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epa05858991 Roger Federer of Switzerland (L) meets Stan Wawrinka of Switzerlad (R) at the net following the men's final match at the 2017 BNP Paribas Open tennis tournament at the Indian Wells Tennis Garden in Indian Wells, California, USA 19 March 2017. Federer won the match and the tournament.  EPA/PAUL BUCK

Roger Federer und Stan Wawrinka schrieben einmal mehr Schweizer Sportgeschichte. Bild: PAUL BUCK/EPA/KEYSTONE

Zwei Millimeter, ein «Arschloch» und das Sorry – die besten Szenen beim Federer-Triumph

Roger Federer beeindruckt in seiner Comeback-Saison weiter. Er gewinnt nach den Australian Open in Indian Wells das erste ATP-Masters Turnier des Jahres und lässt seinem Freund Stan Wawrinka im Final keine Chance. Die besten Szenen des Kumpel-Duells.



John Isner stellte nach dem Final von Indian Wells die Frage aller Fragen. Ist Roger Federer wirklich von dieser Welt? Es ist wirklich schwer zu glauben. Der 35-Jährige dominiert in seiner Comeback-Saison die Konkurrenz fast nach Belieben. Bereits zwei grosse Titel und sechs von sechs Spielen gegen Top-10-Spieler hat der «Maestro» in diesem Jahr gewonnen. Auch Stan Wawrinka hatte im Final kaum eine Chance gegen Roger.

Stans fataler Fehler

Zu Beginn ist die Partie resultatmässig ausgeglichen. Doch Stan Wawrinka hat jeweils mehr Mühe, seine Aufschlagsspiele durchzubringen. Gegen Ende des ersten Satzes wurde der Romand von Federer dann schlicht überpowert.

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Federer holt sich Satzball mit einem Vorhand-Winner. Video: streamable

Nach einer halben Stunde und dem bislang besten Ballwechsel ist der erste Satz bereits vorbei. Federer holt sich ihn mit 6:4.

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Federer schnappt sich den ersten Satz. Video: streamable

Zum Satzball kommt es nur wegen einer umstrittenen Szene mit Schiedsrichter Damien Dumusois. Ein vermeintliches Ass Wawrinkas wird bei 40:15 out gegeben. Dumusois sagt auf Nachfrage Stans, dass der Ball «zu hundert Prozent» im Aus gewesen sei. Wawrinka verzichtet auf eine Challenge, die Wiederholung zeigt jedoch, dass der Ball noch hauchdünn auf der Linie war. Statt 40:15 für Wawrinka heisst es 30:30. 

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Um Haaresbreite war der Aufschlag Wawrinkas noch auf der Linie.

Break und Rebreak

Stan kriegt das alles nicht mit und hadert auch nicht lange mit dem Verlust des ersten Satzes. Im Gegenteil: Er scheint Blut geleckt zu haben und nimmt Federer gleich dessen erstes Aufschlagspiel im zweiten Satz ab.

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Wawrinka startet kraftvoll in den zweiten Durchgang. Video: streamable

Die Führung Wawrinkas hält aber nicht lange. Schon bald gelingt Federer das Rebreak und alles ist wieder offen. Beim Breakball brilliert der Maestro aus der Defensive.

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Federer gelingt das Rebreak. Video: streamable

Federer einfach zu gut

Die beiden Schweizer legen auch im zweiten Satz ein unglaubliches Tempo vor. Highspeed-Tennis! Beide versuchen ihren Gegner mit noch schnelleren und härteren Schlägen in die Defensive zu drängen. Der wohl schnellste Winner des Tages gelingt Wawrinka gegen Ende des zweiten Satzes.

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Stan präsentiert seine wuchtige Rückhand. Video: streamable

Doch es ist Federer, der seinen Gegner mehrheitlich dominiert. Nach 1:20 Stunden kommt der Basler zu einem Matchball. Er nutzt ihn, gewinnt das Turnier von Indian Wells bereits zum fünften Mal und krönt sich so zum ältesten Gewinner eines Masters-1000-Turniers. Damit ist Federer ab heute bereits wieder die Nummer 6 der Weltrangliste.

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Matchball Federer und Handshake. Video: streamable

Arschloch-Gate und die Entschuldigung

Das Match war zu Ende, ein Highlight gab es aber noch. Als ein sichtlich enttäuschter Stan mit Tränen in den Augen Roger gratulieren wollte, lachte dieser. Stan konnte sich ein Lachen ebenfalls nicht verkneifen und nannte Roger scherzhaft «Arschloch». 

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«He's laughing, he's an asshole but it's okay.» Video: streamable

Federer sagte später an der Pressekonferenz, er habe nicht wegen Stans Emotionen gelacht. «Ich versuchte nur ihn aufzuheitern. Er weiss das. Ich wollte ihm kein trauriges Gesicht zeigen, als er mich ansah. Ich wollte ihm zeigen, dass alles in Ordnung kommt. Ich schätze, das erreichte ich auch.»

Und Federer setzte gar noch eine drauf. Auf die Frage, ob er zum ersten mal als Arschloch bezeichnet wurde, meinte er, das sei schon oft passiert. «Ich betrachte es dieses Mal sogar als Kompliment». Normalerweise seien keine Kameras dabei, wenn das passiert. Auf dem Platz sei es das erste Mal gewesen, aber es hätte sich gut angefühlt.

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