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History Porn Teil XCI: Geschichte in 35 Wahnsinns-Bildern

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History Porn Teil XCI: Geschichte in 35 Wahnsinns-Bildern

12.03.2023, 10:4612.03.2023, 13:45
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«Das haut mich jetzt glatt um, dass mich der History Porn anruft!»

Irgendwo im Jahr 1967:

26th September 1967: A man making a call in a blown over telephone box. (Photo by Keystone/Getty Images)
Bild: Hulton Archive

Teufelchen

Wien, 1650er:

Bild
bild: kunsthistorisches museum wien via facebook/ridiculouslyinteresting

Die Kaiserliche Schatzkammer in Wien bescheinigte im 18. Jahrhundert, dass es sich hierbei um einen echten Dämon handle, der hundert Jahre zuvor bei einem Exorzismus in Deutschland gefangen und in Glas gefasst worden war.

Apropos Teufelszeug ...

Ein komischer Vogel

Ein glücklicher Homer Dill vom Museum der Universität von Iowa und seine Dodo-Rekonstruktion.
Ein glücklicher Homer Dill vom Museum der Universität von Iowa und seine Dodo-Rekonstruktion.bild: vintag.es

Der Dodo (Raphus cucullatus, «kapuzentragender Nachtvogel») war ein flugunfähiger Vogel von etwa einem Meter Grösse, der ausschliesslich auf der Insel Mauritius im Indischen Ozean vorkam.

Dass man ihn als plumpen, unbeholfenen Vogel im Kopf hat, liegt vor allem daran, dass die alten Zeichnungen oftmals überfettete, in Gefangenschaft lebende Vögel zeigen. Wohlschmeckend war er zwar nicht, aber als Frischfleisch für längere Seefahrten musste er dennoch herhalten. Auch seine gelben Eier vertilgten die Seemänner in rauen Mengen.

Eine der wenigen realistischen Abbildungen eines lebenden Dodos (Mitte) schuf der indische Maler Mansur zu Beginn des 17. Jahrhunderts.
Eine der wenigen realistischen Abbildungen eines lebenden Dodos (Mitte) schuf der indische Maler Mansur zu Beginn des 17. Jahrhunderts.bild: wikimedia

Bevor die Europäer – erst die Portugiesen, dann vor allem die Niederländer – ihre Füsse auf die Insel setzten, besass der Vogel keinerlei Fressfeinde. Ein Flucht- oder Verteidigungsverhalten war ihm deshalb fremd, was das zutrauliche und flugunfähige Tier zur leichten Beute der Menschen machte. Die eingeschleppten Ratten und die mitgebrachten Schweine und Affen frassen zudem die Eier der bodenbrütenden Vögel, sodass der Dodo wenige Jahrzehnte nach seiner Entdeckung, um 1681, bereits ausgerottet war.

Homer Dill vom Museum der Universität von Iowa rekonstruierte 1931 nach jahrelangem Stöbern in bröckelnden Manuskripten den ersten Dodo – mitsamt seinen gekräuselten Schwanzfedern.

Sicherheit geht vor

Niederlande, 1933:

Man beachte auch die Schlittschuhe – Stahlkufen zum Umschnallen, die in den Niederlanden etwa ab dem Jahr 1500 benutzt wurden.

Der älteste Schlittschuh der Welt wird auf 5000 Jahre geschätzt. Für jene primitiven Eislaufschuhe, die man auch in der Schweiz fand, wurden Unterschenkelknochen von Pferden, Rindern und Rentieren verwendet – gespalten, flach geschliffen, durchbohrt und an die Sandalen montiert.

Schwimmheldin

Bild
bild: wikimedia

Gertrude Ederle, deutsch-amerikanische Schwimmerin und erste Frau, die am 6. August 1926 den Ärmelkanal durchschwamm und dabei den Weltrekordhalter um über zwei Stunden schlug. Sie benötigte 14 Stunden und 32 Minuten.

Betreut wurde sie von ihrem Trainer William Burgess, der 1911 ebenfalls den Ärmelkanal durchquert, dafür allerdings 16 Versuche benötigt hatte.

Konfetti-Parade für Gertrude Ederle 1926 am Broadway, New York City, mit schätzungsweise zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Sie wurde zur Ehrenbürgerin von New York ernannt und US-Präsident ...
Konfetti-Parade für Gertrude Ederle 1926 am Broadway, New York City, mit schätzungsweise zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Sie wurde zur Ehrenbürgerin von New York ernannt und US-Präsident Calvin Coolidge empfing sie im Weissen Haus zu einer Sonderaudienz.bild: wikimedia

Infolge eine Maserninfektion war sie seit ihrer Kindheit schwerhörig. Das Salzwasser griff während ihrer Spitzenleistung ihre Trommelfelle an, was sie allmählich vollständig ertauben liess.

Ederle wurde Schwimmlehrerin für taube Kinder und bekämpfte nach einer Wirbelsäulenverletzung mit unermüdlichem Training ihre Lähmung, lernte wieder laufen und später sogar schwimmen.

Trotz zahlreicher Verehrer blieb sie unverheiratet.

Rate, welcher der Jungs wohl Fidel Castro ist

Wer von denen wird kubanischer Revolutionär, Held, Diktator?

*Die Auflösung findet ihr am Ende des Artikels.

Der Belly Flopper

Die US-Armee entwickelte dieses tief liegende, mit vier kleinen Rädern ausgestattete Gefährt 1937, zur Vorbereitung auf den Krieg. Es sollte als mobiler Maschinengewehrträger dienen, der es den Artilleristen ermöglicht, während eines Vormarsches oder Rückzugs unentwegt zu feuern. Einer bedient das Gewehr, der andere steuert den «belly flopper» (Bauchklatscher), alles in liegender Position.

In Produktion ging Robert G. Howies Erfindung allerdings nie. Sie hatte keinen Allradantrieb und war wegen ihrer geringen Bodenfreiheit mit unwegsamen Gelände überfordert. Und so wurde bloss ein einziger Prototyp gebaut, der dafür aber zur Entwicklung des weitaus nützlicheren Jeeps im Zweiten Weltkrieg beitrug.

Zwei Soldaten im tiefgelegten Howie-Spähwagen sind bereit zu feuern.
Zwei Soldaten im tiefgelegten Howie-Spähwagen sind bereit zu feuern.bild: wikimedia

Aus dem Kapitel: Mode als Instrument der Unterdrückung

London, ca. 1860er:

Wenn man zum Anziehen zwei Frauen und vier Stöcke braucht.

Der Reifrock als eine der umständlichsten weiblichen Bekleidungen kam in verschiedenen Epochen und Formen immer wieder zum Einsatz. Hier zu sehen ist die Krinoline, ein erst aus Rosshaar verstärkter, dann aus Fischbein oder aufblasbaren Gummischläuchen gefertigter, schliesslich aber mit Federstahlbändern konstruierter Unterrock, der das Tragen mehrerer Stoffunterröcke ablöste.

Der Saumumfang wuchs mit jedem Jahr an, bis er um 1668 auf sechs bis acht Meter seine ausladendste Weite erreichte.

Die «Crinolinemanie», die nicht allein die weibliche Oberschicht erfasste, sondern auch bis zu den Arbeiterinnen drang, führte nicht nur zu Karikaturen über jenes absurde Kleidungsstück, sondern war auch eine Gefahr für ihre Trägerinnen. Neben dem erschwerten Gehen und dem Aneinander-Vorbei-Navigieren, verfingen sich die Röcke in Antriebsrädern von Kutschen und Maschinen oder gerieten in Brand. Allein in England kamen so innerhalb von zwei Jahrzehnten geschätzte 3000 Frauen zu Tode.

Kaiserin Elisabeth mit grosser Krinoline (1865).
Kaiserin Elisabeth mit grosser Krinoline (1865).bild: wikimedia

Wettlauf

Südpol, 16. Januar 1912:

Scott und seine Männer erreichen Amundsens Basis am Pol. Von links nach rechts: Scott, Bowers, Wilson und Evans.
Scott und seine Männer erreichen Amundsens Basis am Pol. Von links nach rechts: Scott, Bowers, Wilson und Evans. bild: wikimedia

Der Moment, als Robert Falcon Scott und seine Männer realisieren, dass sie das Wettrennen zum Südpol verloren haben. Die norwegische Flagge ihres Rivalen Roald Amundsen, erst nur als dunkler Fleck im ewigen Weiss erkennbar, weht dort im eisigen Wind, seit 35 Tagen schon, die letzten Bröcklein Hoffnung zerbröselnd, die die Briten unter wochenlangen Entbehrungen und Mühsal bis an diesen gottvergessenen Ort mitgeschleppt hatten.

«Das Furchtbare ist eingetreten – das Schlimmste, was uns widerfahren konnte!»
Tagebucheintrag vom 16. Januar 1912

Sonnenbrillen für Zwischendurch

Japan, 1966:

Bild
bild: vintag.es

Todesschuss

Dallas, Texas, November 1963:

Der Blick aus Lee Harvey Oswalds Fenster während einer Nachstellung des Kennedy-Attentats an der Dealey Plaza in Dallas.

Stümpfe

Washington, D.C., 1883:

Color print depicting six images of the stumps remaining after human thighs were amputated, numbered 1-6 to indicate the amputation style, by anterior flap, posterior flap, anterior-posterior flaps, c ...
Bild: Archive Photos

Veröffentlicht wurde die Abbildung in «The Medical and Surgical History of the War of the Rebellion». Das Werk bestand aus sechs Bänden und wurde vom Surgeon General der United States Army (dem ranghöchsten Arzt der Armee) Joseph K. Barnes erstellt. Es beschreibt Zehntausende von chirurgischen Fällen und Krankheiten, die während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865) auftraten.

Im obigen Beispiel sehen wir sechs verschiedene Stümpfe, die nach einer Amputation des Oberschenkels verblieben.

Freddie Mercury als Baby

Bild
bild: via reddit/historyporn
«I won't be a rockstar, I'll be a legend.»
Freddie Mercury

Dazzle Camouflage

Erster Weltkrieg:

Die kanadische Empress of Russia, 1918.
Die kanadische Empress of Russia, 1918.bild: wikimedia

Dazzle Camouflage (auch bekannt als Razzle Dazzle oder Dazzle Painting) war eine spezielle militärische Tarnbemalung für Schiffe, die vor allem im Ersten und in geringerem Umfang auch im Zweiten Weltkrieg von der Royal Navy und der United States Navy angewandt wurde.

Die Idee wird dem britischen Marine-Maler Norman Wilkinson zugeschrieben:

«Plötzlich kam mir die Idee, dass es unmöglich war, ein Schiff so zu bemalen, dass es von einem U-Boot nicht gesehen werden konnte, dass also das genaue Gegenteil die Lösung war – mit anderen Worten, es nicht so zu bemalen, dass es schlecht zu sehen war, sondern so, dass es seine Form aufbrach und so einen U-Boot-Offizier hinsichtlich des Kurses, auf den es zusteuerte, verwirrte.»
Norman Wilkinson

Angestrebte Wirkung: Illustration des Blicks durch das Periskop eines U-Boot-Kommandanten: Schiff mit Dazzle Camouflage (links) und gleiches Schiff ungetarnt (rechts). Die auffälligen Markierungen ver ...
Angestrebte Wirkung: Illustration des Blicks durch das Periskop eines U-Boot-Kommandanten: Schiff mit Dazzle Camouflage (links) und gleiches Schiff ungetarnt (rechts). Die auffälligen Markierungen verdecken den Kurs des Schiffes.biLd: wikimedia

Aber auch Pablo Picasso behauptete gern, dass Kubisten wie er die abstrakten Muster der Dazzle-Tarnung erfunden hätten.

Allerdings kannte Wilkinson wohl auch die Tarntheorie des britischen Zoologen John Graham Kerr, der sie Winston Churchill 1914 in einem Brief skizzierte; er verglich den Effekt mit dem, den die Muster bei Giraffen, Zebras und Jaguaren erzeugten. An «jeglicher Theorie, die auf Analogien mit Tieren basiert», war die Admiralität jedoch nicht interessiert.

Doch der uneingeschränkte U-Boot-Krieg, den die Deutschen nun begannen, liess sie bald umdenken. Denn in den ersten Monaten wurden rund 2000 Handelsschiffe, auch aus neutralen Staaten, ohne jede Vorwarnung versenkt. Die deutschen Torpedos rissen nicht nur Tausende Seeleute in den Tod, sondern verhinderten auch die Öl-, Rohstoff- und Getreidelieferung an Grossbritannien. Bald fehlte es an allem.

Die RMS Mauretania, die im Ersten Weltkrieg als Truppentransporter ein­ge­setzt war.
Die RMS Mauretania, die im Ersten Weltkrieg als Truppentransporter ein­ge­setzt war.bild: wikimedia

Und Wilkinson stiess nicht mehr auf taube Ohren: Mit den kühnen Streifen, Kurven und Zickzacklinien in Schwarz, Weiss, Blau, Purpur und Grün, jenen komplexen Mustern geometrischer Formen in kontrastierenden Farben, die sich gegenseitig unterbrechen und überschneiden, wollte er es dem Gegner fortan erschweren, Typ, Grösse, Geschwindigkeit und Kurs eines Schiffes einzuschätzen und ihn so dazu zu bringen, falsche oder schlechte Schusspositionen einzunehmen.

Die amerikanische West Mahomet in Dazzle Camouflage, 1918.
Die amerikanische West Mahomet in Dazzle Camouflage, 1918.bild: wikimedia
Test der Tarnwirkung an einem Schiffsmodell.
Test der Tarnwirkung an einem Schiffsmodell. bild: wikimedia

Das System hatte seine Grenzen: Es konnte nur auf Schiffe angewandt werden, die mit Periskopen anvisiert werden konnten, da es am besten aus der Perspektive eines U-Boot-Kanoniers funktionierte, der tief unten stand.

Die USS Leviathan in ihrem Tarnkleid.
Die USS Leviathan in ihrem Tarnkleid.bild: wikimedia

Das erste Schiff, das geblendet wurde, war ein kleines britisches Lagerschiff, die HMS Industry. Als es im Mai 1917 vom Stapel lief, wurden die Küstenwache und andere Schiffe dazu angehalten, ihre Beobachtungen bezüglich des Schiffes zu beschreiben. Und tatsächlich: Alle, die das Zebra-Gefährt sahen, waren derart verwirrt, dass die Admiralität Wilkinson im Oktober 1917 den Auftrag gab, 50 Truppenschiffe mit der neuartigen Tarntechnik zu versehen.

Wilkinson machte sich mit einem Team aus fünf Künstlern, drei Modellbauern und elf Kunststudentinnen an die Arbeit – letztere kolorierten die endgültigen Entwürfe von Hand.

Experimente an Schiffs­modellen zur Ver­an­schau­lich­ung ver­schied­ener Tarn­methoden auf vers­chiedenen Schiffs­typen am Camouflage Dept. der U.S. Navy, Washington, D.C.
Experimente an Schiffs­modellen zur Ver­an­schau­lich­ung ver­schied­ener Tarn­methoden auf vers­chiedenen Schiffs­typen am Camouflage Dept. der U.S. Navy, Washington, D.C.bild: wikimedia

Jedes Design musste nicht nur einzigartig sein, damit sich die U-Boot-Besatzungen nicht daran gewöhnen konnten, sondern es musste auch auf die einzelnen Schiffe zugeschnitten sein.

4000 britische Handelsschiffe und ca. 400 Marineschiffe wurden schliesslich mit Blendtarnung versehen, auf der amerikanischen Seite waren es insgesamt 1256 Schiffe.

Raum voller Modelle, nach denen die echten Schiffe bemalt wurden.
Raum voller Modelle, nach denen die echten Schiffe bemalt wurden.bild: wikimedia
USS Nebraska in ihrer besonders wilden Blendtarnung, 1918.
USS Nebraska in ihrer besonders wilden Blendtarnung, 1918.bild: wikimedia

Ob der Anstrich letztlich erfolgreich war, wird kontrovers diskutiert. Da zu viele Faktoren – verwendete Farbschemata, Grösse und Geschwindigkeit der Schiffe, verwendete Taktiken, etc. – in die Bewertung einflossen, war ein klares Resultat daraus nicht abzuleiten.

Und als dann die Luftaufklärung immer effektiver wurde und die Radartechnologie den Feind aufzuspüren begann, erübrigte sich die Dazzle-Debatte gänzlich.

Apropos Streifen ...

Grossbritannien, 1939:

Als Kühe während der Stromausfälle des Zweiten Weltkriegs als potenzielle Verkehrsgefährdung erkannt wurden, bemalten einige Landwirte sie mit weissen Streifen, damit sie von Autofahrern gesehen werden konnten.

Vom Kg. Hofrat Professor Dr. med. G von Eck u. anderen mediz. Autoritäten wärmstens empfohlen

Deutschland, 1894:

Na dann, her mit dem orthopädischen Nasenformer Zello!

Dieser wurde 1894 patentiert und bestand aus einem gebogenen Messingblech, das mit zwei breiten Bändern am Kopf fixiert werden musste. Nun brauchte man die verschiedenen Schrauben nur noch wunschgemäss anzuziehen, auf dass das darunterliegende Lederkissen die fehlerhafte Nase zum griechisch-römischen Prachtsexemplar zurechtpresste.

Das Nachfolgemodell Zello-Punkt punktete dann mit weniger Grobschlächtigkeit und mehr Eleganz – und der Erfolg hielt natürlich unvermindert an.

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bild: Foto: collectmedicalantiques.com
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«Die Vorzüge, verbunden mit den nachweisbaren Erfolgen des Apparates, veranlassen mich, denselben dauernd zu verordnen.»
Hofrat Professor Dr. med. von Eck

Viel mehr als Schlafstörungen und Gesichtsverletzungen wird der Nasenformer seinen Trägern aber nicht beschert haben.

«Was dich nicht umbringt ...»

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bild: wikimedia

«... macht dich stärker» – das muss sich wohl der arme Gregor Baci gesagt haben, als ihm beim ritterlichen Tjosten eine Turnierlanze ins rechte Auge gestochen ward. Andere sagen, er empfing seine Verletzung im Kampf gegen die osmanischen Türken. So oder so – der ungarische Edelmann aus dem 16. Jahrhundert soll danach noch ein ganzes Jahr weitergelebt haben.

Im grandiosen Museum of Ridiculously Interesting Things ist weiterhin darüber zu lesen:

«Historiker spekulieren, dass es sich bei der weissen Farbe auf dem Speer um eine Verbindung aus Blei- oder Zinkoxid handelte, die als antibakterieller Wirkstoff fungierte und eine Infektion der Wunde verhinderte. Bacis Verletzung wurde behandelt, indem der Speer an der Eintritts- und Austrittsstelle abgesägt wurde, aber offenbar nicht, bevor er auf dem Weg zur Notaufnahme noch schnell ein Ölgemälde anfertigen liess.»

Dieses stammt von einem unbekannten deutschen Künstler und wurde um 1550 gemalt. Es ist Teil der Sammlung von Schloss Ambras in Innsbruck, Österreich, «wo es die heutigen Besucher daran gemahnt, ihr verdammtes Gejammer einzustellen».

Und nun zurück in die heile Strumpfwelt

Cleveland, Ohio, 1965:

Bild
bild: facebook/vintageeveryday

«Be Bobbie Brooks all over.» – «Ja bitte!»

Zahnziehender Zar

1682 wird der über zwei Meter grosse Mann mit den schmalen Schultern zum Zaren ernannt. Als Peter der Grosse ging er in die Geschichte ein, als der Modernisierer des Russischen Reiches und Erbauer der neuen Hauptstadt St. Petersburg, die er auf dem Sumpfgebiet an der Newa erstehen liess.

Weniger bekannt ist seine Zweitkarriere als Hobby-Zahnarzt. Seine Höflinge lebten Berichten zufolge in Angst und Schrecken vor Peters enthusiastischen Zahnzieh-Angeboten, die sich durchaus auch über völlig gesunde Beisserchen erstreckten. Seine beachtliche Sammlung ist in der Kunstkammer in St. Petersburg ausgestellt.

Arnie forever

Los Angeles, Kalifornien, 1977:

LOS ANGELES - AUGUST 1977: Austrian Bodybuilder Arnold Schwarzenegger sits in the surf on Venice Beach in August 1977 in Los Angeles, California. (Photo by Michael Ochs Archives/Getty Images)
Bild: Michael Ochs Archives

Ein glücklich in der Brandung des Venice Beach sitzender Arnold Schwarzenegger.

*Hallo, Charisma. Fidel Castro ist der Junge mit dem Schläckstengel.

History Porn
Uns erreichen immer mal wieder kritische Kommentare bezüglich des Namens dieses Formats. Wir können verstehen, dass es teilweise etwas respektlos anmuten mag, von geschichtlichen Tragödien in Verbindung mit dem Begriff «Porno» zu lesen. Wir haben uns jedoch an Reddit orientiert und lesen den Namen mehr als in Bildern erzählte, unzensierte Geschichte, die anregt und manchmal amüsiert, aber eben auch schockieren kann.
Mit «Porn» können im Englischen auch TV-Shows, Artikel oder eben Fotos gemeint sein, die ein übermässiges, unwiderstehliches Verlangen nach oder Interesse an etwas befriedigen sollen.

History Porn III

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History Porn Teil LXIII: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern
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History Porn Teil LXIII: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern
Lord Lionel Walter Rothschild auf seiner Zebrakutsche, 1898. Er arbeitete nicht nur für die Investmentbank N M Rothschild & Sons seiner berühmten Familie, sondern war auch studierter Zoologe. Er sammelte ausgestopfte Vögel und Schmetterlinge, hielt Kängurus und Zebras in seinem Garten, während seine Hunde bei seinen Mahlzeiten mit ihm an der Tafel sitzen durften. Er gründete in der Nähe seines Landhauses im Tring Park in Hertfordshire ein eigenes zoologisches Museum, das heute Walter Rothschild Zoological Museum heisst und eine Abteilung des Natural History Museum ist.
bild: wikimedia
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Arnold Schwarzeneggers starke Botschaft gegen Hass und Antisemitismus
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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gulasch
12.03.2023 17:25registriert März 2014
Die Stümpfe nach Amputation sahen daher so "schrecklich" aus, weil noch keine Anästhesie zur Verfügung stand und es dementsprechend schnell gehen musste ! Das Tragen einer Prothese war dadurch eine Qual ! Heutige Stümpfe sehen zum Glück deutlich besser aus, wichtig ist, dass die Naht nicht auf einer Auflagefläche liegt, es muss also ein Lappen geformt und nach vorne geklappt werden !
Herzlichen Dank für diese neuen Schmankerl der Geschichte, immer hoch interessant !!!
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Turicensis
12.03.2023 12:12registriert Januar 2021
Zu Nr. 3: Es ist nicht einfach 'die Kirche' schuld an den Hexenverbrennungen. Im Gegenteil, die katholische Obrigkeit lehnte diese Praktiken meistens entschieden ab. Die Prozesse wurden vor allem von weltlichen Akteuren angestrengt. Solche verkürzte bis falsche Darstellung von Geschichte passt nicht zu diesem sonst so fundiertem Format.
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In der Schweiz herrscht «Kindermangel» – und das ist ein ernstes Problem
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