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Grasshopper Trainer Thorsten Fink, links, und Sportchef Mathias Walther, rechts, beim Fussballspiel der Super League FC Zuerich gegen den Grasshopper Club Zuerich   
im Stadion Letzigrund in Zuerich am Samstag, 9. Februar 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Fertig auf der Bank gesessen: Thorsten Fink und Mathias Walther haben bei GC keine Zukunft mehr. Bild: KEYSTONE

Knall bei GC! Die Hoppers entlassen Trainer Thorsten Fink und Sportchef Mathias Walther

Die Grasshoppers haben auf die miserablen Resultate der letzten Monate reagiert und sich von Trainer Thorsten Fink und Sportchef Mathias Walther getrennt.



Die Trennung vom Trainer kommt nicht überraschend. Sie lag schon seit geraumer Zeit in der Luft. Am vorletzten Wochenende rettete Fink seinen Kopf wohl nur, weil sein Team in Thun 1:1 spielte. Am Samstag war von den zum Teil guten Eindrücken aus dem Spiel gegen Thun nichts mehr zu erkennen. Sang- und klanglos unterlagen die Zürcher daheim gegen Luzern mit 1:3. Seit dem letzten Sieg am 25. November (2:1 gegen St. Gallen) haben sie aus acht Partien nur diesen einen Punkt gegen Thun geholt.

Nun zog der ans Tabellenende der Super League gefallene Rekordmeister die Reissleine. Der erst im letzten April verpflichtete Fink muss genau so gehen wie Walther, der seit Mai 2017 im Amt war. Fink wurden die Resultate und die immer wieder blutleeren Auftritte seiner Spieler zum Verhängnis. Der Deutsche gewann als Spieler mit Bayern München 2001 unter anderem die Champions League und führte den FC Basel als Trainer zu zwei Meisterschaften (2010, 2011) und einem Cupsieg (2010). Bei GC fand er nie zum Erfolg: In 30 Partien gewann er nur siebenmal. Demgegenüber stehen 19 Niederlagen, eine davon im letzten September im Cup gegen den Drittligisten Nyon.

Verwaltungsrats-Präsident Stephan Anliker sagt:

«Es sind jetzt noch 13 Runden zu spielen und damit grundsätzlich genug Zeit, den Ligaerhalt zu schaffen. Wir müssen mit frischen Kräften und neuen Ideen versuchen, endlich eine Wende herbeizuführen.»

War es die richtige Entscheidung Trainer Thorsten Fink zu entlassen?

Walthers Entlassung ist eine Folge des Scheiterns von Fink. Der Sportchef zahlt den Preis für die personellen Fehlgriffe, insbesondere jene bei der Trainerwahl. Sowohl Murat Yakin (August 2017 bis April 2018) als auch Fink (April 2018 bis März 2019) blieben weniger als ein Jahr im Amt. Der Posten des Sportchefs wird vorerst vakant bleiben. Die Suche nach einem Nachfolger für Walther geniesst derzeit keine Priorität.

War es die richtige Entscheidung Sportchef Mathias Walther zu entlassen?

Präsident Stephan Anliker bedauerte, sich von Fink trennen zu müssen. «Er ist ein positiver Trainer mit ausgezeichnetem Sachverstand und einer angenehmen, umgänglichen Art. Ich hätte mir gewünscht, dass wir die gemeinsame Arbeit hätten fortsetzen können, und es tut mir deshalb sehr leid», liess sich Anliker in der Medienmitteilung zitieren. CEO Manuel Huber erklärte, man müsse alles versuchen: «Wir haben nicht mehr viel Zeit und mussten jetzt entscheiden, wie wir im sportlichen Bereich noch Optionen nutzen können. Die aussergewöhnliche Situation von GC verlangt nach aussergewöhnlichen Massnahmen.»

Im Winter haben die Grasshoppers sich unter anderem mit den aus der deutschen Bundesliga gekommenen Yoric Ravet und Caiuby verstärkt. Die positive Wirkung dieser Zuzüge blieb bislang aus. Am Samstag bot GC einen weiteren enttäuschenden Auftritt. Der Umschwung soll nun durch den neuen Trainer initiiert werden. Bis auf Weiteres leiten Nachwuchschef Timo Jankowski und U21-Coach Patrick Schnarwiler die Trainings. Wer am Samstag gegen die Young Boys als Trainer oder Interimstrainer an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen. Die Suche nach dem neuen Trainer könne noch einige Tage dauern, liess GC verlauten.

Anliker und Huber haben bereits mit verschiedenen Kandidaten Kontakt aufgenommen. Gesucht wird ein Coach, der schnell Resultate liefern kann, jemand, der neben Persönlichkeit und Fachkompetenz auch Erfahrung mitbringt. «Der neue Trainer muss fähig sein, aus den bestehenden Leuten schnell und pragmatisch eine kämpferische Mannschaft zu formen und diese insbesondere gut und straff zu führen», definierte Anliker das Profil. «Es sind jetzt noch 13 Runden zu spielen und damit grundsätzlich genug Zeit, den Ligaerhalt zu schaffen.»

Trainer mit Erfahrung in der Super League sind einige auf dem Markt. Schliesslich ist der Verschleiss der Klubs in dieser Saison beträchtlich. GC ist bereits der sechste Klub, der seinen Trainer im Verlauf der Saison auswechselt. Vor Fink mussten schon Raphael Wicky (Basel), Maurizio Jacobacci (Sion), Guillermo Abascal (Lugano), Michel Decastel (Xamax) und René Weiler (Luzern) ihren Posten vorzeitig räumen. (abu/sda)

Die unendliche GC-Saga

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