Schweiz
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Journalisten verfolgen die Volksinitiative

62 Prozent wollen laut einer Umfrage die SRG-Gebühren auf 200 Franken senken.  Bild: KEYSTONE

Nur die SVP-Wähler stimmten mehrheitlich für die No-Billag-Initiative



Die vom Stimmvolk klar verworfene No-Billag-Initiative hat gemäss einer Abstimmungsanalyse einzig bei den SVP-Wählenden eine Mehrheit gefunden. Eine Mehrheit äusserte sich in der Befragung zudem für eine Reduktion der Gebühren auf 200 Franken.

Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Nachabstimmungsanalyse von Tamedia zieht sich die sehr starke Ablehnung der No-Billag-Initiative praktisch durch alle Untergruppen.

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Video: Peter Blunschi, Nico Franzoni, Angelina Graf

Die Zustimmung zur Initiative betrug bei SVP-Wählenden 55 Prozent. Alle anderen Parteien lehnten das Volksbegehren ab, am deutlichsten die SP, wo gemäss der Analyse nur gerade neun Prozent ein Ja in die Urne legten.

Etwas höher als im Mittel lag die Zustimmung mit 34 Prozent auch in der Altersgruppe der 35- bis 49-jährigen sowie bei Stimmenden, die generell ein sehr geringes Vertrauen in den Bundesrat haben und sich weit rechts positionierten. Bei der Landbevölkerung stimmten 31 Prozent der Befragten Ja, bei den Städtern 27 Prozent und in den Agglomerationen 25 Prozent.

Mehrheit für 200-Franken-Gebühr

Bei den Zusatzfragen sagten 62 Prozent Ja oder eher Ja für eine Senkung der Radio- und Fernsehgebühren auf 200 Franken. 30 Prozent sprachen sich dagegen oder eher dagegen aus, acht Prozent äusserten sich nicht.

58 Prozent äusserten sich eher oder klar dagegen, dass sich die SRG künftig auf einen Sender pro Sprachregion und Medium begrenzt. Ja oder eher Ja sagten zu dieser Frage 37 Prozent der Befragten.

Eher Nein oder Nein antworteten 72 Prozent der Befragten auf die Frage, ob die SRG künftig ganz auf Fernsehwerbung verzichten soll. Lediglich 25 Prozent äusserten sich klar oder eher für einen Verzicht der Fernsehwerbung. Eine Mehrheit von 56 Prozent sprach sich zudem dagegen aus, dass private Online-Medien Gelder aus dem Gebührentopf erhalten sollen.

Die Resultate der Abstimmungsanalyse basieren auf 16'868 nach demographischen, geographischen und politischen Variablen gewichteten Antworten von Umfrageteilnehmenden. Die Umfrage war am 2. und 3. März online. Der maximale Stichproben-Fehlerbereich wird mit plus/minus 1,9 Prozentpunkte angegeben, kann bei Subanalysen aber auch höher liegen. (sda)

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Idealist3000 06.03.2018 10:44
    Highlight Highlight Das ist schockierend und absolut nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet die "Heimat- und Bauernpartei" einer Abschaffung des Schweiz. Radio-und TV Programmes zustimmt ! Offenbar haben es die Demogogen dieser Partei geschafft, die sog. Parteibasis mit ihren egoistischen Scheinargumenten zu überzeugen. Wir sollten auch mal über die mit Zwangsabgaben (Steuern) finanzierten Direktzahlungen an die Bauern ... Parteibasis der SVP... abstimmen können.
    • Skip Bo 06.03.2018 12:29
      Highlight Highlight Haben dann FDP,CVP,BDP, Grünen wählende Landwirte (gibt es, >50%) trotzdem Anspruch auf DZ?
  • Richu 06.03.2018 10:32
    Highlight Highlight Überraschend ist für mich die Tatsache, dass in der in diesem Artikel erwähnten Umfrage 62% für die Reduzierung der Fernseh- und Radiogebühren auf Fr. 200.- sind!
    Aus meiner Sicht sollten nun im Parlament folgende Varianten der "Billag-Gebühren" diskutiert werden:
    a) Fr. 365.- wie vom Bundesrat beschlossen,
    b) Fr. 300.-
    c) Fr. 200.-
  • hävi der spinat 06.03.2018 08:05
    Highlight Highlight Wieso sollte die SP auch gegen Ihr eigenes Presseorgan voten?
    • phreko 06.03.2018 10:33
      Highlight Highlight Damit man SF bi de lüüt, Schlagersendungen, das Schwingen und das Jassen loswird.
    • Lamino 420 06.03.2018 10:54
      Highlight Highlight Kannst du das auch mit Fakten darlegen? Oder nicht?
    • HabbyHab 06.03.2018 12:01
      Highlight Highlight Weil die Landfrauenküche ja sicher viele SP-ler anspricht.. und Jasssendungen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 06.03.2018 07:39
    Highlight Highlight Das sind die diejenigen, welche den Samschtigs-Jass schauen, oder? Chume nüme druus.
    • #bringhansiback 06.03.2018 10:26
      Highlight Highlight Es ist immer wieder erstaunlich wie die SVP es schafft, ihre Basis dazu zu bringen, gegen ihre eigenen, persönlichen Interessen zu stimmen.

      Und mich stimmt das nachdenklich, sehr nachdenklich.
    • Pisti 06.03.2018 12:46
      Highlight Highlight Den Samschtig Jass kann genauso gut 3+ oder Tele Züri senden, bei den Einschaltquoten durch Werbung finanziert.
      Wo stimnen die SVP-Wähler also gegen ihre eigenen Interessen?
      SRG konsumieren scheint dem Denkvermögen eher zu schaden. 🙄
    • Scott 06.03.2018 13:51
      Highlight Highlight Es ist immer wieder erstaunlich, wie es links-orientierte Menschen schaffen ihre eigenen persönlichen Vorurteile zu pflegen und zu kultivieren.

      Erstaunlich ist das nicht, stimmt aber nicht weniger nachdenklich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ujay 06.03.2018 07:37
    Highlight Highlight ...Mehrheit für 200 Fr....gehe nächstes mal in die Metzgerei und offeriere für das Kalbsfilet 10 Fr./Kg🙄
    • Scott 06.03.2018 12:37
      Highlight Highlight Was, wenn sich das Kalbsfilet als gehacktes Schweinefleischerzeugnis heraus stellt?
  • rodolofo 06.03.2018 07:09
    Highlight Highlight Das ist doch typisch:
    Wenn KonsumentInnen nach ihren Wünschen befragt werden, dann sollen die Produkte gleichzeitig möglichst günstig UND qualitativ super-gut sein!
    Nach der massgeblich durch die Migros-Bewegung (mit Gottlieb Duttweiler an der Spitze) geprägten Ära des Quantitativen Wachstums, bei dem die Grundversorgung der Bevölkerung gesichert wurde, treten wir jetzt ein in die Ära des Qualitativen Wachstums, mit der Ausdehnung des Bio/Fair Trade-Segments.
    Immer mehr Menschen begreifen, dass gute Qualität langfristig günstiger ist, auch bei den Medien!
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