätzlich nicht 2 Wochen 60h arbeiten und dann eine Woche frei haben.
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  • Jein 28.04.2018 07:59
    Highlight Highlight Verstehe nicht weshalb der Gewerkschaftsvertreter Home Office kategorisch verteufelt. Ich kenne Leute die es dank dessen schaffen zum Abendessen zuhause zu sein, und dann halt wenn die Kinder zu Bett gegangen sind noch einmal eine Stunde Emails schreiben. Oder ich kann darum ohne Frei zu nehmen Mal Freitag Mittag weg, arbeite dann aber am Sonntag morgen von Zuhause aus.

    Vielleicht liegt es auch daran dass diese Flexibilität und Individualisierung des Arbeitnehmers die Bedeutung der Gewerkschaften untermauert?
    • ands 28.04.2018 10:23
      Highlight Highlight Darum geht es ja gar nicht. Wenn du das freiwillig machst, hat ja niemand etwas dagegen. Es geht darum, dass dein Arbeitgeber von dir verlangen kann, vom 10 bis 16 Uhr zu arbeiten und dann von Mitternacht bis 3 Uhr morgens nochmals. Oder in deinem Fall: 7-10 und 15-20, so dass du deine Kinder möglichst gar nie siehst.
    • Hoppla! 28.04.2018 10:39
      Highlight Highlight Dein Wort in Gottes Ohr, Jein. Die Flexibilisierung und Dezentralisierung der Arbeit tut not. Und löst nebenbei gleich noch einige Probleme.
    • FrancoL 28.04.2018 10:41
      Highlight Highlight Nein, sie birgt die Gefahr, dass Arbeitnehmer damit unwillentlich die Arbeitszeit strecken. Und nicht vergessen, dass wenn ich eine Mail irgendwann am Abend um 22.00 Ihre beantworte, weil ich zB um 15.00 Uhr nach Hase bin, der Empfänger der Mail auch wieder unter Zugzwang steht, dh er erhält eine Antwort für ihn zur Unzeit.
      Ich arbeite gerne meine Mails am Abend ab, muss aber immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass die Mailempfänger sich unter Druck fühlen, weil sie bei Arbeitsanfang überflutet werden.
      Es ist nicht so einfach ein etwas Stress freieres Zusammenarbeiten zu organisieren.
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  • Beat Galli 28.04.2018 07:43
    Highlight Highlight Funiciello hat schon Recht. Senkt für die Bürolisten die Arbeitszeit auf 25h. Dann müssen sie sich endlich keine Arbeiten mehr dazu erfinden während den Restlichen 15bis 20h, nur zum beweisen, dass es sie braucht.
    Dies senkt das Risiko des Boreout. Zur Erinnerung: dies ist wenns die Leute aus unterbeschäftigung grillt. Weil sie Angst haben, den Job zu verlieren, wenns jemand merkt.
    • rodman 28.04.2018 09:53
      Highlight Highlight Wenn das 25h-Modell so gut ist, warum führt Tamara Funiciello dies nicht in der JuSo und bei sich selber ein? Habe im Kopf, dass sie kürzlich ihr Präsidentenpensum mit 120% angegeben hat (+Stadtrat ca.20% und Studium 0%). Handy ausserhalb der 25h abschalten, flexible Arbeitszeit auch nicht.
  • N. Y. P. D. 28.04.2018 07:25
    Highlight Highlight Arbeitgeberpräsident
    Valentin Vogt :

    Männer, die sich nach der Arbeit zu Hause aufs Sofa legen und sich nicht zum Beispiel als Junioren-Fussballtrainer für die Allgemeinheit engagierten, sind FAULE Menschen !

    Jessesgöttli, Herr Vogt. Da fahren Sie aber vielen Menschen an den Karren.

    *kopfschüttel*
  • rodolofo 28.04.2018 07:24
    Highlight Highlight Das war eine sehr gute Arena-Diskussion!
    Wie immer in der Demokratie hatten Alle ein wenig recht und schwebte die Wahrheit als dreidimensionales, virtuelles Bild im Raum zwischen den unterschiedlichen Kontrahenten, die einen kleinen Teil der virtuellen Skulptur skizzierten.
    Aber Eines störte mich:
    Petra Gössi hat die Marotte angenommen, Anderen in SVP-Manier drein zu reden, wenn diese eigentlich das Wort haben!
    Als Lampart etwas über das neue Arbeit-Gesetz erklären wollte, legte sie dauerhaft und frech einen Wortschwall-Teppich darüber, gerade so, als wäre sie ein KGB-Störsender...
  • revilo 28.04.2018 07:14
    Highlight Highlight Dieser Herr Lampart war mir überhaupt nicht symapthisch. Mir kam es vor, als habe er all seine Parolen auswendig gelehrt, welche er dann in einer Art Theater spielte. Naja.
  • N. Y. P. D. 28.04.2018 07:12
    Highlight Highlight Chrampfen wir uns wirklich krank?

    Es solte heissen :

    Chrampfen wir Akademiker uns wirklich krank ? Die Sendung drehte sich um Ü100'000-Verdiener.

    Es gibt aber noch viele Menschen, die viel weniger Geld nach Hause tragen.
    Temporärangestellte.
    Working Poors.
    Arbeiter auf Abruf.
    Viele Menschen in diesen problematischen Anstellungen sind auch ausgebrannt, ob der hirnlosen und niedrig bezahlten Arbeit.

    Ich schlage vor jetzt noch eine Arena über Working Poors, etc. zu machen. FDP und SVP einladen.
    • Posersalami 28.04.2018 11:07
      Highlight Highlight Frau Funicello hat genau über die U100 000 Verdiener gesprochen, über die temporär Angestellten und Working Poors. Das Problem von Gössi & co ist, dass die das maximal aus dem Fernsehen kennen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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