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History Porn Teil XCIII: Geschichte in 28 Wahnsinns-Bildern

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History Porn Teil XCIII: Geschichte in 28 Wahnsinns-Bildern

16.07.2023, 21:16
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«Wo ich meinen schicken Gurt gekauft hab'?»

USA, 1985:

KNIGHT RIDER -- "Knight of the Juggernaut" Episode 1 -- Pictured: David Hasselhoff as Michael Knight -- Photo by: Gary Null/NBC/NBCU Photo Bank
«Willst du etwa auch so ein Schmuckstück, History Porn?»Bild: NBCUniversal

David Hasselhoff als Michael Knight in der Serie «Knight Rider» (Episode «Knight of the Juggernaut»).

Tempeltanz

Kambodscha, 1954:

Kim Khanh - Cambodian Dancers, 1954
Bild: pinterest

Deutsche Bomben

Belgrad, Königreich Jugoslawien, 6. April 1941:

Bild

Bereits im Ersten Weltkrieg wurde der Alte Palast beschädigt, im Zweiten passiert es wieder: Seine Kuppel wurde bereits am ersten Tag des Luftangriffs durch die Wehrmacht Opfer der Bomben.

Und nicht nur sie: Obwohl die jugoslawische Regierung Belgrad zur offenen Stadt erklärt hatte, wurde die Hauptstadt innerhalb zweier Tage zum grössten Teil zerstört. Die Gebäude der Nationalbibliothek mit ihrer unschätzbaren Büchersammlung, ihren kyrillischen Handschriften, mittelalterlichen Drucken, türkischen Dokumenten über Serbiens Geschichte und Korrespondenzen bedeutender serbischer Persönlichkeiten gingen in Flammen auf – das verschriftlichte Kulturerbe eines ganzen Landes verschwand fast über Nacht.

Dazu kamen tausende Menschenopfer, die durch die insgesamt 382 Tonnen Sprengstoff, 448 Brand- und Splitterbomben ums Leben kamen.

Cardiff Giant

Cardiff, New York, USA, 1869:

Photograph of the Cardiff Giant, discovered in 1869. The 10-foot tall stone "giant" was a hoax, although many people believed the figure to either be an ancient statue or a petrified prehist ...
Bild: Bettmann

Am 15. Oktober 1869 wurde in Cardiff, einem kleinen Taldorf im Staat New York, etwas ganz und gar Erstaunliches ausgegraben.

Die Schaufeln der Arbeiter, die auf dem Farmland von William Newell einen Brunnen auszuheben gedachten, stiessen plötzlich auf einen steinernen Fuss. Sie gruben so lange weiter, bis sie den ganzen Mann freigelegt hatten. Ein über drei Meter grosser Gigant kam zum Vorschein.

«Männer verliessen ihre Arbeit», schrieb das Syracuse Journal, «Frauen holten ihre Babys und Kinder in grosser Zahl», und alle eilten sie zum Ort des Geschehens.

Illustration of the Cardiff Giant in a 1869 edition of Harper's Weekly. The 10-foot tall stone "giant" was a hoax, although many people believed the figure to either be an ancient statu ...
Heben des Cardiff-Giganten aus der Grube: Illustration in der Harper's Weekly aus dem Jahr 1869.Bild: Bettmann

Da Cardiff bereits für seine Fossilienvorkommen bekannt war, vermuteten viele, dass es sich bei der Leiche um einen uralten Menschen handelte, der durch das Wasser eines nahe gelegenen Sumpfes versteinert worden war. Ein Urahne Goliaths, ein Riese, wie in der Bibel verkündet!

«In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.»
Genesis 6,4

Ein in Syracuse ansässiger Wissenschaftsdozent meinte, dass es sich bei dem Riesen nicht um einen Menschen, sondern vielmehr um eine Statue handelte, die möglicherweise von französischen Jesuiten Jahrhunderte zuvor gefertigt worden war. Und während die Spekulationen immer wilder wurden, spannte Newell ein Zelt über den «Cardiff Giant» und verlangte 25 Cent pro Besucher. Zwei Tage später verdoppelte er den Preis. Die Menschen kamen in ganzen Waggonladungen, um den biblischen Urzeitmenschen zu sehen.

The Cardiff Giant, famous hoax of the 1860's, is still a leading attraction at the Farmer's Museum in Cooperstown, New York, 1955. (Photo by Pictorial Parade/Archive Photos/Getty Images)
Bild: Archive Photos

Dass die Fossilien nur kurze Zeit nach ihrer Entdeckung von seriöseren Wissenschaftlern als Schwindel enttarnt wurden, tat dem Touristenstrom keinerlei Abbruch.

Der Drahtzieher hinter jenem amerikanischen Fake-Goliath war der Zigarrenhersteller George Hull. Auf einer seiner Geschäftsreisen nach Iowa liess er sich auf eine theologische Diskussion mit einem feurigen Erweckungsprediger ein, der so sehr auf der Existenz von Urzeitriesen beharrte, dass in dem überzeugten Atheisten eine infame Idee heranreifte.

Er erwarb einen 3,2 Meter langen Gipsblock in Fort Lodge, Iowa verfrachtete diesen nach Chicago, wo er den deutschen Steinmetz Edward Burghardt damit beauftragte, den Block gegen einen Gewinnanteil in grösster Heimlichkeit in ein anthropologisches Wunderwerk zu verwandeln. Zwei Jahre dauerte es, bis aus dem Gips der Scheinkoloss entstand, der mit seiner von Schwefelsäure malträtierten Haut und mit Stahlnadeln eingelöcherten Poren so viele Gläubige zu täuschen vermochte.

Im November 1868 transportierte Hull die Statue per Bahn an ihren Bestimmungsort und vergrub sie dort auf dem Gelände seines Verwandten und Komplizen William Newell.

Bis dahin hatte er 2600 US-Dollar für die Fälschung ausgegeben (ungefähr 40'000 Franken in heutiger Zeit). Ein Jahr später wurde der Gigant «entdeckt». «A NEW WONDER», titelte der «Syracuse Daily Standard».

Hull und Newell verkauften ihren Gipshünen schliesslich an ein Syndikat von Geschäftsleuten, das ihnen 30'000 Dollar für einen Dreiviertelanteil bot. Die neuen Besitzer stellten ihn bald in den Strassen von Syracuse und Albany aus, wo er weiterhin wahre Wallfahrten auslöste. Dem geübten Auge des überragenden Paläontologen jenes Jahrhunderts, dem Pionier der Dinosaurierforschung Othniel Charles Marsh aber konnte er keine Sekunde lang etwas vormachen: Was er da sah, war ohne Zweifel «sehr jungen Ursprungs», also nichts weiter als «ausgesprochener Humbug».

Othniel Charles Marsh (* 29. Oktober 1831 in Lockport, New York; † 18. März 1899 in New Haven, Connecticut) war einer der überragenden Paläontologen des 19. Jahrhunderts und Pionier der Dinosaurierfor ...
Nicht so leicht zu täuschen: Othniel Charles Marsh (1831–1899).Bild: wikipedia

Der Gigant zog noch einen weiteren berühmten Zeitgenossen an: Der Zirkuspionier und Schausteller Phineas Taylor Barnum. Der Mann, der das American Museum in New York 26 Jahre zuvor zu einem Kuriositätenkabinett ausgebaut und es besonders mit der Ausstellung seiner Fidschi-Meerjungfrau zum grössten Unterhaltungsspektakel des 19. Jahrhunderts gemacht hatte.

Fidschi-Meerjungfrau von P.T. Barnum
Das seltsame mumifizierte Wesen bestand aus einem Affenkopf, der an einem Fischlaib angebracht worden war. Einer von Barnums Mitarbeiter gab sich als Doktor aus London aus, um die Kreatur, die man angeblich vor der Küste der Fidschi-Inseln im Südpazifik gefangen hatte, zu propagieren.Bild: reddit

Barnum wollte den Cardiff Giant kaufen, doch die Besitzer lehnten ab. Und so beauftragte er kurzerhand einen Bildhauer mit dem Bau einer exakten Nachbildung und begann diese in seinem eigenen Museum auszustellen. Die Fälschung der Fälschung zog noch mehr Menschen an, liess die Existenz seines Vorgängers sogar in Vergessenheit geraten. Was wiederum den Bildhauer dazu veranlasste, weitere Kopien davon anzufertigen, sodass bis Ende des Jahres ein Dutzend Riesen im ganzen Land zu bestaunen waren.

Die Überreste des ersten Riesen von Cardiff sind heute im Landwirtschaftsmuseum von Cooperstown ausgestellt.

Der Cardiff Giant im Farmer's Museum.
Der Cardiff Giant im Farmers' Museum.bild: wikimedia

Kunst für Zwischendurch

Frankreich, 1939:

Salvador Dali: Bulgarian Child eating a Rat
https://i.redd.it/5kux0l90xde81.jpg
Bild: reddit

Nicht bloss langbeinige Monsterpferde und verlaufene Uhren: Auch dieses Kunstwerk stammt vom berühmten spanischen Surrealisten Salvador Dalí – und es heisst: «Bulgarisches Kind isst eine Ratte». Gouache auf Fotografie.

Schön.

26 wunderliche Fakten zu Salvador Dalí

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26 wunderliche Fakten zu Salvador Dalí
Wer kennt ihn nicht, Salvador Dalí, den berühmtesten Surrealisten der Welt, den Maler des Unbewussten, den kühn Träumenden und Schaffer verstörender Fantasiewelten. Den Mann, der 1955 einen weissen Rolls Royce mit 500 kg Blumenkohl füllte und damit von Spanien nach Paris fuhr. Alles, so erklärte er sein seltsames Tun, lande am Ende im Blumenkohl. Aha.
bild: reddit
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Der Gewinner der ersten Tour de France

Paris, Frankreich, 1903:

French racing cyclist Maurice Garin, winner of the first Tour de France in 1903. (Photo by Roger Viollet via Getty Images)
Bild: Roger Viollet

Am Start der ersten Tour de France fanden sich 60 Rennfahrer ein. Innerhalb von 18 Tagen sollten sie ganz Frankreich durchqueren, insgesamt 2428 Kilometer abspulen.

Mit einem Vorsprung von fast drei Stunden gewann «der kleine Schornsteinfeger», wie man Maurice Garin wegen seines Berufs auch nannte.

Ein Jahr später gewann er das Rennen abermals, allerdings wurde ihm später der Sieg aberkannt, weil er Abkürzungen über illegale Waldwege genommen hatte, streckenweise gar im Zug gefahren war und Reifen benutzt hatte, die ein Bar mehr Druck aushielten – damit konnte er 2 km/h schneller fahren als seine Konkurrenten.

Was sonst noch alles geschah an diesem zweiten Rennen liest du hier:

Ballspiel im Jenseits

Vor etwa 4500 Jahren starb ein Kind im alten Ägypten. Und es wurde mit seinem Ball begraben, der aus Leinen besteht und mit Palmfasern in Form gebracht wurde – auf dass es im Jenseits etwas zum Spielen hatte.

Das Grab ist Teil der altägyptischen Nekropole von Tarkhan, die etwa 50 km südlich von Kairo am Westufer des Nils liegt.

Der Friedhof wurde 1911/12 von Flinders Petrie und seinem Team ausgegraben.

Multifunktionstalent

Amsterdam, Niederlande, 1962:

Hausfrauen aufgepasst, hier kommt der Staubsauger, der auch als Föhn taugt!

Autobremsleuchte

Frankreich, 1933:

Französische Erfindung, 1933.
bild: vintag.es

Blinken reicht nicht, man sollte sein Vorhaben schon in grossen Lettern auf die Strasse projizieren können. «Eine notwendige Erfindung» aus Frankreich, wie das amerikanische Magazin «Modern Mechanix» damals befand.

Nasothek

Kopenhagen, Dänemark:

Nasothek Kopenhagen
Bild: wikimedia

Eine Bibliothek ist für Bücher. Eine Nasothek für Nasen. Hier werden heute all die Riechorgane aufbewahrt, die im 19. Jahrhundert an antike Porträtbüsten und Statuen angebracht worden sind. Damals stellte man ungern beschädigte Kunstwerke aus und rekonstruierte deshalb alles, was an den antiken Standbildern fehlte.

Seit dem 20. Jahrhundert hält man die Authentizität jener Funde allerdings für bedeutsamer als ihre Vollständigkeit und ihr originales Aussehen, über das ohnehin nur spekuliert werden kann. Und so wurden jene falschen Nasen der griechischen und römischen Gottheiten, der antiken Helden, Nymphen und Diskuswerfer wieder entfernt. Sie fanden ihr neues Zuhause in der Nasothek der Ny Carlsberg Glyptotek in der dänischen Hauptstadt, wo sie ihren Besucherinnen ebendiesen Wandel der Ausstellungspraxis vor Augen führen.

Verwüstung

Fort Worth, Texas, USA, 28. März 2000:

Aftermath of a tornado after it ripped through downtown Fort Worth, Texas on March 28, 2000
Bild: reddit

Die Folgen eines Tornados.

Eine Wiege für einen König, der keiner wurde

1811:

Die Thronwiege von Napoleons Sohn, dem «König von Rom», der Volksmund nannte ihn «l'Aiglon», den «Sohn des Adlers».

Napoleon Franz Joseph Karl Bonaparte war der einzige legitime männliche Nachkomme Napoleon Bonapartes und seiner zweiten Frau Marie-Louise von Österreich.

Die Stadt Paris schenkte der Kaiserin eine Thronwiege für den Knaben, zu deren Herstellung über 280 kg Silber verarbeitet wurden. Das ikonographische Programm des Wiegenbetts verherrlicht die Regierung Kaiser Napoleons und drückt die grossen in den Sohn gesetzten Hoffnungen Napoleons aus, die sich nicht ganz erfüllen sollten ...

Die Wiener Schatzkammer, wo sich die Wiege befindet, schreibt dazu:

  • Die Wiege ruht auf Füllhörnern, Symbole der guten Regierung und des Überflusses.
  • Stärke und Gerechtigkeit werden durch zwei kleine Engel dargestellt.
  • An allen Seiten ist die Wiege mit Bienen besetzt, welche zum einen den Fleiss der Bürger von Paris symbolisieren und zum anderen das persönliche Emblem von Kaiser Napoleon waren.
  • An der einen Seite des Bettes sieht man – in Anspielung auf den Königstitel des Knaben – die legendäre Wölfin von Rom, an der anderen Seite die Flussgöttin der Seine als Ausdruck der Verbundenheit der Stadt Paris mit Napoleon Franz Karl.
  • Eine Siegesgöttin krönt die Wiege mit je einem Lorbeer- und einem Sternenkranz. Der Lorbeerkranz erinnert an die französische Kaiserkrone, mit der Napoleon sich selbst gekrönt hatte. Der Sternenkranz steht für den Ruhm, den Frankreich unter Napoleons Herrschaft erlangt hat.
  • Der grösste Stern im Kranz trägt ein «N» für «Napoleon», der zu seiner Zeit der hellste Stern am Firmament Frankreichs war, und zu diesem Stern blickt am Fusse des Bettes ein kleiner Adler auf, der noch nicht fliegen kann. Hier kommt der Wunsch zum Ausdruck, Napoleon Franz Karl möge eines Tages ebenso grossen Ruhm erringen, wie dies seinem Vater gelungen war.

Nach Napoleons Sturz war sein Sohn nicht mehr länger der französische Kronprinz und ebenso wenig König von Rom. Als Napoleon II. trat er noch einmal ganz kurz auf die grosse Bühne, während der Herrschaft der Hundert Tage, nur um dann erneut seinen Anspruch auf den französischen Thron an Ludwig XVIII. abzutreten.

1818 wurde er von seinem Grossvater mütterlicherseits – Kaiser Franz I. von Österreich – zum Herzog von Reichstadt (Böhmen) ernannt. Als solcher starb er im Schloss Schönbrunn bei Wien, wo er 21 Jahre zuvor das Licht der Welt erblickt hatte.

Kriegsdenkmal

Arlington, Virginia, USA, 1954:

Sculptor Felix de Weldon working on the plaster model of the US Marine Corps War Memorial, c. 1954. His artwork is located just outside of Arlington National Cemetery, in Virginia.
Bild: reddit

Bildhauer Felix de Weldon bei der Arbeit am Gipsmodell seines Kriegsdenkmals des US Marine Corps. Sein vollendetes Kunstwerk befindet sich heute in der Nähe des Arlington National Cemetery in Virginia.

Es wurde dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Foto von Joe Rosenthal nachempfunden, der das berühmte «Hissen der Flagge auf Iwojima» am 23. Februar 1945 für die Nachwelt festgehalten hatte. Die sechs Soldaten auf dem Bild waren dabei, eine kleine gegen eine grosse amerikanische Flagge zu tauschen. Drei davon starben noch während der Kämpfe auf der pazifischen Vulkaninsel.

«Raising the Flag on Iwo Jima» von Joe Rosenthal, 1945.
«Raising the Flag on Iwo Jima» von Joe Rosenthal, 1945. Das Foto ist wohl das am meisten reproduzierte Bild aller Zeiten.bild: wikimedia
Das Foto vom Hissen der ersten Flagge erlangte kaum Bekanntheit, Iwojima 1945.
Das Foto vom Hissen der ersten Flagge erlangte dagegen kaum Bekanntheit.Bild: wikimedia

Felix de Weldon verwendete alle verfügbaren Fotos und physischen Daten der drei Gefallenen, um ihre Gesichter wahrheitsgetreu modellieren zu können. Die drei Überlebenden standen ihm Modell. Allerdings ist das US Marine Corps später zum Schluss gekommen, dass zwei von ihnen bei dem Ereignis gar nicht dabei gewesen waren.

Die tatsächlichen sechs Fahnenschwenker waren Corporal Harlon Block, Corporal Harold P. Keller, Private First Class Ira Hayes, Private First Class Harold Schultz, Private First Class Franklin Sousley und Sergeant Michael Strank.

Holzfällerszene

Kalifornien, USA, spätes 19. Jahrhundert:

So isst du eine Banane richtig

Frankreich, 1920:

Die Franzosen wissen eben, wie man als Frau jeden Alters eine Banane zu «essen» hat. Eins scheint aber in jedem Lebensabschnitt gleich zu bleiben: Die Banane darf unter keinen Umständen geschält werden.

Der Eismann kommt ...

An ‘Ice Man’, delivering a 25lb block of ice in 1928, Houston, Texas. Photo from Story Sloane Collection.
Bild: via rarehistoricalphotos

... leider nicht mehr. Er wurde in den 60ern von den Kühlschränken ersetzt.

Für alle, die das Pokerface nicht drauf haben

USA, 1937:

Poker-Maske, 1937.
bild: reddit

Hinter dieser Maske lassen sich deine Emotionen optimal verbergen! Und dazu siehst du auch noch aus wie jemand, dessen Geisteskräfte äusserst gering, das psychopathische Potential dagegen enorm hoch ist.

All In, also!

Boom

Golf von Gela, Sizilien, 11. Juli 1943:

American Liberty ship SS Robert Rowan explodes after being hit by German Junkers Ju 88 bombers off Gela, Sicily, July 11, 1943
Bild: wikimedia

Die SS Robert Rowan wurde zur Unterstützung der alliierten Invasion Siziliens – der Auftakt zum Italienfeldzug im Sommer 1943 – nach Gela geschickt. Kurz vor 14 Uhr fielen die deutschen Bomben. Eine durchschlug das Schiff, zwei andere explodierten in den Laderäumen. Das Schiff wurde ohne Löschversuche aufgegeben, alle 421 Männer an Bord konnten das Schiff sicher verlassen und wurden mit PT-Schnellbooten auf die sich in der Nähe befindlichen Zerstörer gebracht.

20 Minuten später zerriss eine gewaltige Explosion das Schiff in zwei Teile – das Feuer hatte die Munition erreicht. Zwei Nächte lang brannte das Wrack und erhellte die Gegend, weil es sich in dem seichten Wasser nicht versenken liess.

Nochmal ein bisschen Kunst für Zwischendurch

Brüssel, 1935:

The Portrait (1935) by the Belgian surrealist René Magritte.
bild: wikimedia

René Magritte: «Das Porträt», 1935, Öl auf Leinwand. Museum of Modern Art, New York.

Making of Black Knight

Essex, 1974:

Behind the scenes of the Black Knight fight from Monty Python and the Holy Grail.
Bild: reddit

Wer kennt ihn nicht, den unsterblichen Black Knight aus «Monty Python and the Holy Grail» (1975). Gespielt wurde er so lange von John Cleese, bis ihm das erste Bein abgehackt wird. Weil er nicht gut auf einem Bein balancieren konnte, übernahm ein echter einbeiniger Mann die Rolle des schwarzen Ritters, ein Einheimischer namens Richard Burton, der in der Nähe des Sets wohnte und der natürlich nicht mit dem berühmten, walisischen Shakespeare-Interpreten (gestorben 1984) identisch war. Als der Black Knight schliesslich nur noch aus Rumpf und Kopf besteht, übernimmt Cleese wieder.

Und er prahlt angeblich bis heute damit, dass er Richard Burton als Stunt-Double hatte.

Die Filmszene im Video:

Arnie forever

USA, 1988:

Arnold Schwarzenegger in "Red Heat" directed by Walter Hill, 1988 (Photo by Rolf Konow/Sygma/Sygma with Getty Images)
Bild: Sygma

Arnold Schwarzeneggers Hintern in Walter Hills «Red Heat».

History Porn
Uns erreichen immer mal wieder kritische Kommentare bezüglich des Namens dieses Formats. Wir können verstehen, dass es teilweise etwas respektlos anmuten mag, von geschichtlichen Tragödien in Verbindung mit dem Begriff «Porno» zu lesen. Wir haben uns aber an «reddit» orientiert und lesen den Namen mehr als in Bildern erzählte, unzensierte Geschichte, die anregt und manchmal amüsiert, aber eben auch schockieren kann.
Mit «Porn» können im Englischen auch TV-Shows, Artikel oder eben Fotos gemeint sein, die ein übermässiges, unwiderstehliches Verlangen nach oder Interesse an etwas befriedigen sollen.

History Porn III

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History Porn Teil XLVII: Geschichte in 22 Wahnsinns-Bildern
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History Porn Teil XLVII: Geschichte in 22 Wahnsinns-Bildern
Auch im Krieg muss man mal. Damit nicht einfach wild in die Schützengräben gemacht wurde, benutzten die Soldaten Eimer oder einfache Latrinen, die aus einer Grube mit einem darüberliegenden Balken bestanden. War sie voll, wurde sie zugeschüttet und eine neue ausgehoben. Hier sehen wir deutsche Soldaten bei dem wohl willkommenen Zweckentfremden ihrer Gasmasken. Bild: vintag.es
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14 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
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Garp
16.07.2023 22:14registriert August 2018
Die Geschichte mit dem Riesen ist ja zum Schiessen 🤣
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Kompressor
16.07.2023 22:03registriert Mai 2022
Immer wieder eindrückliche Bilder. Vielen Dank und mehr davon.
581
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Mit Geschlechts­tei­len geschmückt
Unter den mittelalterlichen Trageabzeichen schlummert eine Grosszahl von Exemplaren, welche so gar nicht in ein Schema passen: Phantastische Wesen aus Geschlechtsteilen lassen uns daran zweifeln, wie prüde das Mittelalter wirklich war.

Sie sind aus Blei-Zinn gegossen, kaum grösser als ein Einfränkler und haben eine Nadel oder Öse, an der man sie an der Kleidung befestigen kann: spätmittelalterliche Tragezeichen. Vom 12. bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts wurden Tausende davon in Massen produziert. Noch heute werden die kleinen Schmuckstücke in der Nähe von Gewässern und vorwiegend in den Niederlanden, Deutschland, England und Skandinavien gefunden und in der Online-Datenbank kunera.nl erfasst.

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