International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Performers carry a traditional dragon figure at an event to celebrate Chinese New Year in Trafalgar Square, London, Britain February 14, 2016. The celebrations on Sunday marked the Chinese New Year of the Monkey, which fell on February 8, 2016. REUTERS/Neil Hall

Chinas Investitionen in Europa dienen auch der Durchsetzung politischer Interessen – Chinese-New-Year-Feier in London.
Bild: NEIL HALL/REUTERS

Miliardeninvestitionen im Ausland: Wie China seine politischen Interessen durchsetzt

China investiert immer mehr Geld in Europas Wirtschaft – und nutzt dies auch als politischen Hebel. Das ist das Ergebnis einer Studie des China-Thinktanks Merics und des Analysehauses Rhodium, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.



2015 habe es Rekordinvestitionen von 20 Milliarden Euro gegeben, 70 Prozent davon von staatlichen Unternehmen aus der Volksrepublik. In den kommenden fünf Jahren werde China wohl jährlich rund 200 Milliarden Dollar im Ausland investieren. An der Börse sorgte zuletzt zum Beispiel die geplante Übernahme des Basler Pflanzenschutz-Spezialisten Syngenta durch Chem China für 43 Milliarden Dollar für Aufsehen.

Die Strategie verändere sich momentan, heisst es in der Studie weiter. Zwar werde der grösste Teil immer noch in den «Grossen Drei» –Deutschland, Frankreich und Grossbritannien – investiert. Aber die Käufer hätten nun auch Süd- und Südosteuropa entdeckt. Im vergangenen Jahr habe deshalb fast jeder EU-Staat bilaterale Wirtschaftskontakte mit Peking gesucht. China wiederum versuche mit seiner «16 plus 1»-Initiative, Osteuropa als Wirtschaftsraum zu erobern.

«Chinas Diplomaten nutzen das Versprechen von Investitionen und anderen Finanzströmen zunehmend als diplomatisches Instrument, um politisch vorteilhafte Ergebnisse in Verhandlungen mit der EU und deren Mitgliedstaaten zu erhalten», so die Autoren der Studie. Beispiel Grossbritannien: Hier hätten Investitionen dazu beigetragen, dass es einen Wandel der britischen China-Politik gebe.

Gleichlange Spiesse gefordert

Premierminister David Cameron will sich dafür einsetzen, dass die kommunistisch regierte Volksrepublik den Status einer Marktwirtschaft bekommt. Erkennt die EU das an, würde es sehr viel schwerer für Firmen aus der EU, sich gegen Wettbewerber aus China mit Anti-Dumping-Klagen durchzusetzen.

epa05162844 British Prime Minister David Cameron leaves the Elysee Palace after a meeting with French President Francois Hollande (unseen) in Paris, France, 15 February 2016. The leaders will discuss EU reforms.  EPA/ETIENNE LAURENT

Treibt die Öffnung Chinas voran: Grossbritanniens Premierminister David Cameron.
Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Die EU-Regierungen sollten dafür sorgen, dass europäische Firmen in China die gleichen Freiheiten bekämen, fordern die Autoren der Studie. Denn das Ungleichgewicht bei Investitionen werde wegen der chinesischen Restriktionen im eigenen Land immer grösser.

Laut der Studie werden Investitionen aus China mittlerweile auch breiter gestreut. Käufer seien nun an einer ganzen Palette von Sektoren interessiert, die vom Autosektor (Pirelli) über den Endkunden (Tank und Rast) bis hin zu Agrarfirmen (KTG Agrar) reichten.

Internationalisierungs-Strategie

Mit dem neuen Fonds «Industrie 4.0» wolle Chinas Führung auch verstärkt in Forschungs- und Hightech-Firmen investieren. Zudem erhielten chinesische Bieter zuletzt vielfach Zuschläge bei Infrastrukturprojekten – von Kraftwerken in Rumänien über Eisenbahnprojekte in Ungarn bis zu britischen Atomkraftwerken.

Trotz der konjunkturellen Abkühlung in China wird der Trend wohl anhalten. Ministerpräsident Li Keqiang hat bis 2020 Auslandsinvestitionen von einer Billion Dollar angekündigt. «Für 2016 ergeben sich durch den Kampf der chinesischen Regierung gegen Kapitalflucht und die hohe Verschuldung vieler chinesischer Investoren auch einige Risiken», sagte Mikko Huotari, einer der Autoren der Studie, zu Reuters. Das ändere aber nichts daran, dass chinesische Firmen ihre Internationalisierungs-Strategie fortsetzten. (wst/sda/reu)

Geld, Banken, Weltwirtschaft

2,1 Prozent besitzen so viel wie 97.9 – willkommen im Ungleichheitsland Schweiz

Link zum Artikel

640 Millionen Dollar: ABB erhält Grossauftrag aus Indien

Link zum Artikel

Hunderte Stellen betroffen: UBS erwägt Verlagerung von Jobs aus London 

Link zum Artikel

Banken-Rettung kostet Italien 6,6 Milliarden Euro

Link zum Artikel

Die unendliche Bussenstory der Schweizer Grossbanken

Link zum Artikel

«Die Schweiz hat die Chance, weltweit führend bei der Blockchain zu werden»

Link zum Artikel

Raiffeisen lanciert Hypothek für arme Leute

Link zum Artikel

«Anleger werden durch mehr Bürokratie nicht unbedingt besser geschützt»

Link zum Artikel

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz: «Frankenstärke kostet zehntausende Arbeitsplätze»

Link zum Artikel

UBS verliert Steuerstreit mit Frankreich und muss 1,1 Milliarden Euro Kaution hinterlegen

Link zum Artikel

Trotz Lohnanstieg können sich Schweizer 2017 kaum mehr kaufen

Link zum Artikel

Credit Suisse mit weiterem Gewinneinbruch – Aktie im Sinkflug

Link zum Artikel

Europäische Zentralbank legt vorerst nicht nach – es bleibt bei null Prozent

Link zum Artikel

«Bitcoins sind kein sinnvolles Geldsystem» – weil sie zuviel Strom verbrauchen

Link zum Artikel

Wegen Irreführung mit Neugeld: Credit Suisse in den USA zu Millionenbusse verdonnert

Link zum Artikel

Bauer, WWF und Kinderkrippe – was die Crash-Banker der Nuller-Jahre heute machen

Link zum Artikel

Credit Suisse hat in diesem Jahr bereits 4800 Jobs gestrichen, 1200 weitere sollen noch folgen

Link zum Artikel

Die CS soll sich in Italien auf 100 Mio Euro-Zahlung geeinigt haben

Link zum Artikel

Will die UBS jetzt eigene Bitcoins prägen? Nein – aber die Bank hat eine clevere Idee

Link zum Artikel

In Asien gibt es jeden dritten Tag einen neuen Milliardär

Link zum Artikel

Ist das die Retourkutsche? Deutsche Bank zu 14-Milliarden-Busse verdonnert

Link zum Artikel

Brexit könnte bei der UBS in London zu einem Aderlass von 1500 Arbeitsplätzen führen 

Link zum Artikel

UBS will eigene digitale Münzen herausbringen

Link zum Artikel

Die Chefs der Schweizer Grossbanken verkaufen ihre Aktien

Link zum Artikel

Jetzt nehmen die USA den Goldhandel ins Visier – Schweizer Grossbanken sind am Rande betroffen

Link zum Artikel

Finma-Chef hält noch schärfere Grossbanken-Regulierung für nötig

Link zum Artikel

Sollte die Deutsche Bank untergehen, würde ich einen Notvorrat anlegen – aber so weit wird es wohl nicht kommen

Link zum Artikel

Wall-Street-Banker wollen den CEO der Credit Suisse stürzen

Link zum Artikel

«Worst Case Szenario»: Credit-Suisse-Aktie ist nicht mal halb so viel wert wie Anfang Jahr

Link zum Artikel

US-Justiz an der Nase herumgeführt: Bank Vontobel lässt indischen Betrüger Millionen verstecken

Link zum Artikel

Panama Papers: Und was hat das mit der Schweiz zu tun?

Link zum Artikel

Warum gerade Panama? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mega-Datenleck

Link zum Artikel

EZB-Chef Draghi dämpft Zinsfantasien: Euro im Höhenflug – Franken wird schwächer

Link zum Artikel

Das verdienen die Chefs der Kantonal- und Regionalbanken 

Link zum Artikel

EZB senkt Leitzins erstmals auf null Prozent: Franken geht nicht durch die Decke

Link zum Artikel

Hacker dringen in das internationale Zahlungssystem Swift ein

Link zum Artikel

Das sind die wirtschaftlichen Brandherde Europas

Link zum Artikel

Schwarzgeld: 40'000 Schweizer zeigen sich selbst an – das bringt dem Staat rund 2 Milliarden

Link zum Artikel

Steuer-CD: Deutschland gibt verdächtige Schweizer Kontodaten an 27 Länder weiter

Link zum Artikel

Von wegen «Finanzkrise»: Seit 2007 haben Grossbank-Aktionäre 1,7 BILLIONEN eingestrichen

Link zum Artikel

Offshore-Insider Elmer zu Gast bei Schawinski: 7 Erkenntnisse aus der gestrigen Panama-Talkshow

Link zum Artikel

«Geldwäscherei ist kein Kavaliersdelikt»: FINMA kontaktiert Banken wegen Offshore-Firmen

Link zum Artikel

Coop, Migros, SIX und Swisscom: Gibt es bald eine einheitliche Lösung im digitalen Zahlungsverkehr? 

Link zum Artikel

Die Verkehrsampeln der Weltwirtschaft wechseln die Farben – und das Chaos an den Märkten ist vorprogrammiert

Link zum Artikel

Fünf Gründe, warum der Franken momentan schwächelt und was das für die Wirtschaft bedeutet (Gutes!)

Link zum Artikel

Es ist nicht China, Dummkopf, es ist die Fed!

Link zum Artikel

Die Frage wird immer dringlicher: Wie unabhängig dürfen die Zentralbanken noch sein?

Link zum Artikel

Der neue Weg aus der Krise: «Helikopter-Geld»

Link zum Artikel

Warum der chinesische Börsen-Crash weltweit Angst und Schrecken auslöst – und wie die US-Notenbank eine Panik verhindern kann

Link zum Artikel

Übernehmen bei der CS die Scheichs aus Katar und Saudi-Arabien das Zepter?

Link zum Artikel

Der Kampf der Titanen: Die beiden wichtigsten Banken der Welt wollen eine gegensätzliche Geldpolitik

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Ein Truppeneinmarsch in Hongkong wäre eine Katastrophe für die ganze Welt»

Wirtschaftlich und technisch sei China bald auf Augenhöhe des Westens, sagt der Wirtschaftsprofessor Jeongwen Chiang. Aber was ist mit der aktuellen Krise in Hongkong und einem drohenden Zusammenprall zwischen den beiden Supermächten USA und China?

China will die führende IT-Nation der Welt werden. Wie realistisch ist dies? Was die Hardware betrifft, wird das in absehbarer Zeit kaum gelingen. Aber bei der Software und ihrer Anwendung haben wir gewaltige Fortschritte gemacht. Ich bin nicht kompetent, um zu entscheiden, ob China die führende IT-Macht werden wird. Sicher ist jedoch, dass Regierung und die Unternehmen sehr viel Geld und Ressourcen in dieses Projekt stecken.

Im Buch «AI Superpowers» stellt Kai-Fu Lee die These auf, wonach …

Artikel lesen
Link zum Artikel