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Es herrscht ein buntes Treiben – wortwörtlich.
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«Drachenzähmen leicht gemacht 3» ist besser als gedacht – aber nichts für kleine Kinder

05.02.2019, 16:5206.02.2019, 07:55

Spoiler-Warnung!

Dieser Text enthält leichte Spoiler zu «Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt» und einen sehr starken Spoiler zum ersten Teil.

2010 hat der Wikingerjunge Hicks seinen ersten Drachen gezähmt und seinem Volk und den Zuschauern gezeigt, dass Drachen gar nicht so fiese Gesellen sind. Nun, neun Jahre und viele zahme Drachen später, findet die Filmreihe mit «Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt» ihren Abschluss.

In diesem dritten Abenteuer ist allerhand los. Wie schon zuvor gibt es wieder einen Superschurken, der den Drachen an den Kragen will. Insbesondere Ohnezahn gerät ins Visier des bösen Grimmel, der einst glaubte, die Nachtschatten ausgerottet zu haben. Dass mit Ohnezahn doch noch einer überlebt hat, wurmt den Drachenjäger ganz gehörig und natürlich will er seine Mission nun zu Ende bringen.

Hat ein lustiges Gesicht, aber keinen lustigen Charakter: Grimmel.
Hat ein lustiges Gesicht, aber keinen lustigen Charakter: Grimmel.Bild: Universal

Der schwarze Nachtschatten wiederum hat seinen ganz eigenen Dusel, taucht doch plötzlich ein weisser Nachtschatten auf (aka. Tagschatten), der ihm gehörig den Kopf verdreht. Damit sind dann auch die zwei Grundpfeiler der Story gesetzt. Ausgehend davon kristallisiert sich sehr schnell heraus, um was es in der Geschichte wirklich geht: Hat Hicks im zweiten Teil noch lernen müssen, Anführer zu werden, muss er jetzt lernen, was es überhaupt heisst, zu führen.

Die Entwicklung, die Hicks dafür durchmacht, ist durchaus glaubhaft dargestellt und weitaus weniger kitschig, als der Trailer vermuten lässt. Das liegt vor allem auch daran, dass die bekannten Nebencharaktere zwar immer wieder für Gags herhalten müssen, der Slapstick glücklicherweise aber nicht soweit auf die Spitze getrieben wird, dass es nervt.

«Chnüsperle?»
«Chnüsperle?»Bild: Universal

Selbst die Romanze, die sich zwischen Ohnezahn und dem weiblichen Drachen anbahnt, ist sehr unterhaltsam inszeniert und sorgt nicht dafür, dass man vor lauter Kitsch die Augen verdreht. Die Szenen, in welchen sich die beiden Drachen umgarnen, profitieren hier eindeutig vom wundervollen und sehr farbigen Setting. Vor allem, wenn die beiden durch weisse und dunkle Wolken hindurchtauchen und sich gegenseitig umgarnen, lässt man sich gerne vom Moment verzaubern. Für diese wundervollen Animationen ist übrigens ein Schweizer verantwortlich. Der St. Galler Simon Otto hatte als «Head of Character Animation» einen der wichtigsten Bereiche des Filmes zu verantworten.

Wirklich etwas Neues ist der dritte Teil allerdings nicht. Schlussendlich geht es wieder einmal darum, alle Drachen in Sicherheit zu bringen und den bösen Drachenfänger zu besiegen. Diese Kämpfe kommen vor allem zu Beginn in ziemlich düsteren Bildern daher, was allzu kleinen jungen Zuschauern vielleicht etwas Angst machen dürfte.

Mit Begleitung dürfen Kinder ab 4 in die Vorstellung – vielleicht lieber nicht.
Mit Begleitung dürfen Kinder ab 4 in die Vorstellung – vielleicht lieber nicht.Bild: Universal

Als moralisches Lehrstück, was solche Animationsfilme nun einmal auch sind, ist «Drachenzähmen leicht gemacht 3» im grossen und ganzen gelungen. Die Geschichte setzt sich damit auseinander, was es heisst, Hilfe anzunehmen und auf die Bedürfnisse anderer einzugehen, selbst wenn das manchmal schmerzt. Auch hier bietet der Film ein eher untypisches Ende, wie es bereits Teil 1 getan hat, als Hicks am Schluss sein Bein verlor. (Keine Angst, Hicks verliert nicht noch weitere Körperteile.)

Fazit

Der abschliessende Teil der «Drachenzähmen»-Reihe bietet gute Unterhaltung und dürfte Fans der vorherigen Filme begeistern. Visuell glänzt der dritte Teil mit wundervollen Landschaften und rasanter Flugakrobatik, die richtig Laune macht. Wer mit seinen Kindern wieder einmal einen tollen Kinotag erleben will, wird hier nichts falsch machen.

«Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt» startet am 7. Februar in den Schweizer Kinos. Die Laufzeit beträgt 104 Minuten.

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