Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Stan Wawrinka, of Switzerland, takes a selfie after beating Novak Djokovic, of Serbia, to win the men's singles final of the U.S. Open tennis tournament, Sunday, Sept. 11, 2016, in New York. (AP Photo/Julio Cortez)

Wir warten noch, bis Stan dieses Bild auf seinem Twitter-Account teilt. Update: Auf Snapchat hat er's schon gemacht. Hach, diese Jugend! (siehe unten) Bild: Julio Cortez/AP/KEYSTONE

Interview

Wawrinka nach dem Triumph: «Vor dem Final habe ich geweint»

Nach seinem ersten Triumph am US Open machte Stan Wawrinka ein verblüffendes Geständnis: Bevor er auf den Platz ging und Novak Djokovic bezwang, weinte er, weil er die Last des Drucks spürte.



Stan Wawrinka, Sie sehen glücklich aus.
Stan Wawrinka:
(lacht) Ja, hoffentlich bin ich nach einem solchen Sieg glücklich.

Was bedeutet dieser Sieg für Sie?
Es ist ein Wahnsinn. Ich hatte vor dem Final schon so viel Zeit auf dem Platz verbracht, und ich wusste, dass dies gegen Djokovic ein wirklich harter Kampf wird. Nicht nur in Sachen Tennis, auch physisch und mental. Ich liess in den letzten zwei Wochen alles auf dem Platz, nach dem Spiel war ich völlig leer. Heute versuchte ich, hart zu mir selber zu sein. Ihm nichts zu zeigen, keine Zeichen des Schmerzes. Ich litt sehr, aber ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe.

wawrinka snapchat

Man gibt ihm seine 31 Jahre nicht: Wawrinka freut sich auf Snapchat. Twitter ist ja sowas von gestern.

Jetzt fehlt Ihnen nur noch Wimbledon zum Karriere-Grand-Slam.
Und jetzt? Soll ich mich nur noch auf Wimbledon konzentrieren? (lächelt) Es gibt nur einen Plan: Mich zum Maximum des Möglichen zu pushen. Ich bin nicht gut genug, um zu sagen: Okay, ich werde dieses Jahr ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Ich habe nie davon geträumt, bei einem Grand Slam zu gewinnen. Das war für mich viel zu weit entfernt. Ausserdem möchte ich daran erinnern, dass ich in Wimbledon noch nie weiter als in den Viertelfinal gekommen bin.

Umfrage

Schafft Wawrinka den #StanSlam und gewinnt Wimbledon?

  • Abstimmen

1,307

  • Ja!54%
  • Nein, Wimbledon nicht, aber nochmals mindestens ein anderes Grand-Slam-Turnier.41%
  • Nein, er gewinnt kein Major mehr.3%

Sie spielen immer im Final Ihr bestes Tennis. Wie schaffen Sie das?
Jedes Mal, wenn ich ein Spiel gewinne, steigt mein Selbstvertrauen. In Grand Slams mit den Best-of-5-Spielen hat man ein bisschen mehr Zeit, Fehler zu machen. Das ist gut für mich. Wenn ich dann im Final bin, weiss ich, dass mein Spiel da ist, wo es sein muss. Vor diesem Final war ich so nervös wie nie zuvor. Als ich vier oder fünf Minuten vor dem Match mit Magnus (Norman, Wawrinkas Coach; d. Red.) sprach, begann ich zu weinen. Ich zitterte am ganzen Körper. Aber ich war überzeugt, dass mein Spiel da ist, dass ich physisch bereit bin.

epa05535811 Stan Wawrinka of Switzerland celebrates with family members after defeating Novak Djokovic of Serbia during the men's final on the final day of the US Open Tennis Championships at the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 11 September 2016.  The US Open runs through September 11.  EPA/CJ GUNTHER

Stan mit Freundin Donna Vekic. Auch sie hatte ganz feuchte Augen nach dem Sieg ihres Schatzes. Bild: CJ GUNTHER/EPA/KEYSTONE

Warum waren Sie so nervös?
Ich bin ja nicht mehr der Jüngste (31-jährig; d. Red.). Da will man jede Chance nutzen, die sich einem bietet. Wenn du im Final bist, bist du gleichzeitig so nah und so weit weg vom Pokal. Deshalb war ich so angespannt.

War das vor den anderen beiden Grand-Slam-Finals ähnlich?
Vor dem French-Open-Final 2015 war es ähnlich, aber nicht so extrem. Vor dem Final am Australian Open war ich viel lockerer. Da fühlte ich keinerlei Druck. Ich wollte natürlich gewinnen, aber ich war schon glücklich, im Final zu sein.

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

Sie haben in den letzten Tagen viel vom Leiden gesprochen.
Das war mental und physisch das anstrengendste Turnier meines Lebens. Vor allem in den letzten drei Matches musste ich an meine absolute Grenze gehen. Ich habe mich gequält wie noch nie.

Streben Sie nun noch die Nummer 1 an?
(verdreht die Augen) Das werde ich jedes Mal gefragt, wenn ich ein Grand-Slam-Turnier gewinne. Das ist viel zu weit weg. Novak spielt die ganze Saison konstant so gut, der Abstand ist viel zu gross. Ich denke auch nicht in diesen Dimensionen. Mein Ziel ist es, mich konstant zu verbessern und das Maximum aus meinen Möglichkeiten herauszuholen. (sda)

Die grössten Schweizer Tennis-Erfolge

Tennis-Quiz

«Love is in the air» – Tenniswelt feiert die «Bromance» zwischen Federer und Nadal

Link zum Artikel

Belinda Bencics zweite Sternstunde macht sie zum Gesicht der Gegenwart

Link zum Artikel

Diese Schlagzeile möchte Federer 2020 über sich lesen – sie ist ziemlich unbescheiden

Link zum Artikel

Roger Federer steigt in den kleinen Kreis der Sport-Milliardäre auf

Link zum Artikel

Galgenhumor am Australian Open und die Spenden-Show von Federer und Co.

Link zum Artikel

Tennis-Legende Rod Laver über Federer: «Roger und ich wurden verkuppelt»

Link zum Artikel

Roger Federer lässt Klimajugend auflaufen – jetzt hecken Aktivisten weitere Aktionen aus

Link zum Artikel

Federers Pakt mit China – oder warum der «Maestro» für ein Wochenende nach Shanghai fliegt

Link zum Artikel

Die besten Sport-Momente der 2010er-Jahre in 100 Bildern

Link zum Artikel

Andreescu bodigt Williams und holt ersten Major-Titel: «Das ist einfach verrückt»

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

Federer dachte wegen Buschbränden an Verzicht auf Australian Open

Link zum Artikel

Sein Name als Türöffner: Die lukrativen Doppel des Roger Federer

Link zum Artikel

Wegen Federers Absage entgeht Laaksonen der Zahltag seines Lebens

Link zum Artikel

Roger Federer: «Ich werde in den nächsten Wochen entscheiden, ob ich Olympia spiele»

Link zum Artikel

Tsitsipas rastet auf dem Platz komplett aus – das Opfer ist sein Vater

Link zum Artikel

Europa gewinnt zum 3. Mal – so feiern Federer und Co. den Laver-Cup-Triumph

Link zum Artikel

Von Träumen, Wundern und Liebe – der sportliche Jahresrückblick in 52 Zitaten

Link zum Artikel

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

Der neue Medwedew liebt die USA – und trifft im Final auf keinen Geringeren als Nadal

Link zum Artikel

60 Architekten und ein paar Bagger für Federers 70-Millionen-Villa am Zürichsee

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel

Ronaldo bringt Djokovic den Supersprung bei – und der schlägt sich gar nicht so schlecht

Link zum Artikel

Federer lobt Klimajugend – diese will «mehr als nur leere Worte» vom Superstar

Link zum Artikel

Roger Federer als Tanzbär der Eliten – weshalb die Lateinamerika-Reise problematisch ist

Link zum Artikel

Nadal, Djokovic und Kollegen stehen in Australien trotz Feuerwalze im Geldregen

Link zum Artikel

«Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!» – auch Jimmy Connors nicht

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Bencics grosse Enttäuschung: «Der Final war zum Greifen nah»

Link zum Artikel

Diese Video-Grafik zeigt: Es sieht düster aus für Roger Federers Grand-Slam-Rekord

Link zum Artikel

«Das war Wahnsinn» – Nadal schnappt sich seinen 19. Grand-Slam-Titel nach 5-Satz-Thriller

Link zum Artikel

Wenn Rivalen zu Freunden werden – 7 Dinge, die du zum Laver Cup wissen musst

Link zum Artikel

Wawrinka hat so ein Gefühl: «Wir werden 2020 keinen neuen Grand-Slam-Sieger sehen»

Link zum Artikel

Die miese Luft fordert an den Australian Open ein erstes Opfer

Link zum Artikel

Wie «Bad Boy» Nick Kyrgios Roger Federer in Bedrängnis bringt

Link zum Artikel

Welch königliches Duell! Real Madrid plant Federer – Nadal im Bernabéu

Link zum Artikel

5 Gründe, warum Belinda Bencic reif ist für ihren ersten Grand-Slam-Final

Link zum Artikel

Tränen, Rekorde und totale Dominanz der «Big 3» – alles zu Nadals Wahnsinns-Sieg

Link zum Artikel

Nahe am Sieg – und trotzdem verloren: Belinda Bencic scheidet im Halbfinale aus

Link zum Artikel

Schiri zu den Djokovic-Fans: «Wenn ihr kein Tennis sehen wollt, dann geht doch nach Hause»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. D. 12.09.2016 12:38
    Highlight Highlight Auch die NZZ freut sich mit dir, Stan !
    Benutzer Bild
  • ZweiAvocadi 12.09.2016 12:13
    Highlight Highlight O nein er setzt auf die Federer-Formel:
    Mann+Weinen=Sympatisch+Geerdet
  • Martinov 12.09.2016 12:03
    Highlight Highlight Sehr sympatisch & Bodenständig der Junge, könnten sich einige eine Scheibe abschneiden.
    • AJACIED 12.09.2016 15:15
      Highlight Highlight Also Zähl mal die paar tausend auf 🙈
      Du schneidest dir auch was ab oder schreibst hier einfach so?
  • TobiWanKenobi 12.09.2016 11:59
    Highlight Highlight Donna Weggli😍
  • Leroy Jethro Gibbs 12.09.2016 11:50
    Highlight Highlight Dieses Bild wurde für Snapchat gemacht. Dort ist es auch bereits veröffentlicht.

Interview

Kult-Reporter Berni Schär: «Ich werde von Roger Federer nicht zum Geburtstag eingeladen»

Eine unverwechselbare Stimme und im Tennis und Skisport kompetent und beinahe allwissend wie einst der Briefkasten-Onkel: Bernhard Schär ist der vielleicht letzte echte Radiomann der alten Schule. In einem Jahr geht er in Pension. Ein Gespräch nicht nur über Roger Federer.

Am 9. Juni 1924 spielen die Schweizer im Final des olympischen Fussballturniers, das damals den Stellenwert eines WM-Endspiels hat, in Paris gegen Uruguay. Sie verlieren 0:3. Diese Partie wird per Radio direkt aus Paris in die Zürcher Tonhalle übertragen. Es ist unsere erste Radiodirektübertragung.

Die Radio-Sportreporter werden so berühmt wie die Sportler: Von Vico Rigassi bis Sepp Renggli. Der letzte dieser Gilde, der letzte wahre Radio-Sportmann ist Bernhard Schär. Mit seiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel