Schweiz
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A woman holds a sign that reads

In den USA manifestiert sich das libertäre Gedankengut unter anderem in der Tea-Party-Bewegung. Bild: AP

Warum der libertäre Traum vom Leben ohne Staat an der Realität scheitert

Die Libertären sind in der Schweiz politische Randfiguren. Dank der Abstimmung vom 4. März stehen sie im Rampenlicht. In der Realität taugt ihre staatsfeindliche und marktgläubige Gesinnung nichts.



Sie bezeichnen sich als libertär, und sie haben einen Feind. Es ist der Staat, der sie an der freien Entfaltung hindert und sich erst noch erfrecht, ihnen ans Portemonnaie zu gehen. Denn Steuern sind für Libertäre Diebstahl. Das tönt verlockend, ist aber in keinster Weise mehrheitsfähig. Politisch sind die Libertären selbst in der als eher liberal geltenden Schweiz unbedeutend.

Die breite Öffentlichkeit nahm sie bislang kaum zur Kenntnis. Nun aber stehen die Libertären unvermittelt im Rampenlicht. Bei beiden Vorlagen, über die am 4. März abgestimmt wird, spielen sie eine Schlüsselrolle. Die No-Billag-Initiative wurde aus ihren Reihen lanciert. Ausserdem bekämpfen sie die neue Finanzordnung 2021, die dem Bund das Recht gibt, Steuern zu erheben.

Der Kampf gegen den «räuberischen» Staat ist eine Triebfeder des Libertarismus. Seine Strömungen reichen vom Anarcho-Kapitalismus, der den Staat grundsätzlich ablehnt, über den «Nachtwächterstaat», der sich auf den Schutz von Mensch und Eigentum beschränkt, bis zu Befürwortern einer minimalen staatlichen Versorgung in Bereichen wie Bildung und Gesundheit.

Der Markt ist die Lösung

Das Misstrauen, ja die Abneigung gegen den Staat geht einher mit der Überzeugung, dass der Markt für alle Probleme die richtige Lösung findet, sofern ihm keine «Fesseln» angelegt werden. Dabei orientieren sich die Libertären an der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, zu deren führenden Vertretern Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek gehören.

Es erstaunt nicht, dass die Libertären ein zwiespältiges Verhältnis zur Demokratie haben. Die 2014 gegründete Unabhängigkeitspartei (UP) betont auf ihrer Website, «dass eine Entscheidung nicht unbedingt moralisch richtig ist, nur weil sie demokratisch getroffen wurde». No-Billag-Initiant Olivier Kessler zitiert in seinem Blog den deutschen Ökonomen Roland Baader: «Das einzig wahre Menschenrecht ist das Recht, in Ruhe gelassen zu werden.»

In die Raucherbar aus Prinzip

Wie das in der Praxis aussieht, konnte der «Tages-Anzeiger» bei einer Begegnung mit drei UP-Vertretern erfahren. Sie fand in einer Raucherbar in Zürich statt, die ihnen als Stammlokal dient – obwohl alle drei Nichtraucher sind. Sie tun es aus Prinzip: Das durch einen Volksentscheid eingeführte Rauchverbot betrachten sie als unzulässige Einmischung in die persönliche Freiheit.

Als Rauchen noch als vornehm galt

Weder den Journalisten noch den Libertären scheint die Ironie dieser Konstellation aufgefallen zu sein. Rauchverbote sind letztlich die Folge eines krassen Marktversagens in der Schweizer Gastronomie. Die Zahl der Nichtraucher nahm im Lauf der Zeit stetig zu, bis sie deutlich grösser war als jene der Raucher. Die Wirte aber ignorierten diesen Trend standhaft.

Bauch statt Kopf

Sie orientierten sich weiter am tabakaffinen Gast, der angeblich mehr konsumierte, wenn er beim Feierabendbier seine Zigi oder seinen Rössli-Stumpen paffte. Die Nichtraucher wurden in enge Stübli oder dunkle Ecken verbannt, wenn es überhaupt eigene Bereiche für sie gab. Das stank ihnen im wahrsten Sinne des Wortes, und sie wehrten sich mit Verbotsinitiativen.

Es war die Quittung dafür, dass die von den Libertären gepriesene Selbstregulierung des Marktes versagt hat. Dafür müssten alle Menschen streng rational ticken. In der Realität ist das Gegenteil der Fall. Der Mensch ist ein irrationales Wesen, das häufig mehr auf den Bauch als auf den Kopf hört. Wie die Wirte, die sich an das vermeintlich lukrative Geschäft mit den Rauchern klammerten.

Ein weiteres und heikles Beispiel ist der Sozialstaat. Gemeinhin gilt die Maxime, dass er für den Zusammenhalt der Gesellschaft eine zentrale Rolle einnimmt. Für Libertäre jedoch soll private Wohltätigkeit einspringen, bis ein Mensch wieder auf eigenen Füssen stehen kann. Ein Verfechter dieses Konzepts ist Robert Nef, der ehemalige Leiter des Liberalen Instituts in Zürich.

ARCHIV – ZUR UEBERDURCHSCHNITTLICHEN ZUNAHME DER SOZIALFAELLE IN DER SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - People look at forms at a counter in the counter hall of the social center Albisriederhaus on Albisriederstrasse in Zurich, Switzerland, on March 31, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Viele Menschen tun sich schwer mit dem Gang aufs Sozialamt. Bild: KEYSTONE

Der vom Wohlwollen anderer abhängige Mensch sei in einer offenen, auf Marktwirtschaft und Privatautonomie beruhenden Gesellschaft nicht verloren, schrieb Nef kürzlich in einem Beitrag für die NZZ: «Normal empfindende Menschen ahnen nämlich auch ohne staatlichen Zwang, dass es sich lohnt, Wohlwollen anzubieten, um es möglicherweise im gleichen Umfeld auch einmal beanspruchen zu können.»

Armutsrisiko wird verdrängt

So weit die libertäre – oder radikalliberale – Theorie. In Wirklichkeit handelt der Mensch auch in diesem Bereich kaum «normal», sondern eben irrational. Er glaubt, irgendwann reich zu werden – weshalb linke Umverteilungs-Initiativen meist deutlich abgelehnt werden – und verdrängt, dass der soziale Abstieg nicht weniger wahrscheinlich ist. Deshalb ist nur bedingt bereit, selber Hilfe zu leisten.

Natürlich können wohltätige Stiftungen einspringen. Doch auch dabei kommt dem Menschen seine Irrationalität in die Quere. Viele tun sich schwer damit, Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen im Alter zu beanspruchen, obwohl sie einen gesetzlichen Anspruch darauf haben. Die Vorbehalte, bei privaten Organisationen um «Almosen» betteln zu müssen, dürften noch grösser sein.

Wissen ist nicht gleich handeln

Der Versagen der libertären Ideologie zeigt sich besonders deutlich beim Thema Organspenden, einem Bereich, in den sich der Staat (bislang) kaum einmischt. Theoretisch müssten wir alle einen Spenderausweis haben, weil jeder und jede irgendwann auf ein neues Herz oder eine neue Niere angewiesen sein könnte. Die Spendebereitschaft in der Schweiz ist aber bedenklich tief.

ZUR HEUTE VORGESTELLTEN KAMPAGNE DES BUNDESAMTES FUER GESUNDHEIT «REDE UEBER ORGANSPENDE» STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 6. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Die Box mit dem Spenderherz wird im Operationssaal des Kinderspitals Zuerich aus der Kuehtruhe genommen, aufgenommen am Dezember 2011 in Zuerich. Es ist in der Schweiz die zweite Herztransplantation an einem Kind im ersten Altersjahr. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Obwohl der Mangel an Spenderorganen bekannt ist, verdrängen viele, dass sie selbst eines benötigen könnten. Bild: KEYSTONE

Dabei zeigt eine repräsentative Umfrage von Swisstransplant, dass wir das Problem durchaus erkannt haben. 91 Prozent der Befragten sind gegenüber Organspenden grundsätzlich positiv eingestellt. 89 Prozent wissen, dass es in der Schweiz nicht genügend Spenderorgane gibt. Nur etwa die Hälfte aber äusserte in der Umfrage die Bereitschaft, selber Organe zu spenden.

Eine schöne Utopie

Die andere Hälfte hat sich demnach noch nicht mit dem Thema befasst. Oder sie hat es verdrängt. Einmal mehr blenden wir aus, dass wir betroffen sein könnten. Stattdessen leiten uns irrationale Ängste, etwa dass man uns eine Niere entnimmt, wenn wir noch nicht «richtig» tot sind. Die Zeche zahlen die Menschen auf der Warteliste, die auf ein Spenderorgan hoffen. Häufig vergebens.

Es gäbe unzählige Beispiele, in denen der Libertarismus an der menschlichen Natur scheitert. Neben der Vedrängung von Risiken spielt dabei auch Bequemlichkeit eine wichtige Rolle. Denn der freie Markt ist anstrengend, was die Attraktivität von staatlichen Dienstleistungen zusätzlich erhöht.

Viele Libertäre sind überzeugt, dass man nur den Staat abschaffen oder zurückfahren muss, damit wir zur Vernunft kommen. Die Vorstellung einer zwanglosen Gesellschaft, in der die Menschen alles friedlich untereinander regeln, ist jedoch eine schöne Utopie. In der irrationalen Realität dürfte das knallharte Recht des Stärkeren herrschen.

Mitschuldig am grössten Marktversagen

Häufig handeln Libertäre selber inkonsequent. Das Paradebeispiel ist Ayn Rand. Die russisch-amerikanische Autorin ist eine Art Säulenheilige des Libertarismus in den USA. Sie propagierte den Nachtwächterstaat und lehnte staatliche Hilfe für Arme, Alte und Kranke ab. Als Rand selber alt und an Lungenkrebs erkrankt war, nahm sie die staatlichen Wohltaten sehr wohl an.

FILE - This 1962 file photo Ayn Rand, Russian-born American novelist, is photographed in New York with Grand Central Terminal in the background.  A Rand novel written, temporary shelved and later published as a play is finally being released in its original form. The New American Library, an imprint of Penguin Random House, announced Thursday, Dec. 4, 2014,  that Rand's

Ayn Rand lehnte den Sozialstaat ab und beanspruchte ihn im Alter selbst. Bild: AP/AP

Einer ihrer Gefolgsleute war Alan Greenspan, der frühere Chef der US-Notenbank FED. Mit seiner Tiefzinspolitik trug er wesentlich zum aufgeblähten Immobiliensektor und damit zur Finanzkrise von 2007 bei, von der sich die Welt nur mühsam erholt hat. Mit seinem libertären Marktvertrauen war Greenspan mitschuldig am grössten Marktversagen der jüngeren Geschichte.

Warum übt der Libertarismus trotzdem eine unausrottbare Faszination aus, obwohl er beim Realitätscheck hochkant durchfällt? Es sind vorwiegend junge und erfolgreiche Menschen, die sich davon verführen lassen. Sie halten sich für unverwundbar und sehen den Staat deshalb nur als lästiges Hindernis bei ihrer Selbstentfaltung. Damit ticken sie selber ganz schön irrational.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ThePower 02.02.2018 21:55
    Highlight Highlight Stimme dem Artikel zu, bis auf den Punkt mit den rauchfreien Lokalen. Hätte ja schon vorher die Möglichkeit gegeben, NR-Beizen zu betreiben. Nur hat das fast niemand gemacht, warum sieht man gut: seit den Rauchverboten ist ausgehen einfach nicht mehr so gemütlich wie früher: man muss sich entweder in ein häufig überfülltes Fumoir zwängen oder es ist ein ständiges "Glöif" nach draussen und zurück, wobei man nicht immer das Getränk mitnehmen kann. Das alles dürfte sich kaum Positiv auf den Konsum auswirken. Also haben die Wirte wohl schon zurecht Umsatzeinbussen befürchtet.
    • Nocciolo 03.02.2018 01:26
      Highlight Highlight Also ich gehe nicht mehr oder weniger in den Ausgang seit dem Rauchverbot, bin aber immer froh, dass meine Kleider nicht mehr stinken am nächsten Morgen.
  • So en Ueli 02.02.2018 19:55
    Highlight Highlight Besser hätte man den libertären Schwachsinn, der im Moment so hoch gejubelt wird nicht beschreiben können. Weder das eine noch das andere Extrem funktionieren. Daher ist ein gut funktionierender Staat essentiell. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig davon. The sweep spot ist gesucht.
  • rodolofo 02.02.2018 09:57
    Highlight Highlight Die Wunschvorstellung von einem "Schwachen bis nicht vorhandenem Staat" mit angeblich grenzenloser Freiheit für seine BürgerInnen, ohne alle diese mühsamen Regulierungen und "Zwangsabgaben" ist ein in Rechts-Revolutionärs-Hirnen ausgehecktes "Wolkenkukuksnest", dessen Realität aber "3.Welt" heisst.
    Alle können das dort genau beobachten und studieren, dann zurück kommen und uns sagen, ob sie sowas immer noch wollen...
    Woher genau kommen jetzt noch alle diese Flüchtlinge?
    Ach ja richtig: Aus Libertären "Paradiesen" (Vorhöllen) ohne funktionierende Staaten und ohne deren Institutionen!
    • rodolofo 02.02.2018 13:07
      Highlight Highlight Ich bevorzuge ja keine "Linken" Staaten, obwohl ich mich selber als Teil der "Linken" sehe, sondern einen Demokratischen, modernen Staat, mit einer rechten Seite, einer linken Seite und einer Mitte im Übergang zwischen den zwei mehr oder weniger symmetrischen Hälften.
      Und ob in diesen Staaten Rechtsverkehr herrscht und auf der linken Überholspur schnell gefahren wird, oder umgekehrt, wie bei den verrückten Engländern, ist für mich nicht so entscheidend.
  • JoeyOnewood 02.02.2018 08:21
    Highlight Highlight Einer der klugsten Artikel, den ich auf Watson in der letzten Zeit gelesen habe. Er gibt mie Hoffnung (für Watson). Bitte mehr davon. Danke Herr Blunschi.
  • Klaus07 01.02.2018 19:17
    Highlight Highlight Das System der Libertären versagt genau so wie das System eines Sozialistischen Staates. Das Problem ist nicht das System, beide funktionieren in der Theorie. Das Problem ist der Mensch und seine Charaktereigenschaften wie Neid etc. Im Libertären System, werden Tätigkeiten die nur wenige Einnahmen versprechen keine Anbieter finden, bei Monopolisten dafür extrem teuer. Im Sozialistischen fehlen die Anreize zum Arbeiten, warum soll ich meine Freizei opfern um eine Firma zu gründen, wenn andere die nichts tun gleich viel erhalten. Der goldene Weg liegt irgendwo dazwischen.
  • IchSageNichts 01.02.2018 17:53
    Highlight Highlight Zum beitrag: Ich befürworte das Rauchverbot sehe aber darin kein Marktversagen. Wieso gab es nicht mehr Nichtraucherbeizen? Wirte sind ja super innovativ und es gibt alle möglichen Beizen: Thai, Fondue, Bar etc. Heisst der Markt spielt dort sicher! Ich glaube eher dass es sich nicht gelohnt hat. Jetzt müssen alle und dann gehts auch.

    Ich glaube wir sollten aufpassen nicht noch mehr Freiheit aufzugeben. Ich finde es bedenklich wenn sich Lobbying für Firmen mehr lohnt als Forschung&Innovation. Je mächtiger der Staat desto mehr wollen Firmen zu ihrem Vorteil regulieren ( Marktabschottung usw.)
  • Blutgrätscher 01.02.2018 17:50
    Highlight Highlight Drei Nichtraucher gehen aus Prinzip in eine Raucherbar, weil sie fest davon überzeugt sind, dass der Markt von rationalen Akteuren bestimmt wird.
    Da musste ich schon ziemlich lachen.
    • Midnight 01.02.2018 23:11
      Highlight Highlight Stinkt schon ein bisschen... und ich rede jetzt nicht nur vom Zigirauch.
  • undduso 01.02.2018 17:33
    Highlight Highlight Wie sagte der Republikaner Oliver Wendell Holmes so schön: "Ich zahle gerne Steuern. Mit ihnen kaufe ich mir Zivilisation."
    • rodolofo 02.02.2018 10:14
      Highlight Highlight Da muss ich jetzt doch ein (Linkes) Veto einlegen!
      Unser heutiger Staat entspricht halt auch nicht unseren theoretischen Idealvorstellungen.
      Da die Unterschicht aus Leuten mit sehr mangelhafter Allgemeinbildung besteht, die noch dazu wegen ihrer hohen Arbeitsbelastung weder Zeit noch Lust haben, dieses Manko durch Nachholungskurse und Training in Medienkompetenz aufzuholen und diese Unterschicht noch dazu aus sehr vielen nicht stimm- und wahlberechtigten AusländerInnen besteht, wird "unser" Staat von Reichen und Super-Reichen und deren Lobbies und Partikular-Interessen beherrscht... :(
    • rodolofo 02.02.2018 13:12
      Highlight Highlight Mit Deinem Namen gehörst Du anscheinend auch zu "Reingeholten"...
      Ich würde die Erntehelfer aus Rumänien und Bulgarien nicht deswegen gering schätzen, weil sie sich bei ihrer Arbeit bücken müssen und sich dabei auch dreckig machen!
      Diese Menschen sind nicht weniger wert, als Du, der sich anscheinend als "Herrenmensch" fühlt!
      Wer bist Du?
      Für mich bist DU genau der, den Du verachtest!
    • SemperFi 02.02.2018 18:34
      Highlight Highlight @Ni Hao: Wer nicht einmal einfache deutsche Rechtschreibung beherrscht, sollte sich hüten, andere als unqualifiziert und ungebildet zu bezeichnen. Er könnte sich sonst lächerlich machen.
  • Gzuz187ers 01.02.2018 16:53
    Highlight Highlight Dasselbe wie mit dem Kommunismus, der perfekte Kommunismus würde mit perfekten Menschen funktionieren, aber leider sind wir „normale“ Menschen mit Gier, Angst und Geiz.
    • Liselote Meier 01.02.2018 19:23
      Highlight Highlight Eine Frage der Sozialisation.
      Ein auf Konkurrenz basierendes System, reproduziert logischer weise Eigenschaften wie Gier und Geiz, da es schlicht einen Vorteil verschafft und man damit aufsteigt und mehr bekommt.

      Kommunismus braucht vorbedinungen.

      Mindeslöhne, BGE, mehr Ferien etc. je mehr davon verwirklicht je greiffbarer.

      Wenn damit aufgewachsen wärst, dass man mit jeder Arbeit über die Runden kommt, hättes schon mal weniger Angst, und dadurch auch sicherlich weniger Gierig, andere Sozialisation.






    • Simonetta 01.02.2018 23:08
      Highlight Highlight Hängt von der Definition für "perfekt" ab.
      Bezüglich Kommunismus hiesse das vorallem, dass alle Menschen gleichviel leisten, gleichviel und alle dasselbe benötigen müssten, alle derselben Meinung und alle gleich verschwenderisch sein müssten und überhaupt in allem den identischen Lebenswandel führen müssten.
      Das ist erstens absolut unmöglich in einer Welt, wo nicht einmal Zwillinge zwei identische Leben führen, und zweitens ist es überhaupt keine wünschenswerte Utopie. Es wäre die totale und totalitäre Absenz jeder Freiheit, jeder Menschlichkeit.
    • Nick Name 02.02.2018 14:10
      Highlight Highlight Liselote Meier, so sehr ich auch wünschte, Sie möchten rechthaben: Gehen Sie schon nur in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück. Warum wohl haben wir uns gesellschaftlich so entwickelt, wie wir uns entwickelt haben...? Ich denke, es ist blauäugig zu sagen, Gier, Angst und Geiz seien bloss eine Frage der Sozialisation. Wir alle haben einen Urinstinkt: Überleben. Und Zutaten davon sind nun mal auch diese Eigenschaften.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 01.02.2018 16:06
    Highlight Highlight Kauft ne kleine Insel und probierts aus... aber bitte bleibt dann auch dort und kommt nicht wieder.
  • FrancoL 01.02.2018 16:04
    Highlight Highlight Peter Blunschi:
    "Das tönt verlockend, ist aber in keinster Weise mehrheitsfähig"
    Dies hat null und nicht mit mehrheitsfähig zu tun. Das ist ein klares Verkennen unserer Gesellschaft und vor allem mit dem MUSS dem Menschen einen Schutz zu bieten und der Marktwirtschaft wenigstens einen kleine Rahmen zu setzen. Lässt man den Schutz (und damit meine ich nicht die Polizei und das Militär) fallen wird unsere Gesellschaft zerschmettert. Lässt man noch dazu dem Markt noch mehr freien Lauf dann geht der Abbau noch schneller.
    Wie kann man also dies als verlockend bezeichnen?
    • Peter 01.02.2018 18:31
      Highlight Highlight Viele fluchen über die Steuern, aber sie anerkennen ihren Sinn. Darum ist die Idee verlockend, aber nicht mehrheitsfähig. Ich denke, ich habe dies im Artikel ziemlich deutlich gemacht.
  • Simonetta 01.02.2018 15:27
    Highlight Highlight Freiheit ist, wenn keiner Dich zu Deinem Glück zwingt.
    • Midnight 01.02.2018 23:16
      Highlight Highlight Was heisst "zwingen"?Ja, die Frage klingt banal, aber die Antwort ist gar nicht so einfach...
    • Simonetta 02.02.2018 09:29
      Highlight Highlight @Midnight
      Zwingen heisst, dass man sich nicht frei entscheiden kann, dass man bestraft wird, wenn man sich dem Zwang nicht beugt, oder dass man unter Anwendung physischer Gewalt einer bestimmten Behandlung ausgesetzt wird (z. B. Festnahme durch die Polizei, Zwangsmedikation in Psychiatrien, Zwangsversteigerungen,-pfändungen, -räumungen, etc.).
      Warum sollte das nicht einfach zu verstehen sein?
    • rodolofo 02.02.2018 10:16
      Highlight Highlight Und was ist mit der Freiheit für die Leute, die Dich zu etwas zwingen wollen?
      ...
      Na, macht es bei Dir jetzt "Klick"?
    Weitere Antworten anzeigen
  • happybeast 01.02.2018 15:25
    Highlight Highlight Funktionieren systematische Überzeugungen nach alten und teils totalitären Lehren wie Liberalismus, Sozialismus, Kapitalismus oder Religion noch? Denke eher nicht. Ich sehe die Zukunft in einem Wertekonstrukt, das sich nach kosmopolitischem Liberalismus vs. Populismus und wirtschaftlicher Linke vs. wirtschaftlicher Rechter richtet.
    https://www.google.ch/search?q=heuristic+model+of+party+competition+in+western+society&safe=active&dcr=0&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi_k4S79YTZAhVE46QKHTKBAFoQ_AUICigB&biw=1920&bih=986#imgrc=tGd4mu8RVER2qM:&spf=1517495019238
  • meine senf 01.02.2018 14:58
    Highlight Highlight «Das einzig wahre Menschenrecht ist das Recht, in Ruhe gelassen zu werden.»

    Mir sind eigentlich Sachen wie Bildung für alle (unabhängig von Familien-Geld), Demokratie, Gesundheit für alle, Strassen, Bahnstrecken usw.) wichtiger.

    Wenn man Ruhe vor dem Staat (und viele Waffen, das wollen die doch sicher auch) will, kann gerne nach Somalia emigrieren. Merkwürdigerweise sind die undankbaren Menschen dort an dieser Situation nicht glücklich.

    Das ist auch das, was ich bei den Links-Anarchisten nie verstehe.
  • René Obi (1) 01.02.2018 14:31
    Highlight Highlight Neulich irgendwo gelesen: "Ich zahle gerne Steuern. Ich kaufe mir damit Zivilisation."
    • Menel 01.02.2018 15:57
      Highlight Highlight Der Spruch ist wirklicht gut 👍
    • IchSageNichts 01.02.2018 17:56
      Highlight Highlight Dann zieh doch nach Deutschland... Steuern ja aber wieso läufts bei uns gerade so gut wie in unseren Nachbarländer obwohl wir tiefere Steuern haben.
      Der Spruch ist etwa so gut wie der Spruch Steuern sind Diebstahl.
    • Midnight 01.02.2018 23:19
      Highlight Highlight "Steuern ja aber wieso läufts bei uns gerade so gut...".

      Sag das mal den Bewohnern der Kantone Bern und Luzern. Mal schauen, ob die auch deiner Meinung sind.
  • c_meier 01.02.2018 14:02
    Highlight Highlight Interessante Doku zum extrem "freien Markt" ennet dem Teich von ORF...

    Familien, die in 1-Zimmer-Motels an der Strasse zum DisneyLand leben oder gar in Zeltstätten. Trotz 18 Stunden-Schichten in 2 Jobs (!) können sie sich keine Wohnung leisten

    Sad....
    Play Icon
    • Simonetta 01.02.2018 15:34
      Highlight Highlight Die Arbeitnehmer könnten sich organisieren und höhere Löhne durchsetzen. Das konnten sie in der Vergangenheit immer wieder.
      Aber scheinbar ist es heutzutage bequemer, am Busen von Mama Staat zu nuckeln, als sich mit seinesgleichen zusammenzutun und ein Arbeiskräftemonopol zu bilden, an dem die Arbeitgeber nicht vorbeikommen.
      Freiheit heisst Verantwortung übernehmen, heisst in diesem Falle, zusammen mit Gleichgesinnten für die eigene Sache einzustehen und zu kämpfen bis zum Sieg, koste es was es wolle.
    • Richu 01.02.2018 15:39
      Highlight Highlight @c-meier: Es gibt aber auch wesentlich besser Beispiele in den USA. So beispielsweise im Bundesstaat Kalifornien. Vor fast 2 Jahren, am 29.03.2016 konnte man auf Spiegel ONLINE lesen: "Niedrigverdiener in Kalifornien können sich auf kräftige Erhöhungen des Mindestlohns in den nächsten Jahren freuen. In Kalifornien steigt die Lohnuntergrenze schrittweise von derzeit 10 USD (Stand März 2016) auf 15 USD pro Stunde (ab 2022) erhöht."
    • FrancoL 01.02.2018 17:21
      Highlight Highlight @Simonetta: Konnten sie das früher? Wann genau ist das früher? Konnten sie das unter den Königen und Kaisern? Nein ganz und gar nicht. Sie konnten es einige Jahrzehnte lang bis die freie Wirtschaft, der freie Markt ähnliche Zustände schuf wie zu Königs und Kaiserzeiten die es nun weitgehend verunmöglichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adremos 01.02.2018 14:02
    Highlight Highlight "In der irrationalen Realität dürfte das knallharte Recht des Stärkeren herrschen."
    Wieso dürfte? Das hat die Geschichte der Menschheit doch schon perfekt gezeigt!
    1. Am Beginn der Menschheit gab es noch keine Staaten d.h. übergeordnete Regeln und demnach har eine libertäre Gesellschaft existiert, welche sich jedoch nicht in eine "Freie Gesellschaft" transformiert hat sondern eher ins Gegenteil
    2. In weiten Teilen des Mittelalters gabs keine wirkliche mächtige Zentralgewalt. Die Menschen waren auch da aber nicht wirklich von selbst hilfbereit und mitnichten frei!
    • Simonetta 01.02.2018 15:39
      Highlight Highlight "Im Mittelalter gab es keine mächtig Zentralgewalt."
      Es gab also keine Könige und Päpste und keinen Adel, die bis in's kleinste Detail jedem Untertanen und Leibeigenen vorschrieben, was er zu tun und zu lassen und zu glauben hatte?
      Wenn ja, dann sind Du und ich nicht identischen Paralleluniversen zuhause.

      Zudem: Das Recht des Stärkeren ist nicht "in der irrationalen Realität" zu finden, sondern überall im ganz realen Alltag.
    • FrancoL 01.02.2018 17:26
      Highlight Highlight @Simonetta: Im Mittelalter waren Macht und Staat identisch, oder möchtest Du mir da widersprechen? Heute sind es 2 getrennte Mächte wobei zunehmen die Wirtschaft den Staat überflügelt und an den Rand des Ruins bringt.

      Wenn ich so Deine Post lese bin ich mir nicht so sicher wer da irrational argumentiert.
    • Uranos 01.02.2018 18:55
      Highlight Highlight @Simonetta hmm, guter Punkt. Würde man heutzutage den Staat abschaffen, würde sich wohl bald eine Ersatzordnung breit machen. Vielleicht wäre es kein König im klassischen Sinn. Vielleicht wäre es die Marktmacht eines grossen Konzerns, der unser Leben dann diktieren könnte. Oder diejenigen, die unsere Ressourcen kontrollieren. Auf jeden Fall gefällt mir der Gedanke daran nicht besonders.
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  • Tscheggsch? 01.02.2018 13:24
    Highlight Highlight Gather findet auch, dass Ayn Rand falsch lag...
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  • Snowy 01.02.2018 13:21
    Highlight Highlight Die aufgeführten Bsp sind korrekt, ausser das angebliche Marktversagen beim Rauchen:

    Wären wirklich derart viele Nichtraucher für rauchfreie Restaurants eingestanden, wäre wohl schnell eine entsprechende Nische entstanden - ist sie aber nicht.

    Manchmal muss man die Menschen zu ihrem Glück zwingen: Siehe z.B. auch Sackgebühr, Nichtraucherrestaurants, Roadpricing, Abschaffung Steuerabzüge für Pendler etc... alles Dinge, die extrem unpopulär sind, aber zum Wohle aller umgesetzt wodern sind, resp bald werden.
    • IchSageNichts 01.02.2018 18:11
      Highlight Highlight Sorry deine Beispiele sind einfach nicht mit NR-Restis vergleichbar. Pendlerabzug abschaffen heisst mehr Markt. Sackgebühr ist auch Markt: du zahlst genau was du brauchst, Roadpricing ist auch du zahlst was du brauchst. Rare Güter (Strassenkapazität) sind teuerer als nicht rare.
      Nichtraucherresti, ist Regulierung. Bin zwar dafür aber frag mich immer noch wieso sich dass nicht sowieso durchgesetzt hat. Wir haben so viele verschiedene Beizen: teuer, billig, bürgerlich, fusion, mexikanisch, thai, peruanisch etc. da kann man doch nicht von Marktversagen sprechen wenn es keine NR-restis gibt.
    • Snowy 01.02.2018 19:14
      Highlight Highlight Ich vergleiche diese Bsp auch nicht mit der (m.M. nach unnötigen) Regulierung der Nichtraucherrestaurants.
  • Z&Z 01.02.2018 13:01
    Highlight Highlight Guter Artikel. Es wird immer machthungrige und gierige Menschen geben. Solche werden auch immer versuchen, Andere auszunutzen, in jeder Hinsicht. Wenn wir keinen Staat als Gebilde haben, der uns mit Gesetzen vor solchen Menschen schützt, können wir gleich die Sklaverei wieder einführen. Man darf auch nicht vergessen, der Staat sind wir. Es liegt an uns, dass es auch so bleibt.
    • Silent_Revolution 01.02.2018 14:55
      Highlight Highlight Wo schützt uns der Staat nun genau?

      Die Mehrheit der neuen Gesetze und Verordnungen werden durch Lobbyarbeit erlassen um meist marktführenden Konzernen und Konzernzusammenschlüsse einen Vorteil im System zu verschaffen.

      Der Staat sind nicht wir, wenn Initiativen und Referenda mehrere 100`000 Franken benötigen um überhaupt eine Chance zu haben und noch weniger wenn die einzigen etablierten Parteien, die etwas verändern könnten von Geldgebern und somit Lobbyisten abhängig sind.

      Der demokratische Kapitalismus ist genauso gescheitert, was wir heute haben ist eine Gelddiktatur.
    • Midnight 01.02.2018 23:31
      Highlight Highlight @Silent Das nervt dich? Dann tu was dagegen!

      Du lebst hier in dem Land, welches aus allen Ländern der Erde einer echten Demokratie am nächsten kommt. Nirgendwo sonst kannst Du auf das politische Geschehen so viel Einfluss nehmen, wie in der Schweiz.

      Dass wir Gefahr laufen, durch und durch zu einer Wirtschaftsdiktatur zu werden, dieses Horrorszenario will ich nicht erleben. Deshalb gehe ich wählen (NICHT nach Listen!), beteilige mich an Abstimmungen, informiere mein Umfeld, verfolge das politische geschehen.

      Werkzeuge gibt es genug, man muss sich nur nicht zu schade sein, sie zu benutzen...
    • Silent_Revolution 03.02.2018 03:03
      Highlight Highlight Das ist schön für die Schweiz und die Demokratie, nur bin ich weder Demokrat, noch werde ich mich jemals an diesem Prozedere beteiligen. Ich halte nichts davon, dass eine durch Geld beeinflusste Mehrheit über den Rest bestimmen kann.

      Geh du weiterhin wählen und red dir ein, dass du so etwas bewirken kannst. Aber erzähl mir nicht, wo ich mich wie einzusetzen habe.

      Und ob nach Listen oder nicht. Nur Politiker aus etablierten Parteien können etwas bewegen und SVP, FDP, CVP und SP hängen allesamt am Tropf privatwirtschaftlicher Konzerne um ihre horrenden Ausgaben zu decken.
  • Posersalami 01.02.2018 13:01
    Highlight Highlight Wie gut eine Gesellschaft ohne richtige staatliche Struktur funktioniert kann man hervorragend beobachten. Im Sudan, Lybien oder dem Tschad. Da regiert ja nichts weiter als "der Markt". Blöderweise scheint das alles aber nicht ganz so zu funktionieren, wie die Libertären sich das vorstellen.

  • Alnothur 01.02.2018 12:59
    Highlight Highlight Guter Artikel! Ich selbst sehe den Staat "mit minimaler Versorgung" (siehe Artikel) als "das unerreichbare Ideal" und bin der Meinung, man sollte danach streben, *so weit es die menschliche Natur und der Markt erlauben*. Beide sind nicht perfekt, beide brauchen den Staat um zu funktionieren. Ein unregulierter Markt wird von Monopolen verdrängt, und ohne Gesetze hauen wir uns die Keulen auf den Kopf.
  • Thinkdeeper 01.02.2018 12:57
    Highlight Highlight Die freie Marktwirtschaft ist eine Illusion die in ihrem Kern die Selbstzerstörung in sich trägt.
    Dumm und verblendet zu sein ist leider nicht verboten und nicht strafbar.

    • Simonetta 01.02.2018 14:10
      Highlight Highlight Die freie Marktwirtschaft ist ein grosser Segen und hat möglich, dass Du hier einen Kommentar absezten kannst.
    • Fabio74 01.02.2018 15:05
      Highlight Highlight @simonetta Kommentare äussern hat mit Meinungsäusserungsfreiheit zu tun
    • meine senf 01.02.2018 15:06
      Highlight Highlight Marktwirtschaft grundsätzlich ist schon gut. Auf jeden Fall besser als 5-Jahres-Pläne durch ein "Amt für Preise".

      Aber eben nur grundsätzlich. Da die Regel gilt, "Wem schon hat, dem gibt man auch mehr" führt ein "totaler" Kapitalismus in Verbindung mit Erbrecht früher oder später praktisch wieder zum Feudalismus.

      Deshalb braucht es eine gewisse Umverteilung nach unten. Beispielsweise eben über die Steuerprogression.
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  • LeChef 01.02.2018 12:46
    Highlight Highlight Unabhängig davon, was man von der libertären Ideologie hält, wäre es schön wenn der Begriff "Marktversagen" nur dann verwendet würde, wenn er zutrifft.

    Das Raucherbeispiel hängt daran, dass die Wirte angeblich die Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden nicht einschätzen können. Selbst wenn, würde ich darauf wetten, dass sie das immer noch besser können als der Blunschi von seinem Schreibtisch aus ;)

    Ausserdem ist das immer so eine Sache mit der Irrationalität... Handeln die Leute wirklich entgegen ihrer Präferenzen (i.e. irrational) oder haben sie einfach ungewöhnliche Präferenzen..?
    • Peter 01.02.2018 13:12
      Highlight Highlight Die Wirte haben ihr Angebot auf die Raucher statt auf die grosse Mehrheit der Nichtraucher ausgerichtet. Da darf man schon von Marktversagen sprechen.
    • Snowy 01.02.2018 13:24
      Highlight Highlight Bin das Gegenteil eines Libertären aber hier liegen sie falsch.

      Man kann nicht alle Restaurants über einen Kamm scheren. Die klassische Dorfbeiz und Bars/Spelunken haben sehr wohl Umsatzeinbussen verzeichnen müssen.
    • Statler 01.02.2018 13:31
      Highlight Highlight @Peter: Unfug. Der Markt hat funktioniert. Oder warum sonst mussten nach der Einführung dieses Gesetzes so viele (Land-)Beizen schliessen, weil die (rauchenden) Gäste wegblieben?
      Wenn der Bedarf an Nichtraucher-Lokalen so gross gewesen wäre, wie immer behauptet wird, hätten die Wirte mit Sicherheit selbst drauf reagiert. Nachdem sie dazu gezwungen wurde, sind die Umsätze eingebrochen, Lärmklagen von Nachbarn wurden mehr, etc. pp.
      Und auch Dir scheint nicht bewusst zu sein, dass das Gesetz nicht für die Gäste, sondern zum Schutz der MA gemacht wurde (von denen die meisten selber rauchen).
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  • Ruffy Uzumaki 01.02.2018 12:43
    Highlight Highlight Ich kann den Grundansatz eig verstehen, möchte aber wissen, wie sie sich Polizeischutz, Schulen und Strassenbau vorstellen. Jeder, der eine Strasse will, muss sie also selber bezahlen? Arme können sich also keinen Polizeischutz leisten?

    "Das durch einen Volksentscheid eingeführte Rauchverbot betrachten sie als unzulässige Einmischung in die persönliche Freiheit."
    Tut mir leid. Das ist widersprüchlich. Schliesslich muss ich den Rauch auch permanent auf der Strasse einatmen und das will ich auch nicht!
    Freiheit ist, alles zu tun, ohne die Freiheit eines anderen einzuschränken. #Kompromisse
    • Simonetta 01.02.2018 14:33
      Highlight Highlight Das Rauchverbot hat nichts mit Solidariät zu tun. Denn durch das Rauchverbot findet keine Umverteilung statt.
      Das Rauchverbot ist nur als Arbeitsschutz für das Restaurantpersonal zu rechtfertigen. Der absolute Gesundheitsschutz von ein paar wenigen wurde mit dem Rauchverbot über die Freiheit vieler gestellt. Man kann das richtig finden, oder falsch.
      Ich halte das Rauchverbot für demokratiefeindlich, weil es das Cliché vom unmündigen Bürger zementiert.
      Jede Servierdüse weiss um ihre Berufsrisiken, und nimmt sie aus freien Stücken in Kauf, wie alle anderen Berufsleute auch.
    • Triumvir 01.02.2018 16:58
      Highlight Highlight @Somnetta: du bist sicher auch so ein verblendeter Pseudo-Libertärer 🤪oder schlicht und ergreifend unheilbar süchtig nach Nikotin 😂💩😂🤪
    • Simonetta 01.02.2018 22:48
      Highlight Highlight @K3tsch
      Die Tabaksteuer fliesst in die AHV.
      Die Tabaksteuer ist somit zahlkräftige Solidarität der Raucher gegenüber der Gesamtbevölkerung, ganz besonders weil die Summe der entrichteten Tabaksteuern die externen Kosten des Konsums von Tabakwaren (Gesundheit, Prävention) bei weitem übersteigt.

      Das Rauchverbot schmälert tendenziell den Konsum von Tabakwaren und damit auch die beachtliche Transferleistung von den Rauchern zu den Nichtrauchern.

      In diesem Sinne ist das Rauchverbot der Solidarität sogar abgträglich. Anders gesagt: es wäre solidarischer, würde mehr geraucht.
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  • Ohniznachtisbett 01.02.2018 12:32
    Highlight Highlight Extreme sind halt nie gut. Das Experiment auf die andere Seite, also dass der Staat alles regelt, ohne Markt, hat ja ebenfalls nicht funktioniert. Ich glaube aber trotzdem, dass ein gesundes Misstrauen der Bürger gegenüber dem Staat gut ist. Und ich glaube auch, dass der Staat nicht zu aufgebläht sein soll. Da wo Private etwas leisten können, sollte der Staat sich raushalten. Natürlich sind Verteidigung, Sicherheit, Bildung, Sozialwerke, Raumplanung, Verkehr, Gesundheit etc. klare Staatsaufgaben bzw müssen staatlich geregelt sein. Zudem sollte er da helfen, wo der Markt versagt.
  • Kastigator 01.02.2018 12:29
    Highlight Highlight AQls altgediente Gastroschlampe muss ich die Wirte in Schutz nehmen: Raucher sind die bessere Gastig. Wir mussten unseren Betrieb ebenfalls umstellen - und hätten trotz massiv ausgebauter Küche ohne die kleine Raucherbar längst schliessen müssen. Und auch so stellen wir, wie alle Betriebe, massive Umsatzeinbussen fest - und die Lärmklagen nehmen zu, weil die Raucher vermehrt vor die Tür gehen. Nichtraucher gehen weniger oft in den Ausgang, konsumieren weniger und bleiben nicht sitzen nach dem Essen. Und beim Gastropersonal liegt der Raucheranteil bei sicher 75 Prozent - uns scheissts an.
    • Statler 01.02.2018 13:25
      Highlight Highlight Notabene wurde das Rauchergesetz ja auch nicht wegen den Gästen eingeführt, sondern zum Schutz der Mitarbeiter (sonst wäre das Gesetz gar nie zustande gekommen).
      Wie Du sagst, sind aber ~75% der Gastro-MA selbst Raucher, werden damit also bestraft.
      Darnebst mussten diverse - vor allem ländliche - Beizen schliessen, weil die Stammgäste (die rauchten) halt einfach wegblieben.
      Da hat der Herr Gutzwiller dem Gastgewerbe wirklich einen Bärendienst erwiesen.
  • ThomasHiller 01.02.2018 12:26
    Highlight Highlight Der Mehrheit dieser sogenannten Libertären geht es doch nicht um Freiheit. Das sind einfach Jammerlappen. Jetzt jammern sie über den Staat ("Die Steuern sind so hoch - der Staat nimmt uns aaalles weg."....).
    Aber wenn man mal wirklich Freiheit ohne Staat brächte, wären das ebenso die ersten Jammern ("Der Stärkere hat mich gehauen.... da muß der Staat was machen" ...). Die Freiheit, wie die das wollen, bedeutet am Ende nur "Das Recht des Stärkeren". Das erkennen die nur nicht.
    Das sind einfach nur mimimi-Idioten!
  • mein Lieber 01.02.2018 12:19
    Highlight Highlight Ein bisschen sehr libertär ihr Kommentar Herr Blunschi.
    • Harry Zimm 01.02.2018 13:12
      Highlight Highlight Bei diesem Nickname musste ich unweigerlich schmunzeln. Das ist etwa wie „Gesund trotz täglichem Junkfood“ oder „Intelligent trotz Bildungsresistenz“.
    • Peter 01.02.2018 13:14
      Highlight Highlight Ich betrachte dies als Kompliment.
    • mein Lieber 01.02.2018 14:44
      Highlight Highlight Das hoffe ich doch Herr Blunschi, das tun die drei Herren in der Raucherbar ziemlich sicher auch ;-)
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  • Posersalami 01.02.2018 12:16
    Highlight Highlight "Er glaubt, irgendwann reich zu werden – weshalb linke Umverteilungs-Initiativen meist deutlich abgelehnt werden – und verdrängt, dass der soziale Abstieg nicht weniger wahrscheinlich ist."

    Sozialer Abstieg ist im echten Leben sogar sehr viel wahrscheinlicher, als Reich zu werden.

    Das geniale an der bürgerlichen Propaganda ist, den Leuten das Gegenteil in den Kopf zu prügeln. Irgendwie hat das nämlich klasse funktioniert.
    • IchSageNichts 01.02.2018 18:24
      Highlight Highlight Sorry, und allen gehts immer besser. Jeder hat ein Smartphone, fliegt nach Thailand in die Ferien. Das war vor 20-30 Jahren sicher nicht so. Fragen sie mal ihre Eltern wieviel Geld sie hatten. Auch weltweit gibt es immer weniger Arme und weniger Hungertote.
      Wenn immer mehr sozial absteigen als Leute aufsteigen würde am Schluss alle auf der Strasse leben.
    • Posersalami 01.02.2018 19:36
      Highlight Highlight Von seinem Lohn leben zu können ist jetzt also Reich sein? Spannend!

      Klar ist vieles günstiger als früher und es gibt Dinge, die gab es früher nicht. Smartphone zB, oder warm duschen. Die grossen Fortschritte was Armutsbekämpfung etc. angeht verdanken wir übrigens China.

      Früher ist man halt nach Italien gefahren. Übrigens wäre ich interessiert daran zu wissen, wie viele Familien heute wirklich nach Thailand fliegen und nicht wie früher nach Südfrankreich oder Italien fahren.

      Übrigens stagniert die Kaufkraft seit langem für sehr, sehr viele Menschen.
    • IchSageNichts 01.02.2018 21:07
      Highlight Highlight Was willst du dann? Reich sterben?
      Ja vom Lohn leben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen das wäre das Ziel.
      Ich sag ja nicht dasses den Abstieg nicht gibt oder den Stillstand aber der Junge der ärmsten Eltern der Schweiz wird sicher weniger arm sein wie seine Eltern.
      Ferien sind nur ein Beispiel. Kannst auch Wohnfläche/Einwohner oder Autos/Einwohner oder sonst was nehmen. Es geht NOCH aufwärts.
      Falls es wirklich vielen schlechter gehen wie du sagst, dann müsste man sich überlegen ob es nicht daran liegt dass man früher nicht für alles den Staat hatte.
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  • gecko25 01.02.2018 12:16
    Highlight Highlight Der ware Grund wieso Liberalismus nicht funktioniert ist, dass bei vielen Menschen die Vernunft zu wenig und die Gier zu stark ausgeprägt sind. Wäre dem nicht so, wäre ich auch liberal.
  • Triumvir 01.02.2018 12:06
    Highlight Highlight Ja so sind sie die Libertäre. Den Staat ein Leben lang verteufeln. Wenn's dann aber hart auf hart geht und man(n) (resp. frau) sich nicht mehr selber helfen kann, dann wird natürlich als erstes nach Vater Staat gerufen und plötzlich kann man(n) sich an alle seine radikalen Überzeugungen nicht mehr erinnern, resp. relativiert diese stark...
    • IchSageNichts 01.02.2018 18:31
      Highlight Highlight Das ist das Dilemma: wenn der Staat gar nicht mehr existiert könnten auch die Libertären sich nicht mehr darauf berufen. Darum verstehe ich auch den Unterschied von liberal und libertär nicht. Sobald es den Staat gibt beginnt der Balanceakt zwischen Diktatur und Anarchie. Mit der direkten Demokartie haben wir zumindest die Eigenverantwortung des Volks. wenn wir Scheiss bauen müssen wir ihn selber ausbaden. 💩🛁
    • Midnight 02.02.2018 00:00
      Highlight Highlight Machen unsere Grossbanken ja so vor: Erst mal schön alles verzocken, nebenbei mit krummen Geschäften noch ein paar unbeteiligte Arbeitnehmer auf die Strasse setzen und deren Sparkässeli plündern (z.B. UBS beim Swissair-Grounding), und wenn der Scherbenhaufen zu gross geworden ist, beim Bundesrat die hohle Hand machen. Die Verantwortlichen setzen sich dann ab und kassieren noch eine Millionenschwere Abfindung - man gönnt sich ja sonst nichts... 👏👏👏

      Und das alles, damit "keine Arbeitsplätze verloren gehen".
    • IchSageNichts 02.02.2018 09:34
      Highlight Highlight Genau und warum? Weil Innovation teuerer ist als Lobbying beim Staat. Darum ist es ja ein Balanceakt. Oft ist Regulierung von Gier getrieben daher muss man den Staat einfach immer mit gesundem Misstrauen betrachten und sich fragen: Wer profitiert davon?
      Wer profitiert dass das Gesundheitswesen nicht aufgeräumt wird, dass wir uns attraktive für Asylanten machen sollten, dass wir gezwungen werden in die 2 Säule einzuzahlen, dass die 3a-Beträge steuerabzugsfähig ist (Subvention für die Finanzindustrie) etc etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier (1) 01.02.2018 11:54
    Highlight Highlight Das gefährlichste an der ganzen Sache ist nicht mal sich von seinen Emotionen leiten zu lassen, denn das tun wir alle und das hat auch sehr positive Dinge wie Mitgefühl und Solidarität zur Folge... Nein gefährlich wird es erst wenn wir, wie bei den Libertären als Paradebeispiel, denken wir könnten uns komplett rational verhalten. Jeder Mensch wird von seinen Emotionen gelenkt, die Frage dabei ist nur: Sind wir uns dessen bewust und hinterfragen uns, oder werden wir davon unbewusst gesteuert weil wir denken wir könnten uns darüber hinwegsetzen...
    • mein Lieber 01.02.2018 19:27
      Highlight Highlight Sorry, zu esoterisch. Bewusstsein wahrnehmen heisst auch im richtigen Moment nicht emotional zu sein. Libertär oder emotionsgesteuert, beides ein Fluch.
  • Luku luku 01.02.2018 11:51
    Highlight Highlight Ist doch etwa das Gegenteil von einem kommunistischen Traum, wo allen alles gehört etc. Auch der tönt am Stammtisch schön, an der Umsetzung scheitert er aber gewaltig.

    Der Staat ist nicht so schlecht wie immer wieder behauptet wird.
    • Gar Manarnar 01.02.2018 12:53
      Highlight Highlight Triffts genau. Ist so realitätsfremd wie Kommunismus.
    • PaLve! 01.02.2018 13:22
      Highlight Highlight Nur ist Kommunismus mehr als bisschen vom Leben ohne Staat und Klassen zu träumen, dabei geht es um ernsthafte Überlegungen den Kapitalismus zu überwinden.
    • hävi der spinat 01.02.2018 15:52
      Highlight Highlight Ja der Kommunismus ist der alte Traum vom Leben VOM Staat.
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  • cal1ban 01.02.2018 11:49
    Highlight Highlight Ohne eine staatliche Verwaltung geht es nicht. Aber der Staat sollte möglichst wenig in die Wirtschaft eingreifen. Bestes Beispiel ist Frankreich, dort sollen Rabattaktionen verboten werden.
    • Pius C. Bünzli 01.02.2018 12:58
      Highlight Highlight So wie in den USA zum Beispiel? Zum Teil keine Rechte für Arbeitnehmer, unbezahlbare Bildungsinstitute etc..
    • IchSageNichts 01.02.2018 18:37
      Highlight Highlight Gutes Beispiel USA: Der Staat ist so mächtig das es sich lohnt für Firmen dort zu lobbyieren für ihren Gewinn. Mehr richtiger Markt (ohne GM, Boeing, Stattliche Hypothekar-Banken, Quantitatuve Easing ) würde den USA gut tun.
    • Midnight 02.02.2018 00:13
      Highlight Highlight Der Staat hat in den USA wirtschaftlich schon lange nichts mehr zu melden. Was nicht schon lange privati iert wurde ist heute mehr oder weniger pleite. Ist ein ziemliches Armutszeugnis das Ganze.

      Was den USA tatsächlich helfen würde ist das exakte gegenteil: Mehr Einflussnahme des Staates in die Privatwirtschaft!

      Dass es all diese Monopolisten in den USA gibt, ist doch der beste Beweis dafür: In den USA gibt es keine Wettbewerbskommission, die ein Unternehmen daran hindert, seine Mitbewerber zu kaufen. Da herrscht einfach der freie Markt: Friss oder stirb!
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  • sergaj 01.02.2018 11:47
    Highlight Highlight Ist es immer Marktversagten, wenn einem das Ergebnis des freien Marktes nicht passt?
    Gerade das Rauchverbot ist doch alles andere als ein Marktversagen?!
    Warum kam keiner auf die Idee, ein rauchfreies Lokal zu eröffnen, wenn doch das Potential vorhanden wäre?
    Zwang ist einer freien Gesellschaft unwürdig und entzweit die Menschen in für und dawider!
    • Midnight 02.02.2018 00:20
      Highlight Highlight Zwang ist manchmal nicht so einfach: Gibt es in einer Bar kein Fumoir, das Rauchen ist aber erlaubt, bin ich gezwungen, den Zigirauch einzuatmen, wenn ich das Lokal besuchen will.

      Der eigentliche Zwang ist denn auch eher das Passivrauchen (auf der Strasse, im Wartehäuschen, auf dem Perron...), denn: Zum rauchen wird niemand gezwungen (zum Zigistummel aus dem Fenster werfen übrigens auch nicht).
  • Harry Zimm 01.02.2018 11:36
    Highlight Highlight Treffender Kommentar. Danke.
  • Gar Manarnar 01.02.2018 11:35
    Highlight Highlight Wer ernsthaft glaubt, ohne Staat geht es (ausser vielleicht man lebt in Kleinkommunen) braucht etwas Nachhilfe in Geschichte.

    Dieses "Der Markt richtet alles" ist einfach nur realitätsfremd. Gibt zig Beispiele, die beweisen dass es eben doch nicht ohne staatliches Eingreifen funktioniert.
    • Gar Manarnar 01.02.2018 11:41
      Highlight Highlight Guter Artikel btw.
    • atomschlaf 01.02.2018 13:07
      Highlight Highlight Nein, ganz ohne Staat ginge es nicht, aber ohne den heutigen, wuchernden Rundum-Bemutterungs- und Bevormundungsstaat ginge es sehr wohl.

      Ein sinnvoll dimensionierter Staat sorgt für innere und äussere Sicherheit, Rechtssicherheit, Bildung, Grundsicherung für Bedürftige und Kranke und beherrscht die natürlichen Monopole (z.B. Wasserversorgung, Verkehrsnetz).
      Was darüber hinaus geht, könnte man grösstenteils Privaten überlassen.
    • rodolofo 02.02.2018 10:05
      Highlight Highlight Die Unternehmungen befriedigen für ihre KundInnen kurzfristige Bedürfnisse und funktionieren Betriebswirtschaftlich, also sozusagen mit der "Froschperspektive".
      Die Staaten, sowie dessen Betriebe (Service Public) befriedigen langfristige Bedürfnisse und funktionieren Volkswirtschaftlich, also sozusagen mit der "Vogelperspektive".
      Beide Systeme ergänzen sich symbiotisch.
      Das eine System kann nicht ohne das andere System funktionieren und umgekehrt.
      Wir sollten uns darum lösen von einer extremistischen "Entweder-Oder"-Radikalität und zu einem "Sowohl, als auch"-Vernetzten Denken finden!
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