bedeckt
DE | FR
16
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wissen
Anekdoteles

Auch ein königlicher Bauch riecht schlecht, wenn er platzt

Anekdoteles
bild: watson
Anekdoteles

Auch ein königlicher Bauch riecht schlecht, wenn er platzt

Zeit für Anekdoteles!
01.03.2018, 20:0531.08.2018, 11:19
Was ist «Anekdoteles»?
Abgesehen davon, dass es sich hier um einen ungemein gelungenen Wortwitz handelt, ist Anekdoteles unser neues Kurzformat für schmissige historische Anekdoten.

Der normannische Herzog Wilhelm, der als «The Conqueror» und König von England in die Geschichte einging, war von mächtiger Leibesfülle.

Eines schönen Tages im Jahre 1087 scheute sein Pferd und der eiserne Knauf seines Sattels bohrte sich tief in seine Eingeweide. Sein ohnehin schon beträchtlicher Wanst begann sich daraufhin zu entzünden und in der sommerlichen Hitze in grotesker Weise aufzublähen. Langsam und qualvoll siechte der König seinem Ende entgegen. 

Ein sehr schlankes Porträt von Wilhelm dem Eroberer (1027–1087).
Ein sehr schlankes Porträt von Wilhelm dem Eroberer (1027–1087).bild: knutthelastviking

Am 9. September versammelte sich die Trauergemeinde in der Klosterkirche Saint-Étienne in Caen, wo der tote König in seinem Sarkophag beigesetzt werden sollte. Doch der dralle Körper des Eroberers wollte einfach nicht in seine steinerne Ruhestätte passen. Man drückte und presste verzweifelt am Leichnam herum, bis plötzlich die geschwollenen Gedärme aufplatzten. 

«Ein unerträglicher Gestank drang in die Nasenlöcher der Trauernden.»
Chronist Ordericus Vitalis, «Historia Ecclesiastica»

Keine hundert kräftig geschwenkte Weihrauchfässer hätten diesem Odeur von Fäulnis und Tod tauglich entgegenwirken können. Und während der königliche Eiter noch immer aus Wilhelms Wunden spritzte, flüchteten die Trauernden eiligst aus der Kirche.

Abonniere mich!

Anekdoteles
AbonnierenAbonnieren

(rof)

Anekdoteles

Alle Storys anzeigen

History Porn Teil XXV: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

1 / 25
History Porn Teil XXV: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern
quelle: imperial war museums
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
reamiado
01.03.2018 21:06registriert Februar 2015
Also darüber ob es sich um einen "ungemein gelungenen Wortwitz" handelt könnte man debattieren aber lustiges Format, gefällt mir. :D
1207
Melden
Zum Kommentar
avatar
aglio e olio
01.03.2018 21:49registriert Juli 2017
"...hätten diesem Odeur von Fäulnis und Tod tauglich entgegenwirken können..."

Wunderschön ausgedrückt. 😚
1062
Melden
Zum Kommentar
avatar
DieRoseInDerHose
01.03.2018 22:37registriert August 2016
Musste wirklich schmunzeln über den gewählten Titel dieser Reihe! :-)

Auch wenn ihr die Anekdote bewusst kurz gehalten habt - sehr gerne ein wenig ausführlicher und länger darfs sein.

Bin sehr gespannt und freue mich auf das, was noch kommt!
1002
Melden
Zum Kommentar
16
Gendermedizinerin klagt an: Der Mann soll nicht mehr das Mass in der Forschung sein
Manche Medikamente wirken bei Frauen anders als bei Männern. Manchmal gehen die Frauen in der Forschung auch mal komplett vergessen. Gendermedizinerin Vera Regitz-Zagrosek spricht über die bisherigen Fehler: Der Mann soll nicht mehr das Mass in der Forschung sein.

Die Hormone, das Gewicht, die Anfälligkeiten für gewissen Krankheiten – Männer und Frauen unterscheiden sich. Zumindest biologisch. Und doch wird bei der Medikamentenforschung häufig davon ausgegangen, dass beide dieselben Medikamente und dieselbe Dosis einnehmen können. Der Mann ist in der Forschung das Mass.

Zur Story