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Enthüllungen um Steuerdaten: Donald Trump.
Enthüllungen um Steuerdaten: Donald Trump.Bild: John Locher/AP/KEYSTONE

«NY Times» veröffentlicht Trumps Steuerdaten – hat er seit 18 Jahren dem Staat nichts gezahlt?

02.10.2016, 04:2702.10.2016, 10:27

Es ist ein Moment, der den US-Wahlkampf nachhaltig beeinflussen könnte. Die New York Times veröffentlicht in der Nacht auf Sonntag drei Seiten von Donald Trumps Steuererklärung aus dem Jahr 1995. Wie aus den Dokumenten hervorgeht, gab Trump in jenem Jahr ein Minus von rund 915 Millionen Dollar an. Zurückzuführen ist dieser grosse Verlust auf das Missmanagement der Atlantic-City-Casinos in den frühen 90er-Jahren. 

Wie die New York Times nun schreibt, könnte es sein, dass Donald Trump 18 Jahre lang keine Steuern bezahlt hat. Demnach war der Verlust im Jahr 1995 so gross, dass es legal möglich gewesen wäre, jährlich 50 Millionen Dollar seines Einkommens zu streichen. 

Hillary Clintons Wahlkampfteam hat den «NY Times»-Artikel zur Kenntnis genommen und versucht nun daraus Profit zu schlagen. «Offenbar hat Trump während fast zwei Jahrzehnten keine Steuern bezahlt – während Millionen arbeitende Familien ihre bezahlt haben», so ein Auszug des Statements, das in der Nacht auf heute veröffentlicht wurde. 

Die Steuerdaten wurden der Journalistin Susanne Craig zugespielt. Womöglich stammt der Informant aus dem Trump-Tower.  

Trump weist Vorwürfe von sich

Trumps Wahlkampfteam erklärte, die Zeitung sei unrechtmässig an das Steuerpapier gekommen und arbeite als verlängerter Arm des Wahlkampfteams seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton.

«Mr. Trump ist ein sehr erfahrener Geschäftsmann, der treuhänderisch die Verantwortung für sein Geschäft, seine Familie und seine Angestellten trägt, nicht mehr Steuern zu zahlen, als er gesetzlich dazu verpflichtet ist», hiess es in der Mitteilung von Trump.

Er habe Hunderte Millionen Dollar an Grundsteuern, Umsatzsteuern, Immobiliensteuern sowie verschiedener anderer Steuern gezahlt und auch an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

In den USA ist es üblich, dass Präsidentschaftskandidaten ihre Steuern veröffentlichen. Gesetzlich verpflichtet sind sie dazu nicht. Clinton kam dem im August nach. Trump weigert sich bislang mit der Begründung, die Steuerbehörde habe die Überprüfung der Unterlagen noch nicht abgeschlossen. (cma/sda/reu/afp)

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quelle: ap/ap / julio cortez
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69 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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pamayer
02.10.2016 11:13registriert Januar 2016
Die steuergesetze sind von den vermögenden für die vermögenden gemacht, mit der Absicht, möglichst wenig abgeben zu müssen.
Und trotzdem wird von den vermögenden getrickst und hinterzogen dass sich die Balken biegen.
Wieviel müssen die ch grossbanken hinterzogen haben, dass sie Milliarden busse bezahlen müssen.
Und nun war in einigen Kantonen die rede von steueramnesie plus Rabatt im Falle von hinterziehung.

Wer hat, der schaut, dass ihm noch mehr gegeben wird. Notleidende Flüchtlinge werden als wirtschaftsmigranten abgewiesen. Und aleppo gilt noch als sicher...

Schöne Welt, momoll!
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Zarzis
02.10.2016 08:03registriert Dezember 2014
Wundert sich jemand?
Hat man anderes erwartet?
Nein und Nein!
Jeder der einen Lohnausweis hat, kann gar nichts tun als Bezahlen und die Herren mit den grossen Einkommen, ohne Lohnausweis die können sich Jährlich Arm rechnen.
Und sollte das nicht gelingen, es doch Steuerhinterziehung sein, Hat Euer Parlament jetzt den Rabatt auf Steuerhinterziehung eingeführt und scheinbar eine Straf reduktion! Toll Gemacht!

Trump soll lieber Ruhig sein, den Wikileaks scheint ja auch Illegal Papiere nur von Clinton zu Veröffendlichen um, sie zu Diskreditieren! Unbewusst mit Russischer Hilfe! aber alles i.o?
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Homelander
02.10.2016 07:37registriert Oktober 2014
Bei einem gewossen Teil seiner Befürworter kommt das wahrscheinlich sogar noch gut an, dem Staat ein Schnippchen schlagen.
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