Genug vom automobilen Einheitsbrei? Wie wär's mit einem Gefährt mit etwas Individualität? So als Weihnachtsgeschenk, etwa? Haha. Schauen wir doch husch, was der aktuelle globale Oldtimer-Markt so bietet!
Nun, einige davon sind crazy unerschwinglich. Aber hey, andere sind durchaus bezahlbar und in Sachen Spass pro Franken unschlagbar. Und sowieso: Träumen darf man noch. Und gucken ohnehin.
Eine Auswahl:
Die zweite Generation des Camaro überzeugte durch ein elegantes Design, das unglaublich gut gealtert ist. Dieses in attraktivem Dunkelrot und Schwarz gehaltene Exemplar verfügt über das Super Sport Pack mit dem High Compression 350er-Motor und Handschaltung. Ein Muscle Car für Leute mit Stil.
«Wenn du in die Wüste fahren willst, brauchst du einen Land Rover. Wenn du es auch wieder zurückschaffen willst, brauchst du einen Land Cruiser» – so sagt man in Südwest und Ostafrika gerne mal. Und nun schaut euch dieses Prachtstück an! Nicht einmal 10'000 km auf dem Tacho und vollrestauriert – und wie geil ist dieses Interieur?
Hier etwas ganz Seltenes: Auf Basis des erfolgreichen Ford Escorts, hier die stylishe Coupé-Version aus der Feder des italienischen Designers Pietro Frua. Die perfekte Kombo: Schickes Design mit billigem Unterhalt!
In den Siebzigerjahren existierte die spannende Nischengattung der «Replicars»: Kleinmanufakturen, die Neuinterpretationen exotischer Sportwagen aus den 1930ern kreierten. Excalibur aus den USA, etwa. Oder Panther aus England. Panthers Sportwagen-Modell J72 war optisch mehr als nur ein wenig an den wunderschönen SS Jaguar 100 von 1936 angelehnt. Mechanisch entspricht der J72 ebenfalls einem Jaguar – dem XJ der Siebzigerjare, inklusive des altehrwürdigen, soliden 4,2-Liter-Motors, was dem Fahrverhalten und Unterhalt sehr dienlich ist.
Man nehme Chassis, Fahrwerk und Motor eines Minis, schenke dem eine zusätzliche Hinterachse und konstruiere wesentliche Teile der Karosserie und des Interieurs aus Holz – so das Konzept des Interstyl Hustler aus den frühen 80ern. Vom Aston-Martin-Designer William Towns entwickelt, sollte das Auto ideal für Entwicklungsländer sein: einfach zu bauen und zu warten, und mit ausschliesslich flachen Fenster- und Karosseriekomponenten. Heute ist es eine Design-Ikone, die für immer den ersten Platz auf der Coolness-Skala einnehmen wird.
Spass pur: Klitzeklein, super-stylish und mit einer Höchstdrehzahl von 8'500 Umdrehungen pro Minute einer der hochtourigsten Sportwagen, die je für den Strassenverkehr produziert wurden. Und: Hierzulande mal was anderes als der ewige britisch-italienische Einheitsbrei bezüglich Vintage-Sportwagen.
Und hier das andere Ende der Skala in Bezug auf Grösse. Du willst Platz? Viel Platz? Platz für acht Personen, etwa, wovon zwei auf der megacoolen, aufklappbaren, rückwärts gerichteten Sitzbank im Heck Platz nehmen können? Und, klar: Dafür braucht es ordentlich Power. Nun, die 320 PS vom 6,4-Liter-V8-Big-Block vom Dodge Charger sollten reich, oder? Gern geschehen!
Ein waschechter Land Rover – bloss fährt er sich wie ein zivilisiertes Auto mit ordentlich Zupf und nicht wie eine Kreuzung aus einem Sherman-Panzer, einem Schulbus und einem französischen Brotlieferwagen. Der Grund: Hierbei handelt es sich um einen EV-Restomod von Relik Electric, ausgestattet mit einem leistungsstarken 400V ECO Classic Kit mit 150-kW-Motor, der 200 PS und ein ordentliches Drehmoment von 310 Nm liefert. Aussen ist er standesgemäss urchig; innen hochwertig, mit eleganter Leder- und Holzverkleidung.
OK SHUT UP AND TAKE MY MONEY! Eine ultimative Ikone der Achtziger steht hier zum Verkauf: Ursprünglich das Homologations-Modell des Gruppe-B-Rally-Autos wurden dennoch fast 5000 Stück davon gebaut. Mit seinem Namensgeber Renault 5 hat er nicht viel gemeinsam – der Motor befindet sich im Heck, zum Beispiel, womit ihm auch eine gehörige Portion Alltagstauglichkeit abhandengekommen ist. Aber dies ist uns egal, denn es ist ein Renault. R5. Turbo. MUTHAF*CKERS.
Britisches Handling mit italienischem Styling und amerikanischer Power: die perfekte Kombo. Dank seinem 7,2-Liter-Plymouth-V8 gilt der Interceptor gewissermassen ein Muscle Car, der in England zur Uni ging und sich einen italienischen Massanzug überstreifte. Nur. Noch. Geil.
Zum Schluss noch etwas Fun: Hier wieder mal ein Gefährt, bei dem man sich unweigerlich nervt, wie stier und streng unsere hiesigen Strassenverkehrsämter doch sind. Ja, dieser geliftete Chevy ist absolut lächerlich – aber ein Auto, das alles, aber wirklich auch alles, der absoluten und totalen uneingeschränkten Lustigkeit opfert, verdient auch einen Platz in dieser Welt.