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20 Prozent der weltweit verfügbaren Nahrungsmittel gehen verloren, nachdem sie der Konsument gekauft hat.  Bild: KEYSTONE

Ein Fünftel des weltweiten Essens wird durch Überfressen und Abfall verschwendet

Eine Studie der University of Edinburgh hat ergeben, dass fast 20 Prozent des Essens, das Konsumenten zur Verfügung gestellt wird, verschwendet wird. Zehn Prozent davon werden überkonsumiert, fast neun Prozent werden weggeworfen. Publiziert wurde die Studie im Fachjournal Agricultural Systems.

24.02.17, 20:56 25.02.17, 08:27
Eva  Wohlgemuth
Eva Wohlgemuth

Das Forschungsteam hat zehn Schlüsselpositionen im globalen Nahrungsmittelsystem untersucht, um das Ausmass der Verschwendung zu beziffern. Dazu gehören sowohl das Konsumieren von Essen als auch das Herstellen und der Ertrag von Essen. 

Mit Daten von Food and Agriculture of the United Nations fanden die Forscher, dass mehr Nahrungsmittel verloren gehen als bisher angenommen. 

Fast die Hälfte des Nahrungsmittel-Ertrags – 2,1 Milliarden Tonnen – geht durch Überkonsumierung und Wegwerfen der Konsumenten verloren. 

Daneben stellt die Viehproduktion den ineffizientesten Prozess von allen dar: 840 Millionen Tonnen gehen laut den Forschern verloren. 1,8 Milliarden Tonnen des Ertrags werden zur Produktion von 240 Millionen Tonnen essbaren Tierprodukten wie Milch, Eier und Fleisch verwendet.

Dies allein sei für 40 Prozent der verlorenen Erträge verantwortlich. Weniger tierische Produkte zu konsumieren, würde die Essens-Verluste schon drastisch minimieren, so die Forscher.  

«Diese Studie zeigt, dass Nahrungsmittel-Sicherheit Dimensionen erreicht, die man bei der Entwicklung eines nachhaltigen Nahrungsmittel-Systems berücksichtigen muss.»

Dr. Peter Alexander

Die Studie wurde in Kollaboration mit dem schottischen Rural College, der University of York, dem Karlsruhe Institute of Technology und dem Centre for Australian Weather and Climate Council durchgeführt. Die Forschungsgelder wurden von einem globalen Nahrungsmittel-Sicherheitsprogramm bereitgestellt, das von dem Biological Sciences Research Council, dem Economic and Social Research Council, dem Natural Environment Research Council und der schottischen Regierung unterstützt wird. 

Sciencedaily.com gegenüber sagte Dr. Peter Alexander, der die Studie geleitet hatte: «Diese Studie zeigt, dass Nahrungsmittel-Sicherheit Dimensionen erreicht, die man bei der Entwicklung eines nachhaltigen Nahrungsmittel-Systems berücksichtigen muss.»

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  • stadtzuercher 25.02.2017 10:54
    Highlight Wenn Studien ernsthaft beginnen, Wörter wie Überkonsum zu verwenden, dann sagt das mehr über die Studienverfassenden als über das Studienobjekt. Sagt die Essens- und Gesinnungspolizei ab jetzt, wann jemand genug gegessen haben soll? Danke, nee.
    5 11 Melden
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  • reamiado 25.02.2017 10:33
    Highlight Was soll "überkonsumieren" bedeuten?
    5 2 Melden
    • Malin.B 25.02.2017 11:58
      Highlight Ich denke mehr Kalorien zu sich nehmen als man benötigt bzw. verbraucht.
      6 0 Melden
    • reamiado 26.02.2017 01:26
      Highlight Die verbraucht man ja dann aber trotzdem oder man speichert sie. Der Körper scheidet in der Regel nichts Unverdautes aus, oder?
      1 0 Melden
    • Saraina 26.02.2017 07:41
      Highlight Es gibt Mittelchen, die dafür sorgen, dass Fett unverdaut wieder ausgeschieden wird. Du darfst dich also überfressen, und etwas dazukaufen, dass dafür sorgt, dass dein Körper es gar nie verwendet. Essen kann halt auch Sucht sein.
      2 0 Melden
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  • Skip Bo 25.02.2017 09:35
    Highlight Es gibt nun mal Flächen welche nicht ackerbaulich genutzt werden können. Entweder sind sie zu steil für die mechanische Bearbeitung oder sind klimatisch ungeeignet. Diese Flächen werden für Wiederkäuer Futter genutzt.
    Dazu kommt, dass pflanzliche Nahrungsmittel viel einfacher auf dem Weltmarkt ausgetauscht werden können und die Preise bei guter Vergügbarkeit einbrechen. Das macht die Veredelung über Tiere noch attraktiver.
    Es gibt in der CH Produktionsformen (WeideBeef), welche ohne "für Menschen geeignete" Futter wie Soja, Getreide usw. auskommen. Die Produkte kosten aber mehr.
    5 1 Melden
    • Regula Sterchi 25.02.2017 12:36
      Highlight Nur, dass nicht genügend "Weide-Beef" produziert werden kann, um den massiven Bedarf zu decken.
      4 0 Melden
    • Skip Bo 25.02.2017 13:26
      Highlight Vom massiven Beadarf merkt man als Produzent im Moment nichts. Die Senkungen des Produzentenpreises in den letzen 5 Wochen dienten wahrscheinlich zur Margenoptimierung der Grossverteiler.
      3 0 Melden
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  • Wilhelm Dingo 25.02.2017 07:28
    Highlight Ich hätte gedacht der Anteil ist noch grösser.
    8 0 Melden
    • lily.mcbean 25.02.2017 10:46
      Highlight Ist er auch. Hier reden sie ja nur davon was der Konsument wegschneisst, was hingegen die Anbieter wegschmeissen würde noch einige vom Hocker hauen. In meiner Coop zeit waren 5000 CHF abschreiber täglich ganz normal- und da nur in der Frischfleisch Abteilung. Bei der Selbstbedienung grad nochmal so viel.
      5 0 Melden
    • Saraina 26.02.2017 07:46
      Highlight Coop und Migros sowie andere Verteiler liefern ihre Überschüsse an "Tischlein Deck Dich". Die Organisation verteilt die Lebensmittel dann an Bedürftige. Die beiden Grossverteiler finanzieren auch die Infrastruktur von "Tischlein". Die Aussage von Lily.mcbean stimmt so also nicht mehr.
      1 2 Melden
    • lily.mcbean 26.02.2017 14:52
      Highlight Tischlein deck dich nehmen ihnen nicht mal annähernd alles ab. Darüber hinaus dürfen sie "abgelaufene" Ware auch nicht mehr weitergeben. Das heisst das trotzdem ALLE Frischwaren in den Müll wandern. Einer von TDD hat mir sogar einmal gesagt das sie viel zu viel Ware bekommen und sie diese wegschmeissen weils billiger ist sie so loszuwerden.Aber klar es sieht auf dem Papier zum Schein schön aus wenn man behaupten kann den armen zu helfen.
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    • lily.mcbean 26.02.2017 14:57
      Highlight Ausserdem ist es nicht so lange her das in diesem Lügenverein gearbeitet habe. Grad kurz nach dem Kassensturzskandal habe ich angefangen, und das was ich da gesehen und erfahren habe, hat mir die Augen über unseren Umgang mit Lebensmitteln auf krasse Art und Weise geöffnet. Wenn du mir nicht glaubst, liebe Saraina, dann rede mal mit Angestellten von solchen Konzernen, die werden dir das bestätigen das TDD keine "abgelaufene" Ware annehmen darf. Nicht mal abgepackte, "abgelaufene" Kartoffeln. Kartoffeln laufen beim Coop zb schon nach 9 tagen ab und sie werden weggeschmissen.
      0 0 Melden
    • Saraina 26.02.2017 22:19
      Highlight Deine Informationen sind falsch, lily. "Tischlein" erhält sehr wohl Lebensmittel mit abgelaufenem Datum und mit einem Verlängerungsschein für das Produkt. Nicht selten sind Produkte noch Wochen, manchmal Monate über das Ablaufdatum haltbar. Frischprodukte wie Früchte und Gemüse werden zudem öfter lose in Kisten angeliefert, gänzlich ohne Datum, und von den "Tischlein" Leuten verpackt.
      Zudem ist das von dir angeprangerte Verhalten der Grossverteiler ja keine Entschuldigung dafür, dass Privathaushalte massenhaft gekaufte Ware fortwerfen.
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    • lily.mcbean 27.02.2017 00:31
      Highlight Genauso verwerflich ist es meiner Meinung nach die Regale vollzuballern weil man "Warendruck" erzeugn muss um die Menschen zum Kauf zu animieren, und dabei grosse abschreibermengen in Kauf zu nehmen. Ich weiss was TDD von uns mitgenommen hat- quasi nichts. Leider kann ich nicht von anderen Filialen/ Regionen reden.
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    • Saraina 27.02.2017 07:02
      Highlight Na ja, vielleicht hat es auch mit der Anzahl Bezüger in einer Region zu tun, wieviel TDD mitnimmt.

      Ich denke mir, wenn jeder kauft, was er braucht, werden die Grossverteiler nicht unbedingt für die Tonne einkaufen, zumal entsorgen auch kostet. Wir Konsumenten können viel steuern, aber man lebt halt lieber kindlich im Schlaraffenland...
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  • Pater Noster 25.02.2017 07:00
    Highlight Sorry hier herrscht irgendwie ein Zahlenchaos, oder ich verstehe den Text nicht.

    Zuerst wird von 20 Prozent gesprochen, dann im Text:

    "Fast die Hälfte des Nahrungsmittel-Ertrags – 2,1 Milliarden Tonnen – geht durch Überkonsumierung und Wegwerfen der Konsumenten verloren."

    Im nächsten Absatz heisst es, 840 Millionen Tonnen gehen verloren wenn für 240 Millionen Tonnen Fleisch 1.8 Milliarden Tonnen Lebensmittel eingesetzt werden was wieder 40 Prozent der "Verluste" sei?

    Geht irgendwie auch nicht auf.

    Abrr vielleicht sollte ich auch nicht am Samstagmorgen solche Texte lesen 🤔
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    • AnnaFänger 25.02.2017 08:19
      Highlight 😊ich wollte dir gerade schreiben Das 40 prozent vermutlich ein teil von den 20 prozent sind, bin aber nach dem ich die millionen angeschaut habe bin ich nun auch verwirrt, jedenfalls sind die 40 prozent von den verlusten, und verluste ist 100 prozent in diesem fall, und die verluste sind wiederum ein anderer anteil von einem noch grösseren kuchen, ich sollte nicht versuchen zu rechnen an einem samstag morgen, hoffe es bringt dir aber etwas, auch wenn nur klein wenig
      4 0 Melden
    • JoJodeli 25.02.2017 09:07
      Highlight Ah, zum Glück bin ich nicht die einzige die verwirrt ist. Ich lese ihn am Montag nochmals und nicht morgens im Bett an einem Wochenende 😂
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    • Asalato 26.02.2017 06:24
      Highlight Ich verstehe auch nicht wie sie auf 20% im Titel kommt. Im Text ist klar von der Hälfte die Rede und von dieser Hälfte fällt 40% auf Viehproduktion, also 40% von 50% = 20% vom gesamten Kuchen. Vielleicht ist das gemeint, naja auf jeden Fall bitte ich watson um Aufklärung. Danke!
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  • Sir_Saku 25.02.2017 06:37
    Highlight Essensplan erstellen, ganz einfach. Anfang des Monats zusammensitzen, schauen wann man zuhause ist und wann nicht, dann Menüs heraussuchen oder kreieren, Zutaten aufschreiben und so gezielt einkaufen. Hat man zu viel, nimmt man es am nächsten Tag als Mittagessen mit. Schont das Budget extrem und man muss nichts mehr wegwerfen.
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    • Pupsi 25.02.2017 08:07
      Highlight Absolut der richtige ansatz. Machen mein mann und ich auch so. Teilweise koche ich such bewusst "zu viel" und friere dann 2-3 portionen ein. So habe ich vorgekocht und muss das menü nur aufwärmen. Eignet sich in stressigen wochen super, wenn man keine zeit zum kochen hat
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  • Hugo Wottaupott 25.02.2017 00:17
    Highlight Da muss man sich garnicht drüber echauffieren. Eine Lösung wäre nur knallharter Kommunismus mit Essensabgabe.
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  • Blutgruppe 24.02.2017 21:22
    Highlight Trotzdem hungern die Menschen hauptsächlich wegen der Futterproduktion für unseren Fleisch- und Milchproduktekonsum. Dieser Sektor macht auch den Grossteil des menschenverursachten Klimawandels aus. Schaut mal die Doku Cowspiracy! Und go vegan =)
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    • remim 25.02.2017 00:30
      Highlight Da muss ich doch wiedersprechen, die Menschen hungern nicht nur wegen des zugegebenermassen übermässigen Fleischkonsums sondern vorallem wegen eines extrem unsolidarischen Systems namens Kapitalismus... Auch ein veganer Kapitalismus würde viele hungernde Menschen produzieren...
      27 1 Melden
    • Gapunsa 25.02.2017 00:47
      Highlight Hab die Doku ebenfalls gesehen. In der Schweiz haben wir ein ziemlich ausgeglichenes System. Während die lieben Staaten riesige Mengen falschen Futters verwenden, das die Rinder garnicht richtig verdauen. Darum ist es wichtig schweizer Produkte zu kaufen, die sind vorallem wegen den Tierschutz- und Ökostandarts teurer sind. Weil beim Essen sollte man zuletzt sparen.
      14 1 Melden
    • Likos 25.02.2017 00:52
      Highlight Menschen hungern weil man ihnen nichts gibt, bzw. weil es sich marktwirtschaftlich nicht lohnt.
      Wenn es keine Tierfabriken als marktwirtschaftlichen Abnehmer gibt, würde das Zeug erst gar nicht angebaut. So hart es klingt, aber eine Kuh bringt mehr Profit als, z.B. aktuell, jemand aus dem Sudan. So sieht die sehr bittere Realität unserer Gesellschaft aus.
      13 0 Melden
    • Loone 25.02.2017 08:03
      Highlight Teilweise sicherlich. Aber die oben beschriebenen Verluste durch die Umwandlung pflanzlich --> tierisch (sogenannte Veredelungsverluste) sind nicht das Hauptproblem. Viel gravierender sind in Entwicklungsländer nämlich Verluste zwischen den Stufen Landwirtschaft und Konsument. Dies liegt an fehlender Infrastruktur (Transportwege und -mittel, Kühlkette). Es ist ein Verteilungsproblem.
      Mir gefällt an der genannten Studie dafür sehr, dass die überkonsumierten LM auch als Verluste bezeichnet werden!
      7 2 Melden
    • michiOW 25.02.2017 10:16
      Highlight Fleisch war immer ein Luxusgut. Jetzt, da es günstig zu produzieren ist (Massenviehhaltung, Kraftfutter und billiger Transport), ist es das nicht mehr wirklich. Fleisch soll aber ein Highlight sein beim Essen, es sollte einem Freude bereiten.

      Das Problem ist nicht, das Fleisch gegessen wird, sondern dass man es zu wenig schätzt. Die Menschen wollen möglichst viel für wenig Geld erhalten, die Qualität ist zweitrangig. Ich Esse lieber einmal im Monat in 200g Rindsentrecôte als in einem All-you-can-eat Restaurant 3 Mal im Monat 500g irgendwelches Fleisch, nur weil es günstiger wäre.
      5 0 Melden
    • Lami23 27.02.2017 19:22
      Highlight Gapunsa, leider ist es nicht so ausgegelichen.Poulets zu Beispiel erhalten ihr Futter zu 70% aus demAusland.
      Weniger Fleisch pro Kopf wäre die Lösung oder ein Ansatz.
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