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Bild: screenshot twitter/KremlinTrolls

«Held der Russischen Föderation»: Skripal-Attentäter offenbar enttarnt

27.09.2018, 05:2727.09.2018, 10:27

Ein russischer Oberst soll an dem Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter in England beteiligt gewesen sein. Einer der beiden Männer, welche die britischen Behörden nach dem Anschlag in Salisbury als Tatverdächtige zur Fahndung ausgeschrieben hatten, heisse in Wirklichkeit Anatoli Tschepiga.

Der Verdächtige (links), der sich als Ruslan Boschirow ausgab, soll in Wirklichkeit der hochrangige Oberst Anatoli Tschepiga sein.
Der Verdächtige (links), der sich als Ruslan Boschirow ausgab, soll in Wirklichkeit der hochrangige Oberst Anatoli Tschepiga sein.Bild: AP/RT channel

Zudem sei er ein hochdekorierter Oberst. Dies berichteten die Zeitung «Daily Telegraph» und die BBC. Zwei Insider aus europäischen Sicherheitskreisen mit Kenntnis der Skripal-Ermittlungen sagten zudem der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Angaben zutreffend seien. Gleichzeitig wird dies unter Berufung auf das in Grossbritannien ansässige Recherchenetzwerk Bellingcat gemeldet.

Der ehemalige russische Spion Skripal und seine Tochter waren im März in der südenglischen Stadt Salisbury in Kontakt mit dem Gift Nowitschok gekommen und schwer erkrankt. Es dauerte Monate, bis sich beide erholten. Die britischen Strafverfolger hatten in der vergangenen Woche zwei Russen als Tatverdächtige identifiziert und international zur Fahndung ausgeschrieben.

Getarnte Touristen?

Russland bestreitet jede Verwicklung in den Giftanschlag. Zwei Männer sagten im russischen Fernsehen, sie seien die beiden Gesuchten, sie seien aber nicht in den Fall verwickelt, sondern hätten Salisbury als Touristen besucht.

Der «Telegraph» berichtete, der 39-jährige Tschepiga habe in Tschetschenien und der Ukraine gekämpft und sei 2014 von Staatspräsident Wladimir Putin mit dem hohen Ehrentitel «Held der Russischen Föderation» ausgezeichnet worden.

Dieser Ehrentitel wird in der Regel von Präsident Wladimir Putin persönlich vergeben. Offizielle Aufzeichnungen darüber gibt es laut dem Bericht aber nicht, was nahelegt, dass er für eine geheime Mission geehrt wurde. (sda/reu/afp)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

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