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Russlands Staatsmedien kritisieren Nachrichtenagentur Reuters



Russlands staatliches Medienunternehmen Rossija Sewodnja hat heftige Kritik an einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über eine geplante russische Einflussnahme auf die US-Wahl geäussert. «Reuters schreibt, dass sie von sieben Leuten wissen, die schwören, sie hätten einen geheimen russischen Bericht mit ihren eigenen Augen gesehen», sagte Rossija-Sewodnja-Chefredakteurin Margarita Simonjan am Freitag der Nachrichtenagentur Ria.

Russian President Vladimir Putin and Editor-in-chief of RT (Russia Today) 24-hour English-language TV news channel, Margarita Simonya, attend an exhibition marking RT's 10th anniversary in Moscow, Russia, Thursday, Dec. 10, 2015. (Mikhail Klimentyev/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Margarita Simonjan zusammen mit Vladimir Putin. Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

«Gebt Reuters einen Oscar für das beste Drehbuch. Sie haben es verdient.» Simonjan kündigte an, ihr Medienunternehmen werde einen Vertrag mit Reuters über die Lieferung von Video-Beiträgen nicht verlängern, «weil sie lügen».

Reuters hatte berichtet, dass ein Institut der russischen Regierung Insidern zufolge im vergangenen Jahr einen Plan zur Beeinflussung der US-Präsidentenwahl entwickelte. Eine Reuters-Sprecherin sagte, die Agentur halte an dem Bericht fest.

In der Meldung sagten drei amtierende und vier frühere amerikanische Behördenmitarbeiter, Ziel sei es gewesen, einen Umschwung zugunsten des späteren Siegers Donald Trump zu erreichen und das Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben. Das Russische Institut für Strategische Studien (RISS) habe zwei entsprechende Papiere verfasst. Diese Dokumente seien die Grundlage für die Einschätzung der US-Geheimdienste gewesen, wonach Russland versuchte, die US-Wahl zu beeinflussen.

Die Moskauer Forschungseinrichtung wird von hochrangigen Ex-Geheimdienstlern geleitet, die vom Präsidialamt ernannt werden. Die russische Regierung wies den Bericht als falsch zurück. (sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bronko 22.04.2017 12:39
    Highlight Highlight Des Puddels Kern liegt doch darin, dass man schon lange gern wissen möchte, ob jetzt der Trump-Clan sich bewusst mit Hilfe des russischen Geheimdienstes Wahlvorteile geschaffen hat. Nix anderes.

    Die Konkurrenz verrichtet nur ihre tägliche Arbeit.
    Der Putin im Osten (oder auch Trump im Westen) fürzlet ein bisschen medial und schon müssen wir uns irgendwo festhalten wegen des veritabel aufgebauschten Windchens. Und wir sehen dann vor lauter Bäumen irgendwann den Wald nicht mehr. So dermassen simpel funktioniert diese "Geheimstrategie" der Instabilisierung und Ablenkung. Tatsächlich.
  • rodolofo 22.04.2017 11:09
    Highlight Highlight Das wundert mich jetzt gar nicht, dass der Russisch-Geheimdienstlich-Journalistische Komplex alle Berichte über die Existenz eines Russisch-Geheimdienstlich-Journalistischen Komplexes zurückweist...
    Wenn ich ein Lügner wäre, und jemand würde zu mir sagen: "Du bist ein Lügner!"
    Was würde ich dieser Person dann wohl antworten?
    A: Ja, Du hast Recht. Ich entschuldige mich dafür
    B: Nein, Du hast Unrecht. DU bist ein Lügner. Ich aber sage die Wahrheit.
    C: Wir sind beide Lügner. Gehen wir zusammen ein Bier trinken!
    D: Ich verbreite Halbwahrheiten, bin also zum Teil ein Lügner.
    E: Hau bloss ab!
  • Echo der Zeit 22.04.2017 10:26
    Highlight Highlight Ja das ist halt schon Ärgerlich mit der Freien Presse.
  • Lord_Mort 22.04.2017 10:20
    Highlight Highlight Ich finde das immer toll, wie sich die Russen über die westliche Welt aufregen können, v.a. über die USA, sie aber dann trotzdem auf dem Bild beide auf ein Macbook starren. 😂😂 ist wohl ein russisches Modell.
    • Maett 22.04.2017 15:08
      Highlight Highlight @Lord_Mort: hä? Russland ist ja praktisch auch westlich (ich weiss, ich weiss, der Medientenor ist ein anderer, aber ich meine praktisch-ökonomisch gesehen), hat wirtschaftlich nur nicht wirklich viel Bedeutung, und kann sich deshalb auch keine Computerindustrie leisten (wie alle anderen Länder der Welt mit eben den bekannten drei Ausnahmen).

      Da regen sie sich nicht über die westliche Welt auf, sondern über Reuters. Und wer Reuters mehr vertraut als z.B. TASS tut mir leid, Medien sollte man grundsätzlich skeptisch gegenüberstehen.

      Sie sind Interessensvertreter, nichts weiter.
  • mrlila 22.04.2017 08:17
    Highlight Highlight Russland hat ja sonst keine Probleme und nichts amderes zu tun.
  • walsi 22.04.2017 07:40
    Highlight Highlight Sind das die gleichen Geheimdienste die behauptet haben, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt?
    • Wilhelm Dingo 22.04.2017 08:12
      Highlight Highlight Ja, möglicherweise sogar die gleichen Personen.

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