Wissen

Requiem für eine Raumsonde: «Cassini» ist wie geplant auf den Saturn gestürzt

15.09.17, 09:45 15.09.17, 14:22

20 Jahre lang war die Raumsonde unterwegs, jetzt hat «Cassini» seine Mission beendet und ist planmässig auf den Planeten Saturn abgestürzt. Die Sonde sendete ihre letzten Signale am frühen Nachmittag (MESZ) an das Nasa-Kontrollzentrum. Die US-Raumfahrtbehörde twitterte, Cassini sei nun Teil des Planeten, den es erforscht hatte. 

Ein riesiger Gasplanet, umgeben von sieben grossen Ringen und mindestens 62 Monden – diese fremde Welt weit draussen im Sonnensystem war 13 Jahre lang Heimat der Saturnsonde «Cassini». 

Am 14. September 2017 brachen die letzten Stunden der Mission an, die zu den erfolgreichsten der Raumfahrtgeschichte zählt. «Cassinis» letztes Flugmanöver begann laut NASA am Freitag um 10.37 Uhr Schweizer Zeit. Gegen 13.54 Uhr erwartete die amerikanische Raumfahrtbehörde via Radiowellen das letzte Signal von «Cassini» von rund 1500 Kilometern über den Wolken des Saturn, bevor die Sonde wie ein Meteor auseinander brechen würde.

Der Grund für «Cassinis» Ende ist Treibstoffmangel, denn nach fast 20 Jahren im All gehen der NASA-Sonde die Antriebsreserven aus. Im Oktober 1997 gestartet, erreichte «Cassini» mit der europäischen Landesonde «Huygens» huckepack Anfang Juli 2004 den Saturn. «Cassini/Huygens» hatte auch Schweizer Technik an Bord, beispielsweise wurde der Abkopplungsmechanismus, der die beiden trennte, von der Schweizer Firma Contraves Space gebaut.

«Cassini»: Zahlen und Fakten

• Die Sonde wiegt 12'600 Kilogramm, sie ist rund sieben Meter lang.
• 1997 startete «Cassini» Richtung Saturn, 2004 kam sie in dessen Umlaufbahn an.
• 27 Länder sind an der Mission beteiligt.
• 8 Milliarden Kilometer hat die Sonde ungefähr zurückgelegt und dabei 294 Mal den Saturn umrundet.
• 2,5 Millionen Befehle hat «Cassini» ausgeführt.
• 635 Gigabytes an wissenschaftlichen Daten hat die Sonde gesammelt und 453'048 Fotos gemacht.
• Daraus sind bislang 3984 wissenschaftliche Artikel entstanden.
• 2 Ozeane hat «Cassini» entdeckt.
• Bau und Betrieb der Sonde kosteten mehr als 3 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro).

(sda/dpa)

Seit 2004 zog «Cassini» seine Bahnen durch das faszinierende Saturnsystem, entdeckte neue Ringe und Monde und enthüllte viele Geheimnisse des zweitgrössten Planeten im Sonnensystem. 

«Huygens» landet auf Titan

Ein erster Paukenschlag der überaus erfolgreichen Planetenmission war im Januar 2005 die Landung von «Huygens» auf dem grössten Saturnmond Titan. Die Messdaten der nach dem niederländischen Astronomen Christian Huygens (1629 bis 1695) benannten und einer fliegenden Untertasse ähnelnden Landesonde offenbarten eine eisige Landschaft auf Titan mit riesigen Seen aus Methan in der Nähe der Pole.

In den Folgejahren erforschte die «Cassini»-Sonde, die den Namen des französischen Astronomen Giovanni Domenico Cassini (1625 bis 1712) trägt, nach und nach die geheimnisvolle Welt des Saturn. Dabei lieferte sie nicht nur beeindruckende Bilder der Saturnringe, sondern präsentierte den Wissenschaftlern auch völlig unerwartete Forschungsergebnisse: Zu «Cassinis» spektakulärsten Entdeckungen zählt der Nachweis eines unterirdischen flüssigen Ozeans auf dem kleinen Saturnmond Enceladus. 

Grosses Finale

Die Existenz flüssigen Wassers nährte die Vermutung, dass Enceladus oder auch Titan günstige Bedingungen für das Entstehen von Leben bieten könnten. Laut dem Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) gaben diese Entdeckungen von «Cassini» auch den Ausschlag für das nun erfolgte spektakuläre Ende der Mission – also den kontrollierten Absturz der Sonde in die Saturnatmosphäre, den die NASA «Grand Finale» nennt.

Denn die Alternative, die Raumsonde mit den letzten Treibstoffreserven auf eine mehr oder weniger stabile Umlaufbahn um den Saturn zu bringen, berge ein entscheidendes Risiko, teilte das MPS jüngst mit: «Durch kleine Störungen könnte die Sonde im Laufe der Zeit vom Kurs abkommen, auf einen der Monde stürzen und diesen kontaminieren.»

«NASA at Saturn: Cassini's Grand Finale.» Video: YouTube/NASA Jet Propulsion Laboratory

Nach NASA-Angaben sei es nämlich durchaus denkbar, dass irdische Mikroben an Bord von «Cassini» die lange Reise durchs Weltall überlebt hätten. Der Sturzflug in den Gasplaneten biete somit die sicherste Möglichkeit einer «umweltschonenden» Entsorgung der Sonde, erklärte das MPS, an dem unter anderem ein Teilchendetektor von «Cassini» entwickelt wurde. 

Plutonium an Bord

Vor dem Start von «Cassini» 1997 hatten Kritiker auf die Gefahr einer ganz anderen Kontamination hingewiesen – nicht durch Mikroben, sondern durch die mit radioaktivem Plutonium betriebenen Batterien an Bord der Sonde. Gegner der Mission befürchteten damals ein Unglück beim Start oder ein Verglühen von «Cassini» in der Erdatmosphäre bei einem späteren dichten Vorbeiflug der Sonde an unserem Planeten.

Doch die Mission verlief planmässig, und schon bald trat der Streit um das Plutonium hinter die wissenschaftlichen Ziele des «Cassini/Huygens»-Projekts zurück. Nach fast zwei Jahrzehnten hiess es nun am Freitag «Goodbye, Cassini».

(sda/afp)

20 Jahre «Cassini»-Mission

Die Raumsonde «Cassini» war rund 20 Jahre lang unterwegs, um den Saturn und seine Monde zu erkunden.
Oktober 1997 - Die etwa 3,2 Milliarden US-Dollar teure amerikanisch-europäische Mission «Cassini-Huygens» startet zum zweitgrössten Planeten des Sonnensystems.
Juli 2004 - «Cassini-Huygens» erreicht die Umlaufbahn des Saturn und liefert spektakuläre Bilder. Erste von einer Reihe neuer Monde des Planeten werden entdeckt.
Januar 2005 - Die Sonde «Huygens» der Europäischen Weltraumorganisation ESA landet nach der Trennung vom Mutterschiff auf dem grössten Saturnmond Titan und erforscht die Atmosphäre und Oberfläche des Trabanten.
Juli 2005 - «Cassini» findet auf dem kleinen Saturnmond Enceladus Anzeichen für aktive Eisvulkane. Das Raumfahrzeug entdeckt über dem Südpol eine riesige Wolke von Wasserdampf, der anscheinend aus verdunstendem Eis entsteht.
März 2006 - Die Sonde stösst überraschend auf Wasservorräte auf Enceladus, die wie Geysire explodieren.
März 2008 - «Cassini» fliegt in nur 50 Kilometern an Enceladus vorbei und sendet spektakuläre Bilder von noch unerforschten Bereichen des Eismondes zur Erde.
März 2008 - US-Wissenschaftler haben nach einer Mitteilung der NASA Hinweise auf einen unterirdischen Ozean auf Titan gefunden. Sie werteten Radaraufnahmen aus, die «Cassini» bei Vorbeiflügen zwischen Oktober 2005 und Mai 2007 gemacht hatte.
Dezember 2009 - Die Hinweise verdichten sich, dass es auf Titan mit Flüssigkeit gefüllte Seen gibt. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt schliessen dies aus Spiegelungen, die sie entdeckt haben.
Dezember 2010 - Aufnahmen von der Oberfläche des Titan geben neue Hinweise auf Eisvulkane.
September 2015 - Unter dem Eispanzer von Enceladus schwappt ein globaler Ozean, schliessen Forscher aus Beobachtungen der Raumsonde.
April 2017 - «Cassini» absolviert erfolgreich ein erstes von 22 geplanten Manövern durch die Lücke zwischen Saturn und seinen Ringen – eine völlig unerforschte Zone. 

(sda/dpa)

Noch etwas weiter weg ist der Pluto. So hat noch kein Mensch diesen Zwergplaneten gesehen

Jetzt bist du fit für das Quiz über unser Sonnensystem: 

1.Unser Mond ist bei grösster Distanz rund 406'000 Kilometer von der Erde entfernt. Welche der anderen sieben Planeten hätten dann zwischen Erde und Mond Platz?
Die fünf kleinsten.
Die sechs kleinsten.
Alle sieben.
2.Bis auf Merkur und Venus haben alle Planeten in unserem Sonnensystem Monde. Welcher ist der grösste?
Shutterstock
Shutterstock
Titan
Shutterstock
Ganymed
Shutterstock
Kallisto
3.Welcher Planet ist kleiner als der grösste Mond?
Shutterstock
Shutterstock
Merkur
Shutterstock
Venus
Shutterstock
Mars
4.Jupiter ist der grösste der Planeten in unserem System. Wie gross ist sein Anteil an der Gesamtmasse aller Planeten?
Shutterstock
37 Prozent
52 Prozent
71 Prozent
5.Ein anderes Bild entsteht, wenn das Zentralgestirn, die Sonne, miteinbezogen wird. Wie gross ist deren Anteil an der Gesamtmasse des Sonnensystems?
Shutterstock
69,84 Prozent
88,79 Prozent
99,86 Prozent
6.Nichts ist schneller als Licht. Doch benötigt es rund acht Minuten, um von der Sonne zu uns zu gelangen. Wie lange unterwegs ist aber ein Photon, das im Inneren der Sonne entsteht, bis es deren Oberfläche erreicht?
Über 1 Million Jahre.
Über 10'000 Jahre.
Über 10 Jahre.
7.Der Mars ist kleiner als die Erde. Wie gross ist seine Oberfläche, wenn man sie mit der Erdoberfläche vergleicht?
Nasa
Wikipedia
So gross wie die gesamte Wasserfläche der Erde.
Wikipedia
So gross wie die gesamte Landfläche der Erde.
Wikipedia
So gross wie Europa und Asien zusammen.
8.Der Mars hat zwei kleine Monde, Phobos und Deimos. Welche der folgenden Aussagen zu den Marstrabanten ist frei erfunden?
Die Oberfläche von Phobos ist so gross wie die Fläche von London.
Phobos ist derjenige Mond im Sonnensystem, der sich am nächsten zu seinem Planeten befindet.
Phobos wird auf seiner Umlaufbahn seinerseits von Deimos umkreist.
9.Unser anderer Nachbarplanet, die Venus, zeichnet sich durch eine spezielle Eigenschaft aus. Welche?
Shutterstock
Sie hat nur am Südpol eine Eiskappe.
Sie besitzt kein Magnetfeld.
Der höchste Vulkan im Sonnensystem befindet sich auf der Venus.
10.Der Planet der Ringe, der Saturn, weist noch eine weitere Besonderheit auf. Welche ist es?
Nasa
Er rotiert so langsam, dass ein Tag länger dauert als ein Jahr.
Er hat mehr Monde als der Jupiter.
Seine Dichte ist so niedrig, dass er auf Wasser schwimmen würde.

Sterne, Planeten, Monde und noch mehr Weltraum-Stoff

Weshalb wir umgedrehte Gesichter attraktiver finden

Gab es Leben auf dem Mars? Diese neuen Erkenntnisse sprechen dafür

Ein 650 Meter grosser Asteroid ist heute 14:24 Uhr dicht an der Erde vorbeigerast

Atemberaubend: Fiktiver Drohnenflug über den echten Mars

Ein neuer Planet in der Nachbarschaft – und es könnte sogar Leben darauf geben

Im Weltraum sieht es schlimmer aus als im Zimmer eines Teenagers

Weltraum-Schrott: Wenn ein Zentimeter-Geschoss zur Handgranate wird

Forscher warnt: «In 100 Jahren könnte es zu gefährlich sein, ins All zu fliegen»

Katastrophenabwehr-Übung: Nasa plant, Asteroid «Didymoon» abzuschiessen

Düstere Prognose – Stephen Hawking gibt der Menschheit noch 100 Jahre auf der Erde

Mit Interkontinentalraketen: Russischer Ingenieur will Asteroiden abschiessen

Besuch aus dem Weltall – am 1. April rast ein Komet an der Erde vorbei

Start geglückt! SpaceX schiesst erste Recycling-Rakete ins All

«Nicht die Menschen werden das Weltall kolonialisieren, sondern die Roboter»

Tweet aus dem All: «Mir geht es gut, macht euch keine Sorgen»

Sensationeller Fund im All: 7 erdähnliche Planeten auf einmal entdeckt

Forscher sichten Riesen-Struktur auf der Venus

Diese 450 NASA-Gifs werden dich für Stunden beschäftigen

Vorbeiflug heute Abend: Die Erde bekommt Besuch von einem Asteroiden

Den Mars besiedeln? Nein, es gibt ein besseres Ziel: Titan!

Berner Superkamera schickt spektakuläre Bilder vom Mars

Chronik eines angekündigten Todes: Raumsonde Rosetta auf Komet Tschuri gestürzt

Der Asteroid, der die Dinos auslöschte, versetzte Berge

Du hast Glück: Bald strahlt der grösste Supermond seit 1948 am Himmel

China kann seinen Satelliten Tiangong 1 nicht mehr kontrollieren – 2017 stürzt er auf die Erde

Europas erste Mars-Sonde ist im Orbit

Landung der ersten europäischen Sonde: Kurz vor 17 Uhr kommt es auf dem Mars zum Showdown

Kometensonde «Rosetta» auf Kollisionskurs – Aufprall steht kurz bevor

Wir wissen nichts über die Welt da draussen: Im All gibts 10 Mal mehr Galaxien als gedacht

Verschollener Landeroboter Philae auf Komet «Tschuri» ist wiedergefunden

Ausserirdische Botschaft oder irdischer Störsender? Signal aus dem All alarmiert Astronomen

Wir haben eine neue Erde gefunden – aber wie kommt man dahin? Und wie lange dauert die Reise?

SpaceX-Rakete in Cape Canaveral explodiert und zerstört Facebook-Satellit

Puh, das war knapp (in Weltraumdistanz): Asteroid «2016 QA2» verfehlte Erde um 84'000 Kilometer

So überlebst auch du auf dem Mars – diese Uni bringt's dir bei (und wir geben Bonustipps)

Wo in Zukunft die Weltraum-Taxis andocken

Die Chinesen haben das grösste Radio-Teleskop der Welt fertig und suchen damit – nach Aliens

Breaking: Die Mondlandung war NICHT gefälscht!

So nah wie keine Raumsonde zuvor: «Juno» erreicht den Jupiter-Orbit

So tief konnten wir noch nie in den Hexenkessel der Sterne schauen

Party auf dem Jupiter: Das Hubble-Teleskop macht grossartige Bilder von Nordlichtern

Kamikaze-Manöver: «Rosetta»-Sonde stürzt sich ins Verderben

Zukunftsmusik: Ein Dorf auf dem Mond – als Brücke zum Mars

17-jähriger Zürcher schiesst spektakuläre Bilder der Milchstrasse – so hast du den Himmel über dir noch nie gesehen

Hello from the other side: Flugzeug begegnet Spaceshuttle über den Wolken

Die Erde hat einen kleinen Begleiter und keiner hat's gemerkt (bis jetzt)

NASA entdeckt 1284 neue Planeten – ist eine zweite Erde dabei?

Fail im Weltraum : Aufblasbares Wohnmodul an der ISS liess sich eben genau NICHT aufblasen

Sind wir allein im All – oder gibt es Leben da draussen?

Neuer Wohnraum für Astronauten: Raumfahrer betreten erstmals aufblasbares ISS-Modul

Von der roten Kartoffel bis zur vulkanischen Pizza: Das sind die 11 seltsamsten Monde 

Das sind die Top Ten der Exoplaneten, auf denen es Leben geben könnte 

SpaceX bringt auch seinen Raumfrachter unbeschadet zur Erde zurück

Wasser auf kleinem Exoplaneten entdeckt

Entfernungsrekord: US-Forscher entdecken neuen Zwergplaneten

Zum ersten Mal ist eine Rakete auf einer Plattform im Ozean gelandet – und so sah das Ganze aus

Zukunftsforschung: Künstliche Intelligenz wird das All erobern

Wissenschaftler haben potenziell bewohnbare Planeten entdeckt 

Apollo-10-Sounddatei: Merkwürdige Geräusche hinterm Mond

Mit Stephen Hawking und Mark Zuckerberg zu den Sternen: Mini-Raumschiff soll Weltall erobern

Meteo für Astronauten: Auf diesem Stern erwartet Sie schlechtes Wetter

Kosmisches Baby: Forscher beobachten Planetengeburt

06.02.1971: Astronaut Alan Shepard schmuggelt einen Schläger auf den Mond, um Golf zu spielen

Neu entdeckter Exoplanet: Nasa bejubelt Cousin der Erde

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5Alle Kommentare anzeigen
5
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Negan 15.09.2017 23:52
    Highlight Expanse -> Eros-Station... 🤣
    2 0 Melden
    600
  • dommen 15.09.2017 17:47
    Highlight *In den Saturn (Gasplanet 😜)
    1 0 Melden
    600
  • Klirrfactor 15.09.2017 14:33
    Highlight Falls Ausseridische eines Tages unser Sonnensystem besuchen, werden sie sich bestimmt mehr für Saturn, statt für uns interessieren.
    1 6 Melden
    600
  • D(r)ummer 15.09.2017 10:28
    Highlight Super Mission.
    Wir leben aktuell im interessantesten Zeitalter.

    Übrigens hat Cassini die Handhabung mit habitablen Zonen relativiert, was ein ziemlich interessanter Fortschritt ist.
    30 7 Melden
    • Angelo C. 15.09.2017 14:22
      Highlight Den ersten Abschnitt würde ich sofort unterschreiben, zumal wenn man bedenkt, wie sehr dieses 20-jährige Unternehmen zu Beginn in der Kritik stand, weil man befürchtete dass bei einem Fehlstart die atomaren Batterien von Cassini die ganze Umwelt kontaminieren könnten.

      Der zweite Abschnitt scheint mir gemäss den news auf SF1 und ARD wohl eher falsch zu sein, weil durch die Sonde ein riesiger unterirdischer Ozean auf einem der Saturnmonde verifiziert wurde, was eine wie auch immer geartete Habitabilität im Umfeld des Planeten in den Bereich des Möglichen rückt.
      9 0 Melden
    600

Dieser Herr rettete die Welt vor einem Atomkrieg. Jetzt starb er einen stillen Tod

26. September 1983, kurz nach Mitternacht: In einem Bunker in der Stadt Serpuchow, rund 50 Kilometer südlich von Moskau, beginnt eine schrille Sirene zu heulen. Ein Computer in der Kommandozentrale der sowjetischen Luftraumüberwachung schlägt Alarm: Er meldet eine amerikanische Atomrakete, die sich im Anflug befindet. 

Dem diensthabenden Offizier, Oberstleutnant Stanislaw Petrow, bleiben nur wenige Minuten. Der 44-Jährige muss entscheiden: Handelt es sich um einen Fehlalarm – oder …

Artikel lesen