Leben
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Ich hab' in meiner alten Musikbibliothek gewühlt und Schreckliches gefunden

So alt, dass das Bild nicht mal Full HD ist: «Geisha Dreams» von Rollergirl. Bild: Youtube

Ich habe auf einer externen Festplatte meine alte Musikbibliothek gefunden. Für euch habe ich meine früheren musikalischen Sünden ausgegraben. Ihr habt ja keine Ahnung ...



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Und nun zurück zum Artikel.

Ich habe nicht mehr wirklich viel Ahnung, was ich früher alles so gehört habe. Ich kann mich noch erinnern, dass ich Rammstein irgendwann einmal ziemlich toll fand. Nicht, dass das jetzt speziell relevant wäre. Es ist nur so, dass ich wohl nicht unbedingt als typischer Rammstein-Hörer durchgehe. 

Letzthin, als ich wieder einmal meine technischen Errungenschaften der letzten Jahre ausgemistet habe, liegt sie plötzlich vor mir: Eine externe Festplatte mit einem Backup meiner gesamten Musikbibliothek von früher. 

*Dramatische Musik*

Am Laptop angeschlossen, klicke ich auf den Ordner mit dem Namen «Music». Ich habe meinen Computer nie auf Englisch genutzt, aber «Music» klingt nun einmal einfach cooler als dieses lahme «Musik», wenn man 14 oder 15 ist. 

Als ich in die Übersicht komme, erschlägt mich ein Durcheinander von Ordnern.

Ich weiss nicht genau, welcher Logik mein Gehirn zu dieser Zeit gefolgt ist, aber mit Ordnung hatte das Ganze sicher nichts zu tun.

Zum einen gibt es da Ordner, die mit dem Interpret beschriftet sind, dann solche mit geistreichen Namen wie «Best of Music» oder «Asian Music» und dann noch solche kryptisch beschriftete Ordner wie «AMo10 I».

Insgesamt 124 Ordner reihen sich scheinbar planlos aneinander.

Musikordner Pascal

bild: watson

Beginnen wir ganz oben. «1. Sound 4 Quartal 2012». Eigentlich noch gar nicht so lange her. Als sich der Ordner öffnet, springt mir ein Titel sofort ins Auge: «A Real Hero». Fuck. Klingt verdächtig nach Enrique Iglesias. Hab ich den echt mal gehört?! Das ist doch dieser schnulzige Liebessong, der eigentlich schon uralt ist?

Ich schliess' die Augen und klicke darauf. Als müsste ich bei einer scharfen Zeitbombe den roten Draht durchschneiden. Der Player startet, die ersten Töne erklingen. Es ist nicht Enrique Iglesias. Es ist «A Real Hero» von College & Electric Youth aus dem Film «Drive». Bombe entschärft. 

Cooler Sound, cooler Film.

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Video: YouTube/Electric Youth (Official)

Jetzt nimmt es mich aber doch wunder. Zurück in der Ordnerübersicht tippe ich ins Suchfeld «Enrique Iglesias» ein. Zwei Songs werden aufgelistet. «I Like It (feat. Pitbull)» und «Can You Hear Me». Gibt's doch nicht. Wo bitteschön sind die richtig peinlichen Songs? Ich weiss genau, dass sie da sind!

Vielleicht hab ich ja Enrique Iglesias falsch geschrieben? Mal nach «Hero» suchen. Nickelback als erster Treffer. Naja. Kann man peinlich finden, muss man aber nicht. Na gut, dann eben auf die altmodische Art. Zurück zur Übersicht und Ordner für Ordner durchsuchen. Pascal Scherrer, Musikdetektiv.

Den hier hab ich gemeint:

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Video: YouTube/EnriqueIglesiasVEVO

Als erstes «Asian Music». War 'ne Phase, aber ist nicht unbedingt peinlich. Das Album von Ashlee Simpson. Das war doch die kleine Schwester von Jessica Simpson? Die fand ich dazumal heiss, lass ich durchgehen. Bomfunk MC's? Uh, die könnt ich eigentlich wieder einmal hören.

Dann ist es endlich soweit

Ordner um Ordner ackere ich durch, ohne Erfolg. Ich seh' diesen Artikel schon in der virtuellen Tonne landen als ich auf «Gute Musik» klicke. Und da sind sie plötzlich. Nicht viele und gut versteckt zwischen Songs von Manu Chao, Mando Diao und Daft Punk, aber sie sind da.

Der erste Name, der mir auffällt ist Miley Cyrus. «Fly on the Wall». Echt jetzt? Ich hab Miley Cyrus gehört? Naaa-haaain! Ich doch nicht! Girls Generation? What the fuck? Wer ist das überhaupt?! 

Echt übel Leute, ich sag's euch.

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Was hat mich nur denn dabei geritten?! Vermutlich die Hormone. Video: YouTube/sment

Zurück in der Ordnerübersicht guck ich mir an, was mir noch bevorsteht und mir schwant Böses. Zehn Ordner voller «guter Musik». Diese Bezeichnung ist in etwa so intelligent, wie wenn man seine Pornos im Ordner «Nicht anklicken» ablegt. (Die Alternative wäre, dass ich diese Songs wirklich einmal gut fand und das darf nicht sein!)

Gute Musik Pascal

bild: watson

Nun gut, da muss ich jetzt halt durch, also nehme ich mir alle elf Ordner mit «guter Musik» zur Brust. Hier eine wirklich kleine Auswahl der interessantesten Songs, die ich finden konnte.

A-Teens: «Mamma Mia»

Ich schätze das ist der Gehirnwäsche meiner Abba liebenden Eltern geschuldet, dass ich auf den A-Teens-Zug aufgesprungen bin. Kann sich überhaupt noch irgendjemand an die erinnern?

Oomph: «Augen auf»

Oomph! (mit Ausrufezeichen, ganz wichtig) war ja sooo cool. Mit ihrer gruseligen Kriegsbemalung und den Texten deren Sinn ich damals nicht wirklich kapiert habe. Sie waren auch viel cooler als Tokio Hotel, die waren nämlich «voll schwul». Und dann die Streitereien in der Schule, ob man ihren Namen jetzt «Oompf» oder «Uumpf» ausspricht. Süss.

Future Trance United: «Face 2 Face»

Ich hab echt keine Ahnung mehr, wer die sind, geschweige denn, warum ich die gehört habe. Eigentlich hab ich auch nur diesen Song von ihnen gefunden. Ich hab ihn mir jetzt noch einmal angehört. Ein zweites Mal ist jetzt nicht unbedingt nötig.

America: «The Last Unicorn»

Ich hab den Film geliebt. Ich lieb den Song. Lasst mich in Ruhe!

Kid Bob: «Dicke Anna»

Wie witzig fand ich diesen Song damals. Vermutlich haben mich vor allem die hochstehenden Lyrics über eine dicke Frau, die in einem Boot sitzt und einen Kebap essen möchte, beeindruckt.

Coyote Ugly: «Can't Fight the Moonlight»

Puh, ich hab ganz vergessen, dass dieser Song existiert. Den fanden dazumal alle toll, soweit ich weiss. Warum sie das Mondlicht nicht bekämpfen konnte, hatte ich mit meinen sehr beschränkten Englischkenntnissen nie verstanden. War sie ein Werwolf?

Lindsey Lohan: «Rumors»

Jap, Lindsey Lohan hat einmal Musik gemacht. Ich hatte es (bis eben) auch nicht mehr gewusst. Ich weiss gar nicht, wie ich darauf reagieren soll. Ich glaub, ich fand hauptsächlich den Clip super. Ich hab ihn jetzt nochmals geguckt. Er ist echt grauenvoll.

Lordi: «Hard Rock Hallelujah»

Hahahaha, guckt euch nur an, was ich noch gefunden habe. Singende Orks. Da hab ich mich wohl vom Eurovision-Song-Contest-Fieber anstecken lassen. Aber die gurgelnde Stimme des Sängers stört mich auch heute noch.

Rollergirl: «Geisha Dreams»

Woah, den Song gibt's ja auch noch. Wieso hiess die genau Rollergirl? Zumindest nicht, weil sie Rollschuhe anhatte. Ich hab echt keinen Bezug mehr zu diesem Lied. Aber es ist in meiner Bibliothek also bitte sehr, hier ist es.

Stefan Raab: «Space Taxi»

Dieser Song umschreibt sehr gut, welchen Humor ich mit etwa 13 Jahren hatte. Echt schlimm. 

Michelle Hunziker: «From Noon Till Midnight»

Ich möchte mich hiermit offiziell bei euch entschuldigen, dass sich dieser Song in meiner Musikbibliothek befindet. 

Machen wir dem Ganzen lieber ein Ende

Ich musste mich echt zusammen reissen, dass ich euch hier nicht mit einer riesigen Liste von mehr oder weniger peinlichen Songs bombardiere. Glücklicherweise kann ich heute darüber lachen. Ich bin mir sicher, dass jeder einzelne dieser Songs wichtig für meine geistige Entwicklung war. 

So, nachdem ich einen musikalischen Seelenstriptease hingelegt habe, seid nun ihr an der Reihe:

Postet eure Musiksünden in die Kommentare! Looos!

Für alle, die immer noch nicht genug haben, hier ein paar weitere Musikperlen:

Und jetzt gibt es noch etwas History-Porn und zwar in der Showbiz-Edition:

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