Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZU ÄNDERUNGEN IN DER ABGABE VON REZEPTFREIEN MEDIKAMENTEN AB DEM 1. JANUAR 2019 STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- [Staged Picture, Gestellte Szene] A pharmacist advises a customer at pharmacy Dr. Noyer in Bern, Switzerland, on November 7, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Vertriebsanteil bestimmt, wie viel ein Apotheker beim Verkauf eines Medikaments verdient Bild: KEYSTONE

Steigende Preise für tiefere Kosten – oder: Günstige Medikamente sollen verteuert werden

ANNA WANNER / ch media



Der Bundesrat tüftelte lange an einer Reform, um die Medikamentenkosten zu senken. Im Herbst präsentierte er einen Vorschlag: Krankenkassen sollen künftig nur noch jene Medikamente vergüten, welche bei identischem Wirkstoff deutlich günstiger sind. Das sogenannte Referenzpreissystem stösst aber auf derart breite Opposition, dass ihm kaum Chancen zugerechnet werden.

Doch nun ist ein überraschender Durchbruch gelungen: Die Apotheker konnten sich mit den Versicherern bei einem wichtigen Punkt einigen. Sie haben einen Vorschlag ausgearbeitet, wie künftig der Vertriebsanteil eines Medikamentes berechnet werden soll. Um die Kosten zu senken, ist der Vertriebsanteil ein mindestens so wichtiger Hebel wie das System der Preisfestlegung. Denn er bestimmt, wie viel ein Arzt oder Apotheker an einem Medi verdient. Gerade bei kassenpflichtigen Medikamenten, deren Herstellung und Lieferung (also der Fabrikabgabepreis) zwischen 0 und 14.99 Franken kosten, stimmen die Anreize heute nicht. Für Ärzte und Apotheker lohnt es sich, teure Medikamente zu verkaufen

Das zeigen auch die Verkaufszahlen aller kassenpflichtigen Medikamente des letzten Jahres, die das Pharmaunternehmen IQVIA gesammelt hat: Fast 60 Prozent aller verkauften Medikamente fallen in die drei tiefsten Preisklassen zwischen 0 und 14.99 Franken. Ärzte und Apotheker erzielen aber nur knapp 10 Prozent ihres Medikamenten-Umsatzes in diesem Bereich. Den wesentlichen Teil des Umsatzes machen sie mit Medikamenten, die zwischen 15 und 199.99 Franken kosten. Zwischen 200 und 2569.99 Franken schenkt das Geschäft dann richtig ein. Mit diesen zwei Prozent verkaufter Medikamente wird die Hälfte des Ärzte-Umsatzes erwirtschaftet.

Preisschock bei günstigen Medis

Nicht in jedem Fall, aber im Grundsatz gilt: Je teurer das Medikament, desto besser der Verdienst. Um diesen Fehlanreiz zu beseitigen, hat der Bundesrat ebenfalls im Herbst zwei neue Modelle vorgeschlagen.

Bild

Pius Zängerle Bild: screenshot twitter/hotelrevue

Unterstützung fand er dafür aber wenig. Pius Zängerle, Direktor des Versichererverbands Curafutura, erklärt seine Kritik: Der Bundesrat mache zwar einen wichtigen Schritt, gehe aber nicht weit genug. Zängerle teilt das Ziel, durch den Systemwechsel 50 Millionen Franken zu sparen. Elementarer sei aber, die Basis für ein funktionierendes System zu legen. «Und das bedingt die Beseitigung der Fehlanreize.»

Will man die Quersubventionen stoppen, müssen die Preise gerade für günstige Medikamente deutlich erhöht werden. Denn die intellektuelle Leistung des Apothekers sowie seine Logistik- und Lagerkosten können bei allzu tiefen Preisen nicht abgegolten werden.

7,5 Milliarden Franken ...

... wurden 2017 für Medikamente im ambulanten Bereich 2017 ausgegeben. Zwar drückt der Bundesrat seit ein paar Jahren die Medikamentenpreise. 255 Millionen konnten 2017 eingespart werden, 2018 sollen es nochmals rund 100 Millionen sein. Doch trotz Einsparungen sinken die Ausgaben in diesem Bereich nicht, sie bleiben stabil. Neue Kosten verursachen vor allem neue, sehr hochpreisige Medikamente.

Der Vorschlag des Apothekerverbands Pharmasuisse und von Curafutura will den flexiblen Teil der Vertriebsmarge auf drei Prozent reduzieren. Der fixe Zuschlag soll im Gegenzug bei 14.85 Franken festgelegt werden. Heute variiert dieser zwischen 4 und 240 Franken – je nach Fabrikabgabepreis. Da erst ab einem Abgabepreis von 15 Franken ein höherer Zuschlag (16 Franken) berechnet wird, sind vor allem Medikamente mit tieferen Preisen von der Änderung betroffen. Liegt der Fabrikabgabepreis zum Beispiel unter 5 Franken, kommen heute 4 Franken Packungszuschlag dazu, neu wären es 14.85 Franken.

Das bedeutet: Tiefpreisige Medikamente werden deutlich teurer. Das Schmerzmittel Novalgin à 50 Tabletten beispielsweise würde in der Apotheke statt 8.30 neu 18.90 Franken kosten. Das ist ein Preisaufschlag um 10.60 Franken oder 128 Prozent. Hingegen würden Medis, die im Verkauf heute über 30 Franken kosten, billiger.

Einzelne Pillen statt ganze Packungen:

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Grundlage für neue Reformen

Die Vorschläge des Bundesrats sind weniger radikal. Er schreibt in den Erläuterungen zur Reformvorlage, dass allzu hohe Preise für günstige Arzneimittel vermieden werden sollen. Das heisst in der Konsequenz: Die flexible Marge bestimmt weiterhin den Verdienst. Der Anreiz, teure Medikamente zu verkaufen, bleibt bestehen.

Bild

Fabian Vaucher Bild: screenshot twitter/Netzwoche

Fabian Vaucher, Präsident des Apothekerverbands Pharmasuisse, warnt davor: «Die Vorschläge des Bundesrats akzentuieren den Fehlanreiz, weil sie das Defizit bei tiefpreisigen Medikamenten verschärfen und gleichzeitig hochpreisige Medikamente noch besser vergüten als heute.» Auch Pius Zängerle hält die Vorschläge für «unklug».

Problematisch sei das System auch im Hinblick auf weitere Reformschritte, sagt Zängerle. «Wenn wir das vorgeschlagene Referenzpreissystem einführen wollen, dann müssen wir diese Fehlanreize ausräumen, sonst hat niemand ein Interesse, an der aktuellen Situation etwas zu ändern.»

Dass sich die Blockade dadurch verhärte, bestätigt Vaucher: «Wenn wir die Referenzpreise auf den Vorschlägen des Bundesrats aufbauen, killt das die Grundversorgung.» Fallen mittel- und hochpreisige Medikamente weg, könnten der Apotheker und der Hausarzt die unrentablen tiefpreisigen Medikamente nicht mehr querfinanzieren.

Unklar ist, ob es gelingt, den Bundesrat noch umzustimmen. Da es sich bei der Vorlage um eine Verordnung handelt, kann der Bundesrat diese jederzeit selbstständig in Kraft setzen. (aargauerzeitung.ch)

Runter mit den Preisen! Produkte, die jetzt billiger werden müssten.

Gesundheit und Ernährung:

Und nun die wichtigste Frage des Tages: Wie gesund sind Toilettenhocker?

Link zum Artikel

Umstrittenes Tabak-Sponsoring: Stoppt Ignazio Cassis die Partnerschaft mit Philip Morris?

Link zum Artikel

Ohio ist Schauplatz des grössten Zivilprozesses in der Geschichte der USA

Link zum Artikel

Bikini-Figur nicht nötig? Hier 23 Übungen, wie du sie garantiert vermeiden kannst

Link zum Artikel

Hast du eine Farbsehschwäche? Diese weltberühmten Gemälde zeigen es dir!

Link zum Artikel

Tabak-Multi ist Hauptsponsor des Schweizer Pavillons – das entsetzt viele Experten

Link zum Artikel

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Anthroposophen finanzieren Professur an der Uni Basel – das sorgt für Ärger

Link zum Artikel

Wegen Ebola-Epidemie im Kongo – WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

Link zum Artikel

«Clean Meat»-Trend boomt – kommt der Burger bald aus dem Labor?

Link zum Artikel

Ampelsystem Nutri Score – gesunde Fertiglasagne, ungesunde Nüsse

Link zum Artikel

Darum solltest du auf Gesundheitstips via YouTube besser verzichten

Link zum Artikel

Viagra und Co.: Der Schweizer Zoll fängt so viele Potenzpillen ab wie nie

Link zum Artikel

Ein nüchterner Blick auf ALLE Vor- und Nachteile von Cannabis – ja, wirklich ALLE

Link zum Artikel

«Wer zahlt meine Zeckenimpfung?»

Link zum Artikel

Erster Schritt zum HIV-Heilmittel: Aids-Erreger vollständig aus Erbgut von Mäusen entfernt

Link zum Artikel

Unterwäsche, die vor 5G-Strahlung schützt? Schweizer eröffnen weltweit ersten Laden

Link zum Artikel

Streit mit Kinderspital Zürich: Herzchirurg unterbricht seinen Hungerstreik

Link zum Artikel

Bundesrat will Zugang zur Psychotherapie vereinfachen

Link zum Artikel

Fertig E-Zigis: Diese amerikanische Stadt beschliesst Verkaufsverbot

Link zum Artikel

Jeder zweite Senior ist übergewichtig

Link zum Artikel

Todesfälle bei Herzoperationen: Jetzt reagiert das Kinderspital Zürich

Link zum Artikel

Antidepressiva erhöhen das Suizidrisiko

Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: Cannabis kann vermutlich noch viel mehr, als wir dachten

Link zum Artikel

Impfgegner sind schlecht informiert, sagt eine Studie des Bundes

Link zum Artikel

Wenn der eigene Vater an einer unheilbaren Krankheit leidet: Protokoll eines Gesprächs

Link zum Artikel

Bis zu 600 Medikamente sind in der Schweiz nicht lieferbar – was bedeutet das?

Link zum Artikel

Neuer Klebstoff aus Israel soll Wunden schliessen

Link zum Artikel

E-Zigi explodiert in Mund von Teenager – und bricht ihm den Kiefer

Link zum Artikel

Merkel zittert am ganzen Leib: Schreckmoment in der Hitze von Berlin

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

11 nervende Leute, die du jedes Mal im Fitnessstudio triffst:

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

47
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 28.01.2019 13:27
    Highlight Highlight Momentan habe ich das Gefühl, dass lediglich Parallelimporte das Problem noch lösen könnten.
  • nick11 28.01.2019 11:27
    Highlight Highlight Ok, nur mal so zum Nachdenken.
    Situation:
    Die Medikamentenausgaben sollen gesenkt werden. Problem: An günstigen Medikamenten verdienen die Apotheken weniger, deshalb verkaufen sie lieber teurere.
    Lösung:
    Machen wir die günstigen Medikamente teurer, damit eher davon verkauft werden. Klingt doch irgendwie logisch?

    Resultat: Die Medikamentenausgaben bleiben identisch gleich hoch! Nur kann jetzt niemand mehr sparen, wer sich etwas informiert.
    • T13 28.01.2019 12:49
      Highlight Highlight Klingt nach ner idee der lobbyisten.
  • f303 28.01.2019 11:25
    Highlight Highlight Am Ende wird dann wieder gejammert, dass der böse Konsument ennet der Grenze einkaufen geht. Wenn das wirklich so käme, würde sich tatsächlich die Tour nach D trotz Spritkosten für jede einzelne Packung Paracetamol lohnen. (Ist das nicht ein Irsinn?) Staatlich verordnete Gewinnoptimierung der Apotheken auf Kosten der Bevölkerung (höhere Prämien durch häufigere Arztbesuche) und Umwelt (mehr Fahrten nach D). Die Politik ist nur noch Marionette der Wirtschaft, will mir scheinen.
  • Alnothur 28.01.2019 11:17
    Highlight Highlight Habe ich das gerade richtig verstanden - irgendwie scheint niemand ausser dem Bundesrat selber dessen Vorschlag gut zu finden, und trotzdem versucht letzterer, diesen durchzusetzen?
  • Hein Doof 28.01.2019 10:50
    Highlight Highlight Für mich würds dann massiv teurer kommen, daher würde ich mich dann wohl nach Alternativen umschauen.

    Wenn man die Medikamente im Ausland holt wird ja auch gespart...
  • Stambuoch 28.01.2019 10:47
    Highlight Highlight "Nichtrezeptpflichtige Medis im Supermarkt verkaufen".

    Ja genau. Und wer haftet? Eine Frau kauft im MIgros eine Voltaren-Salbe gegen ihre Schmerzen im Rückenbereich. Danach landet sie mit Nierenversagen auf der Intensiv, weil sie eine Blasenentzündung verschleppt hat, welche die Nieren angriff. Wer haftet? Wer klärt die Symptome der Kundin beim Kauf ab? Das Kassenfräulein?

    Ein Kunde kauft Dafalgan und findet, er habe grosse Schmerzen, also nimmt er viel. Dazu ein bisschen Alk resp. er hat ein Alkoholproblem...und schon ist die Leber kaputt. Wer haftet? Wer klärt den Kunden auf?
    • Hein Doof 28.01.2019 11:09
      Highlight Highlight Haftet heutzutage die Apotheke bei solchen Fällen oder lehnen sie die Verantwortung ab?
    • LeChef 28.01.2019 11:09
      Highlight Highlight Würde das nicht in der Verantwortung des Kunden liegen?
    • Stambuoch 28.01.2019 13:00
      Highlight Highlight @Hein Doof
      Ja, heute haftet die Apotheke resp. der Apotheker bei solchen Fällen: Verletzung der Sorgfaltspflicht. Kann bis zum Berufsverbot gehen!
  • LeChef 28.01.2019 10:29
    Highlight Highlight Um diesen Irrsinn zu verstehen genügt leider auch meine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung nicht. Da muss man wahrscheinlich schon Politiker oder Lobbyist sein.
  • Lexxus0025 28.01.2019 10:27
    Highlight Highlight „Die intellektuelle leistung des apothekers“ ich hatte in meinem leben einmal eine beratung von einer wirklich ausgebildeten person in der apotheke. In der regel stehn da leute mit efz abschluss hinter dem tresen, und sorry, die haben einfach in 90% der fälle wenig ahnung sondern verkaufen einfach das teuerste was sie dir bei halsschmerzen grad andrehn können.
    Btw. Die produktpallette die es jetzt „neu“ bei coop gib im medikamentenbereich is ein witz. Die schweiz die ich kenne und liebe hasst bevormundung. Wieso haben ärzte und apotheken dann so unheimlich viel macht?
  • Magnum44 28.01.2019 10:21
    Highlight Highlight Kein Problem, einfach nicht rezeptpflichtige Medikamente im Supermarkt verkaufen und schon löst sich das Problem von alleine.
  • Raphael Conca 28.01.2019 10:17
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht ist das wichtigste Ziel die Anreize teure Medikamente zu verkaufen wichtig.
    Das der Verdienst am Vertrieb proportional zum Preis der Medikamente ist, ist falsch.
    Die Logistik kostet gleich viel, egal wie teuer das Produkt ist. Werden die wahren Kosten übertragen, die die Lagerung und den Transport der Ware abdeckt, verdienen Apotheken, Warenhäuser, Ärzte ihr Geld aufgrund des tatsächlichen Aufwandes.
    Dieses Transparenz-Prinzip sollte meiner Meinung nach auch auf z.B. die Mobilität übertragen werden. Das würde einiges in Bewegung setzen.
  • leed 28.01.2019 09:55
    Highlight Highlight Ich finde es sollte illegal sein, dass Ärzte Provisionen für Medikamentenverkäufe bekommen. Der Konsument ist hier völlig chancenlos ausgeliefert. Ärzte sollten stattdessen 0% Provision haben, dafür eine standardisierte Bearbeitungsgebühr verrechnen.
    • P1erre991 28.01.2019 14:20
      Highlight Highlight Das einzig richtige Argument hier! Ich verstehe auch nicht warum der Arzt beim Medikamentenverkauf mitverdient.
  • red 28.01.2019 09:35
    Highlight Highlight Ich sehe in dem Vorschlg einenen totalen Fehlanreiz. Die Konsequenz ist, dass eine Packung Aspirin 20 Franken kosten wird.
    Was ich bis anhin noch spontan selber gekauft habe, ohne die Kasse oder einen Arzt zu bemühen, werde ich mir jetzt verschreiben lassen müssen. Sprich zum Arzt gehen und die Gesundheitskosten in die Höhe schrauben. Ich denke, der Schuss wird nach hinten los gehen, und die einzigen, die sich darüber freuen werden Ärzte und Apotheker sein, die mehr verdienen können. Schade, es gäbe sicher bessere Ideen.
    • Stambuoch 28.01.2019 11:17
      Highlight Highlight Das mit dem Rezept ist falsch. Sie können in die Apotheke gehen und werden dann vom Apotheker persönlich beraten. OHNE REZEPT. Da ist in den Medien viel falsch erzählt worden.
  • Gubbe 28.01.2019 08:55
    Highlight Highlight Natürlich müssen die exorbitanten Gewinne auf jeder Stufe gesichert sein. Oi, das war ganz leicht zynische Ironie. Das die Apotheker verdienen soll ok gehen, aber Abzocke geht nicht. Eine Preisverlagerung die vortäuscht, dass Medikamente billiger geworden sind, ist für den Kunden Quatsch. Wer günstige Medis gebraucht hat, zahlt mehr, welcher teure hat, zahlt weniger. Das ist gequirlter Unsinn.
  • Le_Raclette 28.01.2019 08:49
    Highlight Highlight Solange niemand das Gefühl hat er wäre selbst davon betroffen und es nur um das Geld von anderen geht sehe ich keinen Wandel in den überrissenen gewinnmargen im Gesundheitswesen
  • Joerg Hufschmid 28.01.2019 08:38
    Highlight Highlight und genau hier fängt das Problem an. Die freie Marktwirtschaft wird ausgehebelt. Vom Produzenten bis zum Verteiler. Daher die hohen Kosten.
  • Christian Mueller (1) 28.01.2019 08:35
    Highlight Highlight Heisst das, die Apotheker verkaufen uns gar nicht unbedingt das Medikament, was wir brauchen, sondern das, was sie brauchen? Sie machen also nicht mal den Job, für den die bezahlt werden?
    • Stambuoch 28.01.2019 11:19
      Highlight Highlight Es geht um die rezeptpflichtigen Medikamente, welche von der Grundversicherung übernommen werden, nicht um die, welche sie frei in der Apotheke ohne Rezept erhalten oder nur von der Zusatzversicherung bezahlt werden.
    • Christian Mueller (1) 28.01.2019 15:18
      Highlight Highlight Generikas gibt es auch für Rezeptpflichtige Medis.
    • Stambuoch 29.01.2019 09:27
      Highlight Highlight Ja, das ist bekannt...aber darum geht es ja im Vorschlag nicht ob Generika oder nicht. Mir werden immer Generika angeboten. Auf Rezept oder beim "normalen" Einkauf. Oder was wollen sie mir jetzt damit sagen?

      Oder meinen Sie, den Vorschlag, dass immer nur das günstigste generikum bezahlt wird? Nur dann müssen Sie sich der Konsequenzen bewusst sein, dass abgebende Ärzte und Apotheken das Lager auf ein Minimum reduzieren und die Medikamente häufiger separat bestellt werden, weil man nicht bei jeder Preissenkung einer Firma das ganze Lager austauschen kann. Oder wie stellen sie sich das vor?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raffaele Merminod 28.01.2019 08:14
    Highlight Highlight Absoluter Blödsinn! Es macht die günstigen Medikamenten einfach teurer, Apotheker kassieren mehr und das ist schon alles was sich dann ändert.
    Für wie dumm verkaufen halten uns eigentlich diese Leute?
  • Fairness 28.01.2019 08:10
    Highlight Highlight Eine phantasievolle, starke Lobby haben sie, die „armen“ Apotheker.
    • Alnothur 28.01.2019 11:15
      Highlight Highlight Ja, so "phantasievoll" und "stark", dass sie, obwohl sie gegen den Vorschlag des Bundesrats sind, sich nicht mal durchsetzen können.
  • Hans007 28.01.2019 07:47
    Highlight Highlight In einer freiheitlichen Gesellschaft bestimmen die Marktkräfte die Preise, nicht irgendwelche staatliche Institutionen, Verbände oder Absprachen von Marktteilnehmern. Das ist überall so, nur bei uns bei den Ärzten und den Bauern geht das angeblich nicht. Wir sind natürlich selber schuld, dass wir das zulassen und weltweit in diesen Bereichen die höchsten Preise haben. Es bräuchte nur offene Grenzen mit den Nachbarländern und ein griffiges Kartellgesetz und alles wäre anders. Die Politik ist gefordert, aber das geht ja angeblich bei uns nicht.....
    • Kleine Hexe 28.01.2019 08:49
      Highlight Highlight Dafür gäbe es in den Supermärkten dann nur noch spanisches Gemüse, weil niemand günstiger produziert.
  • Rissle 28.01.2019 07:30
    Highlight Highlight Sprechen wir jetzt von den nicht kassenpflichtigen Medis, welche teurer werden sollen? Also die, welche wir sowieso selbst bezahlen?!? Also sparen dann die Kassen und wir zahlen fürs Aspirin CHF 21 statt 6? Und die Berechnungsgrundlage ist, dass der Apotheker genug verdient? Wenn es k-pflichtige Medis sind, wo ist dann die Leistung des Apothekers, die sind ja dann eh verschrieben worden und ein Arztgespräch hat stattgefunden...?
  • Fairness 28.01.2019 07:29
    Highlight Highlight Es ist heute der 28. Januar und nicht der 1. April. So ein paar Zentimeter verursachen schon unglaubliche Lagerkosten. Es ist schon jetzt in Witz, wenn einem Augentropfen verschrieben werden für 11.85 und diese mit Aufschlag für Bezugscheck, Zeitbedarf 3 Sekunden, und schnell Apothekerin an der Kasse daneben unter die Augen halten, Zeitbedarf nochmals drei Sekunden, die Tropfen dann 20.35 kosten, das wären dann jetzt noch 14.85 mehr. Abstruse Ideen haben die, unglaublich.
  • sealeane 28.01.2019 06:21
    Highlight Highlight Also ob damit wirklich so viel gespart wird? Ich persönlich geh davon aus das die teuren Medikamente auch weniger gebraucht werden. Ergo werden auf diesem weg einfach die günstigen Medis teurer und die teuren günstiger. Aber die Apotheker etc. wollen doch am Schluss gleivhch viel in der kasse haben... Was praktsich ja auch so stand.. Der systemwechsel funktioniert nur innerhalb von wirkstoffgleichen pridukten. Und auch da frag ich mich wieder ob die apotheker wirklich spielraum haben. Das peoblem seh ich mehr bei den Pharmariesen....
    • Lisbon 28.01.2019 06:45
      Highlight Highlight Nicht unbedingt. Ich benötige Palexia (über 100 Fr. für 60 Stück) und Novalgin. Schlussendlich kommts wieder gleich teuer wie vorhin.. ich hätte aber gewünscht, dass das BAG das Palexia günstiger macht, bei der letzten Preiskontrolle..
    • mrcharliebrown 28.01.2019 06:54
      Highlight Highlight Ich glaube mit diesem ersten Schritt sollen auch nicht Kosten gespart, sondern Fehlanreizr beseitigt werden. Kostensparen soll wohl erst noch folgen.
    • bebby 28.01.2019 07:01
      Highlight Highlight Wenn nicht an jeder Strassenecke eine Apotheke stehen würde, könnte man auch Logistikkosten einsparen.
      Solange die Apotheker Hochglanzbroschüren verschicken können und Impfungen beim Apotheker teuerer sind sls beim Arzt, glaube ich einfach nicht, dass sich dieses Geschäft nicht lohnt. Aber ihre Lobby ist offenbar sehr gut organisiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 28.01.2019 06:15
    Highlight Highlight Welche intellektuelle Leistung ist nötig um das Produkt welches ich benötige aus dem Regal zu nehmen, ein zu scannen und das Geld ein zu kassieren?

    Medikamente dienicht rezeptflichtig sind sollten von jedem Supermarkt verkauft werden dürfen.
    • Drbueb 28.01.2019 06:57
      Highlight Highlight Schnell abklären, ob das Medikament wirklich gebraucht wird, ob weniger starke Medis auch helgrn würden, ob Nebenwirkungsgefahren bestehen. Einnahmezeitpunkt, Zusammenspiel mit anderen Medikamenten etc - > Prävention ist wichtig
    • nenjin 28.01.2019 07:01
      Highlight Highlight Die intellektuelle Leistung besteht darin, ein Dossier zu führen in welchem auch alle anderen Medikamente welche ein Patient (allenfalls gehörst du nicht dazu) einnimmt. Und anhand dieses Dossiers abschätzen zu können ob diese Medikamente unereinander Probleme verursachen (Kreuzallergien zB.).

      Aus diesem Grund studieren Apotheker ja auch. Oder denkst du wirklich, ein Studium ist nötig um eine Packung zu scannen und das Geld einzukassieren?
    • Aglaya 28.01.2019 07:52
      Highlight Highlight @nenjin

      Das wäre eigentlich der Auftrag der Apotheker, ja. Bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten wurde ich allerdings noch nie nach meinem Namen gefragt, um das Medi in irgend ein Dossier einzutragen. Die Beratung beläuft sich üblicherweise auf "sie kennen das Produkt und wissen über die Anwendung Bescheid?"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ichsagstrotzdem 28.01.2019 05:44
    Highlight Highlight Die Idee ist so gut, dass sie in allen Branchen, darunter im Detailhandel eingeführt werden soll. Neu werden bei Coop und Migros alle Artikrl unter 30.- mit einer Einheitsmarge von 14.85 versehen. Auf diese Weise soll der Fehlanreiz verschwinden, dass dem Kunden nur die teureren Bioprodukte verkauft werden.

    • Lexxus0025 28.01.2019 10:31
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen: Damit könnte man prima ein altes träges system finanzieren, welches dank deines vorschlags weiter so weitermachen kann wie bisher. wir wollen in der schweiz schliesslich keine kreativität der unternehmer fördern sonder alles beim alten belassen.
      (Sarkasmus, ich stimme dir 100% zu)

5 Punkte, die zeigen, wie es um die psychische Gesundheit in der Schweiz steht

Knapp ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung leidet an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Das kann von Ess- über Angststörungen bis zu Depression reichen. Ein Überblick.

Letzte Woche teilte das Bundesamt für Statistik Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 mit. Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz haben demnach 2017 zugenommen. 21 Prozent der Erwerbstätigen litten bei der Arbeit sehr oft unter Stress. 2012 waren es noch 18 Prozent.

Zugenommen haben die psychosozialen Risiken generell. Fast die Hälfte (49%) der gestressten Personen fühlen sich emotional erschöpft, was das Burn-out-Risiko erhöht.

Dies sind Vorboten von psychischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel