Die Nacht der verschenkten Big Points – diese 11 Punkte stürzten Federer ins Verderben
Ein Blick in die Statistiken zeigt schnell: Im US-Open-Viertelfinal gegen Juan Martin Del Potro haben wir sicher nicht den besten Roger Federer gesehen. Zwar servierte der Schweizer mehr Asse (17:12) und schlug mehr Winner (60:48) als sein Gegner, aber bei ihm schlichen sich eben auch immer wieder Unkonzentriertheiten und unnötige Fehler ein.
41 unerzwungene Fehler leistete sich Federer und zwar oft in spielentscheidenden Situationen. Immer wieder liess er Chancen aus, das Spiel in andere Bahnen zu lenken. Anders als Del Potro, dem fast alles gelang, schwächelte Federer gleich in elf wichtigen Momenten:
1. Satz
Lange sind sich Federer und Del Potro ebenbürtig, da schafft der Argentinier unter gütiger Mithilfe des Schweizers das einzige Break.
Del Potro schafft das Break zum 5:6
3. Satz
Federer erwischt zu Beginn des dritten Satzes ganz schwache 10 Minuten und fällt schnell 0:3 in Rückstand.
Del Potro schafft das Break zum 0:2
Federer setzt dann aber zu einer starken Aufholjagd an. Er wehrt einen Breakball zum 0:4 ab und schafft dann das Re-Break zum 3:4 – mit gütiger Mithilfe Del Potros, der beim Breakball ebenfalls einen Doppelfehler serviert.
Es kommt zum Tiebreak: Viermal liegt Federer hier mit einem Mini-Break in Führung, viermal gibt er den Vorteil wieder aus der Hand. Während Federer seine vier Satzbälle nicht zu nutzen kann – zwei davon sogar bei eigenem Aufschlag –, packt Del Potro gleich die erste Chance.
1. Satzball Federer
2. Satzball Federer
3. Satzball Federer
4. Satzball Federer
1. Satzball Del Potro
4. Satz
Federer spielt auch im vierten Satz ungewohnt fehlerhaft. Auf einen Smash-Fehler des Schweizers folgt ein Return-Winner von Del Potro: Federer tut sich schwer, während dem Argentinier fast alles gelingt.
Smash-Fehler von Federer zum Breakball
Del Potro schafft das Break zum 2:3
Im letzten Game der Partie bäumt sich Federer noch einmal auf. Aber wieder fehlt bei ihm die Präzision.
