Leben
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5 epische Filme, die beinahe durch dumme Entscheide ruiniert wurden



Zwischen all dem Müll, den Hollywood uns Jahr für Jahr zumutet, gibt es immer wieder Filme, die einfach richtig geil sind. Manche davon werden sogar zu Kultfilmen. Doch selbst diese Filme haben es selten leicht, bis sie das Filmlicht dieser Welt erblicken. Die folgenden fünf Beispiele zeigen, dass die Grenze zwischen einem tollen Film und Müll oft nur durch eine kreative Entscheidung getrennt ist.

Umfrage

ACHTUNG: Der folgende Text enthält massive Spoiler zu den aufgeführten Filmen. Teilweise wird sogar das Ende verraten.

1,739

  • Ich habe das verstanden.100%

«Zurück in die Zukunft» sollte einen anderen Titel tragen

Zurück in die Zukunft

Bild: United International Pictures GmbH

Gibt es einen besseren Zeitreisefilm als «Zurück in die Zukunft»? Nein! Hört man sich aber an, was gewisse Studiobosse für Inputs hatten, kann man sich kaum vorstellen, dass Marty McFlys Reise in die Vergangenheit diesen Kultstatus erreicht hätte.

So forderte der Studio Manager Sid Sheinberg in einem Memo an Steven Spielberg, der den Film produzierte, diesem einen neuen Titel zu geben:

BildBild aufdecken

Damit der Titel plausibel sei, forderte er Spielberg auf, diesen im Film an mehreren Stellen einzubauen. Beispielsweise sollte sich Marty gegenüber George nicht als «Darth Vader from Vulcan» vorstellen, sondern als «Space man from Pluto».

Sheinberg war von seiner Titelwahl überzeugt:

Bild

Bild: watson

Und wie reagierte Steven Spielberg darauf? Er schickte seinerseits ein Memo an Sheinberg, bedankte sich für die humorvolle Nachricht und meinte, dass sie alle ordentlich gelacht hätten. Und damit war die Sache erledigt.

«Harry Potter» sollte eigentlich ganz woanders zur Schule gehen

Harry Potter

Bild: Warner Bros.

Okay, streng genommen handelt es sich bei «Harry Potter» um eine ganze Filmreihe. Doch was die vermeintlich kreativen Köpfe dieser beinahe angetan hätten, ist wahrlich ein Sakrileg.

So berichtete David Heyman, der alle acht Filme produziert hat, dass das amerikanische Studio Warner Bros für Harry Potter ganz andere Pläne hatte. In einem frühen Stadium der Filmumsetzung wollte man die ganze Geschichte um den Zauberschüler in die USA verlegen.

Harry Potter

Bild: shutterstock/warner bros

Harry Potter wäre dann so etwas wie ein Teenie-Drama mit magischen Elementen geworden:

«In einem der ersten Gespräche mit den Autoren in Amerika gab es diese Idee, Harry Potter in die Staaten zu verlegen. Ihr wisst schon, Cheerleader und alle das.»

David Heyman gegenüber dem Independent.

Schliesslich hätten alle Beteiligten dann aber eingesehen, dass «Harry Potter» einfach zu britisch sei, um die Geschichte einfach in die Staaten zu überführen.

In der Schachtel in «Seven» wäre beinahe etwas anderes gewesen

Sieben

Bild: Warner Bros.

Es ist wohl eines der brutalsten Enden der Filmgeschichte – visuell wie auch emotional. Wenn der Serienmörder am Schluss eine Schachtel an Detective Mills per Kurier überbringen lässt, ahnt man als Zuschauer bereits Böses. Ein paar Sekunden später hat man Gewissheit: In der Box liegt der Kopf von Mills' Frau. Dieser verliert daraufhin die Nerven und erschiesst den Serienmörder John Doe.

Wäre es nach dem Filmstudio gegangen, hätte dieses Ende folgendermassen ausgesehen:

Der Kurier bringt die Schachtel zu Detective Mills. Dieser öffnet sie und entdeckt darin den abgetrennten Kopf seines Hundes. Daraufhin verliert er die Nerven und will John Doe erschiessen – besinnt sich dann aber eines Besseren und tut es nicht.

Umfrage

Jetzt mal ernsthaft: Hätte irgendjemand, IRGENDJEMAND dieses Ende besser gefunden?

  • Abstimmen

1,975

  • Nein.85%
  • Ja, ich. Weil wenn man das jetzige Ende nicht kennt, hätte man einfach das andere toll gefunden.15%

Glücklicherweise gab es da Brad Pitt. Dieser hatte nämlich bereits nach dem Lesen des Drehbuchs erahnt, dass dem Studio das Originalende zu krass sein würde. Darum liess er sich dieses vertraglich zusichern. Zwar wollte ihn das Studio nachträglich noch umstimmen, scheiterte aber glücklicherweise.

«Gravity» war zu wenig romantisch

Gravity

Bild: Warner Bros.

Okay, wir haben da also ein Filmscript mit einer starken Frauenrolle, die auch noch gleich Hauptdarstellerin ist. Diese Frau ist Astronautin und muss nach der Zerstörung der Weltraumstation, in der sie sich befindet, um ihr Überleben kämpfen. Schlussendlich schafft sie es tatsächlich, durch viel Know-how und Überlebenswillen mehr oder weniger wohlbehalten auf die Erde zurückzukehren.

Und was sagte das Studio zu diesem Script?

Nachgestellte Szene:

Gravity

Bild: watson/shuttstock

Gravity

Bild: watson/shuttstock

Gravity

Bild: watson/shuttstock

Gravity

Bild: watson/shuttstock

Zum Glück hat sich Regisseur Alfonso Cuarón nicht beirren lassen und den Film so gedreht, wie er das für richtig hielt.

«Das Ding aus einer anderen Welt» sollte ein Happy End haben

The Thing

Bild: UIP

Dass Studio-Verantwortliche mit ihren kreativen Entscheidungen oftmals falsch liegen, beweist das Beispiel von «Das Ding aus einer anderen Welt».

Im Science-Fiction-Horror geht es um die Besatzung einer Forschungsstation in der Antarktis, die ein gefrorenes Alien entdeckt und wiedererweckt. Anschliessend dezimiert das nach und nach die Mannschaft. Schlussendlich wird die Basis zerstört, fast alle sterben und am Schluss bleibt offen, ob der Protagonist überlebt oder nicht.

Unschwer zu erraten, dass dem Studio dieses Ende nicht sonderlich gefiel. Also zwangen sie den Regisseur John Carpenter, ein neues Ende zu drehen, in welchem die Hauptfigur R. J. MacReady am Schluss gerettet wird.

Schliesslich wurden beide Enden einem Testpublikum vorgeführt und diese haben nicht so reagiert, wie sich das Studio das wohl vorgestellt hat:

Bild

Bild: watson

So kam also die Version in die Kinos, welche John Carpenter von Anfang an geplant hatte – und die wir heute alle lieben. 

Lucas hasst Spoiler – «Spoilern ... Wer macht sowas?! WER?!»

abspielen

Video: watson/Aiste Katkute, Emily Engkent

Wenn dich diese Photoshop-Bilder nicht aus den Socken hauen, dann wissen wir auch nicht:

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herren 04.02.2019 19:41
    Highlight Highlight In einem Se7en-Filmende, von dem es bereits ein Storyboard gab, erschießt Morgan Freeman den John Doe, um Pitt zuvor zu kommen.
    "What did you do?!"
    "I retired."

    Hätte ich auch stark gefunden.
  • Fumia Canenero 04.02.2019 19:39
    Highlight Highlight Das einzige was an "Gravity" episch ist, ist seine Überbewertung. Das fängt an mit der unrealistischen Story, geht weiter über etliche Logiklöcher und endet bei der Fehlbesetzung mit Bullock und Clooney. Da hätte der Schnulzenfaktor sogar noch besser dazu gepasst.
  • LebeauFortier 04.02.2019 19:06
    Highlight Highlight War im Karton am Schluss von „Seven“ nicht eine Pizza Hawaii drin?
    Anders kann ich mir die Reaktion des Paket-Empfängers nicht erklären...
  • Grobkenner 04.02.2019 17:20
    Highlight Highlight Ich liebe "Kein-Happy-End"-Filme... 😏
  • Fridolin M. 04.02.2019 14:03
    Highlight Highlight Der erste Marty McFly war ja Eric Stoltz. Es waren ja schon mehrere Szenen im Kasten, als man merkte, dass das mit ihm nicht wirklich funktioniert. Und so engagierte man Michael J. Fox!
    • goschi 04.02.2019 17:17
      Highlight Highlight Wobei Michael J. Fox von Beginn weg die Wunschbesetzung war, aber mit seiner Serienrolle noch gebunden war.
  • Todesstern 04.02.2019 12:56
    Highlight Highlight WTF, und jetzt weiss ich auch warum man immer weniger gucken kann. Ausser man will wegen verblödung eingeliefert werden.

    Solche Schnaps Ideen werden heute wohl öfter umgesetzt.
  • niklausb 04.02.2019 12:52
    Highlight Highlight Also den Kopf sieht man in 7 nie man kann es erahnen bzw. Man kann es sich aus dem was der Bösewicht redet zusammenreimen aber den Kopf sieht man nicht (zumindest nicht in der Version die ich gesehen habe).
    • Magenta 04.02.2019 13:26
      Highlight Highlight Den Kopf an sich sieht man nicht, das ist richtig. Allerdings sieht man in einer Einstellung blutverschmierte Haare, die aus dem Paket wehen. Die Haare sind blond und haben genau die richtige Länge und Beschaffenheit, um zu Millers Frau zu gehören – was natürlich kein eindeutiger "Beweis" ist.

      Aber die besten Suspense-Szenen sind ohnehin die, in denen man sich das Ganze im Kopf zusammenreimen/vorstellen muss...
    • Magenta 04.02.2019 14:09
      Highlight Highlight Ich muss mich selbst korrigieren. Soeben hab ich mir das Ende auf youtube angesehen – und da sind keine Haare zu sehen! Entweder hat mir meine Erinnerung/Einbildung einen Streich gespielt, oder es gibt noch einen Director's Cut, bei dem in der Schlussszene Haare zu sehen sind? Bin ratlos.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 04.02.2019 14:55
      Highlight Highlight Ich kann mich auch an blonde blutverschmierte Haare in der Schachtel, aber nicht an das Gesicht erinnern. Komisch. 🤔 Ist aber schon ewig her, dass ich den gesehen habe. Ist das die zensierte Version auf YouTube?
  • Raffaele Merminod 04.02.2019 12:45
    Highlight Highlight Wenn Filmstudios alle bestimmen, kommt eben so was raus wie "Star Wars VII - Das Erwachen der Macht"
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 04.02.2019 13:00
      Highlight Highlight Einst liebte ich Star Wars. Doch was Disney draus gemscht hat, löst bei mir Brechreiz aus. 😢
    • Cyp zurück in die Zukunft 04.02.2019 13:01
      Highlight Highlight und TLJ
    • Astrogator 04.02.2019 14:00
      Highlight Highlight Es gibt genau 3 Star Wars Filme - nicht mehr und nicht weniger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Palpatine 04.02.2019 12:43
    Highlight Highlight Na ja, Gravity wäre auch mit diesem Ende immer noch ein geiler Film. Aber das hier vorgestellte Ende von "Seven" geht gar nicht. Hätte kaum gedacht, dass ich das mal sage, aber danke, lieber Brad Pitt!
  • Absintenzler 04.02.2019 12:34
    Highlight Highlight Bevor Bruce Willis die Rolle des John McClane in Die Hard angeboten wurde, standen Sylvester Stallone, Burt Reynolds, Harrison Ford, Mel Gibson und Richard Gere (!) auf der Liste. Yippee-ki-yay!
  • Clife 04.02.2019 12:32
    Highlight Highlight Harry Potter wurde ab Teil 4 (teilweise auch schon 3) ohnehin nicht mehr Buchgetreu. Da wurde einfach irgendwas eingebaut, um die Bücher absurd zu kürzen. Die hätten von Anfang an ab Teil 4 2 Filme drehen müssen bzw. bei einigen sogar eine Trilogie.
    • wydy 04.02.2019 13:14
      Highlight Highlight Das wäre wohl zu riskant gewesen. Es gibt 7 Bücher und 8 Filme, was schon eher viel ist. Würde man ab Teil 4 2-3 Filme drehen, hätte man zwischen 11 und 15 Filme und ob man die Leute für so viele Filme ins Kino bekommt ist fraglich. Auch müsste jeder Film eine "abgeschlossene" Story mit einem Höhepunkt haben. Was bei einer Trilogie nur schwer möglich wäre. Man sieht es auch an den Zuschauerzahlen, diese nahmen von Film zu Film ab. Eine Serie mit einer Staffel pro Buch wäre hier wohl besser geeignet.
    • BullyMcTravish 04.02.2019 14:05
      Highlight Highlight Als Fan von den Büchern wünsch ich mir heute schon ein gutes Remake mit mehr Inhalt und Buchtreue. Besonders Halbblutprinz mit dem "bescheidensten" Ende ever. Typisch Hollywood, mehr Augenmerk auf die Beziehungen zwischen den Charakteren. Dafür geht die Haupthandlung völlig verloren und am Anfang von Band 7 muss dann kurz um gröber erklärt werden um was es eigentlich geht.
    • Klaus07 04.02.2019 19:35
      Highlight Highlight Typisch Hollywood?
      Der Hauptproduzent ist David Hayman mit seinem Studie Hayday Films London. Harry Potter ist ein Britischer Film und hat mit Hollywood sehr wenig zu tun.
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