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Supporters of Republican U.S. presidential candidate Donald Trump celebrate as Trump is projected by television networks as the winner of the South Carolina primary, at his primary night rally in Spartanburg, South Carolina February 20, 2016. REUTERS/Jonathan Ernst

Jubel bei der Anhängerschaft von Donald Trump: Der republikanische Präsidentschaftskandidat hat laut Hochrechnungen die Vorwahl in South Carolina für sich entschieden.
Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

US-Vorwahlen: Clinton entscheidet Nevada für sich + Trump gewinnt in South Carolina + Jeb Bush wirft das Handtuch

Der Geschäftsmann Donald Trump hat mit einem Sieg bei der Vorwahl in South Carolina seine Spitzenposition im Kampf bei den US-Republikanern gefestigt. Der einstige Top-Favorit Jeb Bush zog sich dagegen aus dem Wahlkampf zurück. In Nevada besiegte Hillary Clinton Herausforderer Bernie Sanders. Der «sozialistische Demokrat» bleibt aber weiterhin im Rennen.



Der Geschäftsmann Donald Trump hat laut Hochrechnungen von Fernsehsendern die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat South Carolina gewonnen. NBC, CNN und Fox News erklärten Trump nach Schliessung der Wahllokale in dem Südstaat am Samstagabend zum Sieger. Der einstige Top-Favorit Jeb Bush zog sich dagegen aus dem Wahlkampf zurück.

Nach Auszählung fast aller Stimmbezirke in South Carolina lag der populistische Immobilienmagnat Trump mit 32,5 Prozent deutlich in Führung. Auf dem zweiten Rang folgte mit 22,5 Prozent der Senator aus Florida, Marco Rubio, dicht gefolgt vom texanischen Senator Ted Cruz mit 22,3 Prozent. Die beiden trennen wenige hundert Stimmen.

«Die Menschen in Iowa und in New Hampshire und in South Carolina haben gesprochen, und ich respektiere ihre Entscheidung»

Jeb Bush

Knapp zwei Wochen nach seinem Erfolg bei der Vorwahl in New Hampshire zeigte Trump erneut, dass er seine guten Umfragewerte auch in einen Wahlsieg verwandeln kann. Beim Vorwahl-Auftakt Anfang Februar in Iowa hatte Trump den zweiten Platz hinter Cruz belegt. Trump und Cruz sind bei der Parteiführung unbeliebt, ihre Tiraden gegen die Eliten in Washington treffen an der Basis aber einen Nerv.

Abgeschlagen, trotz Millionenausgaben

Einen bitteren Abend erlebte Bush, der mit nur knapp acht Prozent der Stimmen Platz vier holte, obwohl er in South Carolina viele Auftritte absolviert und Millionensummen für Wahlspots ausgegeben hatte. «Die Menschen in Iowa und in New Hampshire und in South Carolina haben gesprochen, und ich respektiere ihre Entscheidung», sagte der Ex-Gouverneur in einer emotionalen Rückzugsrede.

«Nach heute Nacht ist dies ein Dreikampf, und wir werden die Nominierung gewinnen»

Marco Rubio

Wegen seiner engen Kontakte zum republikanischen Establishment und zu finanzkräftigen Spendern hatte der Sohn und Bruder zweier Ex-Präsidenten ursprünglich als ein Favorit gegolten. Doch seine Wahlkampagne dümpelte in den vergangenen Monaten dahin, sein Hauptkritiker Trump warf ihm mangelnde Energie vor.

Rubio proklamiert Dreikampf

Nach Bushs Abgang macht sich Rubio Hoffnungen, die Stimmen aus dem bislang zersplitterten gemässigt-konservativen Lager auf sich zu vereinen. «Nach heute Nacht ist dies ein Dreikampf, und wir werden die Nominierung gewinnen», sagte der Senator.

Dieses Ansinnen verfolgt allerdings auch Ohios Gouverneur John Kasich, der in South Carolina auf 7,6 Prozent kam. Der frühere Neurochirurg Ben Carson holte 7,2 Prozent.

Trump wies die Einschätzung einiger Experten zurück, dass sein Stimmenanteil in einem ausgedünnten Bewerberfeld automatisch schrumpfen werde. «Sie sind Genies», spottete er in seiner Siegesrede. «Sie verstehen nicht, dass ich auch viele dieser Stimmen bekomme, wenn Leute sich zurückziehen. Man addiert sie nicht einfach zusammen. Ich glaube, wir werden sehr, sehr gut abschneiden.»

Clinton schlägt Sanders in Nevada

Auch auf demokratischer Seite wurden Vorwahlen abgehalten: In Nevada gewann die favorisierte frühere Aussenministerin Hillary Clinton gehen ihren Bernie Sanders, dem Senator aus Vermont. Clinton holte rund 53 Prozent der Stimmen, Sanders kam auf rund 47 Prozent.

«Einige mögen an uns gezweifelt haben, aber wir haben nie an uns selbst gezweifelt».

Hillary Clinton

Nachdem Clinton bei den letzten Vorwahlen in New Hampshire noch deutlich unterlegen war, sagte sie nun an der Seite ihres Ehemanns, Ex-Präsident Bill Clinton: «Einige mögen an uns gezweifelt haben, aber wir haben nie an uns selbst gezweifelt». Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten sei «begierig nach echten Lösungen».

Sanders gratulierte seiner Kontrahentin, machte aber deutlich: «Wir haben Rückenwind.» Der 74-jährige selbsterklärte «demokratische Sozialist» konnte in landesweiten Umfragen zuletzt fast zu Clinton aufschliessen. Auch in Nevada hatte er vor fünf Wochen noch 25 Prozentpunkte zurückgelegen.

In Nevada kamen die Demokraten zu Wahlversammlungen zusammen, den sogenannten Caucuses, um ihren Kandidaten zu wählen. Die Republikaner hielten ihre Vorwahl in South Carolina dagegen nach dem Primary-Prinzip ab, sie konnten den ganzen Tag über ihre Stimme für einen der Kandidaten abgegeben. (wst/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 21.02.2016 09:04
    Highlight Highlight Da werden noch einige Stimmen umverteilt.
  • revilo 21.02.2016 09:02
    Highlight Highlight Hört auf diesen Mann zu wählen liebe Amerikaner!!!!
  • JJ17 21.02.2016 03:32
    Highlight Highlight Ich würde mich wählen, einfach weil ich so schöne Haare habe.
    - Donald Trump, selbsternannter Gott mit schöner Haarpracht 2.0
  • 3l145 21.02.2016 03:30
    Highlight Highlight Anhand der Auswahl an potentiellen US-PräsidentenInnen erkennt man eindeutig, wie kaputt dieses Land mittlerweile ist.
  • Darkside 21.02.2016 02:59
    Highlight Highlight In jedem normalen Land wäre dieser Clown Trump längstens politisch ruiniert und hätte wohl zudem diverse Anklagen wegen Rassismus und Diskriminierung am Hals. Dass dieser Typ von offenbar zahlreichen Leuten überhaupt noch ernst genommen wird sagt vieles über dieses Land aus.
  • NWO Schwanzus Longus 21.02.2016 02:09
    Highlight Highlight Wer Clinton wählt, der wählt weiterhin die fortführung der Kriege Weltweit sowie die Konzernmacht, Clinton redet nur, aber wenn sie gewählt wird, dann macht sie nichts für die Amerikaner sondern nur für die mächtigen Konzerne. Sie ist für Demokratie gefährdende Verträge wie TTIP/TTP und CETA, wie alle anderen Kandidaten auch, bis auf Sanders und Trump.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 21.02.2016 00:09
    Highlight Highlight Ich liebe die USA.
    Live Stream von neuen Infos gibts auch da:
    https://www.reddit.com/live/wg5epxdo8ksk/

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