Schweiz
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Warum es unwahrscheinlich ist, dass Thomas N. je wieder frei kommt

Das Bezirksgericht Lenzburg hat für Thomas N. eine ordentliche Verwahrung angeordnet. Wann tritt er diese an? Wann kann er wieder in Freiheit kommen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Philipp Zimmermann / az



Blick auf den Eingang des Justizvollzug der JVA Poeschwies, aufgenommen am Donnerstag, 13. Juli 2017 in Regensdorf. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Eingang der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf – den Ausgang wird Thomas N. wohl kaum je sehen. Bild: KEYSTONE

Wann sieht das Gesetz eine ordentliche Verwahrung vor?

Für eine ordentliche Verwahrung müssen drei Voraussetzungen gegeben sein.

Das sagt Thomas N.s Anwältin zum Urteil

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Video: YouTube

Wie lange dauert die ordentliche Verwahrung?

Die Verwahrung beginnt, nachdem der Täter seine Freiheitsstrafe abgesessen hat. Vollzogen wird die Verwahrung in einer Strafanstalt oder in einer sogenannten Massnahmevollzugseinrichtung.

Eine ordentliche Verwahrung ist nicht befristet und kann bis zum Tod des Verwahrten dauern. Die Vollzugsbehörden müssen sie allerdings zwei Jahre nach der Anordnung und danach jährlich überprüfen. Ebenso müssen sie überprüfen, ob die Voraussetzungen für eine Umwandlung in eine kleine Verwahrung, eine stationäre therapeutische Massnahme, gegeben sind.

Eine bedingte Entlassung ist nur dann möglich, wenn erwartet werden kann, dass sich der Verwahrte in Freiheit bewährt. Die Probezeit beträgt dann 2 bis 5 Jahre. Während der Probezeit kann der Betroffene zurück in die Verwahrung versetzt werden, wenn die Gefahr besteht, dass er rückfällig wird. Auch die Probezeit kann verlängert werden. 

Staatsanwältin Loppacher zum Urteil von Rupperswil

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Worin liegt der Unterschied zur lebenslänglichen Verwahrung?

Zusätzliche Voraussetzung für eine lebenslängliche Verwahrung ist, dass zwei Psychiater unabhängig voneinander zum Schluss kommen müssen, dass der Täter langfristig nicht therapierbar und die Rückfallgefahr sehr hoch ist. Im Fall von Thomas N. beim Rupperswil-Prozess war dies nicht der Fall. Deshalb hat das Bezirksgericht keine lebenslängliche Verwahrung ausgesprochen. 

Und was ist die «kleine Verwahrung»?

Das Schweizer Strafgesetzbuch bezeichnet die sogenannte «kleine Verwahrung» als stationäre therapeutische Massnahme. Eine solche ordnet ein Gericht an, wenn beim Straftäter eine schwere psychische Störung vorliegt, die mit der Tat in Zusammenhang steht und zu erwarten ist, dass sich die Rückfallgefahr reduziert werden kann. 

Der mit der stationären therapeutischen Massnahme verbundene Freiheitsentzug dauert in der Regel maximal fünf Jahre. Das zuständige Gericht kann bei Rückfallgefahr allerdings eine Verlängerung um weitere fünf Jahre anordnen. Ansonsten folgt die bedingte Entlassung.  

Wie viele Verwahrte kommen frei?

Erst vor kurzem hat eine neue Studie gezeigt: Bei Entlassungen von verwahrten Straftätern ist die Schweiz sehr restriktiv.

In den letzten zehn Jahren sind nur 2 Prozent der 141 ordentlich Verwahrten bedingt entlassen wurden. 

In absoluten Zahlen: In den letzten 14 Jahren kamen 27 schwere Straftäter aus der ordentlichen Verwahrung frei, das sind also rund 2 pro Jahr. «Die Wenigen, die in Freiheit kommen, sind praktisch immer alt, krank und nicht mehr im Stande, ein schweres Delikt zu begehen», sagt Thomas Freytag, Vorsteher des Amtes für Justizvollzug des Kantons Bern. Er hat die Studie zusammen mit Aimée Zermatten, einer Doktorandin der Universität Freiburg, ausgewertet.

Die restlichen 98 Prozent der Verwahrten bleiben eingesperrt. Zurzeit sitzen 150 Verwahrte in Schweizer Gefängnissen. 

Bei Tätern, bei denen eine stationäre therapeutische Massnahme («kleine Verwahrung») angeordnet wurde, sind in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 10 Prozent bei der jährlichen Überprüfung bedingt entlassen worden. Eine bedingte Entlassung werde «ausserordentlich selten bis gar nie» gewährt, sagte Freytag gegenüber dem «SonntagsBlick». Gewährt werde sie bei alten und körperlich Kranken. «Die ordentliche Verwahrung hat sich de facto der lebenslänglichen Verwahrung angenähert.»

Angehöriger Georg M. zum Urteil zum Fall Rupperswil

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Free Info 18.03.2018 21:39
    Highlight Highlight Mit der kleinen Verwahrung die mit einer stationären therapeutischen Massnahme verbunden ist hat das zuständige Gericht wahrscheinlich die richtige Entscheidung getroffen. Da bei diesem Straftäter offensichtlich eine schwere psychische Störung vorliegt die mit der Tat in Zusammenhang steht werden aber sehr intensive Massnahmen nötig sein, ich bin überzeugt, dass hier die Methode von sehr langen scientologischen Dianetik-Auditionen (die viele Jahre dauern können) zum Ziel führen werden. Ich empfehle deshalb allen das grossartige Buch DIANETIK von L. Ron Hubbard zu lesen.
  • Tugium 16.03.2018 18:07
    Highlight Highlight Weiss jemand wie lange er sitzen muss bevor er verwahrt wird?

    Nur die 15 Jahre oder mehr?
    • Astrogator 16.03.2018 18:45
      Highlight Highlight Das weiss jetzt noch niemand. Grundsätzlich ist es möglich, dass er gar nicht verwahrt wird weil er gar nicht aus der lebenslänglichen Strafe entlassen wird bis er stirbt.
    • Daniel Caduff 16.03.2018 19:17
      Highlight Highlight Kommt Thomas N. überhaupt jemals in die Verwahrung? https://www.tagesanzeiger.ch/25895963
    • Tugium 16.03.2018 23:00
      Highlight Highlight Danke für die Antworten👍
  • Friu 16.03.2018 16:12
    Highlight Highlight Mich beschäftigt immer noch die Aussagen der Anwältin. Wie kann man so eine Straftat verharmlosen. Die Aussage der Missbrauch habe lediglich 20 Minuten gedauert hat mich schockiert. Jede Sekunde ist zu viel! Ich bin ganz ehrlich, meine Meinung ist einer solchen Anwältin sollte man die Berufserlaubnis entziehen. Es ist schon klar dass sie alles für den Klienten macht. Aber sie schreibt auch bei der Annahme der Pflichtverteidigung dass sie den Respekt vor den Opfern nie verlieren wird. In meinen Augen hat sie das nicht erreicht. Gegenteil sie hat verhöhnt! Das hat mich sehr schockiert!
    • Akunosch 16.03.2018 18:21
      Highlight Highlight Hätte sie nicht versucht, den Täter mit vollem Einsatz zu verteidigen, wäre ihr das Patent zu entziehen. So hat sie aber nur ihren Job richtig gemacht.

      Auch ein Angeklagter (der bis zum Urteil als unschuldig gilt!) hat Recht auf eine starke Verteidigung. Und ich bin sicher, dass die Verteidigung nicht das Leid der Opfer verharmlost hat. Es gehört zu ihrer Aufgabe, darauf hinzuweisen, dass die Tat auch noch schlimmer hätte ausfallen können. Wenn der Angeklagte nicht sauber verteidigt wird, ist der ganze Rechtsstaat dahin. Das Urteil und die Verteidigung ist in meinen Augen wohl geraten.
    • Gar Manarnar 16.03.2018 19:19
      Highlight Highlight Es sind nicht Aussagen der Verteidigerin persönlich. Sie spricht für ihren Klienten. Die Aussagen sind so zu werten, als wie wenn sie von N selber kamen.
    • Lami23 16.03.2018 20:40
      Highlight Highlight Dann ist es gut, haben sie nicht ihren Job, sie hätten ihn nicht richtig gemacht.
  • pfffffffff 16.03.2018 16:09
    Highlight Highlight 1. Bedingung für die ordentliche Verwahrung:

    "Das Strafgesetzbuch muss für die Straftat eine Höchststrafe von mindestens 5 Jahren vorsehen. Dazu gehören nebst Mord und vorsätzlicher Tötung auch die schwere Körperverletzung, Vergewaltigung, Raub, Geiselnahme, Brandstiftung sowie sexuelle Handlungen mit Kindern."

    Das liest sich genau so, als wenn Thomas N. es als Anleitung verwendet hat, um in die Verwahrung zu kommen, oder eben zu schauen, ob er trotz "vollem Programm" -Entschuldigung für den Ausdruck- unbehelligt bleiben kann. Für weiteres spricht der gepackte Rucksack inkl. Vorbereitungen.
  • tomtom1 16.03.2018 15:16
    Highlight Highlight "In den letzten zehn Jahren sind nur 2 Prozent der 141 ordentlich Verwahrten bedingt entlassen wurden. " -> pro jahr!

    "Die restlichen 98 Prozent der Verwahrten bleiben eingesperrt. Zurzeit sitzen 150 Verwahrte in Schweizer Gefängnissen. "

    Das stimmt so einfach nicht. Es wurden in den letzten 14 Jahren 18% der Verwahrten wieder entlassen. Klingt schon anders...
    • Saraina 16.03.2018 21:42
      Highlight Highlight Kannst du uns auch gleich sagen, wieviele davon gleich ins Pflegeheim oder ins Sterbehospiz entlassen wurden? Denn der häufigste Grund für die Entlassung ist hohes Alter oder Krankheit.
  • Luusmeitschi_001 16.03.2018 15:00
    Highlight Highlight Ich möchte nicht, dass dieser Mensch je wieder frei kommt, das hat er nicht verdient. Ich glaube auch nicht, dass jemand der solch schlimme Taten verübt hat, therapierbar ist. Er ist am Leben im Gegensatz zu seinen Opfern.
    • H. L. 16.03.2018 16:28
      Highlight Highlight Wenn zwei unabhängige psychiatrische Gutachten zum Schluss kommen, dass er therapierbar ist, dann ist davon auszugehen, dass dies der Fall ist. Ob Sie das glauben möchten oder nicht. Die Forderung nach der Höchsstrafe ist unsinnig, da sie hauptsächlich von den eigenen Emotionen geleitet. Und persönliche Empfindungen haben in der Justiz eines demokratischen Landes nichts verloren.
    • Miikee 16.03.2018 18:23
      Highlight Highlight @HLeon
      ⚡Nur weil zwei eine Ähnliche Meinung haben, heisst das noch gar nichts. Auch vier wüssten nicht wie es in 10 Jahren aussieht. Vielleicht die Treffer Quote wäre ein wenig höher.

      ♥️ Zum letzten geb ich dir natürlich Recht. Und aus dem Grund ist das Urteil auch so wie es ist. Würden wir aus Emotionen verurteilen würden wohl die meisten auf den Todesstrafe Buzzer drücken...
  • H. L. 16.03.2018 13:40
    Highlight Highlight Die Taten waren zweifellos grausam. Aber ich sehe vor allem einen jungen Mann, der den Umgang mit seinen schwierigen Persönlichkeitsstrukturen noch nicht gefunden hat.
    Ich wünsche ihm, dass er seine Neigungen zu akzeptieren und handzuhaben lernt. Es ist zutiefst verwerflich, wie er in den hiesigen Medien dem Volk vorgeführt wird.
    • Tilman Fliegel 16.03.2018 14:38
      Highlight Highlight Und ich sehe 4 Menschen, die einen völlig sinnlosen Tod gestorben sind. Dazu einen Täter, der offenbar nicht wirklich einsieht, was er getan hat und sich vor allem um seine eigene Zukunft sorgen macht.
    • Bloechi_92 16.03.2018 14:54
      Highlight Highlight Natürlich kann man auch den Menschen und nicht nur den Mörder und Kinder-Vergewaltiger in Thomas N. sehen. Aber bei einer solch grauenhaften und vorsetzlich begangenen Tat weigere ich mich, Thomas N. irgend eine Opferrolle zuzuschreiben. Dies schon nur aus Respekt gegenüber den Angehörigen der Opfer. Ich verspüre keinerlei Mitleid, falls er nun einer medialen Hetzjagd ausgesetzt ist. Seine restlichen Rechte werden ihm im Rechtsstaat Schweiz weiterhin gewährt, aber nicht mehr - und das ist auch gut so!
    • Luusmeitschi_001 16.03.2018 15:04
      Highlight Highlight In dem Fall tut er Ihnen mehr leid als die Opfer? Mit diesem Mann habe ich weder Verständnis noch Erbarmen. Die Strafe hat er mehr als verdient
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bivio 16.03.2018 13:25
    Highlight Highlight Ich frage mich bezüglich Kosten. Thomas N. wird die nächsten Jahrzehnte therapiert. Die Aussichten sind sehr gering, da mit Ausnahme der Kernpädophilie nur eine "Beeiträchtigung der psychischen Integrität". Thomas N. wird über die Jahre 100'000e von Franken kosten ohne Aussicht auf Erfolg.
    Überall macht die Gesellschaft eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Wäre es nicht sinnvoller man gibt eine Kosten- bzw. Dauerrahmen (z.B. 100'000 Fr. bzw. 10 Jahre) vor und entweder kann der Täter in der Zeit und zu den Kosten therapiert werden oder er/sie wird für immer verwahrt.
    • bokl 16.03.2018 14:35
      Highlight Highlight Auch eine Verwahrung verursacht Kosten. Also wenn, dann schon konsequent sein ...
    • dä dingsbums 16.03.2018 14:53
      Highlight Highlight Nein.

      Die Menschheit und unsere Gesellschaft sind nicht so weit gekommen, weil immer eine Kosten/Nutzen Rechnung gemacht wurde.

    • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 16.03.2018 14:58
      Highlight Highlight Es ist keine Frage von Kosten und Nutzen. Wir sind ein Rechtsstaat der nach Prinzipien aktiert. Und das ist gut dass das so funktioniert.

      Es ist auch gut wenn einmal etwas nach Prinzipien verläuft und für einmal die Kostenfrage nicht immer die Hauptrolle spielt, wie das bei vielen wichtigen anderen Dingen der Fall ist.

      Oder was willst du? Ein Migros-Budget Gefängnis?
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 16.03.2018 13:02
    Highlight Highlight Es ist Zeichen eines Rechtsstaates, dass auch Straftätern Rechte zugesprochen werden (z.B. die Möglichkeit, durch echte Fortschritte auch nach einer schweren Straftat wieder freizukommen).

    Es ist aber genauso Zeichen eines Rechtsstaates, dass diesem Recht nur dann entsprochen wird, wenn das höhere Gut, nänlich die Sicherheit der Bürger, nicht in Gefahr gerät.

    Von daher bin ich sehr froh, dass unsere Justiz offenbar funktioniert und weder unnötig hart noch fahrlässig vorgeht.

    Wir dürfen froh sein, in einem funktionierenden Rechtsstaat zu leben!
  • Denk nach 16.03.2018 13:00
    Highlight Highlight Wie auch immer das Konstrukt heisst, ob lebenslange oder ordentliche Verwahrung... Solange er defacto nie mehr frei kommt, passt das so!
  • Rumbel the Sumbel 16.03.2018 12:58
    Highlight Highlight Eine bedingte Entlassung ist nur dann möglich, wenn erwartet werden kann, dass sich der Verwahrte in Freiheit bewährt. Die Probezeit beträgt dann 2 bis 5 Jahre. Während der Probezeit kann der Betroffene zurück in die Verwahrung ersetzt werden, wenn die Gefahr besteht, dass er rückfällig wird. Auch die Probezeit kann verlängert werden.
  • Rumbel the Sumbel 16.03.2018 12:57
    Highlight Highlight Eine ordentliche Verwahrung ist nicht befristet und kann bis zum Tod des Verwahrten dauern. Die Vollzugsbehörden müssen sie allerdings zwei Jahre nach der Anordnung und danach jährlich überprüfen. Ebenso müssen sie überprüfen, ob die Voraussetzungen für eine Umwandlung in eine kleine Verwahrung, eine stationäre therapeutische Massnahme, gegeben sind.
    • Rumbel the Sumbel 16.03.2018 16:02
      Highlight Highlight Da tauchen aber Fragen auf!!!!

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

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