Wirtschaft
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FILE - In this April 5, 1990 file photo, Donald Trump stands next to a genie lamp as the lights of his Trump Taj Mahal Casino Resort light up the evening sky marking the grand opening of the venture in Atlantic City, N.J.  (AP Photo/Mike Derer, File)

Donald Trump bei der Eröffnung des Taj Mahal 1990.
Bild: Mike Derer/AP/KEYSTONE

Bad News ohne Ende für Donald Trump: Mega-Casino in Atlantic City macht zu



In Donald Trumps Wahlkampf läuft derzeit so ziemlich alles schief. Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner ist in den Umfragen deutlich hinter seine demokratische Kontrahentin Hillary Clinton zurückgefallen. Und nun wird zu allem Übel auch noch Trumps vielleicht wichtigster Trumpf beschädigt: sein Image als cleverer Geschäftsmann.

Das nach ihm benannte Casinohotel Trump Taj Mahal in der Spielerstadt Atlantic City im Bundesstaat New Jersey wird Anfang September geschlossen. Dies gaben die Eigentümer am Mittwoch bekannt. Trump hatte das Taj Mahal vor einigen Jahren an den Investor Carl Icahn verkauft, es trug jedoch immer noch seinen Namen. Begründet wird die Schliessung mit einem im Juli begonnenen Streik der Angestellten, die für mehr Lohn und eine bessere Krankenversicherung kämpfen.

Striking union members walk a picket line outside the Trump Taj Mahal casino in Atlantic City, N.J. on Friday July 1, 2016. Local 54 of the Unite-HERE union went on strike against the casino, which is owned by billionaire investor Carl Icahn. (AP Photo/Wayne Parry)

Streikende Arbeiter vor dem Eingang des Taj Mahal.
Bild: Wayne Parry/AP/KEYSTONE

Tatsächlich aber ist das Taj Mahal seit langem ein Verlustgeschäft. Icahn erklärte, er habe mit dem riesigen Hotel- und Casinokomplex etwa 100 Millionen Dollar verloren. Die Misere begann schon mit der Eröffnung im Jahr 1990. Donald Trump bezeichnete das damals weltgrösste und teuerste Casino in seiner grossspurigen Art als «achtes Weltwunder». Zur Einweihung wurde Michael Jackson eingeflogen.

Anfangs kamen die Besucher in Scharen, doch bereits nach einem Jahr ging das Taj Mahal erstmals Konkurs. Weitere Insolvenzen folgten. Der Hauptgrund für die Pleiten: Donald Trump hatte den Bau mit Krediten finanziert, gleichzeitig zog er massiv Geld aus den Kasinos ab, eine Tatsache, die er keineswegs verheimlicht. In einem Interview mit der «New York Times» sagte er, Atlantic City sei für ihn «während langer Zeit eine sehr gute Cash-Cow gewesen».

Zwischenzeitlich brachte er seine drei Casinohotels in der Spielerstadt an die Börse. Auch dieses Abenteuer ging schief, seine Anleger verloren mehr als 90 Prozent ihres Geldes. Eine Tatsache, die Investorenlegende Warren Buffett Trump am Montag genüsslich unter die Nase rieb. Auch Hillary Clinton schlachtet Trumps Glücksspiel-Flops weidlich aus. Vor einigen Wochen trat sie in Atlantic City vor dem ehemaligen Trump Plaza auf, einem seit längerem geschlossenen Casino.

U.S. Democratic presidential candidate Hillary Clinton takes the stage for a campaign speech outside the shuttered Trump Plaza in Atlantic City, New Jersey July 6, 2016.  REUTERS/Brian Snyder

Hillary Clintons Auftritt vor dem geschlossenen Trump Plaza. 
Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Donald Trump selbst hat bislang nicht auf das Aus seines einstigen Vorzeige-Zockertempels reagiert. Es markiert auch eine weitere Etappe im Niedergang von Atlantic City, das sich als «Las Vegas der Ostküste» etablieren wollte. Seit jedoch in benachbarten Regionen immer mehr Casinos gebaut wurden, geht es bergab. Nun verbleiben in Atlantic City noch sieben Casinos. (pbl)

Prominente Trump-Unterstützer

US-Wahlen 2016

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Knächbläch 04.08.2016 17:16
    Highlight Highlight Beide, Trump und Clinton, möchte ich nicht als Präsidenten/Bundesrat in meinem Land sehen... Ich bin mittlerweile nicht mehr sicher wer von den beiden das grössere Übel ist. Bei Trump wäre das ganze Theater wohl nach 4 Jahren vorbei, bei Clinton bin ich mir nicht so sicher. Da ist sehr viel Geld/Interessen im Spiel... siehe Doku

    Play Icon
  • TheCloud 04.08.2016 16:11
    Highlight Highlight Die oben geschilderten Beispiele zeigen eher, dass Trump ein sehr guter Geschäftsmann ist.
    Er hat lange vom, auf Pump gekauften Kasino profitiert und es danach einem Idioten verkauft.
    Die anderen hat er wohl mit viel Gewinn an die Börse gebracht und andere Idioten (Investoren) haben 90% Verlust eingefahren.
    Dasselbe hat z.B. Ebner mit unserem Pensionskassenkapital gemacht und wird von der Fachpresse stets als vorbildlicher Wirtschaftskapitän gelobt.
    • exeswiss 04.08.2016 17:26
      Highlight Highlight "Anfangs kamen die Besucher in Scharen, doch bereits nach einem Jahr ging das Taj Mahal erstmals Konkurs" soviel zu erfolgreicher geschäftsmann. da gehörte das casino noch ihm.
  • Randy Orton 04.08.2016 15:48
    Highlight Highlight Die Veröffentlichung seiner Steuerdaten steht noch immer aus. Er schiebt das nun seit über einem Jahr mit Ausreden vor sich hin, finde ich fast den grössten Skandal. Ich vermute, der ist gar nicht so reich wie er tut.
  • flyingdutch18 04.08.2016 14:14
    Highlight Highlight Richtig, dass Watson so viel über Trump berichtet. Er und sein Teaparty-Vize wären nicht nur eine Gefahr für die USA, sondern für die ganze Welt.
    • YesImAMillenial 04.08.2016 14:58
      Highlight Highlight ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Präsident trump eine Katastrophe für die eigene Bevölkerung wäre. aussenpolitisch hingegen würde eher sich wohl eher defensiv und isoliert ausrichten und bestehende Konflikte (z.B. mit Russland) zurückfahren.
      Bei Hillary hingegen bin ich mir da nicht so sicher...

      Pest oder Cholera...
    • TheCloud 04.08.2016 16:17
      Highlight Highlight Einverstanden, für USA würde Trump Hunger und Elend bedeuten. Für Europa Hunger, Elend plus eine Jahrzentelange Diktatur unter Putins Schreckensherrschaft.
    • Ivan der Schreckliche 04.08.2016 17:25
      Highlight Highlight Ach zum Glück beschützen uns die Ritter der Demokratie vor den bösen Russen
  • Stachanowist 04.08.2016 13:34
    Highlight Highlight Verhältnis Watson-Trump: obsessive Hassliebe.

    Verhältnis Watson-Hillary: vor Liebe blind.
    • FrancoL 04.08.2016 15:06
      Highlight Highlight Wie alles was man so kurz und prägnant zu definieren versucht trifft selten ins Schwarze.
    • Stachanowist 04.08.2016 15:29
      Highlight Highlight @ Franco

      Dann lass mich das ausführen :)

      Jeden Tag wird mindestens ein Artikel verfasst, der von einer Äusserung Trumps handelt. Eine ganze Exegetik wird um diesen Mann betrieben - obsessiv. Trump wird dabei zurecht als negative Figur gezeichnet - Hass. Zugleich generiert Trump Klicks für Watson, was wiederum die Liebesgefühle steigert => Hassliebe ;)

      Die Watson-Liebe gilt Hillary - sie ist erfahren und gesellschaftspolitisch eher liberal. Dass sie in aussenpolitischen Belangen eigentlich den Albtraum eines jeden pazifistischen Europäers darstellt, ertrinkt jedoch im Strudel der Liebe.
    • FrancoL 04.08.2016 16:10
      Highlight Highlight @Stachanowist; Vielleicht solltest Du nicht von Deiner Betrachtung und Wahrnehmung aus gehen, denn zB meine ist da ganz anders angesiedelt!
      Hass bei Trump, bei mir Fehlanzeige. Wieso soll ich ihn hassen? Nein ich verstehe die nicht die ihn wählen nicht weil ich ihn hasse sondern weil er für mich keine Fähigkeiten für den POUUS mitbringt und er auch geschäftlich (habe ihn seit nun 20 Jahren auf dem Radar) alles andere als ein Top-Shot ist. Also bei mir ist es ein tiefes Unverständnis und nicht Hass!
      Wenn man alle Unfähigen hassen würde, ja dann hätten wir ein gröberes Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plöder 04.08.2016 13:17
    Highlight Highlight Die Geschichte von Atlantic City ist sehr spanennd obwohl es ein kleines Nest war und auch blieb...
    Inspieriert von Monopoly und 76 durch den Willen die Wirtschaft anzukurbeln wurde das Glücksspiel legalisiert...
    Wär doch was?!
    • Cyman 04.08.2016 16:33
      Highlight Highlight würd ich lesen
  • ElendesPack 04.08.2016 12:36
    Highlight Highlight Zum Jubiläum des 1'000'000-sten Trump-Artikels muss ich jetzt mal aus lauter Neugier fragen: Wissen Watson und Spiegel eigentlich, dass ihre Leser genau null Einfluss auf die Wahlen in den USA haben und dass dort kein Schwein ihre Publikationen liest?
    • saderthansad 04.08.2016 13:19
      Highlight Highlight Och Gott, warum so grantig.
      Als Unterländer interessiert's mich auch, wenn's in den Bergen regnet.
    • Basubonus 04.08.2016 13:31
      Highlight Highlight Gegenfrage: Soll nur über Dinge berichtet werden, die der Leser direkt und unmittelbar beeinflussen kann? Und muss das dann für alle Leser gelten oder reichts, wenn einige Leser Einfluss nehmen können?
      ...
    • Stachanowist 04.08.2016 13:46
      Highlight Highlight Sehr aufschlussreich zur Wandlung von Watson zu Trumpson ist die Artikel-Suchfunktion: Für "Donald Trump" bekommt man satte 997 Treffer, für "Hillary Clinton" nur 807. Fast 20% mehr Trump-Artikel.

      Und wenn man sich dann durch die Treffer zu Hillary scrollt, sieht man, dass eine grosse Zahl dieser Ergebnisse Trump-Artikel sind, in denen Clinton auch erwähnt wird.
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