Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Tomislav Stipic wird als neuer Trainer des Grasshopper Club Zuerich GC am Mittwoch, 6. Maerz 2019, in Zuerich vorgestellt. Er tritt die Nachfolge des gluecklosen Thorsten Fink an. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der neue GC-Trainer Tomislav Stipic stellt sich vor. Bild: KEYSTONE

Neuer GC-Trainer Stipic: «Ich möchte hier nichts Grosses herausposaunen»



Schicke uns deinen Input
Sportredaktion
Die Fragerunde ist vorbei
Die Exponenten stehen den Medienleuten nun noch für Einzelinterviews zur Verfügung.
SCHWEIZ FUSSBALL GC TRAINER
Herr Stipic, Sie sind schon einmal abgestiegen. Weshalb?
«Dafür gibt es natürlich immer Gründe. Ich war damals einer der jüngsten Trainer der 2. Bundesliga und habe gute Arbeit geleistet. Diese Erfahrung nehme ich nun mit zu GC.»
Wie sieht es mit dem neuen Sportchef aus?
«Die Priorität lag klar auf dem Trainer. Die weitere Fokussierung liegt auf der Zusammensetzung des Trainerstaffs. Zum Sportchef gibt es News, sobald wir mehr wissen.»
Herr Stipic: Was heisst es, das Schicksal hat sie in die Trainerkarriere geschwemmt?
«Ich hatte bis 19 in den höchsten Ligen in Deutschland gespielt. All diese Energie und Wut, dass es doch nicht geklappt hat, habe ich in meine Trainerkarriere investiert. Mir gefällt es, Menschen zu motivieren und mit ihnen zu arbeiten.»
Manuel Huber
«Wir haben eine Chance mit Stipic, dass wir mit einem jungen, unverbrauchten Trainer die Situation angehen können.»
Wie wollen Sie die Mannschaft wieder in die Spur bringen?
«Es ist wichtig, dass man die Nähe zu den Spielern sucht, durch Kommunikation und Ausstrahlung. Es geht darum auch im Training Mut zu vermitteln.»
Wie sehr haben Sie sich mit Adi Hütter austauschen können?
«Ich habe nicht links und rechts gekuckt, sondern nach vorne und der Aufgabe hier entgegen. Ich habe mit Hütter nicht über den Schweizer Fussball gesprochen.»
Tomislav Stipic:
«Ich hatte nicht das Glück, Profispieler zu sein. Ich wollte niemals Trainer werden, aber das Schicksal hat es so gewollt. Ich bin nun 13 Jahre Trainer, und hatte eine erfolgreiche Zeit. Ich glaube, das ist viel Erfahrung für einen 39-jährigen Trainer. Ich bin stolz auf meine Vergangenheit.»
Was wissen Sie über GC, Herr Stipic? Wie kennen Sie den Schweizer Fussball?
«Man nimmt in Deutschland GC und Basel wahr. Es ist ein Verein mit viel Tradition und mit sehr emotionalen Fans. Das sind Komponenten, die mich dazu bewegt haben, diese Herausforderung anzunehmen. Die Liga kenne ich noch nicht so gut, aber ich habe mich natürlich schon mit unseren nächsten Gegnern auseinandergesetzt.»
Wie ist GC auf diesen Trainer gekommen?
Manuel Huber: «Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir das Problem lösen können. Die Resultate waren nicht gut. Wir haben die ersten Gespräche erst geführt, nachdem wir uns von Thorsten Fink getrennt haben. Tomislav war einer der vielen Kandidaten auf unserer Liste. Wir haben mit ihm viele Stunden verbracht und die Situation analysiert. Er hat die fachliche Kompetenz um den Abstieg zu verhindern. Er wird für diesen Verein kämpfen. Wichtig war auch, dass er mit dem bestehende Staff funktioniert.»
Damit ist bereits die Fragerunde eröffnet
Wer sind sie eigentlich, Herr Stipic? Weshalb sind sie der richtige, um GC vor dem Abstieg zu bewahren?
«Ich bin ein gebürtiger Kroate, mit 10 Jahren nach Deutschland gekommen. Ich bin hierhergekommen, weil ich in den Gesprächen mit GC mich selbst sein konnte. Nur dann kann ich meine beste Arbeit leisten. Viele Werte sind deckungsgleich mit dem Klub. Ich bin eines von acht Geschwistern. Ich bin bodenständig, Tradition ist mir wichtig. Vieles spricht für eine gute Zusammenarbeit.»
Tomislav Stipic
«Ich möchte hier nichts Grosses herausposaunen. Es ist auch nicht der Moment, um Versprechen abzugeben. Aber ich kann dennoch versprechen, dass von diesem Moment an alle im Klub am gleichen Strick ziehen. Wir sind blauäugig. Wir sind uns unserer Lage bewusst und wissen, was in den letzten 13 Spielen auf dem Spiel steht. Ich freue mich darauf.»
Tomislav Stipic
«Ich freue mich, dass ich hier sein kann. Ich möchte mich bei Präsident Anliker und CEO Huber für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Es fühlt sich richtig gut an. Der erste Eindruck bestätigt, was in den Gesprächen besprochen wurde.»
Stefan Anliker
«Ich fasse mich heute kurz, es geht nicht um mich. Ich freue mich, dass wir bereits heute unseren neuen Cheftrainer vorstellen können. Wir haben intensive, interessante Tage hinter uns. Mehr habe ich eigentlich gar nicht. Ich begrüsse Tomislav Stipic herzlich im Klub.»
Sie sind da
CEO Manuel Huber, Präsident Stefan Anliker und der neue Trainer Tomislav Stipic sind da.
Das sagt CEO Manuel Huber über den neuen Trainer
«Wir haben uns für eine starke, fachlich hervorragend qualifizierte Persönlichkeit entschieden. Wir brauchen in der aktuellen Situation einen Cheftrainer mit ausgeprägten analytischen Fähigkeiten, neuen Ideen und einem Höchstmass an Energie, um die Mission Ligaerhalt erfolgreich zu bestehen.»
Der neue GC-Trainer heisst Tomislav Stipic
Seit einer halben Stunde ist bekannt, dass Tomislav Stipic GC übernehmen wird. Um 14.15 Uhr beginnt die Pressekonferenz zum Amtsantritt.

48 Stunden nach der Entlassung von Trainer Thorsten Fink stellen die Grasshoppers bereits den Nachfolger vor. Die Wahl der Zürcher fiel dabei auf einen in der Schweiz unbekannten Namen: Der Deutsch-Kroate Tomislav Stipic soll den Rekordmeister vom Tabellenende der Super League wegführen und den Klassenerhalt sichern. Der Start von Stipic in der Schweiz hat dabei die höchste Schwierigkeitsstufe. Er debütiert am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen Meister und Leader Young Boys.

Stipic war zuletzt Trainer der U19-Mannschaft von Eintracht Frankfurt. Zuvor hatte er in der 3. Liga in China gearbeitet, nachdem er erste Erfahrungen im Profifussball in der 2. Bundesliga bei Erzgebirge Aue und in der 3. Bundesliga bei den Stuttgarter Kickers gesammelt hatte. Bei GC erhält er einen Vertrag bis zum Ende der nächsten Saison (2019/20). Sollten die Grasshoppers im kommenden Mai in die Challenge League absteigen, haben Klub und Trainer die Möglichkeit, den Vertrag aufzulösen.

«Mit Stipic haben wir uns füreine starke, fachlich hervorragend qualifizierte Persönlichkeit entschieden.

GC-CEO Manuel Huber

Wie aus den Zeilen des vom Klub verschickten Communiqué hervorgeht, standen die Zürcher schon länger in Kontakt mit Stipic. Bereits vor einiger Zeit seien eine «Situationsanalyse und daraus abgeleitete Handlungsoptionen» notwendig geworden. Die Wahl sei das Ergebnis einer eingehenden Prüfung und Bewertung aller möglichen Optionen, heisst es.

«Wir haben uns für eine starke, fachlich hervorragend qualifizierte Persönlichkeit entschieden. Wir brauchen in der aktuellen Situation einen Cheftrainer mit ausgeprägten analytischen Fähigkeiten, neuen Ideen und einem Höchstmass an Energie, um die Mission Ligaerhalt erfolgreich zu bestehen», wird CEO Manuel Huber zitiert. Stipic ist 39 Jahre alt. Er wurde im bosnischen Teil von Ex-Jugoslawien geboren und zog mit seiner Familie im Alter von zehn Jahren nach Deutschland. (abu/sda)

Die unendliche GC-Saga

Super League

Van Wolfswinkel über seine Hirn-OP: «Der Arzt, der das gemacht hat, ist ein Künstler»

Link zum Artikel

Der neue Globi-Band ist grausam, unzensiert und nicht jugendfrei – er war zu Gast bei GC

Link zum Artikel

Am Geburtstag seines Sohns entlässt sich Christian Constantin selbst

Link zum Artikel

8 Orte, an denen ein neues Zürcher Stadion niemanden stören würde

Link zum Artikel

Zürich stimmt erneut über Fussballstadion ab – auch das «Ensemble»-Tram soll verschwinden

Link zum Artikel

FC Luzern reicht nach Sachbeschädigungen durch Basel-Fans Anzeige ein

Link zum Artikel

Die Statistik zeigt es deutlich: Der Wintermeister müsste Basel statt YB heissen

Link zum Artikel

YB nach 0:0 Wintermeister, weil Basel an Luzern-Goalie Müller verzweifelt

Link zum Artikel

FCZ als Spielverderber für St.Gallen – Thun mit nächstem Rückschlag

Link zum Artikel

Der FCZ schlägt St.Galler und lässt deren Traum von der Tabellenspitze platzen

Link zum Artikel

Peter Zeidler über den Teamgeist des FCSG: «Mir kamen fast die Tränen»

Link zum Artikel

Prädikat ungenügend – der Schweizer Klubfussball kommt in Europa nicht vom Fleck

Link zum Artikel

Servette holt den FCZ auf den Boden der Realität zurück – klare Siege für die YB-Verfolger

Link zum Artikel

YB fügt Luzern dank Eigentor die sechste Niederlage in Serie zu – war's das für Häberli?

Link zum Artikel

Das Gespött der Nation! GC landet trotz hochkarätigem Kader in der Abstiegsrunde

Link zum Artikel

YB neuer Leader, weil Basel beim FCZ verliert – St.Gallen siegt weiter

Link zum Artikel

Heimsieg im Klassiker – dem FCZ gelingt gegen Basel ein Coup

Link zum Artikel

Luzern taucht bei Xamax – kein Sieger im Rhone-Derby

Link zum Artikel

Warum die Schweiz keine Top-Schiedsrichter mehr hat

Link zum Artikel

Wie voll sind eigentlich die Stadien? Ein Blick in Europas Fan-Kurven

Link zum Artikel

FCB-Stürmer Kemal Ademi: «Ich bete vor dem Spiel auch für den Gegner»

Link zum Artikel

Inter bodigt harmloses Dortmund ++ Barça, Liverpool und Napoli gewinnen

Link zum Artikel

Dank Traumtor an Messis Weltrekord dran – der unfassbare Lauf von Ex-YB-Stürmer Martinez

Link zum Artikel

Sympathischer als die Königsklasse: Die Schweizer Chancen in der Europa League

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Nach Spuck-Affäre: Schiedsrichter Klossner tritt Ende Jahr zurück

Link zum Artikel

Strellers Abgang beim FCB: Endgültig, und doch «nicht für immer»

Link zum Artikel

Das schlimmste Foul im Schweizer Fussball: Gabet Chapuisat zertrümmert Lucien Favres Knie

Link zum Artikel

«Kein Abschied für immer» – Marco Streller tritt aus dem Verwaltungsrat des FCB zurück

Link zum Artikel

Ex-Sion-Stürmer Kuljic aus dem Knast, aber weiter im Visier: «Habe Angst um mein Leben»

Link zum Artikel

Basel verliert Balanta – und hat einen weiteren Partnerklub an der Angel

Link zum Artikel

Der FC Basel ist neuer Leader, weil YB in Luzern Punkte liegen lässt

Link zum Artikel

Das Ende einer Ära – im Zürcher Hardturm gehen nach 78 Jahren die Lichter aus

Link zum Artikel

Grandiose Aufholjagd! Servette holt gegen Xamax noch einen Punkt

Link zum Artikel

Wie 2016 unter Hyypiä – der FCZ marschiert mit Magnin Richtung Challenge League

Link zum Artikel

Champions League, wann sehen wir dich wieder in unserem Land?

Link zum Artikel

Ex-Profi Frontino nach Rücktritt mit 29: «Der Lohn ist Horror, es ist lächerlich»

Link zum Artikel

Servette verpasst Thun eine Packung – St.Gallen triumphiert bei Spektakel gegen Lugano

Link zum Artikel

YB gewinnt gegen desolaten FCZ im Schongang – Basel siegt bei Xamax

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

48 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
zellweger_fussballgott
06.03.2019 11:06registriert November 2017
Die Frage ist nicht, wen GC holt, sondern viel eher welcher Trainer tut sich GC an (aufgrund der aktuellen Lage).
Das ist nicht despektierlich gemeint gegenüber GC, sondern ein Fakt. Als Trainer kannst du sehr viel gewinnen, wenn du den Klassenerhalt erreichst, steigst du aber ab, bist du der Trainer, der mit GC (!), dem Rekordmeister (!), abgestiegen ist.
843
Melden
Zum Kommentar
DerHans
06.03.2019 10:34registriert February 2016
Arno del Curto? Sorry ich konnte einfach nicht widerstehen
9618
Melden
Zum Kommentar
Hein Doof
06.03.2019 10:58registriert January 2019
Rolf Fringer?
Da würde sich immerhin Sion nicht mehr trauen GC zu schlagen..
794
Melden
Zum Kommentar
48

Unvergessen

Weltstar Netzer gibt sein Debüt in der NLA – und sieht gegen Karli Odermatt kein Land

14. August 1976: Die Fussball-Schweiz blickt gespannt nach Bern. Was würde Günter Netzer in seinem ersten Meisterschaftsspiel für GC hervorzaubern? Im Spiel gegen YB gelingt dem Weltstar nicht viel, aber Netzers Jahr als NLA-Fussballer ist unvergesslich.

Der FC Zürich war im Frühsommer 1976 gerade zum dritten Mal in Serie Meister geworden. Bei GC musste man also etwas unternehmen. Und was hätten die Grasshoppers unter Präsident Karl Oberholzer und dem neuen Trainer Helmuth Johannsen Besseres unternehmen können, als einen Spieler von Weltruf in den Hardturm zu holen?

Es war der Spielmacher, Stratege, «Blonde Engel mit grossen Füssen», «Rebell am Ball» und Frauen- und Autoliebhaber Günter Netzer. Alle kannten ihn von zehn Saisons bei Borussia …

Artikel lesen
Link zum Artikel