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Emma Amour

«Ich weine nach dem Sex, was soll ich tun?»

01.03.2018, 09:3502.03.2018, 12:00
Hi Emma,

also, das wird jetzt komisch klingen. Ziemlich sogar. Ich weine nach dem Sex. Es sind keine Freudentränen. Der Sex war gut, aber immer, wenn er sein bestes Stück herauszieht – beziehungsweise kurz danach – werde ich von einer Traurigkeit überwältigt, die mich einige Minuten weinen lässt.

Das Internet hilft mir nicht. Es gibt andere Frauen, die das auch haben, und es wird vermutet, dass diese Frauen das Herausziehen des Gliedes als eine Art Trennung empfinden. Ich hatte bis jetzt nur mit einem Typen mehrmals Sex. Er ist es sich langsam gewohnt. Wir sind sowas wie Freunde+. Obwohl wir uns gut kennen, schäme ich mich dafür.

Ausserdem möchte ich auch mit anderen Männern schlafen können, ohne dass ich Angst davor haben muss, in Tränen auszubrechen.

Was denkst du darüber? Und was mich auch wahnsinnig interessieren würde, was denken LeserInnen darüber? Habt ihr Erfahrungen? Kann man das unterdrücken?

Adieu,

deine wahrscheinlich jüngste Leserin

Liebe wahrscheinlich jüngste Leserin,

herzlichen Dank für deine Mut, dich so zu öffnen. Da du dich ja selber schon durch Foren gegoogelt hast, weisst du, dass das Weinen nach dem Sex einen Namen hat: «Postkoitale Dysphorie». Dabei handelt es sich, wie du selber auch klar beschreibst, um eine emotionale Störung nach dem Akt.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du dich für deine Tränen schämst. Dass du sogar Angst hast, mit anderen Männern, ausser deinem Kumpel plus, zu schlafen. Es würde mir wahrscheinlich gleich gehen. Was wir oft vergessen: Männer sind oft viel toleranter, cooler und entspannter als wir denken. Genau wie dein Lover gibt es ganz viele andere Männer da draussen, die deine Tränen handeln können. Mir ist bewusst, dass das noch nicht die Lösung deines Problems ist, aber vielleicht hilft es dir, dich auf einen nächsten Mann einzulassen und eventuell sogar eine Beziehung einzugehen.

Da ich weder Sexologin, Ärztin oder Psychologin bin, masse ich es mir nicht an, deine Tränen auseinander zu nehmen und zu erklären oder dir gar zu sagen, wie du sie unterdrücken kannst. Ich würde dir aber raten, dich einer Fachperson anzuvertrauen. Vielleicht kannst du dich ja als erstes an deinen Frauenarzt/deine Frauenärztin wenden. Wenn sie/er nicht helfen kann, kann sie/er dich bestimmt an die richtige Stelle verweisen.

Bis dahin will ich dir auf den Weg mitgeben, was mein erstes Bauchgefühl war, als ich deine Zeilen las: Was wäre, wenn du den Tränen einfach mal freien Lauf lässt? Dich möglichst nicht verkrampfst? Die Tränen als nichts Schlechtes oder Peinliches definierst? Sondern einfach als das, was sie sind: eine Komponente, die auftaucht, wenn du intensive, schöne Gefühle erlebst.

Alles Liebe für dich, werte junge Leserin,

deine Emma

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Emma Amour ist ...
... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons neue Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch jeden Freitag deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.bild: shutterstock/unsplash/watson

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