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Wenn er wenigstens Bier-Emojis schicken würde ...
Wenn er wenigstens Bier-Emojis schicken würde ...bild: watson / shutterstock
Emma Amour

«Wie mache ich ihm klar, dass mich seine Feierabend-Biere stressen?»

04.10.2018, 10:0005.10.2018, 06:06
Liebe Emma, 

ich, w. 53 Jahre alt, bin mit jemandem zusammen, der nach der Arbeit oft zum Bier geht. Es kommt ihm dabei nicht in den Sinn, mich zu informieren, geschweige denn mich zu fragen, ob ich mitkommen will.

Wir haben mehrmals darüber gesprochen und er versteht nicht, warum das für mich ein Problem ist. Ich finde es einfach unanständig und respektlos mir gegenüber.

Es stört mich keineswegs grundsätzlich, dass er alleine weg geht, aber wenn ich Bescheid wüsste, könnte ich selber etwas abmachen. Zudem würde ich es halt einfach schön finden, wenn mein Freund mich ab und zu fragen würde, ob ich mitkommen möchte.

Nun ist diese Situation gestern wieder vorgekommen und ich bin nach nunmehr 18 Jahren dermassen wütend, enttäuscht und frustriert, dass ich im Gästezimmer geschlafen habe – und ich denke ernsthaft an Trennung.

In allen anderen Bereichen harmonieren wir, nur in diesem nicht. Was meinst du zu dieser Situation, liebe Emma, überreagiere ich hier? Soll ich den finalen Schritt wagen?

Liebe Grüsse,
Marlies

Liebe Marlies,

herzlichen Dank für deine Frage. Nenn mich eine hoffnungslose Romantikerin, aber weisst du, was ich schön finde? Nach 18 Jahren wünschst du dir immer noch, dass dich dein Freund hie und da in sein Umfeld integriert. Logisch sollte das normal sein, ist es aber oft nicht.

Ich kenne Beziehungen, bei denen schon nach zwei, drei Jahren die Luft raus ist und die «Liebenden» froh sind, wenn «die Alte» oder «der Alte» nach Feierabend möglichst lange nicht nach Hause kommen.

Du und dein Partner aber harmonieren schon seit 18 Jahren Seite an Seite. Das ist schön. Und wertvoll. Meiner Meinung nach zu schön und zu wertvoll, um die Beziehung zu beenden, weil er es in Sachen Apéro nicht – oder noch nicht – auf die Reihe kriegt.

Ich will deinen Freund nicht in Schutz nehmen. Im Gegenteil. Ich verstehe dich. Ich wäre auch genervt. Das Problem scheint hier aber nicht primär das Feierabendbier per se zu sein, sondern die Fehlkommunikation.

Hier geht es wohl nicht anders, als ihm deine Erwartungen ganz klar zu kommunizieren und klare Abmachungen zu vereinbaren. Vielleicht einigt ihr euch drauf, dass er dir, wenn er ins Feierabendbier geht, jeweils vorher einfach nur ein Bierkrug-Emoji per WhatsApp schickt. Das geht schnell, ist klar und nicht umständlich.

Was dann aber immer noch bleibt, ist dein Wunsch, dass du gerne hie und da dabei wärst. Frag ihn doch einmal, warum er dich nie in seine Runde einlädt? Kann es sein, dass er lieber alleine mit seinen Arbeitskollegen sein will, weil die alle auch ihre Partner nicht dabei haben? Er sich aber nicht traut, dir das genau so zu sagen?

Hier könntet ihr eventuell einen anderen Ansatz finden. Wie wäre es, wenn ihr euch mindestens einmal unter der Woche bewusst einen Abend reserviert, der nur für euch beide ist. Da könntet ihr Znachtessen gehen, ins Kino, ins Museum oder einfach ein bisschen spazieren. Eigentlich ist es total egal, was ihr macht. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass ihr euch bewusst Zeit füreinander nehmt. Gut möglich, dass dich dann seine Feierabendbiere noch weniger stressen.

Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr das Problem in den Griff kriegt und ganz viele weitere Jahre glücklich Seite an Seite verbringt.

Herzlichst,

Und was würdest du Marlies antworten?

Alte Liebe rostet nicht!

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Und falls man sich beim Tête-à-Tête mit dem Schatz einen ausgefallenen Drink bestellen will: So spricht man die Name richtig aus!

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

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Dann schick sie per Mail an Emma: emma.amour@watson.ch

Emma Amour ist ...
... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.bild: shutterstock/unsplash/watson

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