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Presidential candidate Sen. Ted Cruz pauses while speaking about tax reform to thousands of supporters during a campaign stop Saturday, March 5, 2016 at the Kootenai County Fairgrounds in Coeur d’Alene, Idaho. (Shawn Gust/Coeur D'Alene Press via AP) MANDATORY CREDIT

«Verändertes Momentum»? Ted Cruz holte sich Kansas und Maine. 
Bild: AP/Coeur d'Alene Press

Trotz Siegen von Cruz und Sanders: An Clinton und Trump kommt keiner vorbei

Gleich in fünf US-Bundesstaaten fanden am Samstag Vorwahlen statt. In Kansas und Maine hatte der Spitzenreiter bei den Republikanern, Donald Trump, das Nachsehen gegen seinen Rivalen Ted Cruz. Bei den Demokraten holte sich Bernie Sanders Kansas und Nebraska, Hillary Clinton gewann in Louisiana. Marco Rubio enttäuschte auf der ganzen Linie.



Gegenwind für den umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Sein Konkurrent Ted Cruz gewann am Samstag die Vorwahlen der Konservativen in den beiden US-Bundesstaaten Kansas und Maine mit deutlichem Abstand.

Die Resultate im Überblick

US-Vorwahlen Zwischenstand

Grafik: Screenshot «New York Times»

Trump entschied das wichtige Rennen in Louisiana und auch den Staat Kentucky für sich. In den vergangenen Tagen hatten führende Republikaner massiv Stimmung gegen ihn gemacht. Mit dem Ergebnis in Kansas verändere sich das Momentum, sagte Cruz zu Journalisten in Idaho. Bei den Republikanern ging es in den vier Staaten insgesamt um 155 Delegiertenstimmen. Es konnten jeweils nur registrierte Parteimitglieder abstimmen. Das ist offenbar ein Vorteil für Cruz, der sich als Alternative zum populistischen und in der Parteiführung umstrittenen Trump positioniert.

Es war auch die erste Abstimmung seit dem Rückzug von Ben Carson, der vor allem von religiös geprägten Amerikanern unterstützt wurde. In dieser Bevölkerungsgruppe ist auch Cruz stark vertreten.

Bei den Demokraten schlug Bernie Sanders die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton in Nebraska und Kansas deutlich. Clinton wiederum setzte sich in Louisiana gegen den 74-Jährigen durch.

Offiziell küren die beiden Parteien ihren Spitzenkandidaten auf Parteitagen im Sommer. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für diese Parteikongresse.

Democratic presidential candidate, Sen. Bernie Sanders, I-Vt, pumps his fist as he arrives for at a rally at the Macomb Community College, Saturday, March 5, 2016, in Warren, Mich. (AP Photo/Carlos Osorio)

Sieg in Kansas und Nebraska: Demokrat Sanders.
Bild: Carlos Osorio/AP/KEYSTONE

Keine entscheidende Wende

Das gute Abschneiden von Cruz und Sanders hat für das Gesamtbild aber noch nicht viel zu bedeuten, weil die am Samstag gewonnenen Delegierten anteilig verteilt werden. Sie konnten noch nicht entscheidend aufholen, Trump und Clinton bleiben die Favoriten.

Bei den Republikanern wird viel davon abhängen, wie lange Marco Rubio und John Kasich noch durchhalten. Cruz appellierte an seine Konkurrenten, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. «Das Feld muss sich weiter verkleinern. Solange das Feld weiter geteilt ist, hat Donald einen Vorsprung», sagte der Senator von Texas.

Auch Trump rief Rubio dazu auf, seinen Wahlkampf zu beenden. «Ich denke, es ist Zeit, dass er sich verabschiedet», sagte er in Florida. «Ich würde so gerne eins gegen eins mit Cruz kämpfen.» 

Schwacher Rubio

Es war auffallend, dass Rubio am Samstag überall sehr schwach abschnitt. Das Establishment hatte versucht, ihn als Kompromisskandidaten aufzubauen. In Kansas und Louisiana landete der Senator von Florida auf dem dritten Platz. In Maine wurde er nur Vierter, dort holte Kasich den dritten Platz.

Republican U.S. presidential candidate Florida Senator Marco Rubio campaigns in Toa Baja, Puerto Rico, March 5, 2016. REUTERS/Alvin Baez

Bisher nur in Minnesota erfolgreich: Schwacher Rubio.
Bild: ALVIN BAEZ/REUTERS

Der Gouverneur von Ohio hat bislang noch keine Vorwahl gewonnen. Rubio holte lediglich Minnesota. Cruz kommt auf sechs Staaten, Trump auf zwölf.

Er war als deutlicher Sieger der Konservativen aus dem «Super Tuesday» hervorgegangen, dem wichtigsten Tag der US-Vorwahlsaison. Die Parteiführung wurde darüber offensichtlich nervös. Es ist aber zu früh zu sagen, ob ihre massive Anti-Trump-Kampagne aus den vergangenen Tagen verfängt.

Trumps Furcht

Interessant ist in diesem Zusammenhang das gute Abschneiden Cruz' bei einer Abstimmung Konservativer in Washington, Trump landete dort abgeschlagen. Bei dem Treffen hatten sich alle republikanischen Bewerber blicken lassen – ausser Trump. Er begründete seine Absage mit Wahlkampfterminen. Es wurde aber spekuliert, dass er zu viel Kritik fürchtete.

U.S. Republican presidential candidate Donald Trump speaks at a press event at his Trump International Golf Club in West Palm Beach, Florida, March 5, 2016. REUTERS/Joe Skipper

Bereits 12 Staaten geholt: Republikanischer Spitzenreiter Trump. 
Bild: JOE SKIPPER/REUTERS

Mögliche Gründe für die Ergebnisse vom Samstag sind auch zwei Ereignisse der vergangenen Woche: zum einen Trumps zunächst nicht eindeutige Ablehnung des rassistischen Ku-Klux-Klans, zum anderen sein so schwaches wie niveauloses Auftreten bei der TV-Debatte der Republikaner am Donnerstag.

Blick nach Ohio und Florida

Bei den Demokraten setzte sich am Samstag ein Trend aus den vorherigen Abstimmungen fort: Clinton gewinnt in Staaten, in denen Schwarze einen hohen Anteil an der Bevölkerung ausmachen. Kansas wiederum hat viele weisse Wähler, bei denen Sanders gut abschneidet. Der Senator von Vermont hatte zudem viel Zeit und Geld in den Wahlkampf in den beiden Bundesstaaten im mittleren Westen investiert.

U.S. Democratic presidential candidate Hillary Clinton speaks at the Michigan Democratic Party meeting in Detroit, Michigan March 5, 2016. REUTERS/Carlos Barria

Sieg in Louisiana: Demokratische Favoritin Clinton.
Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

Die nächsten acht Vorwahlen finden am Sonntag und am kommenden Dienstag statt. Am Dienstag wird im industriell geprägten Bundesstaat Michigan gewählt; die Republikaner in Mississippi, Idaho und Hawaii stimmen dann ebenfalls ab. Vorentscheidend für beide Parteien dürften aber die Vorwahlen am 15. März werden: Neben Illinois, Missouri und North Carolina geht es dann um die Schlüsselstaaten Florida und Ohio – die jeweiligen Heimatstaaten von Trumps Mitbewerbern John Kasich und Marco Rubio. Für Beide ist ein Sieg dort ein Muss. (sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 06.03.2016 11:43
    Highlight Highlight D. Trump ist reich und erfolgreich. Das gefällt den Amerikanern. Auch gefällt, dass D. Trump aussenpolitisch zurückhaltend ist, insbesondere was die Konfrontationen z. B. mit Russland anbelangt. Das ist ein Komplex, der auch Europa stark betrifft.
    • FrancoL 06.03.2016 19:40
      Highlight Highlight Hast Du in den letzten 20-30 Jahren je einen Präsidentschaftskandidaten in den USA erlebt der während dem Vorwahlkampf auf die Aussenpolitik und die Konflikte gesetzt hat?
      Wenn ja lasse ich mich gerne belehren.
      Die Amerikaner sind selbstherrlich, Amerika ist alles der Rest kann warten.
      Der Rest wird aber nach der Wahl Ende 2016 gleich bei welchem Präsident (ausser Sanders) sehr schnell mit weiteren Konflikten eingedeckt. War so und bleibt so.
  • Kookaburra 06.03.2016 11:40
    Highlight Highlight Ich will Trump. Wegen der Unterhaltung. Ich will einfach herausfinden, was passiert.
    Benutzer Bild
    • FrancoL 06.03.2016 19:41
      Highlight Highlight Ich hoffe scher Du meinst es ironisch.
  • Ton 06.03.2016 11:25
    Highlight Highlight In der Schlagzeile habt ihr Nebraska vergessen. sanders gewann gestern Nebraska und Kansas. Hillary gewann Louisiana. Sanders gewann gestern auch die Global Primary in Zürich mit 61%. Er gewann auch schon in Genf diese Woche. Ich denke die gesamte Global Primary am 8. März (entspricht einem zusätzlichen Staat) geht an Sanders. :-)
    • Daniel Huber 06.03.2016 11:34
      Highlight Highlight Danke! Ist korrigiert.

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