Schweiz
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Viele Schweizer kaufen ihre Medikamente im grenznahen Ausland ein. Das BAG will, dass Krankenkassen die Kosten dafür nicht mehr übernehmen.  shutterstock

Entscheid des BAG verhindert, dass Gesundheitskosten gespart werden

Viele grosse Krankenversicherer haben im Ausland eingekaufte Medikamente zurückerstattet. Der Bund schiebt dieser Praxis nun den Riegel.

andreas möckli / Schweiz am Wochenende



Nicht nur Fleisch, Gemüse oder Deodorants sind im grenznahen Ausland billiger. Auf dem Einkaufszettel von Schweizern, die etwa in Deutschland oder Frankreich ihre Besorgungen erledigen, stehen auch Medikamente. Insbesondere Generika sind im Ausland deutlich günstiger. Bis vor kurzem übernahmen viele Krankenkassen die Kosten für diese Arzneimittel.

Doch nun ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eingeschritten, das die Krankenversicherer beaufsichtigt. So wurde das Amt in den letzten drei Jahren bei mehreren Krankenkassen vorstellig, darunter auch bei der CSS, wie eine Sprecherin bestätigt. Das BAG habe eine Weisung erlassen, diese Kostenübernahmen umgehend einzustellen. Diese Weisung habe die ganze CSS-Gruppe per sofort umgesetzt. Der Versicherer tat dies aber nur zähneknirschend. Im Jahr 2016 schritt das Amt bereits bei der Tochter Sanagate ein. Die CSS beliess es damals jedoch dabei, diese Vorgabe nur bei der Tochtergesellschaft umzusetzen.

Wer rezeptpflichtige Medikamente im Ausland kauft, der schont entweder sein eigenes Portemonnaie oder das Gesundheitssystem als Ganzes. Hat jemand seinen Selbstbehalt noch nicht ausgeschöpft, profitiert der Prämienzahler selber. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten, sinken die Ausgaben der Versicherungen, was alle Prämienzahler entlastet.

Bis ins Jahr 2015 vergüteten zahlreiche Krankenkassen im Ausland gekaufte Medikamente, wie eine damalige Umfrage des «Tages-Anzeiger» bei den grossen Versicherungen ergab. Voraussetzung war ein Rezept eines Schweizer Arztes für ein Arzneimittel, das hierzulande zugelassen ist. Zudem durfte das Präparat im Ausland nicht teurer sein als in der Schweiz. Dem BAG war damals nicht bekannt, dass viele Krankenversicherer die Kosten für im Ausland bezogene Medikamente zurückerstatten. Denn laut Gesetz ist dies nicht erlaubt. Nur bei Notfällen ist eine Ausnahme vorgesehen. Das Amt werde nun mit den Kassen Kontakt aufnehmen und die Sachlage prüfen, sagte ein Sprecher damals.

Kassen sind verärgert

Das BAG schritt jedoch nicht sofort ein. Erst im Rahmen der Kontrollen, welche das Bundesamt vor Ort bei den Krankenversicherungen durchführte, wurde die Behörde tätig. Seit 2015 hat das Amt bei 20 Krankenkassen ein solches Audit durchgeführt, wie ein Sprecher auf Anfrage sagt. In der Hälfte der Fälle wurde festgestellt, dass die Versicherer im Ausland gekaufte Medikamente zurückerstatten.

Eingeschritten ist das BAG in dieser Sache auch bei der Visana und der Helsana. In einer ersten Stellungnahme habe Visana dem Amt mitgeteilt, dass die Krankenversicherung an ihrer Praxis festhalten wolle, sagt David Müller, Leiter der Unternehmenskommunikation. Danach habe das BAG der Visana in einem Entscheid verfügt, auf die Vergütung von im grenznahen Ausland gekauften kassenpflichtigen Medikamenten zu verzichten.

Die Krankenkassen ärgern sich über das Bundesamt. «Mit dieser Regelung müssen wir bedauerlicherweise Versicherten die Vergütung verweigern, welche sich eigenverantwortlich kostenbewusst verhalten», sagt ein Helsana-Sprecher. Es sei verständlich, wenn sich die Kunden ärgerten. «Uns als Krankenversicherer irritiert zusätzlich, dass uns der Ärger trifft und nicht das BAG, das ja eigentlich verantwortlich ist.»

Bestimmte Behandlungen und Medikamente könnten unter gleichbleibender und vereinzelt sogar besserer Qualität im Ausland günstiger bezogen werden, sagt eine Sprecherin der CSS. Das wäre – wie es das Gesetz ebenfalls fordere – wirtschaftlich, würde zu Kosteneinsparungen führen und liege klar im Interesse der Prämienzahler und der CSS.

Bund prüft Gesetzesänderung

Das BAG entgegnet, die Krankenkassen hätten das Gesetz nicht respektiert. Deshalb sei man nun eingeschritten und habe die Versicherer angewiesen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Ein generelles Verbot sei aber nicht angebracht, da es Ausnahmen gebe. Dabei gehe es etwa um Notfälle oder Behandlungen, die wegen fehlenden medizinischen Angebots in der Schweiz nicht zur Verfügung stünden.

Der Eingriff des Bundesamts für Gesundheit ist auch deshalb brisant, weil generell über eine Lockerung diskutiert wird, wenn es um Medikamente und Behandlungen geht, die von Schweizern im Ausland bezogen werden. So hat sich etwa die Expertengruppe des Bundes dafür ausgesprochen, die über tiefere Kosten im Gesundheitswesen brütete. Zumindest bei Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln solle der Zwang, diese im Inland zu kaufen, aufgehoben werden.

Zuvor signalisierte der Bundesrat, eine Lockerung bei den Medikamenten zu prüfen. Dies geht aus einer gleichlautenden Antwort auf zwei parlamentarische Vorstösse hervor. Während Krankenkassen, Preisüberwacher und Konsumentenschützer für die Aufhebung des Zwangs sind, wehrt sich die Pharmaindustrie vehement. Ein solcher Schritt sei sehr problematisch, wenn nicht sogar ein Schildbürgerstreich, sagt eine Sprecherin des Lobbyverbands Interpharma. Die Autorität der Medikamenten-Zulassungsbehörde Swissmedic werde untergraben und die Patientensicherheit geschwächt. Wer Arzneimittel selber importiere, trage das Risiko durch eine mögliche Schädigung eines Mittels selber, da kein Schweizer Hersteller greifbar sei. (aargauerzeitung.ch)

Runter mit den Preisen! Produkte, die jetzt billiger werden müssten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kastigator 27.08.2018 17:04
    Highlight Highlight Deutsch für Anfänger: Man spart Geld, nicht Kosten. Kosten werden verringert.
  • China 26.08.2018 17:22
    Highlight Highlight Was ich in keiner Weise nachvollziehen kann ist das grosse Verständnis von so vielen Usern zu dieser offensichtlichen Abzocke und Lobbyrerei.
    Das ist reine Dummheit wenn man sich so abzocken lässt und dafür auch noch Verständniss hat.
    „Der beste Sklave ist eben der Sklave der gar nicht merkt das er ein Sklave ist!!“
    Das ist das einzige das mir dazu noch einfällt zu so viel Dummheit, Sorry
  • thi 26.08.2018 16:28
    Highlight Highlight Schaut man die Arena zur Souveränitätsinitiative so äussert der Bundesrat diese abzulehnen da der Freihandel eines der grössten Gute sei die eine moderne Gesellschaft besässe. Und hier wird geblockt? Ich komm irgendwie nicht mehr mit.
  • Butschina 26.08.2018 15:35
    Highlight Highlight Für mich stellt sich die Frage, was passieren würde, wenn mehr Personen Medis, usw. im Ausland beziehen würden. Käme es durch den Absatzrückgang in der Schweiz zu Preiserhöhungen? Wenn ja, wäre dann überhaupt eine Preisersparnis festzustellen? Käme es zu Jobverlusten?
    Ich wäre dankbar wenn mir jemand diese Fragen beantworten könnte.
  • DaBoong 26.08.2018 14:44
    Highlight Highlight Soll mir einer sagen, dass es heutzutage noch mit rechten dingen zugeht...
  • Adualia 26.08.2018 14:04
    Highlight Highlight Ich war letztens in der Apotheke auch etwas verwirrt: Mein Medikament kostet in Deutschland gerade mal 27 Euro, in der Schweiz 125 Franken..
    Wie rechtfertigt sich dieser Preisunterschied?
    • Oberon 26.08.2018 20:05
      Highlight Highlight Alle Schweizer sind Millionäre, *hust*.

  • Sherlock_Holmes 26.08.2018 13:41
    Highlight Highlight Während Krankenkassen, Preisüberwacher und Konsumentenschützer für die Aufhebung des Zwangs sind, wehrt sich die Pharmaindustrie vehement. (...) Die Autorität der Medikamenten-Zulassungsbehörde Swissmedic werde untergraben und die Patientensicherheit geschwächt.
    Aber klar doch! 😖😠
    Wir sind mit dem Velo in 15‘ im nächsten deutschen Ort, kaufen jedoch fast ausschliesslich im eigenen Dorf (Volg oder ab Hof) ein.
    Bei Haushalt -, Körperpflege -, Drogerieprodukten und Medikamenten beträgt der wechselkursbereinigte Preisunterschied bei gleichen (!) Produkten 30-50%.
    Da hört das Verständnis auf!
    • Sherlock_Holmes 26.08.2018 16:45
      Highlight Highlight Um genau zu sein:

      Die gleichen Produkte kosten in Deutschland die Hälfte oder nur einen Drittel.
      Die Produkte in der Schweiz sind also je nach Referenz 100-200% teurer.

      https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5a2f92bdab5c372f70000001

      Dass es noch krasser geht, zeigt das Beispiel von Adualia.
  • Kriss 26.08.2018 13:36
    Highlight Highlight Sorry aber den einheimischen Apotheken die Einnahmen klauen, indem die Medikamente im Ausland gekauft werden ist doch blödsinn!
    Stattdessen könnte man die Preise in der CH mal anpassen (Stichwort Hochpreisinsel) und Generika noch besser fördern.
    • Phrosch 26.08.2018 16:56
      Highlight Highlight Kriss, im Grunde hast du schon recht. Allerdings könnte die Übernahme der günstigeren Preise dazu führen, dass die Preise auch bei uns eher gesenkt werden.
    • Kriss 27.08.2018 08:27
      Highlight Highlight Das könnte sein, allerdings war es ja bisher offensichtlich erlaubt und unsere Preise blieben gleich. Ich glaube, da gibt es ein Marktversagen.
  • E-Smoking 26.08.2018 13:29
    Highlight Highlight Ich würde mir Pascal Strupler mal genau anschauen, wäre ich ein Journi.
  • Lumpirr01 26.08.2018 13:29
    Highlight Highlight Ich hatte vor einiger Zeit beim Preisüberwacher reklamiert, nachdem mir meine Krankenkasse die Vergütung für im Ausland gekaufte Medikamente verweigert hatte.
    Hier noch Ausschnitte aus der Mailantwort von Herrn Josef Hunkeler, Sachbearbeiter "Medikamente" des Preisüberwachers:

    Die Preisüberwachung bleibt der Auffassung, dass solch kaschierter Heimatschutz unzulässig ist.

    Die Preisüberwachung wird sich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass solche Heimatschutzartikel bald der Vergangenheit angehören werden. Gesetzesänderungen brauchen aber erfahrungsgemäss sehr viel Zeit,
  • Scalina58 26.08.2018 13:05
    Highlight Highlight das BAG heisst schon lange nicht mehr Bundesamt für Gesundheit, sondern:

    BAPI (Bundesamt für Pharma-Industrie),
    die sind zuständig für den steigenden Umsatz der Pharma-Industrie! die Patienten resp. KK(-Prämien) spielen dabei keine Rolle!

    eine absolute Frechheit ........
  • Yogi Bär 26.08.2018 12:45
    Highlight Highlight Krass kann man da nur sagen das BAG will einerseits aufKostenbremse drücken und ist wenn es um Medikamente geht der grösste Kostentreiber. Dies geht nicht auf!
  • ströfzgi 26.08.2018 12:25
    Highlight Highlight " Ein generelles Verbot sei aber nicht angebracht, da es Ausnahmen gebe. Dabei gehe es etwa um Notfälle oder Behandlungen, die wegen fehlenden medizinischen Angebots in der Schweiz nicht zur Verfügung stünden. "

    Und Notfälle wie zb ein leeres Portemonnaie zählen nicht? Da will man sparen aber der Staat welcher die Lobby schützt, macht einem den Strich durch die Rechnung.

    Vielleicht kann Dr. Wermuth heute Abend im Sonntalk etwas dazu sagen 😉
    • Klaus07 26.08.2018 13:01
      Highlight Highlight Ein leeres Portemonnaie ist kein Notfall, eher ein Besuch bei einem Budgetberater fällig. Vorallem wenn man bedenkt, dass die in der Schweiz erhaltenen Medikamente Rückvergütet werden. Ihr Argument ist viel zu kurz und etwas gar naiv.
    • ströfzgi 26.08.2018 15:11
      Highlight Highlight @Klaus

      Und wer zahlt wohl die Rückvergütung? Der liebe Gott? Bin gespannt auf deine Antwort.

      🤦‍♂️
    • Klaus07 27.08.2018 05:38
      Highlight Highlight Wir alle. Nennt sich Solitarität. Klar könnte man Geld sparen, aber nicht wenn man dabei Gesetze umgeht. Klar bin ich dafür, dass man die Pharmamultis zurückbindet, aber nicht auf diesem Weg.
  • Klaus07 26.08.2018 12:05
    Highlight Highlight Grundsätzlich verhält sich das BAG richtig. Es muss sich an geltendes Recht halten und gegen die Rückvergütung von im Ausland gekaufte Medikamente stellen. Würden Bundesämter einfach geltende Gesetze ignorieren hötten wir in kürze ein Chaos. Das BAG ist dem EDI von Alain Berset unterstellt. Eine Gesetzesänderung müsste von hier angeschoben werden. Oder es müsste durch eine Standes-, Parlamentsinitiative oder sogar eine Volksinitiative geändert werden. Man kann soviel Jammern wie man will, Gesetze dürfen nicht einfach Umgangen werden, auch wenn das der einfachere Weg wäre.
  • Howard271 26.08.2018 11:44
    Highlight Highlight Also wenn man es genau nimmt, ist es ja nicht das BAG, sondern das Gesetz, was dies vorschreibt, oder? Das heisst, das BAG wendet nur das Gesetz an, welches von unserem Parlament beschlossen wurde.
  • DocM 26.08.2018 11:31
    Highlight Highlight Da meine Franchise relativ hoch ist, muss ich die Medikamente ohnehin selber bezahlen. Somit liebe BAG, ich hole meinen Bedarf nach wie vor aus dem Ausland. Von der Steuer kann ich sie noch immer absetzen.

    Doch traurig, dass ein Amt sich von der Pharma- und Ärztelobby so steuern lässt. Es müsste in der Konsequenz aufgrund von Befangenheit abgeschafft werden.
  • Ray066 26.08.2018 11:26
    Highlight Highlight Hier stellt sich die Frage, wer vom BAG ist von der Pharmaindustrie gekauft??
  • loquito 26.08.2018 11:26
    Highlight Highlight Ja, aber das Hauptproblem, gemäss X Artikeln der letzten Tage ge... Sind die Globuli. Da kostet eine Apotheke, welche jahrelang verwendet werden kann 60 Stutz... Ich würde diese auch kaufen wenn die KK nicht bezahlen würde... Aber die KK zwingen teurere Medikamente zu bezahlen, statt günstigere vorzuziehen... Ja das ist super für uns alle...
  • IMaki 26.08.2018 10:42
    Highlight Highlight Wer macht das Gesetz? Eben. Und wer hat dort die Mehrheit und ist seit Jahren über den Unsinn im Bild? Die Rambos von Herrliberg und ihre Passagiere im Seitenwagen - die Freisinnnigen.
    Und wenn im nächsten Jahr Wahlen sind, werden wir von diesen Merhheitspolitikern wieder das Geschwurbel von Flüchtlingen, Ueberfremdung, von Selbstbestimmung, abendländischen Werten und lebenswichtigen Kampfjets aufgetischt bekommen. Von den wirklichen Problemen, wie z.B. das Plündern hunderttausender Haushaltsbudgets durch KK-Prämien und von Lösungen keine Spur.
    • ströfzgi 26.08.2018 16:18
      Highlight Highlight Ehm… das BAG ist im Fall dem EDI unterstellt. Und das wird von BR Berset geführt. Und dieser vertritt die SP. Nur so zur info.
  • mänu49 26.08.2018 10:26
    Highlight Highlight Und der Parallelimport ist auch verboten.
    In Italien nennt man eine solche Lobby z.B. "Maffia".
    • Klaus07 26.08.2018 13:06
      Highlight Highlight Nein man nennt die in Italien Mafia.
      Jedoch haben Parallelimporte mit Mafiamethoden wenig zu tun. Oder haben Sie lust Medikament einzunehmen die irgendwo aus Aserbeitschan oder Indonesien kommen? Würde. parallelimporte zugelassen, würden wir mit gefälschten und Lebensgefährlichen Medikamente überschwemmt. Dass wären dan Mafiamethoden.
  • MaxHeiri 26.08.2018 10:12
    Highlight Highlight Das BAG sollte abgeschafft werden. Die verpulvern nur Geld für nichts!

    Ihrem Auftrag kommen die überhaupt nicht nach:
    "Wir setzen uns kompetent für die Gesundheit ein, fördern eine gesunde Lebensweise und sorgen dafür, dass es den Menschen in unserem Land gut geht. Wir sind verantwortlich dafür, dass unser Gesundheitssystem leistungsfähig und bezahlbar bleibt."
    • Klaus07 26.08.2018 13:07
      Highlight Highlight Und ohne das Bundesamt für Gesundheit würde es dann besser? Wenn Sie so ein Gesundheitssystem wollen, bitteschön. Ich denke in Usbekistan finden Sie so etwas.
    • _helmet 26.08.2018 13:57
      Highlight Highlight Falsch, es kommt ja gerade seinem einzigen Auftrag nach , das Umsetzten des Gesetztes. Das Problem ist das Gesetz, das im Parlament so erlassen wurde von Politikern die für Pharma Lobby stimmen und profitieren. Und wer ist das? Genau: SVP und FDP, die bei Wahlen von Flüchtlingen und Fremden Richtern schwafeln, um des Volkes Stimmen und damit Sitze und Macht zu bekommen, dann aber im Parlament knallhart ihrem Job nachgehen Profite für sich und z.B. die Pharmalobby auf Kosten des Volks zu maximieren.
      Und schuld sind natürlich die Behörden und die Linken..
      2019 können wir das ändern!
    • MaxHeiri 26.08.2018 15:43
      Highlight Highlight @helmet:
      FDP setzt sich besonders gegen das Anwachsen des Staates ein.
      Hier sehen wir ein gutes Beispiel, was passiert, wenn ein Bundesamt zu viele Mitarbeiter -> Sie schreiben Verfügungen zu Themen, die niemandem dienen.
  • meine senf 26.08.2018 10:10
    Highlight Highlight "... die Patientensicherheit geschwächt. Wer Arzneimittel selber importiere, trage das Risiko durch eine mögliche Schädigung eines Mittels selber ..."

    In Deutschland und Österreich und Frankreich und Italien und Liechtenstein sterben ja auch täglich dutzende Menschen, weil die Medikamente dort nicht schweizer Qualität haben ...

    Wenn man sonst kein Argument hat, appeliert man einfach an National-Gefühle "Bei uns ist immer alles besser als im, igitt, Ausland".
    (Auch bei AKWs ist diese Strategie beliebt. In jedem Land.)
    • Klaus07 26.08.2018 13:10
      Highlight Highlight Die WHO geht davon aus, das in Deutschland, Östereich oder Frankreich 1% der Medikamente gefälscht sind. Jedoch die Dunkelziffer massiv höher sein kann.

      https://www.tagesschau.de/wirtschaft/pharmacrime/pharmacrime-fragen-antworten-101.html
    • meine senf 27.08.2018 18:37
      Highlight Highlight @Klaus07:
      Da fehlt der Vergleich, wie viel Prozent nach gleichen Kriterien in der Schweiz gefälscht wäre.

      Ich behaupte mal, in Apotheken wären die Zahlen wohl vergleichbar. Und dubiosen Internet-Shops ist es egal, ob sie in die EU oder in die Schweiz liefern.
  • no-Name 26.08.2018 10:09
    Highlight Highlight Es gibt auch die Frage ob den die Apitheker und deren Hehilfen in der Schweiz auch mit der hâlfte des Gehalts, die Vermieter mit der hälfte der Zinseinnahmen usw.usf. wären. Wie im Grenznahen Ausland...

    Die Pharmalobby verkauft die selben Medikamente, und die Margen alleine machendenPreisunterschied nicht.

    Wie bei den Printmedien: Der Spiegel kostet nicht 15Chf statt 6Chf am CH Kiosk weil der Spiegel so viel mehr daran verdient, sondern weil die deutsche Kioskfrau 1100Euro/mt will und der schweizer Kioskmann 3200/mt.
    • meine senf 26.08.2018 12:56
      Highlight Highlight Wenn diese Zahlen und Rechnung stimmen würden und man davon ausgeht, dass der Verlag gleich viel bekommt, würde das ja heissen, dass pro Heft-Verkauf ca. Fr. 10.- an das Kioskpersonal gehen würden.

      Dann würde dieses etwa 10x so viel wie in Deutschland verdienen statt knapp 3x so viel.

      Allerdings kostet der Spiegel in der Schweiz Fr. 7.50.
    • no-Name 26.08.2018 16:16
      Highlight Highlight Die zahlen habe ich mir aus den fingern gesogen. Wollte damit einfach veranschaulichen, dass miete, lohn, sozialeistungen, versicherung, transport und lagerung usw. in der schweiz mehr kosten und sich das auf den Preis auswirkt.

      Keiner von uns würde am morgen für den selben job aber den lohn eines nachbarlandes seinen arsch aus dem bett bewegen....


      Aber dort einkaufen geht dann doch.

      Längerfristig wirtschaftlicher suizid.
  • Likos 26.08.2018 10:05
    Highlight Highlight "Wer Arzneimittel selber importiere, trage das Risiko durch eine mögliche Schädigung eines Mittels selber, da kein Schweizer Hersteller greifbar sei."
    Der Spruch ist gut. Durch die Aufwendige und teure Zulassung via Swissmedic, sind die Hersteller danach im Gegenzug juristisch fast unantastbar bei Nebenwirkungen. Das Risiko liegt immer beim Patient.
  • Eron 26.08.2018 10:01
    Highlight Highlight Im BAG sitzen wohl genügend Fachleute die schon mal in der Pharma oder in Spitälern gearbeitet haben. Kontakte bleiben bestehen und Vorteile dürfte sich so mancher verschaffen oder für einen späteren Jobwechsel erhoffen. Da überrascht es nicht, dass ausgerechnet in den Departementen des Bundes gegen die eigenen Bundesräte und die Menschen im Land gearbeitet wird ... man sollte die Entscheide hinterfragen, durchleuchten und öfters einen Personalwechsel vollziehen!
  • LeChef 26.08.2018 09:58
    Highlight Highlight Doof, aber Gesetz ist nunmal Gesetz. Das ist nicht die Schuld des BAG, sondern des Parlaments.
  • Walser 26.08.2018 09:34
    Highlight Highlight Es ist unfassbar was die Pharmaindustrie alles tut um den CH Bürger abzuzocken. Die BAG Leute gehören wie die überwiegende Mehrheit des Bundesparlamentes zum Lobbyteam der Pharma. Die Geldmaschine läuft wie geschmiert. Sämtliche Bundesräte von Links, Mitte bis Rechts sind bisher vor der Pharma in die Knie gegangen.
    • Klaus07 26.08.2018 13:14
      Highlight Highlight In wie fern werden die Schweizer abgezockt? Medikamente im Innland gekauft = Rückerstattung, Medikamente in Ausland gekauft = keine Rückerstattung. Also noch einmal zu meiner Frage.
      In wie fern werden hier CH Bürger abgezockt?
    • Walser 26.08.2018 23:07
      Highlight Highlight Wenn Sie denken dass Bundesämter nur da sind um Parlamentsentscheide konform umzusetzen und keinen Einfluss und Spielraum hätten, sind Sie ahnungslos. Bundesämter sind mächtig und setzen oft die Gesetze nach ihrem oder dem Gusto ihres Bundesrates und nicht des Volkes oder Paramentes um. Sollte allen bekannt sein.
    • Leider Geil 27.08.2018 00:17
      Highlight Highlight Klaus07: Schon mal an die hohen KK-Prämien gedacht? Hohe Medikamentenpreise = Hohe Rückerstattungen = Hohe KK-Prämien.
      Also bedeutet "Medikamente im Inland gekauft = Rückerstattung, Medikamente in Ausland gekauft = keine Rückerstattung" ganz klar Zwang zu hohen Prämien also ist die Bezeichnung "Abzocke" wohl sehr passend.
  • Herbert Anneler 26.08.2018 09:29
    Highlight Highlight Verstaatlichen wir endlich die Krankenkassen - heute ein Kartell, das nur die Gesundheit der Shareholder, aber nicht die von uns KundInnen im Auge hat. Der Pseudowettbewerb unter ihnen kostet uns Kunden zusätzlich noch 1. Mia. CHF pro Jahr! Ein Skandal - insbesondere auch ein politischer: die pharmalobby in „Bern“ ist einfach viel zu stark, viel zu viele PolitikerInnen pervertieren ihre Schwur, für das Wohl des Landes zu sorgen. Stoppen wir diese Machenschaften!
    • Klaus07 26.08.2018 13:15
      Highlight Highlight Was genau hat jetzt ihre Vorderung einer Einheitskasse mit diesem Artikel zu tun?
  • tuogol 26.08.2018 09:28
    Highlight Highlight Das BAG hat alles richtig gemacht. Es hat Gesetzesverstösse bemerkt und die Betroffenen geahndet. Das Problem ist das Gesetz und damit die Parlamentarier, die eine Änderung wegen Eigeninteressen verhindern.
  • Ernesto (1) 26.08.2018 09:26
    Highlight Highlight So weit geht also die Gesundheits Mafia kosten bewusste Massnahmen verbieten
    Mir fehlen die Worte....
    Ärzte löhne in Millionenhöhe Pharmaindustrie gewinne in Millionenhöhe
    Wer zahlt .....die Patienten

    Der Staat ist nicht für den Bürger da sondern für das Kapital und die vermögenden mit ihren Lobbyisten
    • Klaus07 26.08.2018 13:18
      Highlight Highlight Gesundheitsmafia. Wow. Wir reden hier vom Bundesamt für Gesundheit und einem Gesetz das umgesetzt wird. Wenn es ihnen das Gesetz nicht gefällt, können Sie entweder ins benachbarte Ausland ziehen (Achtung in Deutschland sind die Gesundheitsabzüge höher als hier) oder Ihnen ist es erlaubt eine Volksinitiative zu lancieren die das unpraktische Gesetz abschaft.
  • Ironiker 26.08.2018 09:22
    Highlight Highlight Das Hauptproblem in der Schweiz: Lobbying! Und das BAG hilft noch mit... Alle wissen, wie man die Kosten und somit die Krankenkassenprämien massiv herunterbringen könnte, nur ist niemand daran interessiert, weil es auch auf den Gewinn schlagen würde. Die Politiker versagen hier auf der ganzen Linie - von links bis rechts!
    • Die Redaktion 26.08.2018 09:39
    • herbert funke 26.08.2018 10:20
      Highlight Highlight Tja, die Politiker politisieren am Volk vorbei in die eigene Tasche und bei der nächsten Prämienerhöhung kommt es wieder zum grossen Aufschrei. Dann muss sich dann nicht wundern, dass die Damen und Herren in Bern gegen mehr Transparenz sind. Damit würde vielleicht such dem Letzten klar für wen die Politiker tatsächlich im Parlement sitzen - sicher nicht fürs Volk. https://www.nzz.ch/schweiz/der-bundesrat-sieht-keinen-anlass-fuer-mehr-transparenz-bei-der-parteienfinanzierung-ld.1352849
    • Rhabarber 26.08.2018 11:28
      Highlight Highlight Nein, die Politiker versagen hier nicht. Die Politiker machen das absichtlich. Schliesslich sind sie auch Lobbyisten der KKs und verdienen kräftig mit. Allen voran übrigens die svp.
      Lässt sich auf Lobbywatch.ch immer gut nachverfolgen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • roger.schmid 26.08.2018 09:15
    Highlight Highlight Einmal mehr verhält sich das BAG wie der verlängerte Arm der Pharmalobby.

    Und die Prämien steigen und steigen.
    Wann wird in diesem BAG-Saustall endlich einmal aufgeräumt? So kann's nicht weitergehen.
    • Klaus07 26.08.2018 13:19
      Highlight Highlight Das BAG macht nur das was es muss. Es setzt ein vorhandenes Gesetz um.
    • _helmet 26.08.2018 13:49
      Highlight Highlight Das BAG muss die Gesetzte umsetzen. Das ist genau sein Job als Exekutive. Das Problem ist das Parlament, das die Gesetze macht, und das Lobbying dort. Deshalb ja nicht SVP oder FDP wählen, dann kommts genau so raus. 2019 sind Wahlen!! Klar wäre es "cool" vom BAG, wenn es das hier ignoriert hätte und seinen Umsetzungs-Job nicht wahrgenommen hätte, aber dann bräuchte man gar keine Gesetze mehr zu erlassen.
    • roger.schmid 26.08.2018 17:07
      Highlight Highlight Das BAG setzt die Medikamentenpreise fest - und diese Preise sind in der Schweiz skandalös.
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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