DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

7 Stars, die einen Oscar gewannen – und ihre Karriere danach in den Sand setzten

22.01.2019, 19:2123.01.2019, 13:09

Die Oscar-Nominationen 2019 sind endlich da und damit dürfen wieder einige Schauspieler und Schauspielerinnen auf eine Goldstatuette hoffen. Doch auch wenn die höchste Auszeichnung Hollywoods ein begehrter Preis ist, geht es mit der Karriere danach nicht automatisch aufwärts. Die folgenden sieben Stars sind dem bekannten «Oscar-Fluch» zum Opfer gefallen.

Kim Basinger

Bild: Jordan Strauss/Invision/AP/Invision

Für Kim Basinger war ihre Schönheit ein Fluch. Seit sie 1983 ihren schauspielerischen Durchbruch als Bond-Girl geschafft hatte, war sie auf die Rolle des sexy Girls abonniert. Was folgte, waren Filme, in welchen sie vor allem mit ihrem Äusserlichen punkten musste. Erst 1997 vertraute ihr Regisseur Curtis Hanson eine Rolle an, die sie richtig herausforderte. Sie danke es dem Regisseur mit einer Performance, welche ihr ein Jahr später den Oscar als beste Nebendarstellerin einbrachte.

Kim Basinger 1998 mit ihrem Oscar.
Kim Basinger 1998 mit ihrem Oscar.Bild: AP/AP

Danach versuchte sie mit diversen Filmen vom Image der Femme Fatale wegzukommen. Gelungen ist es ihr nicht. Ausser 8 Mile konnte keiner ihrer folgenden Filme überzeugen. Nach 2008 blieben schliesslich auch die Angebote für Hauptrollen aus und Basinger rutsche wieder in die zweite Reihe. Ihren schauspielerischen Tiefpunkt erreichte sie schliesslich 2018 als sie für «Fifty Shades of Grey – Befreite Lust» zur schlechtesten Nebendarstellerin gekürt wurde.

Cuba Gooding Junior

Der Schauspieler im Bockbuster «Pearl Harbor» von 2001.
Der Schauspieler im Bockbuster «Pearl Harbor» von 2001.Bild: Buena Vista

Wenn Cuba Gooding Junior für eines bekannt ist, dann wohl für die emotionalste und ehrlichste Oscar-Rede aller Zeiten.

Gooding Jr. erhält 1997 den Oscar für seine Rolle in «Jerry Maguire»:

Zu dieser Zeit leuchtete der Stern des jungen Schauspielers so hell, dass der Aufstieg zur Hollywood-Legende nur noch eine Formsache zu sein schien. Doch was folgte war ein Karriereabstieg sondergleichen, der gerne auch als Oscar-Fluch bezeichnet wird. Spätestens ab 2001 machte Gooding Junior bei der Rollenauswahl einen Fehler nach dem anderen.

Was folgte, waren Klamaukkomödien wie «Snow Dogs», «Boat Trip» oder «Der Kindergarten Daddy 2». Schliesslich versank Gooding Junior immer mehr in der Welt der Low-Budget- und Direct-to-DVD-Produktionen. Immerhin scheint es nun wieder etwas aufwärtszugehen: 2013 konnte er mit dem Film «The Butler» überzeugen und auch seine Hauptrolle in der 2016 erschienen Mini-Serie «American Crime Story» wurde positiv aufgenommen.

Adrien Brody

Bild: Omar Vega/Invision/AP/Invision

Als 2002 «Der Pianist» in die Kinos kam, erschütterte der Anti-Kriegsfilm nicht nur die Zuschauer, sondern bescherte Adrien Brody auch einen Oscar als bester Hauptdarsteller. Damit stach er nicht nur Hollywood-Schwergewichte wie Daniel Day-Lewis und Jack Nicholson aus, sondern wurde auch zum jüngsten, männlichen Preisträger. Mit seinen 29 Jahren standen Brody alle Türen offen – so schien es.

Bleibt wohl die grösste Rolle seines Lebens: Władysław Szpilman aus «Der Pianist». 
Bleibt wohl die grösste Rolle seines Lebens: Władysław Szpilman aus «Der Pianist». Bild: AP FOCUS FEATURES

Doch seine nächsten Filme brachten ihm kein Glück. M. Night Shyamalans «The Village» fiel beim Publikum durch, während «King Kong» hinter den finanziellen Erwartungen zurückblieb. Danach war es mit den Big-Budget-Produktionen vorbei. Zwar gehört er noch zur Stammbesetzung von Wes-Anderson-Filmen, ansonsten ist Brody allerdings fast nur noch im Fernsehen und Direct-to-DVD-Filmen zu sehen.

Manchmal trifft man Brodey in asiatischen Filmen an, die gerne den einen oder anderen US-Schauspieler als Goodie im Cast haben:

bild: rotten tomatoes

Geena Davis

Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Ende der 80er-Jahre war Geena Davis ein Megastar. Gerade hatte sie für den Film «Die Reisen des Mr. Leary» einen Oscar gewonnen und konnte mit ihren 33 Jahren bereits auf eine eindrückliche Filmographie zurückblicken. Auch Anfang der 90er-Jahre lief es für Davis zuerst wunderbar – die Rolle in «Thelma & Louise» brachte ihr beinahe einen zweiten Oscar ein.

Doch dann sattelte Davis, die bisher eher für verschiedenste Komödien bekannt war, plötzlich auf Action-Filme um. 1995 erschien mit «Die Piratenbraut» ein für damalige Zeiten gigantisch teurer Film: 98 Millionen US-Dollar kostete der Streifen. Eingespielt hat er gerade einmal zehn Millionen Dollar.

Ohne Johnny Depp funktionieren Piratenfilme wohl nicht.
Ohne Johnny Depp funktionieren Piratenfilme wohl nicht.Bild: Constantin Film

Das Fiasko war so schlimm, dass sogar das produzierende Studio pleite ging. Ein Jahr später folgte der zweite Action-Flop. Danach war es mit Davis’ Top-Karriere vorbei. 1999 folge noch der Familienfilm Stuart Little, 2002 dessen Fortsetzung. Ansonsten traf man sie fast nur noch im Fernsehen an.

Joe Pesci

Bild: 20th Century Fox

Viele dürften Joe Pesci als dümmlichen Einbrecher aus «Kevin – Allein zu Haus» kennen. Doch eigentlich hat Pesci seine Karriere mit ernsten Rollen gestartet und schaffte schliesslich seinen Durchbruch mit dem Drama «Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia». Für seine Rolle als Tommy DeVito durfte er 1990 den Oscar als bester Nebendarsteller entgegennehmen. Es war das gleiche Jahr, in welchem auch «Kevin – Alleine zu Haus» erschien.

In den folgenden drei Jahren konnte Pesci mit Filmen wie «In den Strassen der Bronx» und «Mein Vetter Winnie» in Dramen wie auch Komödien gleichermassen überzeugen. Doch 1994 erhielt seine Karriere den ersten Knick, nachdem er in zwei Komödien mitgespielt hatte, die unterirdisch schlecht waren. Die Rollenangebote blieben immer mehr aus, 1997 folgten zwei weitere Flops, was Pesci in den Augen der Studios endgültig zum Kassengift machte. 1999 gab der Schauspieler bekannt, sich aus Hollywood zurückzuziehen.

Halle Berry

Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

2002 war Halle Berry die erste Afroamerikanerin, welche einen Oscar als beste Hauptdarstellerin entgegennehmen durfte. Auch kommerziell galt sie zu diesem Zeitpunkt dank Rollen in «X-Men» und «James Bond» als erfolgreich. Doch bereits ein Jahr später begann mit dem Film «Gothika» ihr Abstieg. Obwohl der Film kein finanzieller Flop war, fiel er bei Kritikern und Zuschauern durch.

Der richtig üble Tiefschlag kam aber 2004, als Berry die Hauptrolle im Superheldinnenfilm «Catwoman» übernahm. Der Film war so grottenschlecht, dass er Kritiker und Fans gleichermassen die Schamesröte vor lauter Fremdschämen ins Gesicht trieb. «Catwoman» sorgte dafür, dass die Produktionsstudios einen weiblichen Lead in einem Superheldenfilm jahrelang für Kassengift hielten.

Nope.
Nope.Bild: Warner Bros.

Leider ging es auch danach nicht wirklich erfolgreich für die Schauspielerin weiter. Ein Flop folgte auf den nächsten. Zwar ist sie noch immer in Hollywood tätig, zu den gefragtesten Stars gehört sie aber schon lange nicht mehr.

Sean Connery

Bild: AP/AGOEV

Keine Frage, Sean Connery ist ein grossartiger Schauspieler und gehörte lange zur Topliga von Hollywood. Fakt ist allerdings auch, dass Sean Connery rund 30 Jahre gebraucht hat, bis er endlich einen Oscar gewann. Das war 1987 für den Film «Die Unbestechlichen».

Danach ging es für Connery allerdings bergab. Bereits ein Jahr später landete er mit «Presidio» einen veritablen Flop. Bis auf sehr wenige Ausnahmen spielte Connery danach nur noch in Filmen mit, die bei Kritikern und Publikum gleichermassen schlecht abschnitten.

Glaubst du nicht? Hier eine Auswahl seiner Flops nach dem Oscar-Gewinn:

1 / 12
Film-Flops von Sean Connery in den 90ern
quelle: rotten tomatoes
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Was für ein schlechtes Händchen er bei der Rollenauswahl hatte, bewies Connery, als er Angebote für «Matrix» und «Der Herr der Ringe» ablehnte. Bei «Matrix» war er als Morpheus vorgesehen, bei «Der Herr der Ringe» sollte er Gandalf spielen. Nach dem Erfolg von «Der Herr der Ringe» bereute Connery seinen Entscheid und wollte mit einer Rolle in «Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen» auf den Fantasy-Hype aufspringen. Der Film floppte und Sean Connery beendete seine Schauspielkarriere.

Bild: Rotten Tomatoes

Warum ist Nicolas Cage nicht in dieser Liste?

Ganze einfach:

  • Cage war nach seinem Oscar-Gewinn von 1994 noch einmal für die Goldstatuette nominiert – 9 Jahre später. 
  • Nicolas Cage ist noch immer ein vielbeschäftigter Schauspieler – auch wenn seine Filme oft Mist sind.
  • Nicolas Cage kriegt auch heute noch Gagen in Millionenhöhe – auch wenn er mit Geld nicht wirklich umgehen kann.

History Porn: Showbiz-Edition – Teil X:

1 / 29
History Porn: Showbiz-Edition – Teil X
quelle: samandrew.com / samandrew.com
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Holt sich Rami Malek einen Oscar?

Video: srf

Mehr aus der Film- und Serienwelt:

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

21 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Wunderwuzzi
22.01.2019 20:22registriert September 2018
Sean Connery,wirklich?Er spielte nach dem Oscar grossartige Rollen in absoluten Kassenschlagern,z.B als Vater von Indiana Jones.Und...er ist der einzige mit der Lizenz zum töten.
3159
Melden
Zum Kommentar
avatar
Chriguchris
22.01.2019 20:11registriert November 2018
Connery ist und wird immer der erste Bond bleiben und hat somit Legendenstatus.
Die Argumente "für" Nicolas Coppola Cage lassen sich mit ein wenig gutem Willen eigentlich auf fast alle anderen auch anwenden.

p.s.Alles oben Geschriebene ist absolut subjektiv und bloss Ausdruck meiner Meinung^^
1386
Melden
Zum Kommentar
avatar
Venom
22.01.2019 21:38registriert Januar 2019
Eine kleine Bemerkung zu Gena Davis

Meiner Meinung nach der beste Film von ihr ist Tödliche Weihnachten.
Immer wieder ein Highlight
823
Melden
Zum Kommentar
21
Fortsetzungs-Filme und Remakes, von denen du (hoffentlich) noch nie gehört hast
Aus gutem Grund, meistens.

Schon mitbekommen? Es gibt demnächst eine Fortsetzung von «Dirty Dancing». Oh ja. Vom 1987er-Film. «Nobody puts Baby in a corner» und so.

Zur Story