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Anekdoteles

bild: watson

Anekdoteles

Inzest und die grosse Liebe zu einem Pferd: Kaiser Caligulas Sündenregister



Was ist «Anekdoteles»?

Abgesehen davon, dass es sich hier um einen ungemein gelungenen Wortwitz handelt, ist Anekdoteles unser Kurzformat für schmissige historische Anekdoten.

«Hätte doch das römische Volk nur einen Hals!»

Caligula laut Suetons «Kaiserviten»

Von Zorn erfüllt soll der römische Kaiser Caligula (12–41) diesen Satz gebrüllt haben, als der Pöbel statt seiner geliebten «Grünen» eine andere Zirkus-Partei beim Wagenrennen anfeuerte. Im Grunde aber kann er nicht ernstlich gehofft haben, dass sein Fluch tatsächlich in Erfüllung gehe. Es hätte ihm doch den ganzen Spass geraubt, all die schönen Hinrichtungen wären so auf nur eine einzige zusammengeschrumpft!

Was bekommen wir nicht alles von diesen schamlosen Kaisern zu hören. Sicherlich reihen sich die römischen Geschichtsschreiber unter die unverfrorensten Anekdoten-Erzähler. Sie frönten der Parteilichkeit, dramatisierten gern ins Unermessliche und hauten dann mit ihrer Moralkeule alles zuchtlos Scheinende kurz und klein. Dichtung und Wahrheit, Gerüchte und Fakten liefen allesamt zu einem riesigen, unterhaltsamen Sumpf zusammen, aus dem sich dann, ganz verdreckt und klebrig, die ersten römischen Kaiser erhoben.

Einer dieser antiken Schreiberlinge war Gaius Suetonius Tranquillus, kurz Sueton genannt. Seine Kaiserviten («De vita Caesarum») entstanden im Jahr 120, also rund 80 Jahre nach dem Tod Caligulas, um den es hier gehen soll.

Sueton schöpfte gierig aus jenem Sumpf, als er sich des dritten Caesars annahm, den Rom bekam – und so ordentlich hasste wie keinen davor ...

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Caligula – mit vollem Namen Gaius Caesar Augustus Germanicus (12–41) – war der dritte römische Kaiser. Er gehörte zur julisch-claudischen Dynastie und war der Urenkel des ersten Kaisers Augustus.

Dabei war Caligulas Vater Germanicus so beliebt gewesen, dass er regelmässig in Lebensgefahr geriet, wenn er von seinen siegreichen Feldzügen heimkehrte und vom Überschwang des Pöbels schier totgedrückt wurde. Caligula war anders. Kein gefeierter Kriegsheld, sondern ängstlich und grausam zugleich.

Als Gaius Caesar mitten im Lager zwischen Soldaten hineingeboren, wurde er im Felde beim Vater gross. Daher nannte man ihn auch Caligula, das Soldatenstiefelchen.

Weil er sich der niederen Abkunft seines Grossvaters schämte, der einer völlig unbedeutenden Familie entstammte, verkündete er, seine Mutter Agrippina sei nicht dessen Tochter, sondern die Frucht des Inzestes zwischen Kaiser Augustus und seiner Tochter Iulia.

Was daran so viel schmeichelhafter war, muss wohl für immer im Dunkeln bleiben. Was dagegen weniger im Dunkeln blieb, war Caligulas aussergewöhnlich fetter Leib, der unten auf zwei dürren Beinchen stand und oben in ein dünnes Hälschen überging, auf dem ein unansehnlicher und nur ärmlich behaarter Kopf sass. Seine Augen und Schläfen waren eingefallen und die Stirn so finster wie seine Seele.

Diesen garstigen Körper nun pflegte er mit bunt gestrickten Mänteln oder seidenen Frauengewändern zu bekleiden. Oft aber sah man ihn auch mit dem göttlichen Dreizack in der Hand und Gold im Barte einherschreiten.

Caligula sah sich als Gottheit und dieser stiftete er auch einen eigenen Tempel. Sein Ebenbild stand darin, lebensgross und in Gold erstrahlte seine Statue, der man täglich die gleichen Kleider anzog, die auch den Kaiser selbst schmückten. Geopfert wurden ihr Flamingos, Fasane, Pfauen und Perlhühner.

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Der niederländische Künstler Lawrence Alma-Tadema (1836–1912) hat die Römer in etwa so (dekadent und gelangweilt) gemalt, wie wir sie uns vorstellen. Hier sehen wir seine «Pompejanische Szene». bild: wikimedia

So selten wie die Tiere, die in seinem Namen starben, so unmöglich waren die Bauunternehmungen, die er in Auftrag gab. «Man möge einen Damm dort bauen, wo das Meer besonders tief und wild ist!», befahl er und strafte jede Verzögerung mit dem Tode.

Generell mochte er es, Menschen hinzurichten, und dies auf grausamste Weise: Er schickte ehrenwerte, aber an körperlichen Gebrechen leidende Familienväter in die Arena, um gegen ausgemergelte Tiere zu kämpfen. Andere zwang er, der Hinrichtung ihres Sohnes beizuwohnen.

Als sich einmal ein auf solch traurige Weise Gestrafter wegen Krankheit beim Kaiser entschuldigte, um nicht Zeuge der Ermordung seines eigenen Kindes werden zu müssen, schickte Caligula ihm eine Sänfte.

«Triff so, dass er fühlt, wie er stirbt!», pflegte Caligula dem Henker zu sagen. Und jedes Mal, wenn er den Hals einer Mätresse küsste, fügte er hinzu: «Dieser schöne Kopf wird fallen, sobald ich es befehle.»

Caligulas Verschwendungssucht übertraf alles vorher Dagewesene:

«Er badete in kaltem und warmem Parfum, trank die wertvollsten Perlen in Essig aufgelöst, liess seinen Gästen vergoldete Brote und Speisen vorsetzen, indem er immer wieder sagte, man müsse entweder ein sparsamer Mann oder Kaiser sein.»

Sueton, «Kaiserviten»

Seine Jachten, auf denen er am hellichten Tage seine Gelage feierte, waren am Heck mit Edelsteinen verziert und im Innern mit Bädern, Speisesälen, Säulenhallen und Obstgärten ausgestattet.

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Lawrence Alma-Tadema, «Eine Weihe an Bacchus». bild: wikimedia

Das Geld, das durch solcherlei Befremdlichkeiten verlorenging, zauberte Caligula durch Raub und Steuererhöhungen wieder in die Staatskasse. Täglich liess er sich Neues einfallen, um das Volk auszupressen. Die neuen Gesetzte dafür liess er in so kleiner Schrift und an so einem unzugänglichen Ort anschlagen, dass niemand eine Kopie davon anfertigen konnte. Die adligen Frauen Roms wiederum zwang er, sich in seinem Bordell auf dem Palatin für ihn zu verkaufen.

Als dann seine Tochter geboren wurde, klagte Caligula, dass nicht mehr allein die schweren Lasten des Kaisertums ihn niederdrückten, sondern nun auch die eines Vaters und so nahm er Spenden für den Unterhalt des Mädchens an, in der er stolz die eigene Wildheit wiedererkannte, wenn sie beim Spielen den anderen Kindern die Augen auszukratzen versuchte.

Gezeugt hatte er dieses kleine Monster mit Caesonia, die er nicht wie all seine anderen Frauen nach wenigen Tagen wieder verstiess. Wahrscheinlich, weil sie ebenso restlos der Ausschweifung ergeben war wie er.

«Mit all seinen Schwestern trieb Caligula Unzucht und liess sie vor aller Welt beim Essen eine nach der andern neben sich sitzen, während seine Gattin auf seiner andern Seite ihren Platz hatte.»

Sueton, «Kaiserviten»

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Dieses auf einer Marmorbank herumliegende Mädchen malte der von Alma-Tadema inspirierte Brite John William Godward. bild: decorarconarte

Drusilla war seine Lieblingsschwester, sie verführte er bereits im Knabenalter, und als sie starb, war es bei Todesstrafe verboten zu lachen – und zu baden. Die anderen zwei mochte er nicht besonders, weshalb er sie an seine Lustknaben weitergab, ihnen hernach Ehebruch und Mitwissen an einer Verschwörung gegen ihn vorwarf und sie aus Rom verbannte.

«Es ist nicht zu sagen, ob er mit mehr Schamlosigkeit Ehen einging, löste oder aufrechterhielt.»

Sueton, «Kaiserviten»

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Lawrence Alma-Tadema, «Unter dem Dach des blauen ionischen Wetters». bild: wikimedia

Ganz besonders aber mochte er es, die Senatoren zu demütigen. Manche dieser altehrwürdigen Männer liess er wie Sklaven nur mit einem Lendenschurz bekleidet hinter seinem Divan herumstehen, während er ass. Und jene, die er umbringen liess, rief er doch weiterhin im Senat auf, so als wären sie noch am Leben.

Um die Ritter zu erniedrigen, pflegte er bei Theatervorstellungen die Vergünstigungen früher als gewöhnlich auszuteilen, sodass sich der Pöbel auf ihre guten Plätze setzte. Den Pöbel wiederum strafte er gern damit, dass er bei Gladiatorenspielen, wenn die Hitze besonders brennend war, die Sonnendächer zurückzog und allen befahl, sitzenzubleiben.

Für seine Schamlosigkeit erfand Caligula einen eigenen griechischen Ausdruck –« Adiatrepsia». Es war seine von ihm selbst am meisten geschätzte Eigenschaft.

«Begegnete er schönen Leuten mit starkem Haarwuchs, liess er ihnen den Hinterkopf rasieren.»

Sueton, «Kaiserviten»

Seine Begeisterung für das Wagenrennen kannte ebenso wenig Grenzen wie seine Schamlosigkeit. Dies äusserte sich auch darin, dass er einen Tag vor dem Wettkampf im Zirkus der ganzen Stadt Ruhe befahl, damit sein geliebtes Pferd Inciatus (Heisssporn) gut zu schlafen vermochte. Für das Tier liess er eigens einen Palast bauen und er gab ihm Sklaven, die im Namen des Gauls üppige Gastmähler austrugen. Man munkelte gar, dass er es zum Konsul machen wollte.

Es verwundere nicht weiter, schliesst Sueton, dass «ein Mensch, der sich zu solchen Verrücktheiten und Verbrechen verstieg», bald auf die Seite geschafft wurde.

A Roman Emperor: 41 AD
*oil on canvas
*86 x 174.3 cm
*signed b.r.: L Alma Tadema 71

Lawrence Alma-Tadema: «Tod des Caligula». Hier bezieht sich der Maler auch auf Sueton, der berichtet, dass sich während der Ermordung Caligulas der künftige Kaiser Claudius ängstlich hinter einem Vorhang verbarg, bis er vom Prätorianer Gratus entdeckt und schliesslich zum Kaiser ausgerufen wurde. Bild: http://art.thewalters.org/detail via wikimedia

Als Caligula am 24. Januar 41 um ungefähr ein Uhr nachmittags das Theater verliess, spaltete ihm der Offizier seiner Prätorianergarde das Kinn. Der Kaiser fiel zu Boden, wo er von den übrigen Verschwörern mit dreissig Schwerthieben erledigt wurde – einige davon gingen sehr direkt in seine Schamteile.

29 Jahre alt war er und nur drei Jahre, zehn Monate und acht Tage davon sass er auf dem kaiserlichen Thron. Kein einziges Stücklein dieser Schreckenszeit sollte je wieder von einem Römer erinnert werden. Caligula wurde mitsamt seinem ganzen Andenken für alle Ewigkeit verdammt.

Wahrheitsbox

Die Machtverschiebung vom Senat zum Kaiser im ersten Jahrhundert
Vieles, was von den absonderlichen Ausschweifungen besonders der ersten römischen Kaiser berichtet wird, ist gezeichnet von der tiefen Verachtung der Geschichtsschreiber für jene. Denn die meisten gehörten dem senatorischen Stand an und trauerten lange der zum Ideal hochstilisierten alten Republik hinterher, in der sie noch Mittelpunkt der Macht waren. Seit Iulius Caesar sich aber den Befehlen des Senats widersetzte und mitsamt seinen ihm treu ergebenen Truppen den Rubikon überschritten hatte, war jener Greisen-Club vor aller Augen seiner Autorität unwiederbringlich beraubt. Entmachtet und entehrt musste er einem Alleinherrscher weichen, einem Diktator, der fortan die Geschicke des Römischen Reiches lenkte.

Doch weil Veränderungen niemals von heute auf morgen geschehen, galt es, den Schein zu wahren. Jeder Imperator des ersten Jahrhunderts musste sich seine Befehlsgewalt vom Senat feierlich übergeben lassen. Und jeder Imperator, der dem Senat nicht den ihm gebührenden Respekt zollte, der plump seine kaiserliche Macht zur Schau stellte und damit die alten Herren demütigte, fiel früher oder später einer Verschwörung zum Opfer.

Caesarenwahnsinn oder zynische Machtdemonstration?
Caligula nun machte sich einen besonderen Spass daraus, die Senatoren zu erniedrigen und in diesem Zusammenhang muss auch die berühmte Anekdote mit seinem Lieblingspferd gelesen werden. Womöglich hatte er tatsächlich verlautbaren lassen, Inciatus zum Konsul zu machen, aber nicht, weil er verrückt war – oder unter jenem viel beschworenen Caesarenwahnsinn litt –, sondern weil er auf besonders zynische Weise zeigen wollte, dass er ALLES befehlen kann, ganz egal, wie unsinnig es erscheint. Caligulas kleine Demonstrationen enthüllten das Wesen der absoluten Macht in seiner ganzen gefährlichen Absurdität.

Und das hier ist eines jener Prunkschiffe Caligulas, das im Innern mit Marmor, Mosaikböden, Heizungen, sanitären Anlagen und Bädern ausgestattet war. Zwischen 1928 und 1932 wurden von der Mussolini-Regierung zwei Wracks geborgen, nachdem sie über 1900 Jahre auf dem Grund des Nemisees lagen.

After nearly 1,900 years at the bottom of Lake Nemi, the ships became visible again.
antique Emperor Caligula's Nemi ships, 1932
bild: rarehistoricalphotos

bild: rarehistoricalphotos

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LLewelyn 12.03.2019 12:58
    Highlight Highlight Sein Grossvater war ihm nicht gut genug? Dabei hätte es wohl Octavius nie zum Augustus gebracht, hätte Agrippa nicht die Schlachten für diesen geführt.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 11.03.2019 14:13
    Highlight Highlight Jetzt mal alle schrägen Ausschweifungen und Inzestgeschichten bei Seite gelassen, erscheint mir Caligula ehrlich gesagt wirklich ein bisschen wie ein Zyniker, welcher der ganzen römischen Bevölkerung auf brutalste Art und Weise den spiegel vorgehalten hat.
    Es würde mich nicht wundern, wenn es durchaus so gewesen wäre, aber uns bleiben nur die Überlieferungen.
    Schluss am Ende wieder mal eine tolle Episode Anekdoteles. Freu mich schon wahnsinnig auf die nächste. 😀
  • Ralph Moses 11.03.2019 09:29
    Highlight Highlight Vielen Dank Anna Rothenfluh für diese tolle Geschichte! Bei der Beschreibung der Person Caligula, mit dem fetten Leib der dünnen Behaarung und dem unfassbaren Regierungsstil kommt mir unweigerlich eine heute lebende Person in den Sinn... diese Person fällt auch völlig absurde Entscheidungen und verhält sich wie ebendieser Kaiser... ob man da vielleicht mal die Ahnenreihe durgehen sollte?
  • The oder ich 10.03.2019 21:54
    Highlight Highlight Immer wieder unterhaltsam, was an der Schnittstelle zwischen Damnatio memoriae und Oral History so an Räubergeschichten die Jahrtausende überlebt
  • Nadine Herrmann 10.03.2019 21:11
    Highlight Highlight Erinnert mich irgendwie an Joffrey Baratheon
  • SummaSummarum 10.03.2019 20:42
    Highlight Highlight Die spinn(t)en, die Römer...!
    Benutzer Bild
  • reamiado 10.03.2019 20:25
    Highlight Highlight Die Väter zwingen den Söhnen beim Verbrennen zuzusehen.. Daher hat G.R.R.Martin also seine Inspiration.

    Anekdoteles (wie wäre der Plural?!) zu lesen ist immer wieder ein Vergnügen :)
  • Wander Kern 10.03.2019 20:13
    Highlight Highlight Ein Mann von Welt.
  • Charlie1 10.03.2019 20:04
    Highlight Highlight Ich schätze Ihre Beiträge durchs Band sehr und empfehle Ihre Arbeiten gerne auch den von mir betreuten Studierenden.
    • Anna Rothenfluh 11.03.2019 08:29
      Highlight Highlight Oh vielen Dank, Charlie1, das freut mich ungemein!
  • lilie 10.03.2019 19:39
    Highlight Highlight Wieder einmal ein Spitzen-Anektoteles, danke dir vielmals dafür, liebe Anna! 🤗❤

    Die Wahrheitsbox ist wieder einmal sehr wichtig, um die Geschichten einordnen zu können. Wer weiss, was Caligula in Wirklichkeit für ein Mensch war. Aber selbst wenn die Hälfte der Geschichten um ihn erfunden und die andere immer noch furchtbar übertrieben waren: Caligula schien nicht ein Typ gewesen zu sein, der sich bei irgendjemandem beliebt machen wollte.

    Das kann man nun bewundern oder unsympathisch finden - aber es müsste ihm ja eigentlich in den Kram passen, als Scheusal in die Geschichte einzugehen.
    • Anna Rothenfluh 11.03.2019 08:29
      Highlight Highlight Danke dir vielmals liebe lilie für deine Worte!
  • Palpatine 10.03.2019 19:20
    Highlight Highlight Na ja, ich halte einen Grossteil des Erzählten als Schauermärchen senatorischer Propaganda. Caligula war ein Kind seiner Zeit, mit all den Höhen und Tiefen. Er soll so geisteskrank gewesen sein, dass er sein Pferd zum Konsul mehr. Vielleicht. Aber wohl eher nicht. Entgegen seiner beiden Vorfahren Tiberius und Augustus, die dem Senat zumindest öffentlich suggerierten, noch an der Macht zu sein, war Caligula wohl klar, wie es wirklich war. Die Macht lag bei ihm. "Der Senat ist nichts mehr. Da hat ja sogar mein Pferd mehr Macht", so dürfte die Geschichte mit dem Pferd wohl eher gewesen sein.
    • Anna Rothenfluh 10.03.2019 19:34
      Highlight Highlight Ja genau, darum steht das auch in ein bisschen anderen Worten in der Wahrheitsbox.
    • Palpatine 10.03.2019 20:42
      Highlight Highlight Stimmt... Hab die Wahrheitsbox echt übersehen... :-)
    • Shabaqa 11.03.2019 04:56
      Highlight Highlight Schon Tiberius wird in den Quellen mit Allerlei Schauergeschichten in Verbindung gebracht. Die Ursache für das Zerwürfnis zwischen ihm und dem Senat ist möglicherweise gerade, dass er Augustus' Lüge, der Senat habe noch etwas zu sagen, geglaubt hat. Deshalb kam es zu zahlreichen Missverständnissen, weil den Senatoren ja klar war, dass dem nicht so ist.
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