Wirtschaft
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epa06586559 (FILE) - US entrepreneur, founder and president of internet company Amazon, Jeff Bezos smiles at the Bayerischer Hof in Munich, Germany, 11 October 2012. Media reports on 07 March 2018 that Bezos is the richest person with over 100 billion US dollar worldwide.  EPA/VICTORIA BONN-MEUSER  GERMANY OUT *** Local Caption *** 50553540

Immer noch der reichste Mann der Welt? Amazon-Chef Jeff Bezos. Bild: EPA/DPA

An den US-Börsen ist gerade ein Blutbad im Gang – und mitten drin Tesla, Facebook und Co.

Die Aktien des Elektroautoherstellers sind abgestürzt. Aber auch die FAANGs. (Was zum Teufel sind FAANGs?)



Tech-Aktien erleiden derzeit ein Blutbad an den Börsen. Der Nasdaq, die wichtigste Techbörse, ist am Dienstag um 2,9 und am Mittwoch um 0,9 Prozent eingebrochen. An der Börse spricht man daher bereits von einem «Techlash», eine Wortkombination von Technology und Backlash.

Der Techlash trifft auch die Besten. Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google mussten empfindliche Einbussen verkraften. Sie werden unter dem Kürzel FAANG zusammengefasst.

In this Friday March 23, 2018 photo provided by KTVU, emergency personnel work a the scene where a Tesla electric SUV crashed into a barrier on U.S. Highway 101 in Mountain View, Calif. The National Transportation Safety Board has sent two investigators to look into a fatal crash and fire Friday in California that involved a Tesla electric SUV. The agency says on Twitter that it's not clear whether the Tesla Model X was operating on its semi-autonomous control system called Autopilot at the time. Investigators will study the fire that broke out after the crash. (KTVU via AP)

Wird genau untersucht: Unfall mit Todesfolgen in einem Tesla in Kalifornien. Bild: AP/KTVU

Am heftigsten hat es jedoch Tesla erwischt. Seit Montag ist der Aktienkurs um 15 Prozent eingebrochen, die Obligationen werden zu 90 Prozent des Nennwertes gehandelt.

Tesla wird gleich mehrfach gebeutelt. Elon Musk ist es immer noch nicht gelungen, die Produktion des Model 3 in den Griff zu bekommen. Nächste Woche werden die neuesten Zahlen bekannt gegeben. Sollten sie erneut schlecht ausfallen, dann steckt Tesla in ernsten Problemen.

Als das Model 3 vorgestellt wurde, kamen in kurzer Zeit rund 400’000 Vorbestellungen zustande. Jetzt aber wollen Insider wissen, dass nur ein Drittel dieser Vorbestellungen auch eingelöst werden. Dazu kommt, dass ein neuer tödlicher Unfall mit einem Tesla in Kalifornien das Image trübt.

Facebook-Aktien sind derzeit ein Schnäppchen

Tesla ist noch weit davon entfernt, schwarze Zahlen zu schreiben. Letztes Jahr verbrannte das Unternehmen 3,4 Milliarden Dollar. Dank der Herausgabe von neuen Obligationen hat man derzeit noch einen ähnlich hohen Betrag in der Kasse. Doch erste Investoren werden bereits nervös.

epa06615771 (FILE) - Founder of Facebook, Mark Zuckerberg, attends the presentation of the new Samsung mobile generation at a preview day of the the Mobile World Congress in Barcelona, Spain, 21 February 2016 (reissued 20 March 2018). According to reports from 20 March 2018, the British parliament is summoning Zuckerberg to enquire him over Cambridge Analytica.  EPA/Alberto Estevez *** Local Caption *** 54002977

Hat grossen Erklärungsbedarf: Mark Zuckerberg. Bild: EPA/EFE

Facebook hat kein Finanzproblem, im Gegenteil: Gemessen am Gewinn sind die Aktien derzeit sogar billig. Mark Zuckerberg hat jedoch das Vertrauen seiner User hintergangen und muss nun dafür gerade stehen. Seit bekannt geworden ist, dass die Skandalfirma Cambridge Analytica im grossen Stil Facebook-Daten missbraucht hat, laufen auf beiden Seiten des Atlantiks mehrere Untersuchungen gegen das Unternehmen. Auch hohe Bussen sind bereits in Aussicht gestellt worden.

Jeff Bezos ist kürzlich zum reichsten Mann der Welt gekürt worden. Doch die Amazon-Aktien leiden trotzdem. Gemessen am Gewinn sind diese Papiere teuer. Wer sie kauft, geht immer noch eine Wette auf die Zukunft ein. Amazon will eine führende Stellung, um nicht zu sagen ein Monopol als Online-Detailhändler aufbauen. Sollte dies gelingen, dann hat sich die Wette gelohnt.

Aktuell wird auch kolportiert, dass Donald Trump sauer auf Bezos ist und Amazon mit Steuern bestrafen will. Der Grund liegt bei der kritischen Berichterstattung der «Washington Post», die Bezos gehört.

Reissen die Tech-Aktien alle anderen mit?

Wie Amazon ist auch Netflix eine Wette auf die Zukunft. Anders verhält es sich bei Apple und Google. Für sie gilt: mitgehangen, mitgefangen. Sie werden von den Kollateralschäden des Techlash-Sturms erfasst.

Der Absturz der Tech-Aktien wird von den Investoren genau verfolgt. Mit gutem Grund: Sie dominieren die globalen Aktienmärkte wie nie zuvor. Insgesamt sind die Techaktien für rund 27 Prozent des Gesamtvolumens des amerikanischen Börsenindex S&P verantwortlich. Der Techlash könnte daher auch andere in Mitleidenschaft ziehen.

Dass die FAANGs in den Strudel des Techlash geraten sind, hat auch sein Gutes. «Die Art und Weise, wie einige Tech-Aktien bewertet wurden, legt den Schluss nahe, dass einige wenige Unternehmen über den anderen thronen werden», kommentiert die «Financial Times». «Die Turbulenzen dieser Woche könnten daher ein Indiz sein für eine Zukunft, die kompetitiver und aufregender ist.»

Tesla-CEO tüftelt am Hirn 2.0

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sven Wittibschlager 30.03.2018 20:06
    Highlight Highlight Aktien halten, kaufen oder verkaufen? Die Ratschläge von Analysten sind oft schlecht oder sie dienen den eigenen Interessen! Anwälte für Wirtschaftsrecht oder Handelsrecht sollte die Machenschaften von facebook... und den Analysten im Auge behalten und diese auch kontrollieren. Am Schluss ist der Kleinanleger immer am kurzen Hebel und wir von den Mächtigen gemolken! vgl. https://www.focus.de/finanzen/geldanlage/tid-23411/boersenturbulenzen-die-kleinanleger-verlieren-fast-immer_aid_658556.html und http://www.wittib-law.ch und http://www.anwalt-zuerich.attorney
  • Jo Cienfuegos 29.03.2018 19:49
    Highlight Highlight Das spannendste des Artikels finde ich die Bedeutungslosigkeit, in welche Microsoft gerutscht ist. Wird im Artikel kein einziges Mal erwähnt.

    ...und Blutbad ist etwas geschmacklos!
    • _stefan 30.03.2018 23:26
      Highlight Highlight In die Bedeutungslosigkeit gerutscht? Die MSFT-Aktie ist einfach nicht so stark gefallen, weil das Vertrauen grösser ist. Darum steht sie auch nicht im Artikel.

      Wenn M$ mit Kundendaten so umgehen würde wie FB oder Google dann gäbe es Windows nicht mehr...
  • Stichelei 29.03.2018 18:08
    Highlight Highlight Nochmals für alle, die gebetsmühlenartig verkünden, Tesla rede nur und liefere nicht:

    Benutzer Bild
    • Big ol'joe 29.03.2018 18:52
      Highlight Highlight Das sind tatsächlich schwache zahlen, produziert tesla doch ausschliesslich e-autos! Das kann nie und nimmer mit der millionenproduktion von gm und co. mithalten.
  • B-Arche 29.03.2018 16:28
    Highlight Highlight Das Problem ist dass Börsenhändler und Aktienfonds genauso blöd sind wie die Medien und auf jeden Tweet und jede heisse Luft von Trump reagieren - was ihm nur noch mehr das Gefühl gibt alle lägen ihm zu Füssen.

    Oder die CEOs von Schweizer Firmen die in Davos wie Schuljungen da sassen und Trump Rapport leisteten was sie in den USA investieren. Wie kleine Buben und Trump reagierte sie. Peinlicher konnte Corporate Switzerland nicht auftreten.
  • Posersalami 29.03.2018 15:41
    Highlight Highlight Fein, da werde ich mir doch demnächst ein paar Tesla Aktien ins Portfolio legen.
  • Der Tom 29.03.2018 15:05
    Highlight Highlight Tesla finde ich einfach gar nicht mehr. Suche im Facebook aber finde nur Beiträge von anderen über Tesla. Gibt es Tesla noch?
    • Bruno S.1988 29.03.2018 17:13
      Highlight Highlight Versuch es mit Google...
    • Cityslicker 29.03.2018 17:38
      Highlight Highlight Kleiner Tipp: Facebook ist nicht das Internet (und beides zusammen nicht die ausschliessliche Realität).
    • Stichelei 29.03.2018 17:51
      Highlight Highlight Klar gibt's Tesla noch. Nur hat Elon Musk vor ein paar Tagen sowohl den Tesla- wie auch den SpaceX-Account auf Facebook gelöscht aufgrund des Skandals von Facebook mit Cambridge Analytica.
  • Cityslicker 29.03.2018 14:18
    Highlight Highlight Zu Tesla: Bitte noch mal kurz zum Unterschied zwischen Geld „verbrennen“ und Investieren schlau machen. Warum sollte das Unternehmen aktuell Gewinne ausweisen, wenn es stattdessen massiv in den Ausbau des Vorsprungs zum Rest der Industrie investieren kann. Natürlich birgt die Strategie auch Risiken - wie jedes grössere Investment. Doch die Welt gehört den Mutigen, nicht den Zauderern.
  • DocM 29.03.2018 13:36
    Highlight Highlight Ist eine normale Korrektur, denn wo ist der Mehrwert von Amazon? Der Laden ist ersetzbar. Was bringt Facebook, Whatsapp, Twitter etc. abgesehen von Werbeinnahmen? Stimmt stielt meistens unsere Zeit mit irgendwelchen Nicht-News. Löst Tesla das Energieproblem? Nein, es wird nur verlagert. Macht Tesla Gewinn? Nein, jede andere Firma hätte Konkurs angemeldet. Die Liste kann noch nach Belieben verlängert werden.
  • droelfmalbumst 29.03.2018 13:35
    Highlight Highlight Das Tesla ins Elan(d) stürzt war klar... was bringt es dir krasses Marketing zu machen, wenn du dann nichts liefern kannst... In wenigen Jahren intressiert sich niemand mehr für Tesla. Sobald Daimler, BMW und die AMAG Group beginnen im Laufband E-Autos zu produzieren, ist Tesla tot...
    • Cityslicker 29.03.2018 17:35
      Highlight Highlight Welches „krasse Marketing“ meinst du denn genau? Word-of-mouth und ein paar Events? Tesla macht im Gegensatz zu allen anderen KEINE Anzeigen, Plakate, TV- oder Kinospots, grosse Online Kampagnen etc. Und die Auftragsbücher sind trotzdem voll, und man verkauft problemlos >100k Fahrzeuge p.a. im Hochpreissegment.
    • Stichelei 29.03.2018 18:11
      Highlight Highlight Vor allem BMW ist mit seinen bisherigen E-Autos ja soooo erfolgreich gewesen.
    • Ton 29.03.2018 21:05
      Highlight Highlight Das Problem für die Konkurrenz ist vorallem, dass neue Batterie-Fabriken aus dem Boden gestampft werden müssen. Ansonsten hätte Tesla keine Chance gegen die Produktionserfahrung von BMW und co.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 4TheHorde 29.03.2018 13:33
    Highlight Highlight Alle schreiben von den grossen 2 unfällen mit einem Tesla

    "Es war nicht der erste unfall mit einem tesla, bereits im jahr 2016 .... tödlicher unfall" - okey, 2 unfälle in knapp 2 Jahren .. jap - die KI Autos von Tesla sind sooowas von unsicher ...

    Die Aktionäre sind einfach unglaublich greedy - keiner will sein hart "erarbeitetes" geld verlieren - panik mässig verkaufen sie bei jedem 0.03% verlust ... lasst die Techs mal ihre sache machen - btw. bei jeder neuen Technologie muss es ab und zu opfer geben - nur daraus lehrt man - war schon immer so ... aber dass vergisst man leider ...

  • Typu 29.03.2018 12:52
    Highlight Highlight Totgesagte leben länger. Tech ist nun mal etwas volatiler. Das muss man einrechnen wenn man darin investiert.
  • Mode!? 29.03.2018 12:46
    Highlight Highlight @watson was soll dieser Titel? Braucht ihr Klicks? Ist das der Weg?
  • Ich mein ja nur 29.03.2018 12:43
    Highlight Highlight Wieso wird ein Sinken um 4% als "Blutbad" und "Absturz" bezeichnet? Qui bono?
    • p4trick 29.03.2018 16:13
      Highlight Highlight Goog und fb sind in ca 3 Wochen um 20% eingebrochen. 4% nur gestern?
    • Ich mein ja nur 29.03.2018 20:44
      Highlight Highlight Ja, aber vor Oktober 2017 war sie jahrelange tiefer als heute...
  • 45rpm 29.03.2018 12:28
    Highlight Highlight Aus persönlicher Sicht ist das für die Halter der betroffenen Aktien tragisch, aber für die Mehrheit von uns Normalsterblichen fällt das weder auf noch werden wir das spüren.

    Und die SNB verkraftet das auch locker, sofern sie nicht gleich verkauft, ist es in erster Linie mal "nur" ein Buchverlust.
  • HerrCoolS. 29.03.2018 11:24
    Highlight Highlight Verloren haben die Firmen ja nichts - ausser vielleicht das Vertrauen ihrer Anleger... Ich glaube nicht dass eines der genannten Unternehmen schwierigkeiten bekommen wird, in ein paar Wochen ist alles vergessen...
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 29.03.2018 11:23
    Highlight Highlight Die zweite Dotcom-Blase? 😒
    • Toerpe Zwerg 29.03.2018 11:31
      Highlight Highlight Nope, das ist nicht zu vergleichen.
    • bebby 29.03.2018 12:09
      Highlight Highlight Ja, eher eine Liquiditätsblase...in Aktien, Immobilien und Obligationen. Alles, was die Zentralbanken halt so kaufen.
  • Toerpe Zwerg 29.03.2018 11:20
    Highlight Highlight Ich würde das eher als Korrektur denn als Blutbad bezeichnen.
    • CASSIO 29.03.2018 12:49
      Highlight Highlight phu, für einige kleinanleger, die von gier und "kriminellen" analyst recommendations getrieben aktien kauften, dürfte es wahrlich ein blutbad sein. professionelle anleger jedoch, und solche mit ein bisschen grips, dürften schon lange deinvestiert sein.
    • Adumdum 29.03.2018 13:24
      Highlight Highlight Blutbad bringt aber deutlich mehr Klicks... Genauso wie Facebook-, Tesla-, Amazon- und Google-Bashing.
    • Adumdum 29.03.2018 13:27
      Highlight Highlight Wer im Jahr 2018 immer noch daran glaubt mit wenig Arbeit viel Geld verdienen zu können ist echt selber schuld.

      Hohe Renditen gibts immer nur gepaart mit hohem Risiko. Punkt.
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