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Das bislang einzige Rendering, das es vom neuen Elektroflitzer gibt.<br data-editable="remove">
Das bislang einzige Rendering, das es vom neuen Elektroflitzer gibt.
screenshot: faraday future

Mysteriöser Tesla-Konkurrent aufgetaucht: Steckt Apple hinter dem Start-up Faraday Future?

Die Gerüchteküche brodelt. In den USA macht sich ein neuer Elektroauto-Hersteller mit sehr viel Geld an den Start.
09.11.2015, 12:17

Tesla hat einen neuen, geheimnisvollen Herausforderer: Seit ein paar Tagen überschlagen sich in den USA die Gerüchte, dass Apple hinter einem Start-up mit dem Namen Faraday Future stecken könnte.

Aber kommen wir zunächst zu den Fakten: Aus mehreren US-Medienberichten wissen wir, dass Faraday Future ...

  • ein in Kalifornien niedergelassenes Unternehmen ist. Gegründet wurde es vor 18 Monaten.
  • 2017 will das Start-up ein Elektroauto vorstellen, das dem Tesla Model S Konkurrenz machen soll.
  • Die Reichweite soll dank besserer Akku-Technologie 15 Prozent über der des Tesla liegen.
  • Nach der erfolgreichen Lancierung des Luxus-Sportwagens sollen auch erschwingliche(re) Elektroautos produziert werden.
  • Bislang gibt es keine vollständigen Bilder, auf Facebook wurden einige Ausschnitte und Konzeptzeichnungen veröffentlicht
  • Mittlerweile beschäftigt Faraday Future bereits 400 Personen. Bis Ende Jahr sollen es laut einer Medienmitteilung 500 Angestellte sein.
  • Firmensprecher ist der ehemalige hochrangige Tesla-Ingenieur Nick Sampson.
  • Gemäss eigenen Angaben arbeiten auch der ehemalige leitende Designer der BMW-Elektroautos i3 und i8, ein bekannter Ferrari-Innenausstatter und ein Akku-Experte von Elon Musks Raumfahrts-Unternehmen Space X für das Start-up.
  • Weitere hochrangige Fachleute arbeiteten früher bei Ford, General Motors, Volvo, Facebook und Google, wie die Linkedin-Profile verraten.
  • Vor wenigen Tagen hat Faraday Future angekündigt, eine Milliarde US-Dollar in eine Produktionsstätte in den USA zu investieren. Der genaue Standort soll erst in ein paar Wochen verraten werden.
Faraday Future will Tesla überflügeln.<br data-editable="remove">
Faraday Future will Tesla überflügeln.
screenshot: facebook

Chinas Antwort auf Tesla

Woher das viele Geld kommt, ist nicht bekannt. Faraday Future wollte gegenüber dem «Wall Street Journal» seine finanzstarken Partner nicht preisgeben. Laut der Los Angeles Times steckt ein steinreicher chinesischer Unternehmer als Investor dahinter. Es soll sich um den Multimilliardär Jia Yueting handeln, dem unter anderem das Online-Video-Portal Leshi Television – quasi das chinesische Netflix – gehört. Er soll schon früher über Elektroauto-Plänen geplaudert haben. Faraday Future sei Chinas Antwort auf Tesla, werden Angestellte zitiert.

Faraday Futures sei nur das jüngste in einer Gruppe von Elektroauto-Start-ups, die ihren Ursprung in China hätten, berichtete Bloomberg letzte Woche. Die Unternehmen operierten in den USA, um vom dortigen Know-how bezüglich Technik und Design zu profitieren.

Der ehemalige Tesla-Ingenieur Nick Sampson leitet bei Faraday Future die Forschungsabteilung.<br data-editable="remove">
Der ehemalige Tesla-Ingenieur Nick Sampson leitet bei Faraday Future die Forschungsabteilung.
screenshot: bloomberg

Trotz des Tesla-Hypes hätten Elektroauto-Hersteller in den USA mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, konstatiert der Bloomberg-Artikel. Dies sei auf das billige Benzin und die Vorliebe der Amis für grosse (und noch grössere) Fahrzeuge zurückzuführen. Tesla habe seit 2007 1,9 Milliarden Dollar verloren und auch andere Hersteller kämen nicht auf einen grünen Zweig.

Faraday Future will sich mit seinem Geschäftsmodell nicht auf den Verkauf von Elektroautos beschränken. Firmensprecher Nick Sampson beschrieb in einem Telefon-Interview die Vision eines «Smartphones auf Rädern», das auf die Präferenzen des Besitzers eingeht. Das Unternehmen wolle mit Zusatzdiensten und Apps rund um seine Autos Geld verdienen.

Oder steckt doch Apple dahinter?

In den USA halten sich hartnäckige Gerüchte, dass es sich bei dem Start-up um eine raffinierte Tarnung für Apples Autoprojekt handelt. Dagegen spricht laut Apple Insider die Tatsache, dass Faraday Future ansatzweise enthüllt hat, wie das erste Elektroauto aussehen soll. Es gebe jedoch auch auffallende Parallelen zum streng geheimen Apple-Auto. So entsprächen die Profile der bei Tesla und Co. abgeworbenen Experten genau dem, was Apple vermutlich vorhabe. Die Kalifornier interessierten sich speziell für BMWs Elektroautos der i-Serie.

Der iPhone-Hersteller könnte eine Firma in der Grössenordnung von Faraday Future finanzieren, um damit die eigenen Pläne zu verschleiern. Angeblich soll das Apple-Auto 2019 oder 2020 herauskommen.

Es könnte sich aber auch um geschicktes Guerilla-Marketing handeln. Wer immer hinter Faraday Future steckt, dürfte nichts dagegen haben, wenn die eigene Firma vom anhaltenden Apple-Hype profitiert.

Update: Apple sei wahrscheinlich nicht involviert, berichtet der US-Techblog 9to5mac. Es gebe keine Hinweise auf eine geheime Kooperation. Hinter Faraday Future stecke ein Chinese.

Berühmter Physiker
Der Firmenname Faraday Future dürfte sich auf einen der bedeutendsten Experimentalphysiker beziehen: Der Naturforscher Michael Faraday (1791–1867) schuf mit Experimenten zum Elektromagnetismus eine wesentliche Voraussetzung für die spätere Entwicklung des Elektromotors. Dem breiten Publikum dürfte der Brite als Namensgeber des Faradayischen Käfigs bekannt sein. Mit Versuchen erkundete er erstmals das physikalische Phänomen, wonach man im Innern eines Metallkäfigs vor Stromschlägen sicher ist. Heute weiss (fast) jedes Kind, dass man bei Gewittern in einem Auto relativ sicher ist.
(Quelle: wikipedia.de)

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quelle: getty images north america / joe raedle
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