Schweiz

Mit gutem Vorbild vorausgehen, oder doch nicht? Verkehrsministerin Doris Leuthard mit ihrem Dienstwagen aus Kalifornien.
Bild: KEYSTONE

Umweltfreundlich ist anders: Wie das Image von Doris Leuthards Tesla trügt

02.11.15, 04:08 05.02.16, 14:21

Die schicken Autos von Elon Musk gehören für gutbetuchte Umweltbewusste zur Standardausrüstung: Verkehrsministerin Doris Leuthard lässt sich in einem Tesla herumchauffieren, und auch Talkmaster Roger Schawinski fährt einen. Doch das Elektroauto Tesla tut der Umwelt gar nicht so gut, wie sein Image vermuten lässt.

«Wer heute in der Schweiz Elektroauto fährt, verursacht pro konsumierte Kilowattstunde 80 bis 90 Gramm CO2 und hinterlässt strahlenden Atommüll», zitiert der Tages-Anzeiger den Experten Florian Brunner von der Schweizerischen Energie-Stiftung.

Aufmerksamkeit gewiss: Tesla-Chef Elon Musk bei einer Präsentation.
Bild: Getty Images AsiaPac

Pferdefuss bei der Umweltbilanz der US-Fahrzeuge ist der Strom, mit dem sie betankt werden: Dabei fällt das Treibhausgas CO2 an, was einen Tesla rasch weg bringt von der Klimaneutralität. ETH-Professor Christopher Onder hält die Ökobilanz der Autos für eher dürftig: «Am heutigen Schweizer Strommix wird sich in den nächsten 15 Jahren wenig ändern, insofern bleiben Elektrofahrzeuge kein Gewinn für die Umwelt», sagte er dem «Tages-Anzeiger». Er weist auch darauf hin, dass die finanzkräftige Klientel den Tesla oft als Zweit- oder Drittauto anschafft. Das vergrössert die Anzahl Autos in der Schweiz, was der Umwelt auch nicht gerade zuträglich ist.

Nicht sehr umweltfreundlich ist auch die Produktion der Fahrzeuge und ihrer Batterie: Dabei werden laut Experten so viele Ressourcen verbraucht, dass erst nach rund 20 Jahren Betrieb ein positiver Umwelteffekt eintritt. Kurz: Viel Aufwand für geringen Nutzen.

Die eingangs erwähnten Schweizer Tesla-Aushängeschilder geben sich gegenüber dem «Tages-Anzeiger» übrigens vorbildlich beim Betrieb ihrer Gefährte: Den Strom beziehen sie nach eigenen Angaben möglichst aus erneuerbaren Stromquellen. (trs)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ckris 03.11.2015 20:45
    Highlight Der Artikel versucht nicht objektiv zu sein, sondern offensichtlich bestimmte Interessen zu vertreten.

    • Ökobilanz von E-Autos in Produktion und Betrieb: siehe ETH-Publikation http://t.co/U6vZaOVKdf , die kaum Unterschiede zu herkömmlichen PKW bei der Produktion, aber große Vorteile im Betrieb sieht

    • Ökostrom: Tesla's Supercharger werden mit Ökostrom gespeist - sogesehen können die berechneten CO2-Werte gar nicht stimmen, auch wenn noch andere Stromquellen genutzt werden…

    • Gerade die Langstreckentauglichkeit erspart einen zusätzl. 2./3.-Wagen

    • usw.

    Definitiv kein lesenswerter Artikel
    12 0 Melden
  • Till Wietlisbach 03.11.2015 12:40
    Highlight Schön, was hier alles nicht beachtet wird.
    1. Der Strommix der Schweiz sollte man gefälligst der Schweiz anrechnen und nicht dem Auto. Dieser Faktor kann von Tesla nicht beeinflusst werden.
    2.Strom, der produziert wird, muss auch verbraucht werden. Wenn er nicht für den Tesla genutzt wird, wird er verkauft oder wir pumpen Wasser in Stauseen. Much better.

    Ich weiss, das klingt wie ein Fanboy Kommentar (bin ich auch etwas) aber der Tesla setzt ein Zeichen. Ein Zeichen, welches in der heutigen Zeit dringend notwendig ist. Er steht für mehr als nur ein Auto. Er steht für Evolution dank Technik.
    11 0 Melden
  • icarius 02.11.2015 11:22
    Highlight Klar sind gewisse Bedenken berechtigt, aber was die Autoren nicht beachten: Dank dem Tesla Model S ist das heisseste Ding auf der Strasse im Jahre 2015 ein Elektrofahrzeug, kein Sportwagen, keine Limousine und auch kein Offroader. Tesla beschleunigt in 3 Sekunden auf 100 kmh, er hat einen Boardcomputer der den K.I.T.T. vor Neid erblassen lässt und, hey, sogar George Clooney fährt einen.

    Klar ist ein der Prius vernünftiger (ich fahr selbst einen), aber er macht Elektrofahrzeuge eben nicht cool. Der Tesla aber schon und das allein ist schon viel wert, denn es ändert die öffentl. Wahrnehmung.
    29 2 Melden
  • Darkglow 02.11.2015 10:40
    Highlight Das Problem, wieso die Autolobby nach wie vor so extrem gegen Elektroautos schiesst und eine Komplett unsinnige und verzerrte Statistik nach der anderen publiziert, ist das Sie genau wissen wovor sie angst haben. Anstatt bereits vor 20 Jahren in die Forschung zu investieren, haben sie Elektro Autos als lächerlich und illusorisch bezeichnet und nichts gemacht. Nun holt sie die Zukunft ein und sie hinken hinterher... Ich als Wissenschaftler würde mich schämen meinen Namen unter eine gekaufte Studie zu stellen.
    41 2 Melden
    • Michael Aber Allemal 03.11.2015 08:03
      Highlight Ich glaube dass die autoindustrie mehr in Forschung und entwicklung investiert als so manche zivilisierte nation in ihr bildungssystem! Und wenn man sich anschaut was die politik seit der mineralöl krise in den 70 bis heute verpennt hat...
      Das Problem ist doch jenes. Auf der einen Seite das Marketing das uns vorgaukelt die Teslas dieser Welt wären die perfekte Lösung,und auf der anderen seite die politik, die ihre Untätigkeit der letzten 50 Jahre allein auf die Industrie abwälzt.
      0 0 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 02.11.2015 10:31
    Highlight Verstehe ich das richtig:
    Die fortschrittliche (Produktions-)Technologie, welche nicht nur in Teslas verbaut ist, sondern mit welcher sie auch hergestellt werden, ist schlecht, weil die veraltete Technologie zur Stromerzeugung und - m.E. schlimmer - die konservative Politik, welche diese wider jegliche Vernunft am Leben hält, noch immer existiert?
    Mit derselben argumentativen Idiotie hätte man Penicillin als nicht-fortschrittlich abtun (oder noch "besser" verbieten) können; die Menschen glaubten ja auch nach dessen Entdeckung noch lange an die bis dahin bekannten (wirkungslosen) Therapien...
    26 2 Melden
  • Zynikus 02.11.2015 10:01
    Highlight Was wird hier miteinander verglichen, ist eine Birne oder ein Apfel besser? Man vergleicht Verbrauchswerte von fossil angetriebenen Autos mit den Energieaufwänden zur Herstellung von Elektroautos! Klar muss das Fahrzeug lange betrieben werden bis diese Energie "amortisiert" ist,. Interessant wäre diese Aussage höchstens, wenn man die Energieaufwände für herkömmliche Autos vergleicht und diese Aufwände frappant tiefer wären, ansonsten ist dieser Artikel nicht mal die Energie wert wo zur Herstellung benötigt wurde.
    38 3 Melden
    • pat_om 02.11.2015 13:28
      Highlight Es werden doch am liebsten nur neue Fahrzeuge im Straßenverkehr gesehen, zwecks Sicherheit etc. wenn ein Auto 20 Jahre braucht, bis es sich amortisiert hat, ist es zum Amortisierungszeitpunkt schon lange nicht mehr auf dem aktuellen Sicherheitsstandart.....
      Also beißt die Katze sich doch dort schon indem eigenen Schwanz. Vieles von Oben widerspricht sich doch von. Selber. Es geht doch nur drum irgendwie wieder neue Einmahmequellen zu generieren, bei der Melkkuh der Nation, dem Autofahrer!!
      0 2 Melden
    • _kokolorix 02.11.2015 19:05
      Highlight @pat
      von wegen melkkuh der nation. schon mal die externen kosten der autofahrererei (unfallopfer, infrastruktur, oelverarbeitung, krankheitskosten, umweltverschmutzung, etc.) angesehen?
      ich würde sagen jeder fussgänger wird mehr gerupft, da er keine externen kosten verursacht.
      1 1 Melden
    • pat_om 02.11.2015 21:39
      Highlight Wer finanziert die SBB zur Hälfte? Der Fussgänger?
      Die folgekosten werden durch Benzinpreis, Verkehrsabgabe , Vignette und Versicherung abgedeckt....
      Das ist der Preis, den ein Autofahrer für seine Mobilität zahlen muss.
      Passiert ein unfall wobei es gibt Unfallopfer(wobei ein Fussgänger der stumpf über die Straße läuft, am besten noch mit Musik im Ohr und Smartphone vor der Nase die Kosten für die Behandlung selber tragen sollte, da die grob fahrlässig ist und beim Auto auch nicht gedeckt ist) kommt die Versicherung zum tragen.
      0 1 Melden
    • pat_om 02.11.2015 21:40
      Highlight Fährt man auf der Straße, wird das durch die Verkehrsabgabe(Instandhaltung und Bau der Infrastruktur) gedeckt.
      Fährt man auf die Autobahn, kommt die Vognette ins Spiel.
      0 1 Melden
    • _kokolorix 04.11.2015 11:22
      Highlight Erkrankungen aufgrund der Luftbelastung etc. trägt die Krankenkasse, Lärmschutz, Unfallschutz für Fussgänger zahlen die Betroffenen bzw die Gemeinden der Betroffenen. Bezahlt wird von Abgaben und Vignette nur die Infrastruktur für den Autofahrer, weshalb für Fussgänger und Velofahrer gefährliche Streckenabschnitte erst nach erfolgtem tödlichem Unfall wiederwillig umgebaut werden. Meist mit Steuergeldern und nicht mit dem vielen Geld das für die Strasseninfrastruktur, und nur dafür, vorgesehen ist.
      0 0 Melden
  • kiawase 02.11.2015 09:54
    Highlight wann kriegen endlich die nicht-autobesitzer negative steuern von wegen nicht benutzung der teuren infrastruktur....
    13 13 Melden
    • lobin 02.11.2015 10:31
      Highlight Laufen Sie nie auf der Strasse? Bus oder Tram? Oder gar Velo?
      13 5 Melden
    • Nico Rharennon 02.11.2015 11:06
      Highlight Lobin, sie vergleichen Äpfel mit Birnen! Ein Velo braucht massiv weniger Platz und ist auch etwa um den Faktor 10 leichter als ein durchschnittliches Auto. Weiter ist das Unfall-Risiko massiv kleiner...
      2 9 Melden
  • Zeit_Genosse 02.11.2015 09:38
    Highlight Gibt es auf der ganzen Welt noch keine Studie darüber was jetzt so ein Fahrzeug an Lebenszykluskosten (z.B. auf 100'000 Km oder 5 Jahre oder mehr) bringt. Gerechnet von der Herstellung aller Teile über den Betrieb des Fahrzeugs und dann die Rückführung in den Ressorcenkreislauf? Es werden so viele (unnütze) Studien gemacht, warum wagt sich hier niemand ran, obwohl es ein aktuelles und attraktives Thema mit Informationsbedarf ist? Bei den "Stromern" muss man wie bei den "Verbrennern" die Energiegewinnung in der gesamten Kette berücksichtigen inkl. Betankungssysteme. Go watson.
    19 0 Melden
    • viella 02.11.2015 11:13
      Highlight Interessante Life Cycle Studie von Daimler, bei der 2 Modelle der B-Klasse verglichen werden: Diesel und Elektro.
      Zitat: "Bei Betrachtung des gesamten Lebenszyklus – von der Herstellung und Nutzung über 160.000 Kilometer bis zur Verwertung – verursacht die B-Klasse Electric Drive – trotz höherer Emissionen im Produktionsprozess – in Summe 24 Prozent (7,2 Tonnen; mit EU Strom-Mix) bzw. 64 Prozent (19 Tonnen; mit Strom."
      http://media.daimler.com/Projects/c2c/channel/documents/2582746_final_UZ_B_Kl_ED_dt_15_12.pdf
      1 0 Melden
    • Zeit_Genosse 02.11.2015 12:13
      Highlight @viella
      Danke, das habe ich mir gleich angeschaut. Ja, da hat es Informationen und einen 1:1 Vergleich zum Ottomotor. Da ich bisher mit dem Stern gut gefahren bin, könnte es durchaus dieses vernünftige Modell werden (Ersatz des 2. Wagen). Jetzt noch abklären, wie viel die Solarpanels hergeben und wo man zum vernünftigen Preis Strom aus erneuerbaren Quellen kauft.
      1 0 Melden
    • Primus 02.11.2015 13:37
      Highlight @viella
      (1/2)
      Ich habe nur schnell quer gelesen; Reichweite B-Klasse Electric Drive max. 200 km. Kapazität Lithium-Ionen-Batterie 28 kWh. D.h. man hat die Produktionsemissionen nach 31‘000 km wieder eingefahren (Break Even), wenn man zu 100% mit Wasser-/Windkraft fährt, sonst braucht es (deutlich?) länger.
      Der Tesla S hat etwa eine drei mal grössere Batterie. Dies ergibt dann 93‘000 km, bis man die Produktionsemissionen wieder eingefahren hat. Die Batterie darf dann aber auch nicht vorzeitig schlapp machen oder beträchtlich Kapazität verlieren.
      1 1 Melden
    • Primus 02.11.2015 13:38
      Highlight @viella
      (2/2)
      Sobald man nicht zu 100% mit Wasser-/ Windkraft fährt dürfte sich die benötigten Kilometer erhöhen, auch mit den Solarzellen auf dem heimischen Dach. Die hatten auch CO2 benötigt. Und der Tesla S dürfte nicht mit 16,6 kWh / 100 km zu bewegen sein.
      Als Erstwagen mit 15‘000 km / pro Jahr könnte ich mir theoretisch den B-Klasse Electric Drive genauer anschauen, als Zweitwagen mit nochmals erheblich weniger km pro Jahr wird er sich so oder so nie rechnen.
      1 0 Melden
    • Zeit_Genosse 02.11.2015 14:33
      Highlight Der kleine B-Benz verbraucht 16,6 kW/h auf 100 Km (1725 kg/200Km RW) und der leistungsstarke und schwerere Tesla 18,1 kW/h !?(2175 kg/500Km RW). Bei Strompreisen von ca. 11- 20 Rp/kWh (je nach Mix+Tarif), sind da wenig Unterschiede. Der E-Smart schlägt mit 15,1 kWh Verbrauch im Verhältnis hoch an. Ich habe die Zahlen von:
      http://www.e-mobile.ch/index/index.php?pid=de,2,21
      Wenn der Vergleich dort stimmt, wäre die Fahrleistung-Kosten-Bilanz beim Tesla exzellent (stimmt das?). Mache ich da einen Gedankenfehler oder sitze ich einem Prüfstand-Softwarebetrug wie bei den Dieseln auf?
      1 0 Melden
  • Kronrod 02.11.2015 09:15
    Highlight Mich nimmt ja wunder, wie solche Artikel zustandekommen. Da bashen gleichzeitig der Tagesanzeiger, der Bund, der Blick, und Watson mit dürftig recherchierten Argumenten gegen Tesla. Das geschickte Handwerk einer PR-Agentur für die Autolobby?

    Die NZZ fällt hier übrigens positiv auf. Die scheint solche Artikel nicht nötig zu haben.
    44 2 Melden
  • amade.ch 02.11.2015 09:09
    Highlight Bin ich froh, dass die Öl-Raffinerien die Urwälder von einst direkt wieder aufforsten und so zu einem nachhaltigen Treibstoff beitragen. Es fühlt sich einfach gut an, so zu tanken. Alleine schon an der durchsichtigen Farbe kann man erkennen, wie schonend Benzin und Diesel zur Umwelt sind.

    Seriously: Wer hat den Text denn verbrochen? Logisch kommt es auf den Strom an, mit dem man das Auto tankt. Dazu kommt aber auch das Rekuperieren, das es beim Verbrenner nicht gibt. Und ob ein E-Auto deutlich mehr Graue Energie drin hat?
    20 3 Melden
  • WartSab 02.11.2015 09:04
    Highlight ersthaft jetzt?
    Wennschon artikel von anderen Medien abschreiben, dann doch bitte auch korrekt, ich zitiere da auch gerne nochmals den relevanten Satz: "Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, liege heute die Treibhausgasbilanz konventioneller Verbrennungsmotoren um rund 70 Prozent über jener von Elektroautos, die mit Strom aus der Schweiz angetrieben würden."
    Da der Watson Artikel eindeutig auf eine Rüge an Frau Leuthards Tesla abzielt welcher mit einem schweizer Ökostrommix betrieben wird muss ich mich schon sehr wundern...
    26 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 08:30
    Highlight Die ersten Benzinkutschen waren bezüglich Umweltschäden längst nicht so reduziert wie heute. Es brauchte Jahrzehnte. Also lasst dem Tesla wenigstens ein paar Jahre!
    Erdöl wird irgendwann fertig sein. Strom kann man immer produzieren.
    Das Runtermachen von Projekten, die etwas Neues in die richtige Richtung bringen, ist kontraproduktiv. Dabei fang ich grad an, mich zu fragen, wer den Tagi-Artikel inspiriert hat. Womöglich eine Auto-Lobby, die wegen dem Quereinsteiger Absatzeinbrüche befürchtet?
    22 1 Melden
  • Kastigator 02.11.2015 08:23
    Highlight Warum übernehmt ihr einfach den schlecht recherchierten Tagi-Artikel? Und warum lasst ihr genau wie der Tagi einen ganze wesentlichen Aspekt weg: dass nämlich E-Mobile im Alltag nicht stinken? Weder für Feinstaub sorgen in der Stadt noch für Ozon? Keine Atemreizung wegen Stickstoffdioxid und noch dazu viel weniger Lärm?
    Sorry, aber das ist schlicht peinlich.
    Ist nun kritikloses Abschreiben die Folge der Sparpolitik?
    28 1 Melden
  • Timä 02.11.2015 08:00
    Highlight Für einen ETH-Professor eine ziemlich naive Aussage. Der Weg sollte das Ziel sein, oder glaubt er, wenn man noch ein bisschen wartet gibt es von alleine eine bessere Lösung.
    Oh, guck mal, da neues Auto ohne Verbrauch - schwups aus der ETH geschlüpft....
    3 0 Melden
    • Najratatat 02.11.2015 11:09
      Highlight Natürlich hat die ETH ein Brennstoffzellenauto gebaut das umgerechnet 1L auf 5000 km verbraucht.
      Abgesehen davon vermute ich stark dass hier etwas aus dem kontext genommen wurde. Ausserdem frage ich mich ob die Herstellung von Benzin überhaupt betrachtet wurde? Oder nur die vom Strom!
      5 0 Melden
  • Dimitri Peter 02.11.2015 07:50
    Highlight Frage: Das Argument mit der Batterie hört man immer und immer wieder. Wie viel Energie verbraucht die Produktion denn nun wirklich?
    4 0 Melden
  • Sagitarius 02.11.2015 07:49
    Highlight Liebes Watson Team
    Nehmt Euch mal Anton Gunzinger's "Kraftwerk Schweiz" zu Gemüte und dann reden wir wieder miteinander!
    Sich nur um den CO2 Ausstoss eines Fahrzeugs zu kümmern, anstelle sich den ganzen Zyklus anzuschauen ist auch ein wenig kurzsichtig!
    12 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 07:32
    Highlight Das tolle am Strom ist ja, dass er auf sehr unterschiedliche Wege hergestellt werden kann. Also her mit dem Solarstrom und alles ist super.
    Bleibt noch die Produktion.
    Das ist ein riesen Problem, welches sich nur mit Cradle to Cradle lösen lässt.
    Bei einem Tesla sind es ca. 20 Jahre, und bei anderen Autos? Da fehlt doch bewusst die Vergleichsmöglichkeit 😜
    Bei Benzin/Dieselfahrzeugen wird auch gerne die Herstellung einfach weggelassen, die Herstellung des Treibstoffes ist sehr Energieaufwendig und umweltschädigend.
    Beim Akku fällt das nicht bei jedem tanken in diesem Ausmass an...
    124 6 Melden
  • El_Sam 02.11.2015 07:25
    Highlight Nur um der Mathematik-willen hier ein Berechnungsbeispiel wieviel Co2 der Tesla im Vergleich zu anderen Autos ausstösst (resp. die gewinnung des Stroms erzeugt).

    Verbrauch Tesla: ca. 20.3 KWh / 100km => 18.27g CO2 / km
    SMART: => 90 g CO2 / km
    Mercedes S S320 als vergleichbares Auto => 220 g CO2 / km

    Wobei bei fossilen Brennstoffen der CO2-Ausstoss der erzeugung ja gar nicht angegeben wird.

    Alles in allem scheint mir der Telsa hier doch recht gut abzuschneiden (Selbst mit den wohl eher pessimistischen Werten aus diesem Bericht)
    128 2 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.11.2015 08:15
      Highlight Genau!
      10 0 Melden
    • Cmo 02.11.2015 09:04
      Highlight Und wenn man all die Ölkatastrophen der vergangene Jahrzehnte mitrechnet, sind die Benziner erst recht weg vom Fenster. Zurecht wie ich finde.
      10 1 Melden
  • lobin 02.11.2015 07:18
    Highlight Der letzte Absatz neutralisiert die Aussage im 2. Absatz. Natürlich ist es hauptsächlich eine Frage des konsumierten Strommixes. Wie man sein E-Auto betankt bestimmt nicht der Schweizer Strommix, sondern jeder einzelne.

    Und: Bei einem Mercedes stellt niemand die Frage nach der energetischen Amortisierung. Denn da wird es mit jedem Tag schlechter. Nur ein E-Auto muss absolut umweltfreundlich sein. Ist es natürlich nicht, denn das ist allenfalls ein Fahrrad.
    83 2 Melden
  • Teslaner 02.11.2015 07:13
    Highlight Wenn man den Strom zum Beispiel zu Hause mit einer Solaranlage produziert ist es sehr wohl umweltfreundlich.
    Ist das eine Aussage der Öllobby? Und der Klimawandel findet auch nicht statt?
    67 7 Melden
    • Max Havelaar 02.11.2015 07:48
      Highlight Die Herstellung von multikristallinen Silizium-Paneelen ist auch nicht zu 100% umweltfreundlich. Der Abbau von Rohstoffen, wie Silizium, geschieht teils unter Ausbeutung billiger Arbeitskräfte. Und die Paneelen müssen irgendwann speziell recyclet werden. Aber im Vergleich zu Uranstäben ist das immer noch um Ellen umweltfreundlicher.
      49 5 Melden
    • azoui 02.11.2015 08:01
      Highlight @Havelaar, obwohl das alles stimmt, gibt es die gleichen und schlimmere Probleme bei der Oelgewinnung auch.
      3 0 Melden
    • Kastigator 02.11.2015 08:26
      Highlight Silizium findet sich z.B. einfach in Sand - 15 Prozent der Erdkruste bestehen daraus. Das gehört imfall nicht zu den Seltenen Erden - ganz im Gegensatz zu deinem Handy und deinem Computer, mit deren seltenen Bestandteile du Warlords im Kongo finanzierst.
      2 0 Melden
    • Cmo 02.11.2015 09:06
      Highlight @Max Havelaar, klar und die Ölarbeiter inkl. LKW-Fahrer sind alles hochpromovierte, teure Arbeitskräfte.
      2 1 Melden
  • Zeit_Genosse 02.11.2015 07:13
    Highlight Man soll diese Technik nicht ungeachtet in den Himmel loben aber auch nicht verteufeln. Es war abzusehen, dass das mit dem Zero CO2 mehr Marketing als Realität ist wenn man die Ökobilanz und den Lebenszyklus nimmt. Doch ggü. traditionellen Antrieben lässt sich sicher ein positiveren Vergleich machen. Ob bis zu 700 System-PS nötig sind um das Ego der Besitzer aufzuladen und mit einem 2 Tonnen-Kreuzer auf grün zu machen, zeigt die irrationale Seite des Luxusstromers, wenn man dann noch von erneuerbarem Strom spricht, den man ja auch sparsamer verbrauchen könnte, wird weiteres Potenzial sichtbar.
    41 6 Melden
    • lobin 02.11.2015 07:52
      Highlight Natürlich wäre ein kleines Auto besser. Eigentlich immer.
      Nun, mit einem Renault Zoe würde Frau Leuthard sicher nicht herumkutschieren. Dann wäre es wohl ein Mercedes der Baureihe ziemlich gross.
      Tesla hat hier sehr positive Impulse gegeben, die Elektromobilität wirklich weitergebracht und lässt die Oberschicht für die Entwicklung der Technologie bezahlen.
      8 0 Melden
  • ket4mon 02.11.2015 07:07
    Highlight Freie Energie war zu Zeiten von Nikola Tesla schon ein Thema, wird jedoch immer wieder verdrängt. Schöne Welt.
    9 22 Melden
  • goalfisch 02.11.2015 06:54
    Highlight wie sieht es bei benzin/diesel fahrzeugen aus? gibt es da auch noch versteckte co2 produktion? ich nehme an, dass die produktion von treibstoff auch nicht ganz ohne ist.
    ein direkter 1-1 vergleich elektro/treibstoff wäre super.
    50 1 Melden
    • lobin 02.11.2015 08:06
      Highlight Es gibt eine, schon etwas alte, aber trotzdem gute Studie vom ifeu in Deutschland. Daher ist der Tesla da drin noch kein Thema.
      Amortisierung inkl. aller schädlicher Einflüsse (CO2, Gifte etc) für Herstellung, Betrieb und Entsorgung:
      E-Fahrzeug mit Erneuerbarer Energie: ca. 30'000 km
      E-Fahrzeug mit Strommix: ca. 60'000 km
      Benzinfahrzeug: NIE
      7 0 Melden
    • viella 02.11.2015 08:07
      Highlight Solche Vergleiche gibt es. Hier einen von Daimler (als sicher unverdächtige Instanz). Er bestätigt klar die bessere Bilanz der Elektrovariante, auch im ungünstigen deutschen Strommix.
      http://media.daimler.com/Projects/c2c/channel/documents/2582746_final_UZ_B_Kl_ED_dt_15_12.pdf
      4 0 Melden
  • rstnpce 02.11.2015 06:49
    Highlight Beim "normalen" Auto werden die Stromkosten/ der allgemeine Aufwand zur Gewinnung des Kraftstoffs jedoch auch nicht in die "Verbrauchsmenge" eingerechnet...
    48 0 Melden
    • lobin 02.11.2015 07:45
      Highlight Das ist das Problem. Alternative Fahrzeuge müssen absolut grün sein um als besser zu gelten. Bei normalen Autos ist das ja alles egal, da redet niemand davon.
      Ein mit erneuerbaren Energien betriebenes E-Auto ist nach 30'000km Energieneutral.
      Ein mit unserem Strommix betriebenes E-Auto nach ca. 60'000 km.
      Beim Tesla wird die Zahl grösser sein.
      Beim Benzinauto NIE.
      45 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 06:38
    Highlight Und wie verhält sich das zur umweltfreundlichkeit der Fahrzeuge der anderen Bundesräte? Wie steht der CO2-Ausstoss einer Mercedes S-Klasse AMG zum Tesla (wird ausser Mercedes und dem Tesla noch was anderes gefahren?). Interessanterweise wird bei Elektroautos oftmals auf den bei der Stromproduktion anfallenden CO2-Ausstoss eingegangen, während bei Autos mit Verbrennungsmotor nur der durch den Motor anfallende Ausstoss angegeben wird, niemals aber der CO2-Ausstoss der Treibstoff-Produktion (Ölförderung, Transport, Raffinerie etc.). Scheint doch etwas ein doppelter Standard zu sein, nicht?
    68 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 06:35
    Highlight Es muss vielleicht ergänzt werden, dass die Bilanz beim Strommix in der Schweiz im Gegensatz zum untersuchten in Deutschland leicht besser ausfällt, da die Schweiz stark Wasserkraftenergie ins Netz speist.
    34 0 Melden
    • lobin 02.11.2015 07:47
      Highlight Nicht leicht, ziemlich stark.
      32 0 Melden
    • Mafi 02.11.2015 08:26
      Highlight Die Schweiz verbrennt keine Kohle, dafür mangelt es ein bisschen an Solarstrom. Trotzdem: über 30% des Schweizer Stromes ist von Wasserkraftwerken.

      Damit steht die Schweiz deutlich besser da. Frankreich z.B. hat viel zu viel Atomkraftwerke, und Deutschland hat zu viele Kohlekraftwerke. Leider.
      5 0 Melden
  • tomdance 02.11.2015 06:29
    Highlight Liebe Redaktion. So what? Mit den im (Blick?)Artikel aufgeführten Argumenten könnte man jede Entwicklung in der Technik stoppen. Wie viel Strom haben die ersten Computer verbraucht? Diese Riesenmaschinen waren aber die Grundlage für unsere heutigen Smartphones. Ich finde, dass die Elon Musks dieser Welt Grossartiges und Nützliches leisten. Ausserdem: das Problem ist nicht das Fahrzeug, sondern die Art wie wir Strom produzieren. Aber natürlich schiesst es sich besser gegen Tesla und Leuthart als gegen z.B. die Axpo. Fazit: ein Artikel, der mehr Strom als nötig verbraucht hat.
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  • Wilhelm Dingo 02.11.2015 06:19
    Highlight Wirklich umweltfreundlich ist meistens nur Minderverbrauch oder nicht Nutzung.
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  • Max Havelaar 02.11.2015 05:06
    Highlight Was? Elektroautos sind doch nicht CO2 neutral? Da fallen nun aber einige, naive Kartenhäuschen zusammen.... Aber im Ernst: Ich finds gut, sagts mal jemand.
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  • atomschlaf 02.11.2015 04:47
    Highlight Was soll das alberne Tesla-Bashing?
    Der entscheidende Satz aus dem Tagi-Artikel fehlt nämlich oben: "Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, liege heute die Treibhausgasbilanz konventioneller Verbrennungsmotoren um rund 70 Prozent über jener von Elektroautos, die mit Strom aus der Schweiz angetrieben würden." - also schon mal ein klarer Umweltvorteil.
    Hinzu kommt, dass in der dichtbesiedelten Schweiz die toxischen Schadstoffe NOx und Russ/Feinstaub viel gravierender als der CO2-Ausstoss sind und jene fallen bei Elektroautos gänzlich weg. Also auch hier ein klarer Gewinn wir die Umwelt!
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    • Mafi 02.11.2015 08:32
      Highlight Vergessen werden auch oft die folgenden zwei Punkte:

      Herstellung und Herkunft des Treibstoffs:
      Oft aus Bohrtürmen und anderen nicht sehr Umweltfreundlichen vorgehen, zudem sind auch Raffinerien nicht sehr Umweltfreundlich.

      Herstellung und Wartung der anderen Autos, sowie Lebensdauer:
      (Teslas scheinen eine höhere Laufzeit zu haben (man beachte die Garantie auf Batterien), zudem kann weniger feinmotorik kapputgehen (Kühlwasser, es braucht zudem kein Öl, etc.))


      All das wird nicht erwähnt, und dennoch wird der Tesla für deutlich besser Werte kritisiert. Kritik ist ja OK. Aber nicht bashing ;)
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